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Überblick

 


Die Geister der Königsfamilie

So stellte man sich die Geister zumindest als Kind immer gerne vor.
So stellte man sich die Geister zumindest als Kind immer gerne vor.

Diesen Begriff "Geist" hat wohl jeder schon einmal, zumindest, gehört. Es gibt jedoch auch einige Personen die behaupten welche gesehen oder sogar fotografiert zu haben.

 

 

Im Schloss Windsor sollen gleich vier Geister ihr Unwesen treiben. Die da wären: Henry VIII. (er soll das Dekanat unsicher machen), Elizabeth I. (sie soll in der Bibliothek aufgetaucht sein), Charles I. und George III. (er soll bis heute immer noch den Raum in den er seine Wahnsinnsanfälle hatte, heimsuchen).

 

 

Auch Hampton Court birgt einige Geister. Dort soll das Spukheim von drei der sechs Frauen von Henry VIII. sein.
Anne Boleyn und Jane Seymour soll man mit einer brennenden Wachskerze in der Hand gesehen haben, während sie aus den Königsgemächern schritten.
Catherine Howard soll stets Angstschreie ausgestoßen haben, wenn man sie sah. Wovor hat der Geist von ihr wohl heute immer noch Angst? Vor ihrem damaligen Ehemann oder dem wahren Tod?


Anne Boleyn soll allerdings nicht nur in Hampton Court ihr Unwesen treiben. Auch an anderen Orten soll sie schon gesehen worden sein? Oder eine Verwechslung?
Dort wo sie vor ihrer Hinrichtung war (im Tower Hill inhaftiert), sah man einen hell leuchtend, schwebenden Geist. Dabei dachte man gleich an Anne.


Sie soll angeblich jedes Jahr, am Tag ihrer Hinrichtung (19. Mai in Blickling Hall in Norfolk) erscheinen, mit ihrem abgetrennten Kopf in den Händen. Angeblich soll sie ebenfalls oft gesehen worden sein, wie sie in einer Kutsche saß, die von vier Pferden ohne Haupt gezogen wurde. In Norfolk lebte sie als Kind für eine Weile. Dort fühlte sie sich immer besonders wohl. Ist das der Grund warum ihr Geist auch heute noch dort herum spukt?

 

 

Im Tower auf London treiben sich ebenfalls ein paar berühmte Persönlichkeiten herum: Henry VI., Edward V. und sein Bruder (damalige Prinzen) und unter ihnen ebenfalls Jane Grey.

 

 

Auch der Prinzregent George IV. soll noch immer in unserer Welt als Geist wandeln. In Brighton gibt es einen unterirdischen Gang, indem er öfters gesehen worden sein soll.

 

 

Wiliam II. der bei einer Jagd (im Jahre 1100) im New Forest getötet wurde, spukt angeblich auf der Straße zwischen Cadnam und Romsey.

 

Der älteste Geist der königlichen Familie von Großbritanniens ist die Königin der Icener (ihr Name lautete Boadicea). Im 1. Jahrhundert n. Chr. beging sie Selbstmord (damit versuche sie eine Gefangenschaft der Römer zu vermeiden). Der Geist der stolzen Königin, soll noch heute ab und zu im Nebel zu sehen sein.

Alles nur Humbug? Aberglaube? Oder passiert doch etwas mit unseren Seelen nach dem Tod? Suchen die Geister nach Erlösung oder können sie einfach nicht mit ihrem Schicksal abschließen und kehren deshalb immer wider an dem Ort der Erinnerung zurück? Oder sind die Behauptungen am Ende nur dazu da, um Touristen anzulocken?

 

 

Carolina

24.07.2013

Hörbericht


Geister als schlechtes Ohmen

Geister können gute wie auch schlechte Absichten haben. Die Geister Propheten sind hier als schlechtes Ohmen zu deuten. Sie tauchen dann auf, wenn ein Schicksal (z.B. einer Stadt) unabwendbar ist.
Geister können gute wie auch schlechte Absichten haben. Die Geister Propheten sind hier als schlechtes Ohmen zu deuten. Sie tauchen dann auf, wenn ein Schicksal (z.B. einer Stadt) unabwendbar ist.

Immer wieder gibt es Berichte von Geistererscheinungen, die kurz vor tragischen Unfällen geschehen. Man hat direkt nach dieser Erscheinung, die meist auf etwas Unheilvolles hindeutet, das Schlimmste zu erwarten. Dabei ist nicht entscheidend, ob der Geist direkt auf ein Unglück verweist, sondern das ,,ungute Gefühl“ was dieser bei den betroffenen Menschen zurücklässt. Es gibt viele kleine wie auch große Fälle, bei denen ein Geist oder mehrere Geister ein paar Minuten vor einer menschlichen Katastrophe auftaucht/auftauchen. Zur Erklärung dieses Phänomens werden wir Ihnen erst einmal ein paar kleine, aber interessante Fälle beschreiben, die dieses Thema näher veranschaulichen.

