Themeim 

Überblick

 


Dämonen

Nach langer Zeit des Wartens veröffentlichen wir nun endlich unseren ersten Bericht in der Rubrik Besessenheit. Und nichts würde besser hierzu passen, als eine genauere Betrachtung des Begriffes, oder noch besser, des Haupttäters, den hiesigen Dämonen, die für diesen Zustand oft verantwortlich gemacht werden. In diesem Themenbereich der Besessenheit werden wir zumeist Fälle behandeln, die in das Spektrum akuten Fremdbesitzes fallen. Dies kann durch genannte Anhänger des Beelzebubs geschehen, aber auch durch andere Menschen, die sich mit okkulten Künsten versuchen, sich an anderen Individuen zu vergehen oder diese auszulöschen.

 

Dies betrifft aber nicht nur Menschen, sondern kann auch Tiere betreffen, dessen Geist manipuliert ist, sodass sie atypisch handeln. Hier ist es auch wichtig zu erwähnen, dass die Besitzergreifung eines Individuums auch damit im Zusammenhang steht, wie labil der Wirt, also der Geist des Betroffenen, ist oder wie stark das Wesen oder dessen Bann ist, der die Kontrolle erringen möchte. Befördernd für solche Phänomene sind auch die Vorbelastungen der Betroffenen, heißt, dass sie sich vorher dem Thema widmeten, ihr familiäres oder gesellschaftliches Umfeld an solche Thesen glaubt und/oder ihr geistiger Zustand, wie bereits erwähnt, angeschlagen ist, wenn nicht, sich im dauerlabilen Zustand befindet. Mindestens einer dieser Zustände ist immer in diesen Fällen anzutreffen.

 

Aber wer sind diese Dämonen, woher stammt dieser Terminus und weshalb ist dieser in den meisten religiösen Ideologien so fest verankert? Hierzu müssen wir weit in die Vergangenheit zurückblicken. Dämonen werden oft in der Literatur als Existenzen beschrieben, die älter als die Menschheit, älter als die uns bekannte Zeitrechnung sind. Und tatsächlich sind die meisten Überlieferungen von Dämonen, die man in den meisten heute praktizierenden Religionen noch finden kann, fast immer aus noch älteren Glaubensrichtungen übernommen worden. Die Plattitüde: "Wo Licht ist, ist auch Schatten!", trifft hier wohl am besten zu. Die Charaktere sind also nicht für diese neu erfunden, sondern wurden in einen neuen Kontext gebracht. Sie haben sich dem Licht abgewandt und liegen im Schatten und wandeln zwischen den Reihen.

 

Die Spuren der Gestalten, die sich von der göttlichen Intuition abwendeten, sind so alt, wie die Menschheit selbst. Wenn man die guten Eigenschaften des Lebens einer höheren Kraft zuschreibt, muss es auch einen Sündenbock geben, dem man die schlechten Seiten auferlegen kann. Gut gegen Böse. Der Mensch war seit Anbeginn seiner Entstehung , und ist es teilweise auch noch heute, ein Freund klarer Grenzen und einfachen Erklärungen. Welche simplen Lösungsansätze dieses Schema X bietet, habe ich bereits im Bericht: "Unterirdischer Teufel?"angedeutet. Die Konkurrierenden, Gott und Luzifer, die sich in ihrer Ansicht und Existenz in Gänze unterscheiden, bedienen sich ihrer Bediensteten, Engel, Heilige oder Dämonen, gottlose Abtrünnige, die sich zu jeder Zeit um das Seelenheil, beziehungsweise dessen Verderb der Menschen streiten.

 

Ob man dieser Definition nun Glauben schenkt oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Doch gibt es nun tatsächlich Fälle, die darauf hindeuten, dass es, wenn man sich dieser Definition hingibt, Wesen existieren, die den Körper einer Person übernehmen und auszehren. Die Besessenheit ist der zeitweilige Zustand oder Gesamtverlust von Persönlichkeit eines Individuums, die durch Fremdeinwirkung eines Wesens hervorgerufen wird. In vielen Fällen, wo die Betroffenen durch Befreiungsmaßnahmen, wie Bsp. Exorzismus, von außen konfrontiert werden, scheint die fremde Anwesenheit sich gewissermaßen zu outen. Aber ob Spielfilm oder real dokumentierte Fälle, in so gut wie allen Abhandlungen spielt der, der Besitz von einer Person ergriffen hat, ein falsches Spiel. Die "fremde Stimme" redet davon, wie stark die gottlosen Bände sind. Die Erwähnung, wie alt die fremde Macht ist, wird meist mit Frasen beantwortet, die, wie bereits erwähnt, zwar aus aktuellen Büchern der betroffenen Religionen geradezu zitiert werden, aber aus viel älteren Textstücken stammten.

 

Ob dies ein realer Befund dafür ist, dass solche üblen Mächte tatsächlich existieren, sei dahingestellt. Fakt ist nämlich, dass sich die Betroffenen von Besessenheit meist im voraus mit der Thematik beschäftigt haben. Ob direkt oder indirekt. Man könnte daraus schließen, dass der vorhandene Intellekt der Person dazu benutzt wird, um eine Maske des Dämons oder eine fälschliche Aussage zu wahren, worunter sich eine psychische Erkrankung verbergen könnte. Die Frage der Besessenheit, der Dämonen und allem, was mit dieser Thematik zusammenhängt, ist also stückweit eine Frage des "Glaubens". Zugegeben gibt es Fälle, die durch psychische Vorbelastung (vorher erwähnte Labilität) leicht als Irrtum entlarvt werden könnten. Ob dies aber tatsächlich alles Fassade ist oder reale Inbesitznahme eines mächtigen, gottlosen Wesens dürft Ihr selber entscheiden. Wir stehen der Gesamtheit solcher Fälle zwar nicht total verschlossen gegenüber, aber dafür mit einer gesunden Skepsis. In späteren Beiträgen geben wir ein Fazit zu den betroffenen Fällen ab, aber letztendlich seid Ihr es, die solche Begebenheiten einen wahren Inhalt zu sprechen, oder nicht.

 

 

Carsten
18.07.2017

Hörbericht