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Überblick

 


3 Theorien zum Poltergeist Phänomen

[Bild: www.pixabay.com]
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Heute geht es um die Frage: Was ist ein Poltergeist und was unterscheidet dieses Phänomen von einem Geist? Dazu gibt es drei Theorien, welche von zahlreichen Forschern aufgestellt worden. Welche Theorie findet ihr plausibel?

 

Die erste Theorie

 

Sowohl Geister als auch Poltergeister sind Seelen von verstorbenen Menschen. Doch nur weil man sich im Jenseits befindet heißt dies nicht, dass man seine Art, sein Tun oder auch gar sein Denken völlig umstellt und geheiligt ist. Nein. Es wird nicht vorkommen, dass alle Geister freundlich gesonnen sind. Menschen die schon im Leben feindselig waren und Spaß daran hatten anderen Angst einzujagen oder gar Schaden zu wollen, legen diese Eigenschaft, auch nach dem Tod, nicht ab. Natürlich kann man sich im Jenseits, wie im Diesseits, ändern und dazu lernen. Doch für die einen oder anderen Geister ist dies nicht wünschenswert. Zumal viele Geister nicht einmal bemerken, dass sie sich nicht mehr auf unserer körperlichen Ebene befinden.

 

Feindselige Geister nennt man daher Poltergeister. Denn natürlich kann sich ein Geist sowohl in die positive als auch in die negative Richtung entwickeln.

Wie der Name schon verrät macht der Poltergeist, zunächst, durch lautes gepolter an Wänden oder Fußböden auf sich aufmerksam. Hinzu kommen schwebende oder dematerialisierte Gegenstände/Menschen. Dieses Phänomen steigert sich bis ins unermesslich grausame. Dazu zählen physische Verletzungen wie Bisswunden, Schnittwunden, innere Verletzungen bzw. Blutungen als auch die psychischen Verletzungen, welche man nach so einem grausamen Vorfall davon trägt. Mit der Zeit und mit der Anzahl ihrer Opfer entwickelt sich ein Poltergeist zu einem Dämon. Dieser ist nur noch darauf aus, möglichst viele Menschen in den Selbstmord zu treiben.

 

Unterschieden werden die Poltergeister nochmal nach ortsbezogene Poltergeister, welche fest an einem Ort oder Gegenstand gebunden sind und die menschenbezogenen Poltergeister, welche fest an einen Menschen gebunden sind. Bei einem ortbezogenen Poltergeist hilft es meistens, den Ort zu verlassen, zu reinigen oder den Gegenstand/Ort zu zerstören. Bei einem menschenbezogenen Poltergeist ist dies nicht so einfach. Der Poltergeist folgt einem überall hin und eine Vertreibung des Poltergeistes ist nicht zu unterschätzen. Vorfälle, bei denen der Poltergeist nie wieder verschwand und der Mensch bis in alle Ewigkeiten unter den bösen Dämon leidet, sind ebenfalls schon vorgekommen. Eine Reinigung des Hauses oder Menschen ist möglich. Jedoch ist dabei zu beachten, dass der Dämon da durch lediglich vertrieben wird. Manchmal ist es ihm möglich erneut aufzutauchen oder er sucht sich ein neues Opfer.

 

Einen Poltergeist oder Dämon ins „Licht“ zu führen, ihn also begreiflich zu machen, dass er tot ist, so dass er Frieden finden kann und dadurch auf die nächste Ebene aufsteigt, ist eine standhaft und dauerhafte Lösung den Poltergeist oder Dämon endgültig zu vertreiben. Doch dabei sollte man auf Hilfe von einem erfahrenen Medium zurückgreifen.

 

Zweite Theorie

 

Eine andere Theorie besagt, dass es sich bei dem Poltergeist Phänomen um eine übernatürliche, menschliche Fähigkeit handelt. Betroffen sind davon meist pubertierende Jugendliche. Mediale oder mentale Fähigkeiten sollen gerade in diesem Alter sehr stark sein. Die Kinder verursachen dabei, unbewusst, die Klopfgeräusche oder lassen gar Gegenstände/Menschen schweben. Forscher sind sich sicher, dass die betroffenen Kinder sich dabei auch selbständig verletzen, um eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Tatsächlich wird die Theorie von Erfahrungen gestützt, bei denen das Phänomen, sobald die Kinder aus der Pubertät waren, verschwand. Warum ebenfalls Erwachsenen unter diesem Phänomen leiden und warum diese Fähigkeiten bei den Betroffenen nicht während der Pubertät auftraten, darauf haben Forscher noch keine Antwort gefunden.

 

Dritte Theorie

 

Die letzte und damit dritte Theorie ist noch simpler. Es ist alles nur Einbildung. So ein Phänomen kann es nicht geben und wahrscheinlich haben die Betroffenen diverse Täuschungsversuche angewendet, um berühmt zu werden und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken. An diese Theorie glaubt die Mehrheit der Weltbevölkerung, doch leider ist sie mehr als fragwürdig und dies nicht nur, weil es hierfür zu viele Gegenargumente gibt. Was ist z.B. mit den Betroffenen, welche damit nicht an die Öffentlichkeit gehen, gerade weil es ihnen unangenehm ist und sie Angst haben als Lügner dargestellt zu werden? Oder was ist mit den Opfern, welche zu sehr unter der psychischen Belastung litten und Selbstmord begingen, um ihren Leiden ein Ende zu setzen? Auch die körperlichen Verletzungen forderten das ein oder andere Opfer. Opfer von denen wir nicht einmal etwas erahnen und die nie an die Öffentlichkeit gelangten. Des Weiteren wurden schon mehr als genug Phänomene dieser Art erforscht, bei denen nie Beweise für diverse Täuschungsversuche gefunden werden konnten. Dennoch ist diese Theorie bei den meisten Menschen als Antwort fest verankert. Vielleicht auch deshalb, weil dieses unglaubliche Phänomen zu realistisch ist, um es zu übersehen und damit wäre es wahrhaftig übernatürlich. Am Ende würde man vielleicht noch Angst vor etwas bekommen, was es wirklich geben kann und was unsichtbar ist. Da ist es einfacher, vor allem für den Verstand, es als Lüge abzuwinken.

Doch nun kommen wir noch einmal zu meiner Frage, welche ich zu Beginn des Hörberichtes stellte: welche Theorie findest du plausibel?

