Hier sind SIE gefragt oder zumindest ihr Erlebnis.

Haben SIE vielleicht selber schon mal ein außergewöhnliches, fast schon gruseliges Erlebnis gehabt? Oder hatten SIE schon einmal unverschämtes und unglaubliches Glück? Dann schreiben Sie uns:

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Überblick

 


Samson (Erlebnis von Martin)

Eine wunderschöne Katzen-Gestalt mit einer Rosenblüte in der Hand. Eine Vorahnung?
Eine wunderschöne Katzen-Gestalt mit einer Rosenblüte in der Hand. Eine Vorahnung?

 

Hunde und Katzen sind sehr sensible Tiere. Wenn es dem Herrchen mal nicht gut geht, spürt dies der liebe Vierbeiner und schnurrt besonders um einen herum oder schleckt einem behutsam die Hand ab. In  allen Ländern hört man herzzerreißende Geschichten, von Tieren, die sich mit dem Tod des geliebten Herrchens nicht abfinden können. Tag für Tag stehen sie am Grab ihres besten Freundes oder an sonstigen, erinnerungsvollen Plätzen.

 

Tiere sollen leicht gestrickt sein und sollen nicht fühlen können wie wir. Im Gesetz sind sie bloße Gegenstände und doch, geben sie viel mehr, als so manch ein Mitmensch geben kann. Sie vergeben immer.

 

Ebenfalls sollen Tiere ein besonderes Gespür für Naturkatastrophen haben, aber auch für den Tod. Forscher gehen davon aus, dass die Tiere den Tod riechen können.

Doch wie sieht es aus, wenn der liebe Vierbeiner stirbt? Wie teilt er sich mit? Die meisten Tiere wollen alleine sein wenn sie sterben und ziehen sich in eine ruhige Ecke zurück. Nicht so das Tier in der wahren Geschichte unseres Berichtes.

Diesen Vorfall hat uns Martin geschildert und möchte seinen unheimlichen und dennoch berührenden Moment teilen. Ein Erlebnis von Martin:

 

Mit der Geburt seines Sohnes, zog ebenfalls der Kater Samson ins Haus. Außerdem pflanzte das Ehepaar, als Symbol, in den Garten eine wunderschöne Rose. Samson und das Kind waren gleich zu Beginn ein Herz und eine Seele. Sie wuchsen zusammen auf und erlebten viele Abenteuer zusammen. Samson ließ sich nur von dem kleinen Jungen verwöhnen und damit auch nur von ihm anfassen.

 

Als Martin und seine Frau getrennte Wege gingen, kam es, dass sein Sohn nur noch am Wochenende zu Besuch kam. Nicht nur der Vater war traurig darüber, auch Samson nahm das sehr mit. Dennoch blieb er Martin gegenüber scheu und freute sich umso mehr, als sein bester Freund nach Hause kam.

Die Jahre zogen ins Land und leider leben Katzen nicht mal annähernd solange wie wir. Samson wurde älter, aber sein Wesen änderte sich nie. Nie, bis auf einmal.

Der alte Kater fing eines Morgens an die wunderhübschen Blütenblätter der Rose zu fressen, die mit der damaligen Geburt des Jungen gepflanzt wurde. Dies ging zwei Tage lang so. Martin wunderte sich sehr, ließ den alten jedoch gewähren. Martin legte sich spät nachts zur Ruhe und träumte.

 

In seinem Traum lag er im Bett. Er schaute sich um. Alles sah aus wie immer. Die Tür öffnete sich ein Spalt und eine menschliche Gestalt huschte in den Raum. Martin konnte das Gesicht nicht erkennen. Die Gestalt sah eher aus wie ein Geist. Ihm war, als wäre sie durchsichtig. Das Wesen kam an sein Bett und legte ihm eine wunderschöne Rosenblüte auf seinen Nachtisch. Er schaut von der Blüte zur Gestalt hinauf und erkannte das Gesicht. Die Gestalt hatte das Gesicht einer wunderschönen Katze. Die Katzen-Gestalt starrte ihn lange an.

Schweißgebadet wachte Martin auf. Der Traum kam ihm so furchtbar real vor. Dieser durchdringende Blick. Er suchte das Zimmer ab. Keine Spur von Samson. Verwirrt versuchte Martin wieder einzuschlafen, was ihm nach langem grübeln schließlich gelang.