 

Am 29. Mai  526 n. Chr., also ein Tag vor Himmelfahrt, haben sich fast alle Christen in Antiochia(heute Antakya im Süden der Türkei) auf dem zentralen Stadtplatz versammelt, um das Fest für den nächsten Tag vorzubereiten. Als die Dämmerung hereinbrach, tauchten, laut alten Sagen und Legenden, auf dem Platz ,,schemenhafte Gestalten“ auf, die,,Gewänder aus Samt und Seide“ trugen. Die Menschen waren verängstigt und wurden hysterisch. Sie ähnelten Engel. Nach einer Zeitspanne, die nicht näher überliefert ist, verschwanden die Gestalten. Die Menschen hätten dies wohl als Wunder Gottes beschrieben, wenn nicht an dem Abend die sagenumwobene Katastrophe von Antiochia hereingebrochen wäre. Die Erde fing an zu beben. Erdstöße setzten der Stadt so zu, dass viele Häuser einbrachen und viele, viele Menschen unter sich begruben. Nach dem ersten Schock versuchten die Überlebenden den Eingeklemmten und Verschütteten zu helfen. Einige kleine Nachbeben und plötzliche Brände besiegelten den Untergang der Stadt. Zwischen 250.000 und 300.000 Menschen kamen um. Der Rest der Überlebenden, ca. 100.000, musste zusehen, wie die 200 Jahre alte Kirche fünf Tage später einbrach.

 

Der Mississippi-Dampfer ,,George“ kutschierte, so wie jeden Nachmittag, viele Menschen von New Orleans nach Baton Rouge. Am 13. März , 1872 waren in etwa 120 Personen auf der Durchreise. Der Dampfer machte an jeder größeren Stadt halt und ließ Gäste aus-/einsteigen. Als er wieder von Donaldsonville losfuhr, war kurz darauf etwas Seltsames für die Gäste zu bemerken. Vor den Augen der Passagiere am Hinterdeck tauchten ,,halb-transparente“ und ,,Riesige Gestalten“ auf, die mindesten 2 Meter groß waren. Die Gäste des Dampfers waren ratlos und verängstigt. Alle drängten an die Spitze des Schiffes. Die Erscheinung verschwand einige Sekunden später. Verwirrung brach aus. Ein paar Minuten darauf ging einer der Dampfkessel in die Luft. Der Durchschlag war so gewaltig, dass die rund 30 cm dicke Stahlwand samt Fragmente des Bodens durchbrochen wurden. Der Dampfer sank, und mit ihm 68 Fahrgäste. Die Überlebenen berichteten von der grusligen Erscheinung, die als schlechtes Omen dargestellt wurde. Die meisten Menschen glaubten der Geschichte nicht und zogen sie ins Lächerliche.

 

In der Londoner Zeitung wurde am 29. September 1914 ein frei erfundener Text veröffentlicht, der dennoch einen wahren Kern hatte. Englische Soldaten kämpften im ersten Weltkrieg gegen deutschen Soldaten. Die Engländer gerieten in Bredouille und verfielen wegen ihrer Lage in Panik. So sollen an diesem nebeligen Tag mitten auf dem Schlachtfeld bei More (Frankreich) Geister aufgetaucht sein, die sich mit erhobenden Händen gegen die Deutschen wandten. Die Engländer beschworen, dass es so gewesen war. Keiner der deutschen Soldaten sprach darüber, sodass es von dieser Seite keine haltbaren Zeugenberichte gab. Die Geister waren nach englischer Aussage über 2m groß und ließen die Kugeln abprallen, sodass sie ihnen keinen Schaden zufügen konnten. Die Schutzpatrone ließen heftige Schrei auf die Deutschen los, die darauf die Flucht ergriffen. Danach sollen sich die Geister langsam in Luft aufgelöst haben. Das Interessante ist, dass es im gesamten Grenzverlauf des ersten Weltkrieges (Russland, Frankreich, Balkan und Türkei) Geistererscheinungen gab, die eine unsagbare Trauer mit sich brachten. Die Erscheinungen kann man als Prophezeiungen sehen, dass es unvorstellbar viele Tote in diesen Krieg geben würde, wenn er nicht beendet wird.

 

Ihr Ziele haben die Geister meist nicht erreicht, wie es scheint. Erschreckend und eindrucksvoll waren sie, aber sie konnten nicht die Mensch von ihrem willkürlichen Verderben abbringen oder vor deren Schicksal warnen. Es gibt sicherlich auch noch in unserer Zeit Fälle, bei denen Geister versuchen uns vor Gefahren zu warnen oder von Leid abzubringen. Der Mensch aber erschreckt sich nur und schließt nichts daraus. Aber Gespenster können nun mal nicht zu 100 Prozent in unsere Welt eintreten.

 

 

Carsten

19.08.2013

Hörbericht


Die Türglocke, die nie aufhören wollte zu klingeln

In diesem Bericht geht es um genau so ein altes Türglocken Modell. Der Geist der in diesem Haus sein Unwesen trieb, hatte wohl Spaß daran ununterbrochen an der Glocke zu läuten. Sehr zum Leidwesen der Bewohner.
In diesem Bericht geht es um genau so ein altes Türglocken Modell. Der Geist der in diesem Haus sein Unwesen trieb, hatte wohl Spaß daran ununterbrochen an der Glocke zu läuten. Sehr zum Leidwesen der Bewohner.

 Die Ereignisse und Folgen der Geister im letzten Bericht waren schon eine Spur heftiger, als aus den Berichten der Schlösser (von denen ich berichtete). Auch die Geschichte des Hauses, das ich Ihnen jetzt vorstellen werde, hat es in sich.

 

Brighton. Auf den ersten Blick ein ganz normales Haus. Wann genau es gebaut wurde und von wem ist leider nicht mehr bekannt. Der Spuk fing jedoch mit einer völlig normalen Frau an (sie glaube an keinerlei Übernatürliches). Sie zog im Jahre 1882 dort ein. Nach den ersten Tagen in ihrem neuen Heim, hörte die Frau schwere Schritte, Schläge an den Wänden und die Türglocke des Hauses läutete des Öfteren, obwohl niemand die Tür öffnete/benutzte (es handelte sich bei der Türglocke um ein älteres Modell. Eine Schnur führte von der inneren Türklinke, zu einer an der Zimmerdecke befestigten Glocke).