 

 

Carolina

02.10.2017 

 

Hörbericht


Poltergeist Vorfall von Elke Sommer

[Beverly Hills, 1965]

Auf den ersten Blick ein völlig normaler Stuhl. Doch ist es möglich, das gleich mehrere Stühle sich, wie von Geisterhand, hin und her bewegen? Gesehen hat es das Ehepaar nie, doch Nacht für Nacht hörten sie das "Stuhltheater" in ihrem Haus.
Auf den ersten Blick ein völlig normaler Stuhl. Doch ist es möglich, das gleich mehrere Stühle sich, wie von Geisterhand, hin und her bewegen? Gesehen hat es das Ehepaar nie, doch Nacht für Nacht hörten sie das "Stuhltheater" in ihrem Haus.

Poltergeister. Es ist immer noch nicht ganz klar, um was genau es sich bei diesem Phänomen handelt. Die Theorien dazu sind: es handelt sich um einen Geist genauer die Seele eines dahingeschiedenen Menschen, um eine innere, unkontrollierbare Kraft oder ist am Ende alles doch nur ein Hirngespinst. In unserem heutigen Bericht hat dieses Phänomen ein Haus in Brand gesteckt und gleichzeitig wurden zwei Bewohner gerettet. Na, immer noch von einem Hirngespinst überzeugt?

 

Beverly Hills, 1964

In einer Radiosendung sprach Elke Sommer, eine deutsche Schauspielerin, erstmals öffentlich über ihr ganz eigene Poltergeist Erlebnis. Doch auch in Zeitungsberichten, im TV und in Büchern gab sie den Vorfall wieder. Darin bestätigt sie ebenfalls, dass sie ganz klar an Geister glaubt.

 

Im Jahr 1964 heiratet Elke Sommer den amerikanischen Journalist Joe Hyams und beide zogen daraufhin gemeinsam in ein schönes Haus in Beverly Hills und in diesem Haus nahm das Phänomen dann seinen Lauf.

 

Bereits in der ersten Nacht kam es zu merkwürdigen Geräuschen, welche zunächst noch unscheinbar und eher zufällig wirkten. Mit der Zeit nahm die Intensität der klopf und poch Geräusche zu, welche sich im Übrigen nur auf das Esszimmer beschränkten. Nach und nach kamen dann mehr nächtliche Geräusche hinzu, wie das Klirren von Geschirr und Besteck, Geräusche von Stühlen, die durchs Zimmer geschoben wurden und bald darauf wurden ebenfalls Stimmen von beiden Hausbewohnern wahrgenommen. Es klang schon fast wie eine Dinner-Party, so Elke Sommer’s Aussage dazu im Radio. Manchmal, wenn es wieder besonders laut war, dann schauten beide gemeinsam im Erdgeschoss nach, um sich mit eigenen Augen von dem Spuk zu überzeugen. Doch sobald sie die Tür zum Esszimmer auch nur berührten, hörten all die Geräusche schlagartig auf. Alle Gegenstände standen im Raum unberührt an ihrem vorhergesehenen Platz. Bereits wieder auf dem Weg nach oben fingen die Geister Geräusche von neuem an.

 

Um sich von einem natürlichen Vorgang zu überzeugen, d.h. eventuelle Einbrecher zu entlarven, welche sich im Haus befanden, markierte das Ehepaar die genaue Position der Stuhlbeine mittels Kreide. Sobald die Geräusche des Nachts wieder einmal anfingen, schlich das Ehepaar nach unten. Mit einem schnellen Ruck zogen sie die Tür zum Esszimmer auf, machten Licht und kontrollierten die Markierungen auf dem Boden und siehe da: alles stand noch exakt an der vormarkierten Position. Nicht einmal die Kreide war verwischt.

 

Noch ein Versuch wurde von dem Ehepaar gestartet. Dazu installierte Joe Hyams eine Abhöranlage im Haus. Auffahrt, Eingangsbereich und Esszimmer wurden mir den Abhöranlagen ausgestattet. Die nächtlichen Geräusche ließen auch in der folgenden Nacht nicht lange auf sich warten. Am nächsten Morgen kontrollierte er die Aufnahmen. Nur auf dem Tonbandgerät des Esszimmers waren die Geräusche zu hören. Diese starteten wie gewohnt. Dann hörte man Joe wie er den Lichtschalter bestätigt und die Geräusche hören abrupt auf. Joe räuspert sich, schaltet den Lichtschalter wieder aus und verlässt den Raum. Wenig später fangen die Geräusche von Neuem an.

 

Keiner der Experimente brachte eine vernünftige Erklärung zum Vorschein.

 

Elke Sommers Mutter und die Freundin des Ehepaars Edith Dahlfeld wollen außerdem in dem Haus die Gestalt eines Mannes gesehen haben. Dieser blickte sehr finster drein und war dunkel gekleidet. Alle Versuche diese Gestalt als Landstreicher abzutun scheiterten, da Türen und Fenster zu dem Zeitpunkt verschlossen waren. Das Ehepaar selbst sah den die Gestalt im Übrigen nicht.

  

Da das Ehepaar nicht mehr weiter wusste, holten sie sich Hilfe ins Haus von der SPR (American Society for Psychical Research).

Darunter ein Medium, das aussagte, dass es drei Geister in diesem Haus deutlich wahrnehmen könne. Zunächst sei dort ein großer Mann, welcher eine bittere Enttäuschung in seinem Leben erfahren musste. Der Mann soll um die 58 gewesen sein und an einen Herzinfarkt gestorben sein. Des Weiteren sah das Medium noch ein sehr junges Mädchen, dass früh gestorben war und dessen Haus einem Feuer zum Opfer fiel. Das Medium beschrieb den dritten Geist als Ungeheuer. Er sei nur auf böses aus und voller Hass. Ein Fotograf der Organisation nahm Bilder auf, auf denen man später eine Nebelgestalt wahrnehmen konnte.

 

Trotz einer Reinigung, durch die SPR, hörten die nächtlichen Geräusche nicht auf.

  

Das Ehepaar war nicht bereit ihr schönes Heim aufzugeben. Sie fingen an mit den nächtlichen Geräuschen zu Leben.

 

Doch am 13. März 1967 änderten sie ihre Meinung für immer. Es war früh am Morgen und das Ehepaar schlief noch. Von einem ohrenbetäubenden hämmern an ihrer Tür geweckt, schreckte das Ehepaar aus dem Bett. Joe sah nach, machte die Tür auf und ging hinaus in den Flur. Dort war kein Mensch weit und breit zu sehen, doch er bemerkte etwas anderes beunruhigendes. Schwarzer Rauch. Es brannte im Erdgeschoss.