 

Martin hatte es an diesem Morgen eilig. Er hatte verschlafen. Kein Wunder wenn man mitten in der Nacht aufwacht. Er setzte sich an den Tisch und wartete bis der Kaffee fertig war. Martin bemerkte Samson erst, als er schon auf seinen Schoss saß und genüsslich schnurrte. Zunächst traute Martin seinen Augen kaum. Auf einmal ließ er sich von ihm streicheln? Verwundert und dennoch geschmeichelt, kraulte er den Kater und dieser konnte gar nicht genug bekommen. Immer wieder forderte er Martin auf ihn zu streicheln.

 

Der Kaffee war durch und er hatte schon viel zu viel Zeit vertrödelt. Schnell ging er auf die Terrasse um sein Kaffee hastig zu trinken. Er beobachtete wie Samson wieder zu der Rose ging und auch die letzten Blüten abknabberte. Verrückter Kater. Martin verließ das Haus und kam erst sehr spät Heim.

Als er nach Hause kam, lag er da. Samson, eingerollt unter der Rose. Es sah aus als würde er schlafen. Unter der Rose liegt die letzte Ruhestätte von dem alten Kater.

 

 

 

Carolina

28.12.2015

Bereit gestellt von Martin

Hörbericht


Meine Geschichte (Carolina von Mystery Facts) - In dem etwas anderem Haus

 

 

Nun möchte ich Ihnen gerne einmal meine Geschichte erzählen. Wie bin ich überhaupt auf Mystery Facts gekommen? Weshalb interessiere ich mich für mysteriöse Phänomene und wozu dies eigentlich alles? Was für eine Person steckt hinter dieser Stimme? Alles fing in meiner Kindheit an. Ich wurde schon sehr früh von Alien entführt und diese gaben mir den Auftrag die Homepage zum Leben zu erwecken. Kleiner Scherz. Meine Geschichte ist weniger spektakulär und ich bin auch keine Person die, wenn es um außergewöhnliche Ereignisse geht, leicht zu überzeugen ist. Doch sobald es Spuren gibt, komme ich ins Grübeln und glauben tue ich schon an übernatürliches. Doch nun genug davon und auf in die Vergangenheit.

 

Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit und zunächst interessierte ich mich nicht für Übernatürliches. Meine Güte ich wusste zur damaligen Zeit noch nicht einmal was es mit diesem Wort auf sich hat. Alles fing mit dem Hauswechsel an. Natürlich findet man es als Kind nicht schön wenn man umziehen muss. Die Freunde rücken in weite Ferne und die schönen Erinnerungen schmerzen und verblassen mit der Zeit. Früher sagte ich mir selber öfters meine alte Telefonnummer laut vor. Heute habe ich die Zahlenkombination vollkommen vergessen und sie schien mir damals eigentlich immer wichtig. In dem neuen Haus gefiel es mir natürlich nicht. Ich hatte gleich zu Beginn – bis heute, ein komisches Gefühl in dem Haus. Doch nach einiger Zeit freundet man sich auch hier mit dem gegeben Mitteln an und man findet ebenfalls neue Freunde.

 