 

Zunächst dachte die freundliche Frau einfach an einen bösen Bubenstreich. Kleine Jungen den es Spaß machte, an ihrer Tür herumzuspielen.

Im Jahre 1884 war es dann jedoch ganz und gar nicht mehr spaßig. Die Türglocke läutete mittlerweile alle 15 Minuten. Das konnte kein einfacher Bubenstreich mehr sein. Wer stellt sich denn vor die Tür und klingelt exakt alle 15 Minuten? Das macht doch auch kleinen Buben bald keinen Spaß mehr, oder?

Die Dienstboten der Frau hielten schließlich wache vor der Tür, um die Buben, die eventuell doch an allem Schuld waren, zu erwischen. Die Dienstboten hielten also wache und hielten wache und hielten wache. Doch sie sahen niemanden vor oder hinter der Tür. Wie war das nur möglich?

 

Der Eigentümerin war das zu viel. Ihr reichte es! Sie ließ die Glocke entfernen. Doch obwohl die Glocke längst entfernt war, sah man immer noch wie der Draht, an dem die Glocke befestigt war, sich leicht bewegte. Hantierte da immer noch jemand oder etwas an der Tür bzw. dem Draht herum?

 

Das Klingeln verstummte und das war die Absicht der Hausherrin. Um alles andere machte sie sich, erst mal, keine Sorgen mehr. Doch ein Ereignis verankerte sich so fest im Gedächtnis der Frau, dass sie schließlich doch den Rückzug antrat. Sie sah ein blasses Mädchen in ihrem Haus. Das verschreckte sie so sehr, dass sie auszog.

 

Die nächste Mieterin war eine Witwe mit ihren zwei Kindern. Zunächst wunderten sich die neuen Einwohner natürlich warum die Türglocke nicht mehr an ihrem Platz hing. Sie reparierten die Glocke. Ein Fehler. Denn diese fing natürlich sofort wieder an ununterbrochen zu klingeln. Außerdem hörten sie ständig schluchzen, stöhnen und auch die altbekannten Schläge gegen die Wände waren wieder mit dabei.

 

Des nachts hörten alle eine liebliche, sanfte Stimme flehen:,, Ach, vergib mir doch“! Und auch das blasse Mädchen erschien ihnen. Diese Erscheinung muss wohl auch hier so viel Angst bei den Zeugen ausgelöst haben, dass sich alle einige waren sofort aus dem Haus auszuziehen.

 

Doch das schreckte andere Personen anscheinend nicht ab, sondern machte neugierig. Ein Forscher zog mit seiner Familie in das Haus, um das Phänomen zu erforschen.

Auch hier hörte man wieder das ständige klingeln der Türglocke, Schläge an den Wänden und das Geräusch, als würde jemand (oder etwas) einen Ziegelstein über den Boden schleifen.

 

Der 15. Dezember 1888 bleibt der Familie wohl noch lange im Gedächtnis. Plötzlich hörten alle wie jemand auf der Gitarre im Wohnzimmer spielte. Alle befanden sich in einem Raum und so konnte es unmöglich einer aus der Familie sein. Also gingen alle nachschauen.

Was sie dort sahen jagte allen einen riesen Schrecken ein. Die Saiten der Gitarre bewegten sich ohne das jemand darauf spielte oder jemand im Raum zu sehen war. Wie von Geisterhand.

 

Erstaunlich oder? Falls es ein Geist war, der hier sein Unwesen trieb, muss er sehr viel Kraft gehabt haben, um Saiten von einer Gitarre zu zupfen. Denn immerhin können Geister eigentlich keine Sachen bewegen oder kaputt machen. Es sei den es handelt sich um einen fiesen Poltergeist. Zum Glück ist hier nichts schlimmeres passiert.

 

Auch der Forsche zog schließlich mit seiner Familie aus. Keiner wollte das Haus mehr kaufen und so wurde es dann schließlich abgerissen.

 

War er der Geist des blassen Mädchens, die auf sich aufmerksam machen wollte. Fühlte sie sich einsam und wollte so gerne auf der Gitarre spielen, dass ihr das am Ende auch gelang. Erinnerten sie die Klänge wohl möglich an etwas?

 

Manchmal macht Angst und Hass stark, doch genau so gut kann auch Liebe oder Trauer stark machen. Poltergeister bekommen ihre Kraft, weil sie Spaß daran haben Menschen Angst einzujagen oder aber, weil sie sehr viel Hass und Wut in sich tragen.

 

Doch kann ein Poltergeist nicht auch aus Liebe oder Trauer Sachen bewegen? Wenn es Geister wirklich gibt, sollte das doch auch möglich sein oder?

 

 

Carolina

29.12.2013

Hörbericht


Kleine Kinder und böse Monster

 Ein Kind ist unschuldig und allem gegenüber unvoreingenommen. Keine Vorurteile, Bedenken oder sonstige negative Aspekte Neuem gegenüber. Ebenfalls haben Kinder eine blühende Phantasie, welche mit den Jahren immer mehr abstumpft. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass manche Kinder einen imaginären Freund besitzen oder ein Monster unter dem Bett sehen. Die Realität sieht anders aus und die Eltern versuchen, so gut es eben geht, das Kind auf eben diese Realität vorzubereiten. Doch manchmal lässt sich das Monster in dem Schrank eben nicht einfach wegrationalisieren. Selbes ereignete sich bei der Familie in dem nun folgenden Vorfall.

