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Ballechin House (Schottland; 1806 - 1963) [R-UP]

[Bild: www.pixabay.com]
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Aberglauben und Legenden wurden in der vergangenen Zeit einer großen Aufmerksamkeit zuteile. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge und genau dieser Gedanke, mit ein wenig Hysterie, Angst und Hunden versetzt kann schnell zu einem großen Irrtume heranwachsen. Doch der komplette Vorfall jetzt hier bei uns.

 

Das pompöse und durchaus beeindruckende Anwesen Ballechin wurde 1806 in Schottland, genauer Grandtully, errichtet. Seit dem 15. Jahrhundert befand sich das Herrenhaus in dem Besitz der Familie Steuart.

 

Major Robert Steuart erbte das Haus dann im Jahre 1834. Während er der indischen Armee diente, hatte er jedoch keinen Nutzen für das Herrenhaus und so vermietete er es vorübergehend. Mit den indischen Kulturen vertraut, glaube Robert Setuart standhaft an Reinkarnation. Er sollte und wollte nach seinem Tod als Hund wiedergeboren werden. Als er schließlich 1850 aus Indien in das Herrenhaus zurückkehrte, nahm er alle Räumlichkeiten selber in Anspruch und lebte dort mit unzähligen Hunden zusammen. Der egozentrische Mann zog die Gesellschaft der Hunde den der Menschen vor. Eine Ehefrau und damit Kinder hatte Robert Seteuart nicht. Aus diesem Grund ererbte sein Neffe John Skinner im Jahre 1874 das Haus. Wie damals üblich nahm John Skinner damit ebenfalls den Namen Steuart an. John kannte den Glauben seines Onkels sehr gut und hatte unsagbare Angst vor deren Bewahrheitung. Kurzerhand ließ er deshalb alle Hunde von dem Major erschießen. Getuschel wurde laut und eine Legende entstand aus diesem grausamen Handeln. Nun würde Robert Steuart gar nichts anderes übrigbleiben und er war gezwungen das Haus als körperlosen Geist heimzusuchen.

 

John Steuart baute das Haus außerdem zu einem Kloster um, in dem seine Schwester kurze Zeit praktizierte. Später verließ sie jedoch das Anwesen und starb 1880 in einem anderen Kloster.

 

Die erste Spukerscheinung ereignetes sich bereits kurz nach dem Tod von Robert Steuart. John Steuarts Frau hielt sich gerne in der alten Bibliothek des Herrenhauses auf. An diesem Tag war jedoch etwas anders. Der Geruch stieg ihr erst nach einiger Zeit in die Nase und er wurde immer unerträglicher. Es roch nach Hund. Frau Steuart öffnete das Fenster, um den üblen Geruch loszuwerden. Da bemerkte sie einen kleinen Stoß an ihrem Bein. Sie blickt nach unten, konnte aber nichts Auffälliges erkennen. Dabei war sie sich ganz sicher, dass sich ein Hund an ihrem Bein gerieben hatte.

 

Klopfgeräusche, Schuss Geräusche und auch Streitereien waren später ebenfalls überall in dem Haus zu vernehmen.

 

1895 unterhielt sich John Steuart, im ehemaligen Arbeitszimmer von Robert, mit seinem Agenten. Vom nahen Raum hörten sie 3-mal ein lautes klopfen. Später nahm man an, dass dies ein schlechtes Omen für John sein musste, denn nur kurze Zeit später wurde John von einem Auto erfasst und starb.

 

1896 wurde das Herrenhaus dann erneut weitergereicht und eine Familie mietet das Anwesen für 12 Monate. Sie hielten es allerdings, von Klopfgeräuschen, üblen Geruch, Schreie und Schuss Geräusche verfolgt lediglich 11 Wochen in dem Haus aus. Ebenfalls vernahm die Familie Schritte, welche wie ein Humpeln klang. Robert Steuart war aus Indien nicht ohne Grund zurückgekehrt. Er hatte sich an seinem Bein verletzt und humpelte von dem Tag an schwer.