 

Sofort stürmte er zurück ins Schlafzimmer, warnte seine Frau und beide kletterten aus dem Fenster. Erst als sie vor ihrem Haus standen nahmen sie war, dass die Flammen bereits hoch aus dem Esszimmer Fenstern ragten. Nachdem das Feuer gelöscht war, konnte keine Brandursache gefunden werden.

 

Das Ehepaar zog schließlich aus und verkauft das Haus. Auch die nachfolgenden Eigentümer hielten es nicht lange aus. Von da an wechselte das Haus ständig den Besitzer und keiner hielt es langzeitig in dem Haus aus. Elke Somme und Joe Hymes waren sich ziemlich sicher, dass dies auf den Geräuschen im Esszimmer zurückzuführen sei.

 

Für all die Experimente, die Beweisführung der SPR und dem Brand gab und gibt es keinerlei natürliche Erklärungen.  

 

 

Carolina

17.07.2019

Hörbericht


Polterstimmung auf einer kleinen Farm

[Irland 1916]

Poltergeister sind eigentlich eher weniger scheu. Meist machen sie auf sich aufmerksam mit Klopfgeräuschen, Kratzgeräuschen oder Schritte die zu hören sind. Eine Person oder gar einen Geist, sieht man dazu nicht.

 

 

1916 in Irland wurde eine Familie auf einer Farm von ebenso einem Poltergeist heimgesucht. Doch dieser Poltergeist ist noch etwas wilder und auch heimtückischer. Dies ging so weit, dass die Familie es eines Tages nicht mehr aushielt und sich einen Pfarrer ins Haus holte. Sie wollten, dass ein glaubwürdiger und schwer zu überzeugender Mann, Zeuge dessen wird, was sich so ungewöhnliches auf der Farm ereignet. Der Farmer bot dem Pfarrer zunächst ein Platz an und berichtet von den Erscheinungen.

 

 

Die Familie wurde schon eine geraume Zeit von etwas unsichtbarem belästigt. Alles fing eher harmlos an. Klopfen an einer Wand und dann an der nächsten. Schnell wurden dafür alte Rohre beschuldigt. Doch als alles ein wenig verrückter wurde, traute sich die Familie nicht mehr, nur von alten Rohren zu reden.

 

 

Geschirr flog durch die Gegend und wurden mit einer Wucht gegen die Wand geworfen, dass es in tausend kleine Stücke zerbrach. Das kranke Kind der Eltern wurde mit einem Tintenfass beworfen und ein Spiegel mit einem kleinen Salzfass. Die Familie dachte sie wurde verrückt werden und keiner wurde ihnen glauben. Oder bildeten sie sich das vielleicht alles bloß ein? Doch als Freunde der Familie zu Besuch waren und ebenfalls fliegendes Geschirr wahrnahmen und mit einer Schale beworfen wurden, bestätigten diese die Vorfälle.

 

 

Besonders erschreckend waren folgende zwei Vorfälle:
Eines morgens saß die ganze Familie bei Tisch, als plötzlich die Butter in die Luft flog. Bis unter die Decke hob sie sich geradewegs nach oben. Stille herrschte in der Küche. Erst nach mehreren Minuten fiel die Butter zurück auf den Tisch. Oben an der Decke, konnte man noch Butterreste erkennen.

 

Bei einem anderen Vorfall, hatte der Poltergeist zuvor teures Porzellan in der Küche zerbrochen. Tage später fand der Farmer im Stall, als er bei der Arbeit war, ein Porzellan Stück von eben diesem kürzlich zerbrochenem  Gegenstand. Wie kam es dahin? War dafür auch der Poltergeist verantwortlich?

 

Der Pfarrer hörte sich alles ruhig und geduldig an. Als der Farmer geendet hatte, war dieser dem Pfarrer dankbar, dass er nicht gleich fort ging oder ihn gar auslachte. Keineswegs. Der Pfarrer zweifelte zwar an der Glaubhaftigkeit dieser Geschichte, aber er blieb dennoch mehrere Stunden auf der Farm. Vielleicht war er auch bloß neugierig oder wollte einfach sicherstellen, dass es keine Geister gibt.

 

 

Also wartete der Pfarrer mit dem Farmeigentümer. Und sie warteten und warteten… Es passierte nichts. Kein klopfen und auch keine Gegenstände, die wie von Geisterhand umher flogen. Der Farmer war sehr niedergeschlagen. Er bat den Poltergeist um ein Zeichen oder um ein paar Geräusche. Doch nichts. Der Poltergeist hatte wohl Sinn für Humor. Schwarzen Humor.

 

Niedergeschlagen verließ die ganze Familie das Haus. Der Pfarrer hinten dran. Er verließ, zum Glück, als letztes das Haus. Ob es wohl schwierig für einen Poltergeist ist, lange Zeit nicht auf sich aufmerksam zu machen? Vielleicht. Denn nun konnte der Poltergeist wohl nicht mehr anders. Als der Pfarrer sich ein letztes Mal in der Küche umsah und den Kopf schüttelte, wurde das Pferdegeschirr von seinem Hacken gerissen und quer bis ans andere Ende des Raumes geschleudert.

 

Nun hatte der Pfarrer mit eigenen Augen gesehen, welche Macht hier am Werk war. Er glaubte der Familie und erzählte dem Farmer von dem Vorfall, der sich gerade eben ereignete. Die Familie war glücklich, dass der Pfarrer nun doch noch gesehen hatte, woran keiner glaubte.

 


Der Pfarrer und der Farmer diskutierten noch eine Weile aufgeregt miteinander. Bei dieser Diskussion gingen beide Herren über die Farm, Richtung Straße. Da wurden beide auf einmal ganz blass. Eine Mistgabel erhob sich wie von Geisterhand. Beide liefen davon und in einem hohen Bogen wurde ihnen die Mistgabel hinterher geschleudert. Der Poltergeist war wohl ziemlich verärgert über seine Enttarnung.

 

Der Familie jedoch reichte es ein für alle Mal. Sie rissen die alte Farm ab und bauten sich etwas weiter weg ein neues Haus. Groß genug war ihr Land dafür. Anscheinend vertrieb auch das den Poltergeist. Denn dieser kehrte, bis heute, nicht zu der Familie zurück.

 

Doch es ist anzunehmen, dass der Poltergeist vielleicht eines Tages zurückkehrt. Denn es ist schon öfters vorgekommen, dass der Spuk von einen auf den anderen Tag aufgehört hat und dann Jahre später erneut aufgetaucht ist. Doch genauso gibt es auch glückliche Fälle, in denen der Poltergeist nie wieder erschien. Wollen wir hoffen, dass auch diese Familie so viel Glück hat und den Störenfried ein für alle Mal los ist.