 


1930

 

Geistlicher zu sein war eine Herausforderung. Umziehen, neu einrichten, an die Umgebung gewöhnen und erneut umziehen. Geistlicher zu sein bedeutete in der damaligen Zeit, dort zu sein wo deine Hilfe benötigt wird. Materielle Sachen waren dabei nur hinderlich.

Das neue Haus der Familie (Namen der Familienmitglieder leider nicht bekannt) war klein und sauber. Nach dem Einrichten war es sogar ganz gemütlich. Weiteres würde mit der Zeit kommen.

 

Der Sohn der Familie sah dies ein wenig anders. Nacht für Nacht kam der kleine Junge Tränen überströmt ins Zimmer seiner Eltern und berichtete voller Angst über das Monster in seinem Schrank. Die Eltern dachten bei sich, dass diese Angst auf den ständigen Umgebungswechsel zurückzuführen sei und versuchten den Jungen zu beruhigen. Sie schauten in dem besagten Schrank nach, redeten den Jungen zu und brachten ihn erneut ins Bett. Doch auch eine kleine Lampe, welche die Nacht über leuchten sollte, konnte den Jungen nicht beruhigen. Er kam immer wieder in das Zimmer seiner Eltern und schlief letztendlich doch jede Nach bei ihnen.

Und alle Versuche, um den Jungen doch noch davon zu überzeugen in seinem eigenen Zimmer zu schlafen, scheiterten. Das Ehepaar war mit dem Ergebnis unzufrieden, sahen aber auch keine Lösung und ließen daher den Jungen gewähren. Immer noch dachten sie daran, dass der Junge durch die vielen Umzüge unglücklich war und er nun ebenfalls in einem schwierigen Alter war.

 

Die Eltern waren von dieser Theorie so lange überzeugt, bis die Hausfrau der Familie sich eines Tages beobachtet fühlte. Ihr Mann war auf der Arbeit und sie demnach alleine mit ihren Kindern im neuen zu Hause. Egal in welchem Raum des Haues sie sich aufhielt, ständig dachte sie das jemand dicht hinter ihr stand. Ihre immer größer werdende Angst konnte sie, wegen ihrer Kinder, keinesfalls offenbaren. Sie versuchte sich zusammen zu reißen, doch zum Abend hin, als es draußen immer dunkler wurde, wurde das Gefühl der Verfolgung besonders schlimm.

 

 Eines Nachts, gegen 22 Uhr spürte die Frau, dass irgendetwas anwesend war. Sie konnte sich dieses Gefühl nicht erklären, doch wieder einmal hatte sie das Gefühl beobachtet zu werden. Für einen kurzen Augenblich sah sie im Flur eine schwarze Gestalt und sie spürte, dass sie selber auf einmal voller Hass war. Es war ein tiefer, dunkler und äußerst großer Hass, der sich in ihr anstaute. Auch die übrigen Kinder der Eheleute spürten, dass etwas nicht in Ordnung war und äußerten dies ihren Eltern gegenüber.

Obwohl die Hausherrin nun doch etwas verunsichert war, gab sie ihren Kindern dennoch immer dieselbe Antwort und ermahnte sie an so etwas zu glauben. Doch als auch sie die schwarze Gestalt immer öfters im Augenwinkel wahrnahm und sie, sobald sie die Gestalt entdeckte, dieses hasserfühlte Gefühl bekam fing sie an zu zweifeln. Sollte sie ihren Ehemann davon erzählen? Würde er ihr glauben? Sie war sich unsicher und behielt das klemmende Gefühl erst einmal für sich. Doch heimlich legte Sie in jedem Raum des Hauses eine Bibel aus und fing, manchmal bis spät in die Nacht, an zu beten. Doch auch dies schien nichts zu ändern.

 

Als der Ehemann eines Tages zu einer Fortbildung aufbrach und für 3 Tage fernbleiben würde, stieg Panik in der Frau auf. Doch sie wollte ihren Mann nicht beunruhigen und erzählte ihm nichts von ihrer Angst. Das brauchte sie auch gar nicht. Denn etwas äußerst Merkwürdiges geschah. Der Mann hatte in seinem Auto die hälfte der Strecke zurückgelegt, als er spürte das etwas nicht in Ordnung war. Er beschrieb das Gefühl später, als hätte ihn eine unsichtbare Kraft förmlich dazu gedrängt umzudrehen. Außerdem vernahm er eine leise Stimme in seinem Kopf, die ihm zur eile ermahnte.

Als er schließlich endlich zu Hause ankam, bot sich ihm ein Bild des Grauens. Seine Frau und die Kinder saßen verängstigt und in einer Ecke aneinander gedrängt im unteren Raum des Hauses. Auf jeder Treppenstufe war eine Bibel ausgelegt.

Endlich sprach das Ehepaar über das dunkle, böse Wesen im Haus und auch der Mann gab zu, sich zumindest in diesem Haus nicht ganz wohl zu fühlen. Beide waren sich völlig einig, dass sie sofort ausziehen wollten. Dazu musste der Mann seine Sachen im Arbeitszimmer zusammen räumen. Doch dafür musste er nach oben. Der Geistliche ging an den rettenden Bibeln vorbei und in sein dunkles Arbeitszimmer. Seine Familie wartete indes unten auf ihn und wunderten sich, dass sie nach einiger Zeit seine Schritte im Zimmer über ihnen nicht mehr hören konnten.