 

Noch im gleichen Jahr mietet Marquis von Bute das Herrenhaus. Er war begeistert von den Vorfällen, was wohl auch im Zusammenhang mit der Tatsache stand, dass er ein Schüler übersinnlicher Phänomene war. Er bat ebenfalls 2 weitere Ermittler, Oberst Lemesurier Taylor und Fräulein Goodrich-Speer, ihn bei einer Untersuchung des Hauses behilflich zu sein. Die drei Forschern und 35 weitere Forscher zogen daraufhin in das Haus ein. Gleich am nächsten Morgen vernahmen alle beim Frühstück das seltsame Geräusch. Er konnte nicht genau beschrieben werden, war jedoch zwei Stunden lang im ganzen Haus zu hören. Stimmen wurden laut und auch in verschlossenen Räumen hörte man eine Person auf und ab schreiten.

 

Auch die bekannten Schüsse aus einem Gewehr waren deutlich zu vernehmen. Nie konnten die Forscher eine Ursache oder eine Quelle der Geräusche aus machen. Aktive Spiritisten befanden sich ebenfalls unter den Forschern und so wurde kurzerhand ein Qujia Brett herbeigeholt und eine Seance abgehalten. Dabei wurde der Name „Ishbel" durchgegeben. War damit die verstorbene Schwester von John gemeint?

 

Nonnen wurden ebenfalls am Bach des Hauses erblickt. Diese Erscheinungen kamen schon fast täglich vor. Bei der Nonne solle es sich laut Angaben der Forscher um eben Isabelle gehandelt haben.

 

Bei einer weiteren Besprechung in dem vorhandenen Saal, spürten alle beteiligten feuchte Stellen an ihren Beinen. Es wurde gemutmaßt, dass diese durch feuchte Hundeschnauzen herbeigeführt worden. Manchmal wurde sogar eine Hundegestalt im Haus gesehen, wobei dieses Phänomen sehr selten vorkam.

 

Doch kurz darauf enttarnte man einen der Forscher als Lügner und man nahm an, dass er für die ganzen Geräusche und Erscheinungen verantwortlich war. Man brach die Untersuchung enttäuscht ab und konnte keine Beweise für einen Spuk finden.

 

Nach diesen Ereignissen wollte jedoch dennoch keiner mehr das Herrenhaus betreten, geschweige denn darin wohnen und nach und nach hinterließ die Zeit Spuren am Haus. Es zerfiel und bald war ein wohnen darin unmöglich geworden. 1963 wurde das Haus schließlich abgerissen und mit ihm die möglichen Geister beseitigt.

 

 

Carolina

05.08.2018

Hörbericht


Das Herrenhaus in Oxenby (England)

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Einst lebte in diesem prunkvollen Haus ein Mann mit seinem kleinen Sohn. Die Ehefrau und Mutter war verstorben und so sorgte der Vater alleine für das Wohl des Kindes. Doch eines Tages wurde auch der Vater schwer krank und starb schließlich. Der Junge wurde zum Waisenkind bis sein Vormund und dessen Sohn in das Haus einzogen, um sich besser um den Jungen kümmern zu können. Diese heckten bereits im Vorfeld einen bestialischen Plan aus. Sobald der kleine Junge des verstorbenen Besitzers alt genug war, sollte das Herrenhaus und all seien Reichtümer in seinen Besitz über gehen. Doch dazu kam es gar nicht erst. Der Vormund des Jungen hatte nicht viel übrig für sein Mündel und so folterte er den Jungen schließlich. Damit nicht genug, wollte er seinen Sohn als das Waisenkind ausgeben und so bewirken, dass dieser später das Herrenhaus mit all seinem Besitztümern erhielt. Der gescholtene Junge musste also verschwinden. Doch bevor der Vormund uns sogar dessen Sohn diesen zu Tode folterte, verstümmelte man seine geliebte Katze, welche ihm als einziger Freund noch übrig geblieben war. Zu guter Letzt musste dann auch der Junge sterben.

 

Diese Legende ist in der Gegend des Herrenhauses wohl bekannt und eigentlich auch bloß als eine Legende angesehen. Wäre das nicht ein Vorfall, welcher doch an deren Fiktion zweifeln lässt.

 

Eine gewisse Frau Hartnoll lebte selbst als Kind in diesem Herrenhaus und sie hat folgendes darin erlebt. Dazu sei gesagt, dass sie früher nichts von der Legende gehört hatte. Diese Geschichte vernahm sie erst viel später.