Es war abends und ich saß oben an meinem Schreibtisch. Damit Sie sich alles ein wenig besser vorstellen können, mein Schreibtisch stand seitlich an der Wand und damit ebenfalls seitlich zur Tür. Ich konnte, wenn ich meinen Kopf nach rechts drehte, in den Flur schauen. Natürlich hatte ich meine Tür sperrangelweit aufgelassen. Ich schrieb schon damals sehr gerne kleine Geschichten und auch an diesen Abend konnte ich mich einfach nicht von meinem Hobby los reißen. Meine Mutter rief mich schon zum wiederholten mal zum Abendbrot und ich antwortete mit den bekannten Worten eines Kindes, wenn es nun einfach keine Zeit hat: „ Gleich!“ Ich vergas nach einiger Zeit meine Mutter und das Abendessen und ich denke auch meine Mutter hatte genug. Sie rief nun nicht mehr nach mir und ich hörte wie meine Familie, ein Stockwerk tiefer, ein Gespräch anfing. Ich schrieb indessen seelenruhig weiter. Nun kommt das seltsame und unheimliche Ereignis, welches mich, quasi, prägte. Auf einmal und völlig überraschend, hörte ich wie etwas meinen Namen flüsterte. Doch es war nicht einfach bloß ein flüstern. Das Flüstern kam, während es langgezogen mein Namen hauchte, von weit her bis dich an mein Ohr. „Carrrroooooo“ Ich regierte völlig panisch. Ich hielt mir sofort mein rechtes Ohr zu und blickte starr in den völlig dunklen Flur. Mein Herz klopfte mit solch einer Wucht gegen mein Brustkorb, dass ich dachte jeder in dem Haus müsste es hören. Was sollte ich tun? Wie vom Blitz getroffen raste ich zur Tür, schloss diese mit einem lauten Knall und drehte den Schlüssel im Schloss um. Was war hier los? Ich wägte sofort alles ab und versuchte mir alles plausibel zu erklären. Zur Sicherheit rief ich all meine Geschwister und meine Eltern beim Namen. Doch niemand antwortete. Es war also niemand im Flur, der mich hätte rufen können. Außerdem kam das Flüstern so dich an mein Ohr, ich hätte jemanden direkt neben mir stehen sehen müssen und geflüstert hätte mein Namen niemand von meiner Familie. Alle waren ein Stockwerk tiefer. Ein Flüstern meines Namens, hätte da wenig gebracht um mich zu rufen. Was auch immer es war. Es machte mir eine höllische Angst und ich wollte einfach nicht mehr alleine in meinem Zimmer, alleine im oberen Stockwerk sein. Also schloss ich meine Tür schnell auf und polterte die Treppen herunter. Ich rannte in die Küche. Dort saßen alle beieinander und redeten über den Tag. Alles schien wie immer. Mein viel zu spätes erscheinen wurde kommentiert und ich setzte mich auf meinen Platz. Ich redete mit niemanden über diesen Vorfall, außer mit meiner besten Freundin. Und zu meiner Überraschung, erzählte sie mir ebenfalls, dass sie auch schon einmal eine Stimme gehört hatte, die ihren Namen flüsterte. Sie befand sich damals im Stall und war auf der Suche nach einem Spielzeug. Da flüsterte jemand oder etwas ihren Namen und auch sie reagierte völlig panisch. Sie rannte zurück ins Haus. Später sah sie, dass dort wo sie vorher im Stall stand und etwas suchte, ein schwerer Gegenstand auf dem Boden lag. Er musste vom Regal runter gefallen sein.

 

Es war genug. Ich wollte das alles nicht! Mir war das zu unheimlich! Ich konnte das einfach seelisch nicht ertragen und verschloss mich diesen Dingen gegenüber. Wenn nun etwas passierte, was etwas ungewöhnlich schien, tat ich so als wäre es nie passiert. Damit hörte es auf. Ich sah oder hörte nichts mehr, weil ich es nicht mehr wollte. Doch bald, half auch das nichts mehr.

Ich schlief nie mit Licht an ein, doch es gab eine Zeit, da konnte ich nicht anders. Es war dunkel im Zimmer und ich sollte schlafen, doch aus irgendeinen Grund konnte ich es nicht. Ich hatte also meine Augen geöffnet, obwohl ich natürlich eigentlich nichts sehen konnte. Eigentlich. Da! Auf einmal sah ich ein rotes blinken an der Decke. Nicht schon wieder. Sofort machte ich meine Nachttischlampe an und kontrollierte mein ganzes Zimmer. Hatte ich den Fernseher vergessen auszustellen, war der Akku von einem meiner Spielzeuge leer oder hatte ich sonst etwas angelassen. Ich kontrollierte alles, aber konnte nichts entdecken. Also löschte ich das Licht wieder, aber das rote blinken hörte nicht auf. Ich versuchte mich dennoch zu beruhigen. Vielleicht hatte ich ein Spielzeug unter dem Bett vergessen und kam nun nicht heran. Nach einigen Tagen wäre der Akku bestimmt leer und es würde sicher aufhören. Ich ließ das Licht an und schlief ein. Doch leider hörte das rote blinken in der Nacht nicht auf. Noch Monate später, schlief ich nur mit eingeschaltetem Licht ein. Meine Mutter musste mein Licht, wenn sie spät abends zu Bett ging, immer ausschalten. Auch eine Freundin, die einmal bei mir im Zimmer nächtigte, sah das rote blinken und wollte danach nie wieder bei mir übernachten. Erst viel, viel später, als mein Zimmer neu tapeziert wurde, verschwand auch das blinken.