Plötzlich kam der Mann blass und voller Entsetzen die Treppe wieder herunter gestürmt und schrie, dass das dunkle Wesen eben in seinem Arbeitszimmer gekommen war. Auch er hatte es nun ganz deutlich und zum ersten Mal gesehen.

Das Ehepaar und die Kinder, verharrten nur so lange in dem Raum, bis der Tag anbrach und verließen dann sofort das Haus. Sie hatten Glück denn das böse Wesen folgte ihnen nicht in ihr neues Heim. Der Junge sprach danach nie wieder von einem dunklen Wesen, welche in seinem Zimmer war. Und wenn er es getan hätte, dann hätten seine Eltern ihn nun sicherlich sofort geglaubt.

 

Was genau war dieses Wesen? Vielleicht der ehemalige verstorbene Besitzer des Hauses? Es kommt immer wieder vor, dass Menschen (Seelen) sich nicht mit ihrem tot abfinden wollen. Sie werden dann zu sogenannten erdgebundenen Geistern. Erdgebunden bedeutet hier, dass sich diese Seelen einfach nicht von unserer Welt trennen können. Sie steigen daher nicht auf die nächste Ebene auf, sondern verweilen in der unseren. Diese erdgebundenen Geister sind es auch, welche für Spukphänomene verantwortlich sind. Dennoch muss man ebenfalls zu diesem Vorfall sagen, dass das dunkle Wesen die neuen Eigentümer nie körperlich angegriffen hat. Lediglich die Ausstrahlung und die ständige Verfolgung machte der Familie Angst.

Was aus dem Wesen, dem Haus und vielleicht seinen neuen Besitzern wurde ist leider nicht überliefert.

 

Carolina

 15.04.2018

 

Hörbericht


Die Rache der Toten

 

 

 

 

 

 

 

 

Nichts ist so friedvoll und gleichzeitig unheimlich wie der Friedhof. Am Tag besuchen ihn die Hinterbliebenen der Verstorbenen auf, legen Blumen auf Gräber, beten, reden mit ihren Verstorbenen oder weinen. Ein Ort der Trauer und der Erinnerung.

 

 


Nachts ist der Friedhof eher unheimlich und von so manchen Menschen wird er nachts für Rituale benutzt oder um eine Mutprobe zu bestehen. Genau darum geht es auch in unserem Bericht. Ein Mädchen, das lieber auf ihr Gewissen gehört hätte und dann auch keine bösen Geister angelockt hätte.

Eines Nachts, gingen das Mädchen und ihre Freunde auf den Friedhof. Zunächst um sich einfach zu gruseln und einen Adrenalin Kick zu bekommen. Doch dann kamen die Freunde des Mädchens auf eine wahnwitzige und völlig dumme Idee. Wieso nicht die Gräber verwüsten? Die Blumen und Kerzen durch die Gegend schmeißen und auf den Gräbern rum trampeln? War doch nur Spaß oder? Zunächst war sich das Mädchen sehr unsicher und ihr Gewissen hielt sie noch davon ab. Noch… Als ihre Freunde sie schließlich als „Angsthase“ darstellten, gab sie nach und machte mit. Also verwüsteten sie alle die Gräber der Toten und störten ihre letzte Ruhe.

Nach ein paar Tagen allerdings, merkte das Mädchen die Folgen dessen, was sie getan hatte. Eines Nachts wachte sie aus einem furchtbaren Alptraum auf und schreckte schweißgebadete hoch. In ihrem Zimmer was er immer hell, da ihr Fenster nur von dünnen Gardinen verhangen wurde. Deswegen fiel ihr auch gleich die Frau auf, die seelenruhig auf einem Stuhl neben ihrem Bett saß. Zunächst hatte das Mädchen ziemliche Angst, redete sich dann jedoch ein dass, das alles nur ein böser Traum war und schlief darauf hin wieder schnell ein.

Doch die ältere Frau war alles andere als ein Traum, denn auch am Tage sah das Mädchen die Frau und immer schwebte die alte Dame hinter ihr her. Sobald sich das Mädchen allerdings umdrehte und sie anschaute, blieb die alte Dame einfach stehen und starrte sie an. Der Geist beobachtete sie den ganzen Tag, bei allem was sie tat. Hatte das etwas mit dem Vorfall auf dem Friedhof zu tun? War dies eine verstorbene Frau aus einem der Gräber? Natürlich war das Mädchen neugierig und versuchte des Öfteren den Geist zu berühren. Zwar war die alte Dame nicht durchsichtig sondern sah aus als wäre sie aus Fleisch und Blut, doch das Mädchen konnte durch sie hindurch greifen. Von Tag zu Tag wurde das dem Mädchen immer unheimlicher. Dennoch behielt das Mädchen alles für sich, da sie weiterhin dachte, sie bildetet sich alles nur ein und bald würde der Geist von alleine verschwinden. Doch dies war bloßes Wunschdenken und anstatt es besser wurde, wurde es immer schlimmer. Denn nun merkte das Mädchen, dass die alte Dame immer feindseliger wurde. Sie strahlte etwas Böses aus und man konnte ihre Wut förmlich spüren. Die Gedanken des Mädchens wurden immer düsterer und sie verspürte oft den Drang sich oder ihrer Familie weh zu tun.

