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Robert Bowes (Irland, 1926)

 

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Irland, genauer County Leitrim, Februar 1926

Anna Godley war eine sehr freundliche und angenehme Gesellschaft. Für sie war es ganz selbstverständliche ihre Angestellten, wenn diese krank waren, zu besuchen. Dabei hielt sie auch eine eigene körperliche Einschränkung nicht auf. Trotz frischem Beinbruch machte sie sich, an einem Februar Tag, auf zu ihrem erkrankten angestellten Landarbeiter Robert Bowes. Dieser war nun schon einige Zeit schwer krank und ans Bett gefesselt. Da Anna unmöglich selbst gehen konnte, da dies viel zu viel Zeit in Anspruch nahm und ebenfalls nicht der Genesung dienlich war, setzt sie sich in eine kleine Eselkutsche. Ihr Verwalter, Robert Gallagher, führte den Esel und auch die Masseuse von Anna folgte der Kutsche. So machten sich die drei auf den Weg.

 

Nach einiger Zeit kamen sie bei dem besagten Landarbeiter an und sprachen mit ihm durch das Fenster seine Cottages. Obwohl dieser schon deutlich besser aussah, bat er Anna am Ende des Gespräches nach dem Arzt zu schicken und zwar nur aus dem Grund, da der Arzt schon längere Zeit nicht mehr zur Kontrolle erschienen war. Anna tat ihm nur zu gerne diesen Gefallen und alle drei machten sich alsbald auf den Weg zurück.

 

Auf dem Rückweg nahm sie allerdings einen anderen Weg. Der Heimweg führte unter anderem an einem kleinen See entlang. Der Verwalter stoppte die Kutsche und schaute verdutzt zum See hinaus. Anna wunderte sich und sprach ihn daraufhin an. Der Verwalter fragte die Dame, etwas zögerlich, ob sie den Mann auf dem See auch sehen würde. Anne Godley blickte sich um. Tatsächlich befand sich auf dem Wasser ein Mann, mit einem langen weißen Bart, welcher im Wind wehte. Kein Zweifel es musste sich um Robert Bowes, den Landarbeiter handeln. Bowes ging von der einen Seite des Sees zur anderen, über das Wasser, und bewegte seine Arme so, als würde er in einem Boot sitzen und rudern. Anna fragte den Verwalter Gallagher, ob er denn ein Boot sehen würde. Er verneinte dies. Anna konnte dies gar nicht glauben und gab zurück, dass dort doch ein Boot sein müsste. Auch die Masseuse wurde gefragt, ob sie Bowes sehen konnte und auch sie konnte den Mann, welchen sie eben noch im Bett angetroffen hatte, eindeutig erkennen. Obwohl kein Boot vorhanden war, glitt er über das Wasser und verschwand bald hinter Schilf und Bäumen. Sehr verwundert über diese eigenartige Sichtung setzten sie ihren Heimweg fort.

 

Anne Godley allerdings war sehr besorgt und wollte, sobald sie zu Hause ankamen, nach dem Arzt rufen. Doch so weit kam es erst gar nicht. Sobald sich Anne im Haus befand, kam der Arzt bereits zur Tür hinein und überbrachte die traurige Nachricht. Robert Bowes war, nach dem Anne nach ihn rufen lassen hatte und noch bevor der Arzt bei Bowes eintraf, gestorben.

 

Nachträglich kann man zu diesem seltsamen Vorfall noch hinzufügen, dass Robert Bowes sich zu Lebzeiten sehr gerne an diesem See aufhielt. Vielleicht war es ihm ein besonderer Seelenwünsch noch einmal an den See zurückzukehren.

 

 

Die Tatsache, dass er dabei trotz fehlendem Boot, dementsprechende Bewegungen machte und auch über Wasser glitt, könnte auf einen sogenannten letzten Seelenabdruck des Verstorbenen hinweisen. Dabei, so vermutet man, wird eine gespeicherte Rest Energie abgegeben, welche dann quasi ein bereits geschehenes Ereignis noch einmal abspielt. Vor allem in der Nähe von Wasser soll dies ein häufiges Phänomen sein. Dies soll vor allem der Fall sein, wenn der Geist bzw. die Rest Energie nicht reagiert. Weder auf Zurufen, Handbewegungen oder ähnliches und einfach nur stupide das Geschehene noch einmal abspielt. Allerdings werden hierbei nicht selten auch die benutzen Gegenstände gezeigt. Es ist also ein wenig seltsam und eher unüblich, dass dennoch kein Boot zu sehen war.

 

Carolina

15.04.2020 

 

~ Quellenangaben ~

 

* Buch *

- Gespenster Geister Phänomene (Briane Innes; Weltbild)

 

Hörbericht