 

Doch damit noch lange nicht genug. Meine Mutter bekam von einer  Bekannten einen ausgestopften Falken geschenkt. Sie hing ihn in den Treppenaufgang. Immer wenn ich hinunter ging oder aus dem Badezimmer kam, sah ich unweigerlich diesen grässlichen Vogel. Er war mir unheimlich. Eines Nachts, ich kam gerade aus dem Bad, fiel mein Blick wieder auf den Vogel und diesmal lief mir ein Schauer über den Rücken. Ich sah wie er seinen Kopf zu mir drehte. Ich sprintete in meinem Zimmer und schloss die Tür zu. Meine Mutter, die mich am nächsten morgen weckte, fand mich hinter verschlossener Tür. Sie warnte mich, falls es einmal brennen würde, würde sie mich nicht retten können. Doch das war nicht das letzte Mal, dass ich mein Zimmer verschloss und damit riskierte bei einem Brand eingeschlossen zu sein. Es war mir egal, solange ich vor den Dingen da draußen sicher war.

 

Manchmal hörte ich nachts jemanden die Treppe, sehr langsam, hoch und runter gehen. Es war als würde diese Person etwas hinter sich her schleifen. Also hörte ich einem großen Abstand, dreimal etwas auf die Treppe aufkommen. Einmal nahm ich all meinem Mut zusammen und schaute nach. Ich machte im Flur das Licht an. Vielleicht war einer meiner Geschwister schlafgewandelt? Doch ich sah niemanden und auch als ich die Tage nach dem Vorfall all meine Geschwister fragte, ob sie wüssten dass sie vielleicht Schlafgewandelt sein, verneinte jeder dies. Ich schloss mich also weiterhin ein.

 

Ein Erlebnis, welches mich ebenfalls sehr mitnahm und mir heute noch mein Kopf zerbricht, geschah ebenfalls in der Nacht. Ich wachte schweißgebadet auf. Ich hatte einen Alptraum, aber das war nicht alles. Ich spürte etwas in meinem Zimmer. Ich drehte mich um und sah auf meinem Bettrand jemanden sitzen. Danach verschwand die Person und mein Bett fing an zu wackeln. Ich weiß, dass dies nun ziemlich verrückt klingt und natürlich kann es auch sein, dass ich dies alles lediglich in meinem Alptraum mit einbaute. Doch ich bin mir sicher, dass ich nicht mehr träumte. Ich war wach. Auch in dieser Nacht schlief ich nur mit dem Licht an ein.

 

Als ich eines Tages aus dem Haus auszog, war ich froh und all diese seltsamen Dinge hörten auf. Doch ebenfalls brachten all diese Dinge mich zu dem, was ich heute mache und schätze. Ich fing an mich über diese Phänomene zu informieren, laß Unmengen an Bücher und beschäftigte mich, unter anderem, mit Geistern. War womöglich ein Geist in unserem Haus gefangen? Später, kam ich eher durch Zufall mit meinem Bruder auf das Thema. Ich sagte ihm, wie froh ich sei endlich aus dem Geisterhaus ausgezogen zu sein und er schaute mich verwundert an. Dann berichtete ich ihm von den Vorfällen in dem Haus und er überraschte mich mit seiner Aussage. Auch er hatte, ab und zu, die Schritte auf der Treppe wahrgenommen und auch andere, seltsame Dinge in dem Haus erlebt. Wir waren uns einig. Da konnte etwas nicht stimmen. Wir unterhielten und immer öfter über die Vorfälle und auch über andere Berichte aus der ganzen Welt. Jeder entdeckte sein Spezialgebiet und wir bauten unser Wissen immer weiter aus. Doch irgendwie fehlte uns etwas. Wir wollten auch andere mit unserer Begeisterung anstecken, auch andere dazu bringen vielleicht endlich ihr Schweigen zu brechen. Es gibt doch bestimmt noch mehr Personen, die ebenfalls solche Dinge erlebt haben oder sich einfach für solche Phänomene interessieren. Und so wurde das Projekt „Mystery Facts“ ins Leben gerufen.

 

Ich bin nicht verrückt, zumindest hat mich nie jemand in die Psychiatrie einweisen wollen und ich muss sagen, dass ich selber ebenfalls ein wenig kritisch, diesen Dingen gegenüber, bin. Ich versuche immer zunächst alles plausibel zu erklären. Vielleicht kommt dies auch daher, dass ich dies schon als Kind so versuchte zu klären. Ich glaube nicht alles und oftmals kann man einige Dinge auch plausibel erläutern. Doch es gibt eben diese Phänomene, die man nicht erklären kann und die dennoch geschehen sind. Wie in meiner Vergangenheit.