Sie wollte sich etwas Schnelles zu essen machen und stellte einen Topf mit Wasser auf den Herd. Als das Wasser schließlich kochte, überkam es sie und sie wollte in das kochende Wasser fassen. Es war wie ein Zwang.
Ein anderes Mal musste sie Wäsche bügeln und nebenan spielte ihr kleiner Bruder. Da kam ihr plötzlich der Gedanke, ihn mit dem Bügeleisen zu verbrennen. Das Mädchen war schockiert und sie war sich sicher, dass der Geist sie Negativ beeinflusste.

Dies alles belastete das Mädchen psychisch so sehr, dass sie schließlich alles ihrer Mutter erzählte. Von der Tat auf den Friedhof bis hin zum Geist, der sie Negativ beeinflusste. Die Mutter glaube zunächst, dass ihre Tochter sich alles einbildete und ihr schlechtes Gewissen ihr einen Streich spielte. Doch dies änderte sich bald, als der Mutter ebenfalls unheimliches passierte. Zunächst sah sie tatsächlich, wie eine ältere Dame ihrer Tochter in ihr Kinderzimmer folgte. Als sie nachsah war diese jedoch wieder verschwunden. Drehte sie nun auch völlig durch? Doch damit hörte es noch lange nicht auf.

Einmal wurde der Mutter der Staubsauger aus der Hand gerissen und ständig drückte jemand gegen die Türen, wenn die Mutter diese öffnen oder schließen wollte. Da wurde es der Mutter zu viel. Sie glaubte ihrer Tochter und beide berichteten nun dem Vater von der Geschichte. Natürlich war auch dieser zunächst skeptisch. Doch auch er hörte nachts Schritte und Wasser, welches von der Decke tropfte, ohne das die Störquelle ausfindig gemacht werden konnte. Es wurden Dinge vom Kamin aufs Bett geworfen und man hörte schnarchen aus Betten, die unbenutzt waren.

Eines Tages fiel das Mädchen vor aller Augen in Trance und die alte Frau sprach durch sie hindurch. Sie erzählte ihre Geschichte. Im 18. Jahrhundert hatte die alte Dame einem Arzt, in diesem Haus, gedient. Sie hielt alles sauber und kümmerte sich auch sonst um alles im Haushalt. Mehr verriet sie jedoch nicht.

Da wurde es der Familie schließlich zu viel. Sie wollte ihr Leben nicht ständig in Angst und Unruhe verbringen und so zogen sie schließlich aus. Als das Mädchen ihre Sachen packte, erschien die Frau immer seltener. Das Mädchen kehrte später, als schon fast alles leer geräumt war, ins Haus zurück, da sie etwas vergessen hatte. Urplötzlich und ohne dass sie vorher etwas gespürt hatte, wurde sie von unsichtbaren Händen gewürgt und als das Mädchen aus der Haustür eilte, würde sie mit einem Tritt nach draußen gestoßen. Nach dem Umzug hatte alles ein Ende.

Was war hier genau passiert und wer war der Übeltäter? Natürlich werden die meisten denken, dass sich das Mädchen alles nur eingebildete hat. Wahrscheinlich weil sie ein schlechtes Gewissen von ihrer Tat auf den Friedhof hatte. Doch warum haben dann später die Eltern ebenfalls die alte Dame gesehen und die unheimliche Kraft gespürt? Wir wissen alle wie Eltern sind, sehr vernünftig und immer vorbildlich. Dass die Eltern dennoch den großen und stressigen Schritt wagen ausziehen, nur wegen einer Halluzination oder den Hirngespinsten ihrer Tochter? Nein da muss schon mehr dahinter stecken.

Die alte Dame sprach von einem Arzt, dem sie diente. Ist dies des Rätsels Lösung? Zu Beginn sah das Mädchen nur die alte Dame und sie spürte, dass von ihr keine Bedrohung ausging. Kann es sein das mit der Zeit der verstorbene Arzt ebenfalls zu gegen war und man ihn einfach nicht sehen konnte? Das die alte Dame allen helfen wollte und deswegen vom Arzt erzählte? Es gab damals genug Ärzte, die nicht nur eine weiße Weste trugen. War er in Lebzeiten vielleicht schon für etliche Tode verantwortlich und hatte auch bis in den Tod seine Bosheit nicht verloren? Oder war es am Ende doch eine alte Dame, die nur friedlich aussah, es aber leider nicht war?

Wieso genau die Frau nach der Friedhof tat des Mädchens erschien, kann man nur spekulieren. Entweder lag sie und der Arzt auch auf dem Friedhof oder der Geist erschien ihr gerade danach, da sie von da an offen für Übersinnliches war.

Man sollte also nachts nicht unbedingt auf Friedhöfe gehen, zumindest nicht wenn man vorhat die Totenruhe zu stören.



Carolina
19.04.2015

Hörbericht


Als wäre nichts gewesen

Manche glauben, dass der Tod etwas Endgültiges ist. Danach ist Schluss. Die Festplatte ist quasi gelöscht und unweigerlich für immer verloren. Andere glauben wiederum daran, dass die guten Menschen in den Himmel kommen und die bösen in die Hölle.

Es gibt einige Berichte, bei denen Menschen wenige Minuten tatsächlich klinisch tot waren. Diese Leute sprechen dann meist von Lichtern am Ende des Tunnels, das Leben das nochmal an einen vorbei zieht oder ein Licht das erscheint und die Person fragt, ob sie auch wirklich bereit sei. Doch beweisen konnte man das natürlich noch nicht und ob das je möglich sein wird, ist zu bezweifeln.