  

 

Carolina

 24.08.2015

Hörbericht


Für sehr lange Zeit

[Kalifornien 1981]

 Ein Geist befindet sich solange in einer Zwischenwelt, bis er von selbst bereit ist zu gehen. Doch oftmals benötigen die Geister viel mehr Zeit, als angenommen.

 

November 1981, Kalifornien:

Das urige, aber dennoch gemütliche Haus stand fünf Jahre lang leer. Eine ältere Frau entschloss sich, dass Haus zu kaufen, da sonst anscheinend keiner Interesse hatte. Warum nur? Es gab eine kleine, etwas unheimliche Geschichte. Eine alte Frau verstarb sehr plötzlich in diesem Haus und seit dem soll es spucken. Doch wird das auch noch nach fünf Jahren der Fall sein? Die neue Besitzerin des Hauses kannte darauf nur eine Antwort: nein!

 

Sie fing an das Haus nach ihren Wünschen einzurichten. Praktisch, dass noch alle Möbel von der vorigen Besitzerin im Haus waren. Der alten Dame gefielen viele von den Sachen. Ein altes, schönes Gemälde lehnte im Schlafzimmer an der Wand. Das würde sich doch wunderbar in dem Wohnzimmer machen. Also hing sie es auf. Es sah toll aus. Die neue Besitzerin benötigte einige Zeit um alles hübsch nach ihren Wünschen herzurichten. Doch genau damit fing der Spuk an. Sie hörte dumpfe Geräusche, klopfen an den Wänden, Türen die wie von Geisterhand auf und zu gingen und schließlich auch Lampen die sich ständig an und aus schalteten. Sie tauschte die Glühbirnen in jeder Lampe mindestens dreimal aus, aber das Problem bestand weiter hin.

 

Auch das Bild wollte nicht an seinen Platz hängen bleiben. Ständig lehnte es nur noch an der Wand, unter dem Nagel, anstatt hängen zu bleiben. Tag für Tag hing sie es wieder auf, aber immer und immer wieder lehnte das Bild an der Wand. Irgendwann wurde es ihr zu viel. Das konnte doch nicht wahr sein. Sie nahm das Gemälde in die Hand und hatte plötzlich das verlangen es woanders hin zu hängen. Sie betrat den nächsten Raum und ging zielstrebig auf den Lichtschalter zu. Ja hier, genau über den Lichtschalter sollte es hängen. Da gehörte es einfach hin. Eigentlich fand sie den Platz ziemlich scheußlich, aber es fühlte sich an diesem Platz einfach richtig an.

 

Dennoch hörten die mysteriösen Geräusche nicht auf. Die Frau wusste nicht mehr was sie tun sollte und rief den Schwiegersohn der Verstorbenen Dame an. Dieser kam am nächsten Tag zu Besuch und wunderte sich. Das Bild, über dem Lichtschalter, genau dort hatte auch seine Schwiegermutter das Bild immer hängen. Er hatte sich immer schrecklich darüber aufgeregt, weil es da einfach nicht hin passte, aber seine Schwiegermutter war immer schon etwas eigenwillig gewesen. Sie unterhielten sich noch eine Weile.

 

Am nächsten Tag war die neue Besitzerin voller Tatendrang und wollte nun endlich das Schlafzimmer streichen. Während sie das Schlafzimmer strich, hörte sie immer wieder sehr laute Klopfgeräusche. Erst als sie fertig war, ebbten diese ab.

Es war schon spät und sie legte sich schließlich schlafen, hatte jedoch einen unruhigen Schlaf. Es war genau zwei Uhr morgens, als sie aufwachte und ins Badezimmer ging. Dort machte sie sich frisch und wusch gerade ihre Hände. Auf einmal wäre die Frau fast an einem Schock gestorben. Das Fenster wurde von außen aufgeschoben. Niemand war da, der das Fenster aufgeschoben haben könnte, aber es ging einfach mit einem Ruck auf. Es muss von außen aufgeschoben worden sein. Von innen hätte sie doch etwas bemerkt. Das Fliegengitter, dass von außen an den Fensterrahmen geklebt war, schien völlig unbeschädigt zu sein. Wie war so etwas möglich? Sie verschloss das Fenster und verließ das Badezimmer.

 

Verstört und verängstigt, setzte sie sich auf ihr Bett. An schlafen war jetzt nicht mehr zu denken. Sollte sie vielleicht die Polizei rufen? Doch was sollte die denen schon sagen?Auch der Hund der Besitzerin spielte ein wenig verrückt. Er knurrte vor sich hin. Doch was knurrte er an? Plötzlich hörte sie wieder, wie sich das Fenster Im Badezimmer mit voller Wucht öffnete und gleichzeitig knallte das Fenster im Schlafzimmer zu. Damit fing das ganze Horrorszenario an. Die Türen aller Schränke fingen an sich mit einer hohen Geschwindigkeit zu öffnen und wieder zu schließen. Das war genug. Die Frau schnappte sich ihren Hunde und rannte hinunter in den Flur. Sie stand schon vor der Haustür, als sie eine unsichtbare Barrikade spürte. Außerdem spürte sie eine böse Kraft, die sie daran hindert wollte, das Haus zu verlassen. Sie war von dem bösen Gefühl eingekesselt. Von allen Seiten verspürte sie diese böse Macht. Sie wusste sich nicht anders zu helfen und schrie laut und voller Wut: „Aus dem Weg!“  Es schien, als wäre die Kraft irgendwie überrascht und sie konnte das Kraftfeld durchbrechen.

 

Sie setzte nie wieder einen Fuß in das Haus, ließ das Haus allerdings reinigen. Danach schien das Haus von allen Geistern befreit zu sein und sie verkaufte das Haus.

Ein Detail rückt bei diesem Fall besonders in den Vordergrund. Das Türen klappern oder auch Klopfgeräusche, das kommt bei ziemlich vielen Poltergeist Phänomenen vor. Doch das sich Fenster, in diese Fall Fenster die sich nach oben aufschieben lassen, die dazu noch ziemlich schwer aufgehen, sich öffnen ist wirklich ziemlich beeindruckend. Fenster schließen sich bei solchen Phänomenen öfters aber öffnen? Wenn sie fest verschlossen sind. Außerdem hat die Besitzerin noch einmal draußen nachgeschaut. Es war niemand zu sehen und es wäre an sich schon völlig unmöglich gewesen. Immerhin befand sich ein Fliegengitter an dem Fenster. Von außen war es also unmöglich und von innen hätte die Frau sicherlich etwas gesehen oder bemerkt.