 

Ich weiß, dass sich dies alles für ein Kritiker oder ein „Nicht-Interessierten“ ziemlich verrückt anhören muss. Manche werden lachen, einfach den Kopf schütteln oder alles auf die Fantasie eines Kindes zurückführen. Doch das alles interessiert mich nicht. Denn was kann ich schon dafür, für mein Leben, für meine Kindheit, für meine reale Vergangenheit. Denn das bin ich.

 

 

Carolina 

23.07.2016

Hörbericht


Tier-Telepathie (Erlebnis von Rlohdaen)

Bild: www.pixabay.com
Bild: www.pixabay.com

Irgendwann 1989, Sommer, etwa 16:00

 

Ich habe für einen Ausritt ein Pferd aufgesattelt. Dies wollte allerdings nicht mitmachen. Die Box war etwa 3x3 Meter groß. Es hat andauernd ausgeschlagen und sich gedreht, um mich auch zu erwischen.

 

Anfangs konnte ich noch ganz gut ausweichen, aber es hat aufgeholt. Wenn ich bei Verstand gewesen wäre, hätte ich die Box bei erster Gelegenheit verlassen, aber ich hatte wohl Angst, als einziger Junge in einem Haufen von Mädchen klein beizugeben.

 

Kurz bevor es mich erwischt hätte - d.h. ich zwischen die Hinterhufe und die Wand der Box gekommen wäre, ist "irgendwas" passiert. Ich habe das Pferd telepathisch umprogrammiert. Das habe ich klar mitbekommen, aber nicht woher das Wissen kam. Statt mich loswerden zu wollen, war es plötzlich erfreut über die Aussicht auf den anstehenden Ausritt. Hatte wohl eine weitere Stunde in der Halle erwartet. Als ob ich sowas jahrelang schon gemacht hätte. Resultat: das Pferd stand still und ließ mich den Sattel auflegen und befestigen. Ich konnte dann noch seine Gedanken fühlen. Ich war nach seinem Empfinden nicht schnell genug. "Mach voran!" (sinngemäß). Während des Ausrittes konnte ich dann teilweise Bodenhindernisse, wie herumliegende Steine, aus "beiden" Perspektiven wahrnehmen (aus meiner Perspektive und die des Pferdes). Der Effekt hat vielleicht 30 Minuten angehalten und verflog langsam.

 

Meine bisherige Theorie ist die, dass ich diese Fertigkeit, aktive Telepathie, vielleicht mal in einer anderen Inkarnation gelernt hatte und sie wurde wohl durch die Erkenntnis der akuten Lebensgefahr reaktiviert. Seit dem ist mir sowas nicht wieder passiert. Da der vermutete Trigger Lebensgefahr ist, kann ich damit leider nicht experimentieren.

 

 

Rlohdaen

23.04.2017

Hörbericht


Nächtliche Geräusche, bleibende Eindrücke (Carsten von Mystery Facts)

 

Wie also fange ich meinen ganz persönlichen Werdegang zu solchen Phänomenen an? Meine Schwester hat ja ihre Sicht der Dinge bereits geschildert. Unsere Abläufe, von dem was wir wahrnahmen, überschnitten sich. Das erkannten wir jedoch erst eine ganze Weile später, als wir per Zufall darauf zu sprechen kamen, wie Carolina bereits im Bericht zu ihren Erlebnissen erwähnte. Bis zu diesem Zeitpunkt war diese, nun, nennen wir sie, Präsenz etwas, was ich auf Biegen und Brechen einfach nicht ernst nahm oder lieber wieder vergessen wollte. Der Umzug von unserer Heimatstadt zu einem kleinen Dorf im nahen Umkreis war für mich nicht allzu dramatisch. Ich fand in dem kleinen Kaff relativ schnell Anschluss. Wir spielten als Kinder sehr viel draußen, da die Natur praktisch um die Ecke lag.