Was das alles mit unserem Bericht zu tun hat? Ganz einfach: in unserem Bericht geht es um einen Mann, der seinen Tod einfach nicht wahr haben wollte und seine gewohnten Abläufe, über den Tod hinaus, weiter führte. Wie so etwas möglich ist? Hier der Fall:

Es war, für den Mann, schon fast ein Ritual ab und zu mal in die Kneipe zu gehen. Sie war nicht weit von Zuhause entfernt und es war auch ein Stück weit gemütlich hier. Außerdem arbeitete seine Schwägerin hier, was sich positiv auf den Preis ausübte.  Doch nun war es Zeit wieder nach Hause zu fahren, denn seien wir doch mal ehrlich, dort ist es immer noch am Schönsten.

Am frühen Morgen war die Schwägerin die letzte in der Bar. Sie begleitete die letzten Gäste hinaus, schloss ab und machte sich dann auch auf den Weg zu ihrem Auto. Nichts Ungewöhnliches mehr. Mittlerweile reine Routine. Es war schon hell als ihr ein bekanntes Auto entgegen kam. Das war doch das Auto ihres Schwagers. Sie erkannte ihm, wie er hinter dem Steuer saß und winkte ihm zu. Auch er winkte freundliche zurück. Schon komisch. Die Bar hatte er doch schon vor gut einer Stunde verlassen?

Auch der Vater des Mannes, hörte das bekannte knacken der Steine, wenn sein Sohn spät nachts die Einfahrt hochgefahren kam. Auch die Treppenstufen gaben das altbekannte knarren von sich, wenn er versuchte leise in sein Zimmer zu huschen. Erst dann konnte der Vater beruhigt einschlafen.

Niemand bemerkte, dass der Mann schon seit Stunden, nicht mehr unter den Lebenden weilte. Er selber vielleicht auch nicht?

Erst am Morgen, entdeckte man, dass der Tunnel eingestürzt war. Der Tunnel der nach Hause führte. Es dauerte noch einige Zeit, bis man dann unter den Trümmern, dass bei so vielen Leuten bekannte Auto zum Vorschein kam. Völlig zerstört. Der Mann war sofort tot.

Es ist schon schwer genug den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften, aber dann auch noch zu wissen, dass man seinen Geist oder was auch immer gesehen hat, lässt einen noch schockierter zurück.

Auch Einwohner der kleinen Stadt, sagten aus, dass sie den Mann nachts noch in seinem Auto sahen. Wohlgemerkt hinter der Strecke mit dem Tunnel.

Im Endeffekt kann man hier auch lange rätseln, wer schwieriger mit dem Tod umgehen konnte. Die Trauernden oder doch der verstorbene selber?

Vielleicht konnte der Mann einfach nicht glauben, dass er tot war oder bekam es auch gar nicht mit. Wenn man davon redet, dass der Betroffene SOFORT tot war, kann es dann womöglich sein, dass er selber davon ebenfalls nichts mit bekam und sein Leben wie gewohnt weiter führte. Vielleicht war seine Seele so stark, dass viele Zeugen ihn noch nach seinem Tod sahen. Dann wäre zumindest klar, dass es eine Seele, oder ähnliches, geben muss. Oder hat der Verstand der Zeugen einfach verrückt gespielt? Waren diese Zeugen einfach daran gewohnt, den Mann an dem Tag zu sehen, dass man auch diesmal glaubte man sah ihn. Reine Gewohnheit?

Es gibt immer wieder Fotos, die an einer Unfallstelle gemacht werden. Oft sieht man auf denen dann, den kürzlich verstorbenen Menschen. Vielleicht doch nur eine Illusion? Ein Zurück gebliebenes Bild, welches sich fest in die Umwelt einbrannte.

Was meinen Sie? Tun wir auch hier einfach so, als wäre nichts gewesen?

 

 

Carolina
17.06.2015

Hörbericht


Tüchtige Geister Haushaltshilfe

 

Man muss seine Arbeit schon sehr lieben, ja, geradezu vergöttern, wenn man selbst nach dem Tod seiner Arbeit noch nachgeht. Sie fragen sich bestimmt, wie so etwas möglich sein soll? Nun Geister kennen da keinen Unterschied.

 

1965 am Rande von London:

In einem gemütlichen, recht großen Haus, wohnte die Familie Grahams. Die Familie besteht aus dem Ehepaar Grahams und den drei, zu dieser Zeit in einem noch sehr jungen Alter, Töchter. Das Ehepaar nahm ihren Job als Eltern sehr ernst, wollten aber auch ihren Haushalt dadurch nicht zu sehr vernachlässigen. Also musste eine Hausangestellte her.

 

Schon bald fanden sie eine nette Dame, die sich auch sehr gut mit ihren Kindern verstand. Doch das Glück war nur von kurzer Dauer. Die Hausangestellte, hatte das Gefühl ständig beobachtet zu werden und eines Tages, drängelte sich ein unsichtbares Wesen, auf der Treppe, an ihr vorbei. Dabei war das Wesen so ruppig, dass die geschockte Frau fast die Treppe herunter fiel. Sie konnte mit diesem Ereignis nicht umgehen. Die fromme Dame berichtete dem Ehepaar von dem Vorfall und konnte immer noch nicht begreifen, wie sie etwas Unsichtbares zur Seite schupsen konnte. Dieser Gedanke verstörte sie so sehr, dass sie das Haus kurz darauf verließ.