 

Über fünf Jahre hat sich der Geist in seinem geliebten Haus aufgehalten. Wahrscheinlich wusste sie nicht einmal etwas von ihrem Tod oder es war ihr völlig egal. Letztendlich ist die Geisterfrau dann dennoch erlöst worden, wenn auch eher unfreiwillig.

 

 

Carolina

26.03.2016

Hörbericht


Poltergeist Phänomene bei Kindern (Teil 1)

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Ein kleines Mädchen wird scheinbar aus dem Nichts angegriffen. Das Besondere an diesem Vorfall ist die Tatsache, dass viele Zeugen die unsichtbaren Attacken sahen und versuchten die Ursache für das grausame Phänomen herauszufinden. Doch dies ist nicht der einzige Vorfall, bei dem alle Anzeichen auf ein Poltergeist-Phänomen hindeuten.

 

 

Der erste Vorfall ereignete sich im Jahre 1800.

 

Laut dem Zeugenbericht eines gewissen Herr Durbin wurden einige Kinder, Ort und Namen der Opfer/Zeugen sind leider nicht genau bekannt, von einer unsichtbaren Kraft tyrannisiert. Sie wurden unter anderem gewürgt, gebissen, gekratzt, bespuckt und geschlagen. Die tiefen und schwerwiegenden Wunden entstanden ohne ersichtlichen Angreifer. Als ein kleines Mädchen besonders lange und schlimm gewürgt wurde, konnte man das heftige zusammen ziehen des Halses erkennen und der Angriff hinterließ große Fingerabdrücke auf dem zarten Hals des Kindes.

Fünf Zeugen waren von dem Leid der Kinder so ergriffen, dass sie die Kinder rund um die Uhr beobachteten und alle Attacken schriftlichen festhielten. Sie erlebten unter anderem mit, wie die Arme der Kinder (Zitat) "an diesem Abend etwa zwanzig Mal gebissen wurden [...] sie konnten es nicht selber getan haben, da wir sie die ganze Zeit über beobachteten. Wir untersuchten die Bissstellen und fanden dort die Abdrücke von achtzehn bis zwanzig Zähnen, mit einer Art Speichel bedeckt und in Form eines Mundes [...] sehr feucht und klebrig wie Speichel, und die Stellen rochen widerwärtig." (Zitat Ende)

Die Kinder wurden noch lange Zeit gequält, verfolgt und konnten nicht vor dem unsichtbaren Angreifer geschützt werden. Doch nach einiger Zeit hörte das Phänomen so schlagartig auf, wie es erschienen war.

Wie schon erwähnt, ist dieser Vorfall besonders erwähnenswert, da es ein dutzend Augenzeugen gab und diese die Attacken gut dokumentierten. Dabei wurden ebenfalls alle Wunden deutlich beschrieben. Eine Massenhalluzination kann man hierbei sicher ausschließen, da diese wohl kaum sichtbare Gewaltspuren hinterlassen würde. Da es sich bei den Augenzeugen um vernünftige Personen handeln soll und auch immer mal wieder neue Zeugen hinzukamen, kann man auch eine Täuschung, um Berühmtheit zu erlangen, ausschließen. Leider gibt es, da es für diese Zeit unüblich war, keine Fotos zu diesem Phänomen. Doch um was es sich auch immer bei diesem Phänomen gehandelt hat kann man annehmen, dass dieses „Etwas“ es auf kleine, unschuldige Kinder abgesehen hat und Spaß daran hatte diese zu verletzen.

Ich erwähnte einen zweiten Vorfall, welcher Parallelen zu dem unsichtbaren Kinderangreifer aufweist. Dieser außergewöhnliche Fall wurde ebenfalls mit eindeutigen Augenzeugen und diesmal sogar Fotografien belegt.

1926, Rumänien.

 

Diesmal konzentrierte sich das unsichtbare Phänomen auf ein einziges Opfer. Das kleine und äußerst lebhafte, 13-jährige Mädchen Elenore Zugun. Vor diesem schrecklichen Vorfall sprühte das Mädchen nur so voller Lebensfreude. Ständig war sie draußen in der Natur unterwegs und traf sich mit Freunden. Gegen Abend musste man sie schon fast zwingen, ins Haus zu kommen und endlich schlafen zu gehen.

Zunächst wurden nur einige Kratzer auf dem Körper des Kindes gefunden. Diese wurden den Ästen und Steinen zugeschrieben, welche in der Natur zu Hauf vorhanden sind und eben solche Kratzer schon mal hinterlassen können. Doch als das Kind immer ruhiger, fast schon ängstlich wurde, erkannten ihre Eltern das etwas nicht stimmten konnte. Auch die Wunden des Mädchens wurden immer schwerwiegender.

 
Viele Zeugen, darunter Familie, Nachbarn und andere Schaulustige, sahen wie das kleine Mädchen auf übelste gewürgt und gekratzt wurde. Dies ereignete sich fast täglich und die Gewalttaten nahmen dabei an Stärke zu. Die Zeugen sahen ein zusammen würgen des Halses und dabei spannte das Mädchen nicht einmal seine Halsmuskeln an. Manchmal wurde sie dabei sogar in die Luft gehoben. Es sah dabei so aus, als würde sie jemand nur mit den Händen um den Hals, in die Luft heben. Tiefe Bissspuren tauchten auf Rücken und Hals auf. Diese grausame Brutalität ließ die Zeugen schon fast daran glauben, dass ihr jemand ein Stück Fleisch mit den Zähnen herausreißen wollte. Einmal erschien sogar das Wort "Dracu" (rumänisch "Teufel") auf ihren Arm. Das Mädchen wurde dadurch immer ruhiger und depressiv.

Auch hier hörte das Phänomen, als das Mädchen zu einer Frau heranwuchs, urplötzlich auf. In einem anderen Hörbericht unsererseits haben wir bereits davon berichtet, dass es eine Theorie gibt, welche besagt, dass Kinder in der Pubertät übernatürliche Kräfte entwickeln. Doch dies gibt leider keine Antwort darauf, wie es das Mädchen schaffe sich Biss- und Kratzspuren auf den Rücken zu zufügen. Dies scheint mir doch unmöglich und daher kann man hierbei diese Theorie getrost ausschließen. Auch die Massenhalluzination ist hier klar dementiert. Bleibt eigentlich nur noch die logische Schlussfolgerung, dass es sich schlich und einfach um ein übernatürliches Phänomen handeln muss, wobei ein unsichtbarer Angreifer durchaus Gewalttaten verüben kann.