Alles war in bester Ordnung. Ich hatte eine schöne Kindheit. Aber da wäre etwas, was ich mit Euch teilen möchte. Ich habe mir sehr lange eingeredet, dass diese Phänomene nur kindische Fantasien entsprachen, da anscheinend kein anderer diese merkwürdigen Vorgänge wahrnahm, außer mir. Da wäre zum Beispiel die schon von meiner Schwester erwähnten Schritte auf der Holztreppe. Diese vernahm ich sehr oft, und dass zu einer Zeit, wo keiner mehr wach war, nicht einmal mein Vater. Und ich fragte mich auch jedes Mal, warum man zwischen den Schritten immer ca. 2 Sekunden verstreichen lassen musste, um dann weiter nach oben zu schreiten. Und als diese „Person“ oben ankam (die Höhe der Klänge, die die Treppenstiegen wiedergaben, ließen das erkennen), warum musste sie mit dem gleichen Tempo wieder hinuntergehen?

 

Ich hatte gegenüber meines Hochbettes einen Wecker, mit roten Ziffern, der nachher noch Erwähnung findet. Ich merkte mir die Zeit und schrieb sie mir auf. In meinen alten Kritzeleien fand ich folgende Uhrzeiten:

 

2:26; 2:39; 2:01; 2:33; 1:57

 

Unter diesen stand in torkeliger Schrift: Schritte.

 

An die Schritte kann ich mich noch mit am besten erinnern. Mir kam es sogar so vor, als wüsste diese Präsenz, dass ich von ihrem Treiben etwas mitbekomme, sonst könnte ich mir das nun Folgende nicht erklären. Es blieb nämlich nicht nur bei den Schritten auf der Treppe. Sie schienen von Zeit zu Zeit sogar näher zu kommen. Ich weiß, dass hört sich nach einem schlechten Scherz an, aber es ist wirklich so passiert. Um zu meinem Zimmer zu gelangen, was sich direkt neben dem meiner Schwester befand, musste ich von der Treppe aus linksherum, geradeaus und kurz rechts gehen. Ich schlief zu dieser Zeit mit angelehnter Tür, da das Flurlicht bis meine Eltern zu Bett gingen, an blieb und mir ein Gefühl von Sicherheit gab. Aber in der Nacht, als alle zu Bett gegangen sind, wurde diese leicht offene Tür zum Alptraum für mich.

 

Die Schritte kamen und gingen. Zwar nicht jede Nacht, soweit ich es mitbekommen habe, aber oft. Jetzt aber kamen sie immer näher heran an meine Tür. Ich konnte sie klar und deutlich hören. Am liebsten hätte ich sie ab nun ignoriert. Aber diese penetranten Schritte konnte man nicht so einfach überhören. Als ich mir so ziemlich sicher war, dass ich mir dies nicht einbildete, sondern real war, schloss ich am Abend die Tür. Aber aus heutiger Sicht kann ich sagen, hat es nichts gebracht. Wir erinnern uns an den Wecker, den ich vorhin erwähnt habe. Dieser sorgte dafür, das ein fahles, rotes Licht durch mein Zimmer schien. Nicht so, dass es gestört hätte, aber so, wenn sich die Augen erst einmal daran gewöhnt hatten, die Umrisse im Raum, gut zu erkennen waren.

 

Diese Szene von der ich Euch nun erzähle, habe ich zu damaliger Zeit stark verdrängt, denn ich wollte es nicht wahrhaben und bin mir auch bis heute nicht sicher, ob es tatsächlich so gewesen ist. Ich wachte schlaftrunken auf, weil ich etwas im Zimmer bemerkte. Ich müsst es euch so vorstellen. Wenn man sich auf dem Hochbett befand, konnte man zwischen zwei Brettern, die als Fallschutz dienten, hindurchschauen. Der gesamte Raum im leichten Rot des Weckers und in der Tür... nun ja... im Türrahmen meines Zimmer befand sich irgendetwas. Ich konnte es erkennen. Eine Gestalt, die sich an der sperrangelweit geöffneten Tür befand und allem Anschein nach sich nicht vom Fleck rührte. Ich hatte panische Angst. Schließlich wusste ich, dass die Tür, auch wenn ich vergessen hätte sie zu schließen, nicht weit geöffnet sein konnte, sondern angelehnt sein musste. Was würdet Ihr in solch einer Situation tun?