 

 

Weit gefehlt, dass sich damit einfach alles in Luft auflöste. Auch die Töchter sahen eine Frau durch das obere Stockwerk huschen. Mal sahen sie nur noch einen Rocksaum von ihr, dass andere Mal ihre ganze Silhouette. Doch immer konnte man erkennen, dass die Frau eine alte Dienstboten-Uniform trug.

Auch das Ehepaar hörte nun das ein oder andere Mal Geräusche in der Küche oder im Wohnzimmer. Täglich gingen die alle Türen bis zu fünf Mal auf und zu. Dabei fielen die Türen jedes Mal ins Schloss und öffneten sich später dennoch wieder, wie von Geisterhand. Hatten sie sich von den Ereignissen schon so mit reißen lassen und wurden nun selber verrückt?

 

Doch auch ein Besucher, der zuvor nichts von dem fleißigen Geist wusste, sah mitten in der Nacht eine Frau in einer Dienstboten Uniform. Die Frau putzte gerade ein Schrank ab. Als der Besucher die Frau ansprach, ignorierte der Geist diesen und flitzte schon in das nächste Zimmer. Der Mann war völlig verwirrt und dachte an einen Traum. Vielleicht Schlafwandelte er?

 

Obwohl der Besucher nicht wusste, dass es in diesem Haus eine Geister Dienstbotin gibt (die Hausbewohner wollte nicht auf Gäste verzichten, also erwähnten sie den Geist nie) , sah er diesen Geist. Genauso, wie ihre Uniform und den Staubwedel, denn sie zum Staub entfernen benutzte. Als er am nächsten Tag dem Ehepaar davon berichtete, waren diese total überrascht und wussten nun genau, dass sie nicht verrückt waren und sich dies alles auch nicht einbildeten.

 

Langsam bekam die Familie doch Angst und zog einen Experten hinzu. Der machte schnell eine der Töchter für den Vorfall verantwortlich. Die kleine sollte eine Medium sein und so Geister beschwören können. Ob die Familie aus dem Haus auszog oder was sonst noch passierte, ist leider nicht bekannt.

 

Bleibt nur noch zu sagen:
Schade, dass die Geister Dienstbotin, trotz ihres treuen Charakters, nie den realen, echten Staub und Dreck entfernen konnte. Sondern immer stetig umsonst schuftete.

 

 

Carolina

24.02.2016

Hörbericht


Geisterheer von Loe Bar

Kampfgeschrei. Waffenhiebe. Blutvergießen.

 

Auf den Schlachtfeldern dieser Erde wurden schon unzählige Menschenleben verschwendet. Oft wurde beschrieben, wie aufgeladen jene Situationen waren, bevor die Waffen gekreuzt wurden. Diese Kraft verbleibt oft am gleichen Ort, wo sie entstand. Das spiegelt sich dann darin wieder, wenn ein „ungutes“ Gefühl aufkommt. Oder wenn man sogar auf eine Horde von Geistern trifft.

 

Richtig gehört. Manche Orte sind allen Anschein nach so heftig aufgeladen, dass ab und zu ein Trugbild verursacht wird. Dieses Phänomen kam schon oft genug vor. So auch am Spätnachmittag im August 1936 auf einem Küstenabschnitt auf Cornwall. Bekannt ist dieser dort unter dem Namen Loe Bar. Laut einer Sage soll hier König Artus den Tod gefunden haben. Der 16-jährige Stephen Jenkins ging am besagten Tag den Küstenabschnitt entlang. Urplötzlich ohne jene Vorahnung manifestierte sich aus dem Nichts eine Schar an Rittern. Manche mit Schwertern, einige mit Piken oder Fahnen, und einige wenige auf einem Pferd.

 

Ganz vorne an der Spitze dieser wilden Formation stand ein einzelner Krieger, gestützt auf einem Schwert. Dieser schien Stephen direkt zu beäugen. Sie standen nur ganz einfach da und rührten sich kein einziges Stück. Obwohl es am besagten Tag windig war, bewegten sich die Umhänge und Kluften der Gestalten kaum. Nach einem kurzen Augenblick bewegte sich der junge Mann auf die Gruppe zu. Diese verblasste aber schlagartig und war wie vom Erdboden verschluckt.

 

Jenkins erzählte außer seiner späteren Frau vorerst niemandem von diesem Ereignis, aus Angst, er könnte für verrückt gehalten werden. Ca. 38 Jahre später ging er und seine Frau am gleichen Ort spazieren. Sie besaßen eine Karte, wo Stephen die Stelle,an der die Illusion erschien, eingezeichnet hatte. Am gleichen Ort angekommen, erschienen die Gestalten wieder. Genau in der gleichen Konstellation wie vor 38 Jahren. Diesmal war er nicht der einzige, der die Ritter sah. Auch seine Frau konnte sie registrieren. Aber auch diesmal verschwanden sie schlagartig, als die beiden ihnen näher kommen wollten.

 

Beide entschlossen sich ihr Erlebnis der Lokalzeitung zu berichten. Die Jenkins meinten, dass der Ort energetisch aufgeladen sein könnte, da er sich zwischen zwei geschichtsträchtigen Orten des Landes befand. Ob unter den geisterhaften Wesen auch König Artus dabei war, konnte er nicht sagen. Weitere Personen wollten ebenfalls das Trugbild gesehen haben. Auch Tiere, die mit ihrem Besitzer in die Nähe des Ortes gelangten, also Pferde und Hunde, verhielten sich atypisch. An dem Loe Bar werden diese mittelalterlichen Krieger wohl ewig verweilen, solange ihre Kraft dafür ausreichen möge...

 

 

Carsten

01.01.2017

Hörbericht