Carolina
 

15.10.2017

Hörbericht


Bell Witch (Bell Hexe) Teil 1

Bekannt unter dem Namen Bell Witch (Bell Hexe), erlangte der bösartige Geist aus Tennessee schnell eine gewisse Berühmtheit. Wohl auch aus dem Grund, da der Geist in diesem Vorfall eines seiner vielen Opfer tötete. Oftmals schaffen es die Opfer rechtzeitig, durch Rituale oder einen Ortswechsel, sich der Macht des Geistes zu entziehen. Neugierige, Kritiker und Forscher reisen noch heute zu dem schaurigen Ort, um einen Blick zu erhaschen und eventuell doch noch verschollene Beweise für oder gegen das Phänomen zu finden. Im ersten Teil zu diesem Vorfall, gebe ich den Anfang des Ereignisses wieder. So fing alles an.

 

1817-1821 im Südosten der vereinigten Staaten, Tennessee

Vier Jahre. Vier Jahre voller Elend, Hass, Leid und Peinigung. Sollte dies denn nie ein Ende finden? Harmlos fingen die kleinen Streiche im Hause der Familie Bell an. So klein und uninteressant, dass sich niemand um die Ereignisse scherte. Ein kleines Klopfen da oder ein umgefallener Gegenstand hier. Was machte das schon? Diese Unachtsamkeit wurde nun zu tiefst von der ganzen Familie bereut.

 

Bei der Familie Bell handelte es sich um streng gläubige Christen und diese waren ebenfalls sehr empfänglich für den damaligen Aberglauben. Neun Kinder und die Eheleute Bell wohnten in einem, gemütlichen zweistöckigen Haus. Die Scherereien bezogene sich zunächst nur auf die Kinder des Hauses. Als sich dies ausbreitete und alle Bewohner, einschließlich die damaligen Sklaven der Familie, ein röcheln, schmatzen oder klirrendes Geräusch vernahmen, bat die Familie die ansässige Seherin um Rat. Diese konnte jedoch nur sehen, dass es sich bei dem Geist um eine böse Hexe handelte. Im laufe der Jahre kamen etliche Geisterjäger ins Haus der Familie, um den Geist zu vertreiben oder eventuell einen einfachen Betrug aufzudecken. Doch vergebens. Weder das eine noch das andere konnte herbeigeführt werden.

 

So kam es, dass sich die Reichweite und auch die schwere der Taten ausbreiteten. Nun wurden alle Familienmitglieder von dem Geist terrorisiert. Es wurden tiefe Wunden und Ohrfeigen von einem unsichtbaren Angreifer verteilt. Fliegende Gegenstände und das heftige ziehen an den Haaren, gehörte bald schon zum traurigen Alltag der Familie.

Bis dahin hatte die Familie, besonders vor Angst aus Spott vom ganzen Dorf, das Phänomen geheim gehalten. Nun erzählte das Oberhaupt der Familie seinen Nachbarn und engsten Freund James Johnson von den Ereignissen. Dieser führte kurzerhand einen Exorzismus durch und tatsächlich ruhte der Geist. Doch dies war leider nur für kurze Dauer.

Der böse Geist kehrte erneut und nun noch wütender als vorher zurück. Die Kinder wurden geohrfeigt, bis ihre Wangen glühten und Haare wurden ihn Büschelweise ausgerissen. Noch mehr Nachbarn. Egal was die Familie auch versuchte. Statt einer Besserung wurde es immer schlimmer. Die Nachbarn und auch die Familie Bell drängte den Geist mit ihnen zu sprechen und ihnen den Grund für ihr Dasein zu verraten. Zu Beginn war nur ein leises fiepen zu hören. Wie das Fiepen einer Maus. Dann wurde schnell ein flüstern daraus und später lachte der böse Geist die Bewohner hörbar aus oder beschimpfte diese. Je lauter die Stimme der Hexe, desto schwerwiegender ihre Taten. Das Klatschen, wenn der Geist mal wieder Ohrfeigen verteilte, war deutlich im ganzen Haus zu hören. Doch zu sehen, war nie etwas.

 

Die jüngste Tochter, Betsy,  wurde immer schwerer verwundet und später erlitt sie ebenfalls Atemnot und fiel öfters in Ohnmacht. Dabei wurde eine bedeutende Entdeckung gemacht. Sobald Betsy in Ohnmacht fiel, war die Stimme der Hexe vollkommen verstummt. Wacht Betsy wieder auf, fing auch die Stimme wieder an zu fluchen. Rührte der ganze Spuk etwa von Betsy? Man nahm an, dass sie die Stimme der Hexe mittels des Bauchredens erzeugte. Doch Betsy wurde sowohl bei einem ihrer Anfälle als auch im wachen Zustand ausführlich untersucht. Man konnte hier kein Beweis für das Bauchreden erbringen.

Der Geist konnte später ebenfalls ekelhafte Gerüche erzeugen. Auch Gegenstände wurden dematerialisiert und prasselten dann später auf die Bewohner oder das Hausdach nieder.

 

Ein Einheimischer bereitete Betsy darauf hin einen Trank zu, der sie von der Pein der Hexe befreien sollte. Doch ebenfalls würde dies nur mit großen Schmerzen verbunden sein. Betsy nahm den Trank zu sich und litt unter Brech-Durchfall. Die Bewohner und Nachbaren waren entsetzt, als sich Nadeln und Nägel in dem Erbrochenem von Betsy befanden. Die Hexe lachte und bekannte sich zu diesem erneuten Anschlag auf Betsy. 

 

 

Carolina

01.01.2018

Hörbericht


Bell Witch (Bell Hexe) Teil 2

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Die Familie Bell und davon besonders die kleine Betsy werden von dem Geist einer bösen Hexe bedroht und angegriffen. Nun scheint es so, als würde ebenfalls John Bell, der Vater von der kleinen Betsy, die volle Aufmerksamkeit des Geistes auf sich ziehen. Dabei verändert das Versprechen, welches der böse Geist gibt, das Leben der gesamten Familie. Hört nun in dem zweiten Teil über das Ausmaß der Angriffe, das Ende des Spuks und die möglichen Theorien zu diesem äußerst kuriosen Vorfall.