 

Ich schlief nach einiger Zeit ein. War am nächsten Morgen dementsprechend müde und sah mit Schrecken im Licht der Sonne meines Seitenfensters: Die Tür ist tatsächlich offen! Ab da war ich mit dieser Sache durch. Ich wollte nichts mehr von diesen nächtlichen Aktivitäten wissen. Ich hatte schon zu früherer Zeit meine Eltern gefragt, ob sie wüssten, was das sein könnte. Aber sie taten es als Alptraum eines Kindes ab. Nach jener Nacht war ich ziemlich außer mir und fragte meine Mutter erneut, aber sie hat den Ernst der Lage nicht verstanden oder wollte ihn nicht verstehen. Ich weiß es nicht. Ich wusste nur eins. Es musste aufhören, also ignorierte ich es und es hörte dann auch auf.

 

Das war das Krasseste was ich erlebt habe. Dann gab es noch kleinere Ungereimtheiten. Denen ich, wegen dieser unschönen Erfahrung, kaum Interesse schenkte. Klopfen an der Zimmertür, obwohl keiner außer mir auf dem Geschoss war. Keuchen und Atmen aus Räumen, wo keiner war. Aber ich nahm es so hin, denn es passierte ja nur ab und zu. Allerdings wurde es noch einmal schaurig ca. zwei Jahre, bevor ich auszog. Alles fing damit an, dass sich auf unserem Dachboden ein Marder eingenistet hatte und so für ziemliche Unruhe in der Nacht sorgte. Zu diesem Zeitpunkt wussten Carolina und ich schon, dass irgendetwas mit dem Haus nicht stimmt. Der Marder war aber nicht übernatürlicher Natur. Den konnte ich durch beherztes Beklopfen der Wände gut vertreiben.

 

Doch brachte er mich wieder mehr dazu, über jene Erscheinung in der Nacht nachzudenken, da dies ja auch oft in der Nacht passierte. Die Nächte waren, bis auf den sehr, sehr liebenswerten, nachtaktiven Freund, ruhig. Ich war das letzte von 6 Kindern, der von Zuhause auszog, weshalb, wenn meine Eltern verreisten und ich nicht gerade unterwegs war, alleine Zuhause war. Wie bereits erwähnt, schwirrten mir diese Erinnerung von damals im Kopf herum. Vielleicht keine passende Zeit dafür, wenn man eine Woche sturmfrei hat. Da passierte es einen Abend, als ich gegen elf schlafen gehen wollte, dass unten aus der Küche Geräusche kamen. Was es war? Das Radio hat sich, wie von Geisterhand von selbst angestellt. Ich trotte nach unten, mit der Frage im Kopf, ob ich es den nicht selber angemacht habe. Dies schloss ich aber gleich aus, da ich kein großer Fan der öffentlichen Musikkultur bin.

 

Ausgeschaltet, nach oben gegangen und schlafen gelegt. Am nächsten Morgen ging ich hinunter und ich sah nicht schlecht, als ich feststellte, dass die Kellertür offenstand. In der Nacht gab es, soweit ich es vernehmen konnte, nicht den leisesten Ton. Gegen Nachmittag wollte ich zu Freunden fahren. Machte mich fertig und ging die Treppe hinunter. Da traf mich etwas sehr hartes zwischen die Schulterblätter. Die Dachbodenwinde. Es war zwar nicht lebensgefährlich, doch es war unmöglich, dass die Stange durch fehlendes Fremdeinwirken über einen Meter vom Boden abheben konnte und mich Verletzte. Ich erzählte meiner Schwester davon und wir bemerkten die Parallelen zu früheren Geschehnissen.

 

Dies war der letzte Umstand, der mir im Elternhaus passierte. Kurz darauf zog ich aus. Carolina hat vollkommen recht, wenn sie sagt, dass irgendetwas mit dem Haus nicht stimmen kann. Wir diskutierten oft darüber, woran es liegen könnte, dass gerade in einem Neubau solche untypischen Dinge passieren. Wir sind zu einem Entschluss gelangt, der äußerst plausibel erscheint, den ich hier aber aus familiären Gründen nicht preisgeben kann. Letztendlich kann ich mir gut vorstellen, dass die Wahrnehmung von Kindern, im Gegensatz zu Erwachsenen, viel sensibler ist.

 

Ab diesem Zeitpunkt, wenn man sich auf solche Dinge einlässt, gerade als Kind, ist es sehr schwierig, wieder Abstand davon zu gewinnen. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Habt ihr es schon mal ausprobiert, ganz alleine oder wenn alles schläft, ein Haus zuzuhören? Vielleicht hört man nur, wie sich Holz zusammen zieht oder ausdehnt, wie der Wind an den Häuserwänden rüttelt. Aber vielleicht hört man noch mehr. Und wenn dies der Fall ist, dann hütet euch davor den Dingen zu lang zuzuhören. Eventuell macht es sich dann selbständig, wenn ihr solchen Lärm zu viel Gehör schenkt...