 

Ihr war das Herrenhaus schon damals sehr unheimlich mit seinen langen dunklen Gängen und den kalten Wänden. Oftmals fürchtete sie sich, allein in den Fluren hinaus zu gehen. Eines Tages ging sie wieder einmal, von einem unheimlichen Gefühl begleitet, einen der dunkeln Gänge entlang, als sie eine schwarze Katze entdeckte, welche aus einen der Zimmer kam. Dieses kleine zerbrechliche Wesen war schrecklich zugerichtet. Ihr fehlte ein Auge und eine Hinterpfote. Außerdem machte sie allgemein einen traurigen und gescholtenen Eindruck. Die Katze kam auf sie zu und legte sich zu ihren Füßen. Dem Mädchen kam es so vor, als würde die Katze bei ihr Trost suchen wollen. Doch bevor sie reagieren konnte, verschwand die Katze im Boden. Natürlich tat das Mädchen dies zunächst als Einbildung ab. Doch noch am selben Abend kam ihr Bruder ums Leben. Sofort schoss dem Mädchen wieder die Katze in den Sinn. War diese eine Vorahnung oder gar eine Warnung? Schnell vergas das Mädchen den Vorfall, da sie es immer wieder versuchte logisch zu erläutern und es einfach nicht schaffte.

 

2 Jahre später sah sie die Katze erneut in dem Haus. Sie war wieder allein auf dem Gang unterwegs, als die Katze erneut auf sie zu geschlichen kam. Wieder war die Katze furchtbar verstümmelt, blutete und rang offenbar mit dem sicheren Tod. Dieser Kampf schien nur noch wenige Sekunden zu dauern. Doch auch hier, bevor das Mädchen reagieren konnte, verschwand die Katze wieder in den Boden. Kurz darauf starb die Mutter des Mädchens an einem Schlaganfall. Langsam glaubte das Mädchen nicht mehr an einen blöden Zufall und hatte bereits nach dem Tod ihrer Mutter Angst der Katze erneut zu begegnen.

4 Jahre später. Wieder war das Mädchen allein auf dem Gang und auch beim dritten Mal kam die Katze, dessen Anblick wieder elendig war, auf sie zu und verschwand kur vorher. Am selben Abend verstarb dann der Vater des Mädchens. Bevor sie die Katze noch ein viertes Mal sehen konnte, zog sie schließlich aus. Einerseits froh darüber, andererseits tat ihr die Katze auch unendlich leid. Schließlich rang diese jedes Mal selbst mit dem Tod.

Diese Offenbarung von Frau Hartnoll wurde erst später bekannt, da auch sie, wie die meisten Menschen, zunächst Angst hatte solch einen Vorfall öffentlich zu machen. Erst als Frau Hartnoll selbst Lehrerin in einem anderen Ort war, erzählte sie davon. Elliott O`Donnell, eine ihrer Schülerin, sammelte leidenschaftlich gerne Gespenstergeschichten und so kam es, dass Frau Hartnoll ihr schließlich von ihrem Vorfall erzählte. Elliott O`Donnell gibt außerdem dazu wieder, dass Frau Hartnoll eine standhafte Persönlichkeit war, welche wenig Fantasie besaß.

 

Es gibt nicht viele Informationen über das Herrenhaus und leider haben wir auch keinen Namen oder ein genaues Datum/Jahr zu den Vorfällen. Lediglich die Infos, dass das Haus selbst im 16. Jahrhundert von Edward VI erbaut wurde. Dies lässt einen mit Skepsis zurück. Einerseits ist es verständlich, dass gerade damals mir solchen Geschichten nicht geprahlt wurde. Dies hat sich schließlich auch in der heutigen Zeit nicht sonderlich geändert, wenn es hierfür bei uns auch bloß Verachtung und Spott gibt. Andererseits ist es eher seltsam, dass von so einem mysteriösen Ort nicht mehr Sichtungen an die Öffentlichkeit kamen. Schließlich ist die Chance groß, dass sich nach der Offenbarung von Frau Hartnoll mehrere Zeugen melden. Doch auch hier leider kein Hinweis.

 

 

 

Carolina

11.02.2020

 

~ Quellenangabe ~

 

* Buch *

- Unerklärliche Begegnungen (eco Verlag)

Hörbericht