 

Nun wurde auch zunehmend Herr Bell von dem Wesen angegriffen. Das Hauptaugenmerk der Hexe ruhte nun also auf Betsy und John. „John sollte zu seinen Lebzeiten nie wieder glücklich werden“ versprach ihm die Hexe und sie stand zu ihrem Wort.

 

Am 19. Dezember 1820 kam die Familie von einem kurzen Ausflug zurück. John Bell war zu Hause geblieben und wollte sich um das Vieh kümmern. Als man diesen nicht draußen auf dem Hof antraf, schauten alle in dem Schlafzimmer der Ehepaars Bell nach. John Bell lag gelähmt und völlig apathisch auf dem Bett. Schnell wurde nach dem Arzt gerufen und die Stimme der Hexe sagte laut:“ Ihr könnte den alten John nicht mehr helfen. Diesmal habe ich ihn!“

 

Ein kleines Fläschchen, mit der täglichen Medizin für John Bell, befand sich in dem Nachtschrank. Diese Medizin war nun zu einer schwarzen, zähen Flüssigkeit geworden. Die Hexe gab an, die Medizin selber hergestellt zu haben und John Bell damit vergiftet zu haben. Der Arzt warf das Fläschchen darauf hin ins Feuer. Leider waren dadurch spätere Untersuchungen nicht mehr machbar. Am nächsten Tag war John Bell tot. Auf seiner Beerdigung hörte man die Hexenstimme bizarre Totenlieder singen.

Nach dem Tod und der Beerdigung von John Bell ließ der Spuk langsam nach. Das letzte mysteriöse Ereignis in dem Haus, war eine Art Kanonenkugel welche durch den Kamin in das Wohnzimmer donnerte und eine laute Stimme die schrie:“ Ich gehe und werde für sieben Jahre wegbleiben.“   

 

Nach sieben Jahren lebte nur noch Frau Bell und zwei ihrer Söhne in dem Haus. Ein kratzen und auch ein sachtes ziehen an den Bettdecken war zu vernehmen. Doch die Bewohner des Hauses ignorierten diese Erscheinungen und der Spuk hörte schnell wieder auf. Doch die Bell Hexe verschwand nicht ohne noch einmal zu versprechen in 107 Jahren erneut wieder zu kehren.

 

Der neue Bewohner des Hauses, Dr. Charles Bailey, lebte nach der verstrichenen Zeit im Haus und konnte dies auch weitere Jahre unbeschwert tun. Es ereignete sich nichts mysteriöses mehr in diesem Haus. Der Spuk war endlich vorbei.

Die Berichte über die Bell Hexe rühren von besonders vertraulichen Quellen. Zum einen gab der Sohn von John Bell, Richard Williams Bell, einen ausführlichen Bericht ab, wie auch der spätere Präsident der vereinigten Staaten. Beide hatten das Phänomen am eigenen Leib miterleben müssen.

 

Ein Poltergeist Phänomen ist hierbei nicht ganz auszuschließen. Ungewöhnlich ist hierbei jedoch, dass es zu einem Todesfall kam. Ein Poltergeist bedrängt seine Opfer und kann, in besonders hartnäckigen Fällen, seinen Opfer auch Wunden zufügen, doch ist es dabei nie zu einem derartigen Todesfall gekommen.

 

Vermutet wird, dass Betsy Bell für die Ereignisse im Haus verantwortlich war. Eine Schizophrenie könnte eine Erklärung dafür sein. Die Anfälle die Betsy öfters am Tag erlitt, könnten ebenfalls auf ein Medium hinweisen, welches, zur Kontaktaufnahme mit Geistern, in Trance fällt. Vielleicht entwickelte Betsy eine Stärke für Psi Kräfte. Auch für den Hass der Hexe oder eben Betsy auf den Vater, habe man eine leichte Erklärung. So wurden Gerüchte laut, dass John Bell seine Tochter in jungen Jahren sexuell missbraucht haben soll. Zumindest ließe sich so eine Persönlichkeitsstörung erklären, welche oft in jungen Jahren bei den Betroffenen, durch ein schlimmes Ereignis in der Kindheit, auftreten kann.

Es müsste sich jedoch um eine außergewöhnliche Persönlichkeitsstörung handeln, welche es ermöglicht auf Psi-Kräfte zurückgreifen zu können, um all diese übernatürlichen Ereignisse überhaupt stattfinden zu lassen. Denn Kindern an den Haaren zu ziehen, Ohrfeigen zu verteilen oder Gegenstände schweben zu lassen, ohne sich dabei auch nur in der Nähe der Opfer zu befinden und ohne dabei die eigenen Hände zu benutzen, scheint mir nämlich doch äußerst übernatürlich.

 

Beweise konnte nie eindeutig gefunden werden. Weder für einen Betrug noch für die Echtheit dieses Vorfalls. Doch es gibt zahlreiche dokumentierte Berichte von Bewohnern des Hauses oder Nachbarn, die bei den Ereignissen zugegen waren. Es scheint sich also bei diesem Ereignis um ein Vorfall zu handeln, bei denen entweder ein böser Geist schwindelerregende Kräfte einsetzen konnte oder ein kleines Mädchen eben diese Kräfte nach Belieben einsetzen konnte. Ich denke, ein Betrugsfall kann man dennoch ausschließen. Zu dieser Zeit solch ein riesen Betrug begehen zu können bzw. Mittel und Wege zu finden solch einen Betrug glaubhaft 4 Jahre aufzubauen, scheint mir äußerst unglaubwürdig, da sowohl die Nachbarn, als auch die Sklaven, welche immerhin mit den Bells in dem Haus lebten und einen Betrug früher oder später entdeckt hätten.

 

Ende Teil 2 und damit des Vorfalls zur Bell Hexe.

 

 

Carolina

01.01.2018

Hörbericht


Die Chase-Gruft

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Särge, welche in einer verschlossenen und zusätzlich versiegelten Gruft ihre Position ändern und dies ohne menschliches Zutun. Dieses Phänomen ist sehr selten und zugleich eines der mysteriösesten Phänomene auf unseren Planeten. Der Grund dafür liegt darin, dass jedwede unternommenen Erklärungsversuche, um das Phänomen aufzuklären, scheitern. Immer. Selbes gilt für die Gruft der Familie Chase.