 

 

Carsten

19.06.2017

Hörbericht


Nächtliche Angst: Geist oder Alptraum? (Erlebnis von Daniela)

1981. Die damals 3-jährige Daniela W. lebte mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer Wohnung in Nordrhein-Westfalen. Sie hatte zwar keinen idealen Start ins Leben, da die Eltern kurz nach ihrer Geburt voneinander getrennt lebten. Dennoch war sie kein Kind von Traurigkeit. Alles war einigermaßen in Ordnung, bis folgendes, sehr merkwürdiges und beängstigendes Phänomen auftrat. Ihr Bruder und sie schliefen zu dieser Zeit gemeinsam in einem Kinderzimmer. Eines Nachts erwachte sie. Der Grund hierfür war ein Unwohlsein, was sie urplötzlich ergriff. Sie öffnete die Augen und sah, wie mitten im Raum eine Gestalt reglos herumstand.

 

Sie schritt sehr langsam auf Daniela zu, und war dabei völlig stumm. Sie trug einen Mantel, einen Hut und im Gesicht einen Bart. Womöglich also ein Mann? Daniela hatte daraufhin große Angst und versuchte ihren Bruder aufzuwecken. Sie rief völlig außer sich. Ohne Erfolg, er schlief einfach seelenruhig weiter. Dann schrie sie verzweifelt nach ihrer Mutter. Aber obwohl sie es hätte hören müssen, tauchte sie einfach nicht auf. Der Mann mit Hut setzte sich derweil auf den Rand ihres Bettes und sagte mit monotoner Stimme: „Hab keine Angst, ich werde dir nichts tun.“

 

Ab da hatte sie keine Erinnerungen mehr an das Geschehene. Der nächste Moment, an den sie sich wieder entsinnen kann, war, als die „Person“, oder was auch immer es sein mochte, wieder mitten im Zimmer stand und sich in Luft auflöste. Da rief sie erneut ihre Mutter. Diesmal wurde auch ihr Bruder wach und die Mutter stürmte an. Sie kam zu dem Resultat, dass ihre Tochter wohl nur einen Alptraum hatte, womit das Thema erledigt schien. Ab nun kam das Geschöpf in Gestalt eines Mannes ab und zu zur “Visite“ vorbei. Und jedes mal wurde sie bei der Anwesenheit des Wesens als einzige wach. Sie versuchte noch ein paarmal ihre Mutter aus dem Schlaf zu rufen oder ihren Bruder zu wecken. Sie bemühte sich sogar ihn wach zu rütteln. Aber beide Familienteile schienen in totalem Delirium versunken.

 

Irgendwann gab sie auf und ließ die nächtlichen Besuche einfach geschehen. Immer wieder tauchte der “Mann“ auf und verschwand dann auch wieder. Ihre Mutter meinte dazu nur, wenn es kein Traum sei, auch ein Geist sein könnte, da solche Ereignisse in ihrer Familie öfter vorkämen. So wurden ihre Großtante und Großmutter von Geistererscheinungen heimgesucht, die beängstigende Ausmaße annahmen. So zum Beispiel das auf und zu schlagen von Türen jeglicher Art, schlechte Träume und das schemenhafte erscheinen von Silhouetten im Alltag. Aber Danielas Fall betreffend, kommt es doch ziemlich selten vor, dass Geister gezielt für Erinnerungslücken sorgen. Die Erscheinung hörte abrupt auf, als die kleine Familie 1984 aus dem Haus auszog. Von da an kam der Mann mit Hut nie wieder zu Besuch.

 

Daniela machte sich jahrelang Gedanken zu diesem Spuk, mit dem Ergebnis, dass sie womöglich eine „Erfahrene“ ist, also ein Opfer von außerirdischem Einfluss. So oder so kann man sagen, dass solche Dinge öfter geschehen als man denkt. Sollte hier eine klare Grenze gezogen werden, ob Kinder nur schlecht träumen, ihre Phantasie mit ihnen durchgeht oder ob es real ist, was sie erleben? Was auch immer diese Gestalt in Form eines bärtigen Mannes im Schilde führte, für Daniela war es ein purer Alptraum...

 

 

Carsten 

29.12.2017

Hörbericht