 

 

Die sagenumwobene Gruft würde im 18. Jahrhundert erbaut und liegt am Friedhof der Christ Church Parisch Kirche in Barbardos. Eine schwere Steinplatte verschließt den Eingang zur Gruft. Ein zusätzlicher Eingang ist nicht vorhanden. Es gibt keine Hinweise darauf für welche Familie die Gruft damals errichtet wurde. Später ging die Gruft dann schließlich in das Eigentum der Familie Chase über.

 

Am 22. Februar 1808 verstarb bereits die Tochter der Eheleute Chase. M. A. M. Chase wurde, wie damals üblich, in einem schweren Bleisarg der Gruft beigesetzt. Bereits 4 Jahre später musste die Gruft erneut geöffnet werden. Dorcas Chase, die zweite Tochter der Eheleute Chase, verstarb ebenfalls sehr früh am 6. Juli 1812. Der zuvor beigesetzt Sarg der kleinen M. A. M. Chase lag unberührt an seinen Platz. In dem Jahr 1812 musste die Gruft unerwartet ein zweites Mal geöffnet werden. Der am 9. August 1812 verstorbene Familienvater Thomas Chase sollte ebenfalls der Gruft beigesetzt werden. Als man die schwere Grabplatte, welche den Eingang sicher verschloss, zur Seite hievte, fand man die beiden Särge der Töchter, auf den Kopf, aufrechtstehend in der Gruft vor. Damals glaubten die Anwesenden noch an einen üblen Scherz, obwohl sich dort schon die Frage aufdrängte, wie es den Tätern wohl gelungen war die schweren Bleisärge, ohne auf frischer Tat entdeckt zu werden, zu bewegen. Es gab keine sonstigen Spuren in der Gruft und die Särge waren nicht beschädigt. Also ordnete man die Särge erneut, setze Thomas Chase bei und schloss die Gruft wieder.

 

S. B. Ames war ein sehr guter Freund der Familie Chase und so war es kein Wunder das dieser, als er am 25. September 1816 verstarb, ebenfalls in der Gruft bestattet werden sollte. So öffnete man die Gruft und war erneut entsetzt über den Anblick. Die Särge lagen erneut wie wild durcheinander gewürfelt. Dabei stand Thomas Chase Sarg aufrecht an der Wand gelehnt. Den Anwesenden kam dies nun doch etwas merkwürdig vor, zumal wieder keine Spuren vorhanden waren und die Grabplatte wie üblich sauber verschlossen war. Alle begannen daher zu spekulieren. Bald wussten alle Bewohner des Dorfes über das Ereignis Bescheid. So war es nicht ungewöhnlich, dass bei der nächsten Öffnung der Gruft, am 17. November 1816, viele Schaulustige der Beisetzung von Samuel Brewster beiwohnten. Die neugierigen Anwesenden wurden nicht enttäuscht. Wieder waren die Bleisärge nicht an ihren üblichen Platz. Man ordnete wieder alle Särge und verschloss die Gruft. Die Neugier über dieses doch äußerst merkwürdige Phänomen war jedoch zu groß. Obwohl im Jahre 1819 keiner der Familie Chase verstarb, wurde die Gruft geöffnet. Natürlich lagen sie Särge wieder durcheinander verstreut herum. Diesmal war jedoch ein Sarg mit solch einer Wucht umgeworfen worden, dass der Sarg zerbarst und nun sogar Überreste der Verstorbenen auf den Boden der Gruft lagen.

 

Dies war der Familie Chase zu viel. Sie verständigten die Polizei und Lord Combermere, der Gouverneur von Barbardos, kümmerte sich um den Fall. Zunächst wurde eine zweite Steinplatte, welche jedoch nur noch mit der Hilfe von 4 Männern zu verschieben war, zusätzlich auf die Gruft gelegt. Außerdem wurde eine genaue Skizze über die geordnete Lage der Särge angefertigt und die Gruft wurde zu guter Letzt noch, von dem Gouverneur persönlich, versiegelt.

 

Besucher des Friedhofs, welche bestimmt auch aus bloßer Neugier die Gruft der Chase besuchten, hörten unheimliche Geräusche aus der Gruft. Sofort wurde Lord Combermere verständigt und die Gruft wurde wieder einmal geöffnet. Das Entsetzen war groß. Die Särge waren brutal Durcheinandern geworfen. Wie war so etwas möglich? Das Siegel war unbeschädigt gewesen. Der Gouverneur stand vor einem Rätsel. Er leitete zusätzliche Schritte ein.

 

Am 17. Juli 1819 also wurde zusätzlich, zu den bereits vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen, noch feiner Sand auf den Boden der Gruft verteilt und der Grufteingang außerdem vermauert. Sollte nun jemand die Gruft betreten, würde man ganz sicher die Fußspuren des Täters wiederfinden. Wobei das, da der Eingang nun zugemauert war, bereits ein schwieriges Unterfangen war. Lord Combermere gab sich Siegessicher. Zu guter Letzt positionierte er noch zwei seiner Leute vor der Gruft. Es dauerte gar nicht lange, da vernahmen die besagten Sicherheitsleute verdächtige Geräusche aus der Gruft. Die Gruft wurde daraufhin geöffnet. Das Siegel war unbeschädigt, die schwere Grabplatte wurde nicht bewegt, die neu gemauerte Wand war intakt und es fanden sich ebenfalls keine Spuren auf dem Sand. Doch natürlich waren die Särge wieder einmal durcheinander geschmissen worden. Der Lord wusste sich nicht anders zu Helfen und bat nun ebenfalls Ordnungshüter und weitere ranghohe Polizisten um Rat. Wider verschloss man die Gruft mit allen Mitteln und öffnete sie bald wieder. Es bot sich das gewohnte Bild.

Konnte womöglich ein Erdbeben für dies alles verantwortlich sein? Diese Frage lässt sich ganz sicher mit nein beantworten. Denn dies wurde genaustens geprüft. Während der Zeit kamen keine oder nur sehr leichte Erdbeben vor, welche das Phänomen hätten nicht verursachen können. Auch Überschwemmungen konnten ganz sicher ausgeschlossen werden, da der Friedhof und auch die Gruft relativ hoch lagen. Außerdem waren so viele Überschwemmungen zu diesem Zeitpunkt nicht vorgekommen und vor allem nicht in diesem Ausmaß.

 

Es ist und bleibt ein Rätsel. Eine Grabplatte, welche sich nur durch die Kraft von 5 Männer bewegen lässt, versiegelt ist und durch Sicherheitsleute bewacht wird, kann man nicht einfach unbemerkt umgehen. Hinzu kommt die gemauerte Wand, welche nie Beschädigungen aufwies. Egal wie man es dreht und wendet, wenn es kein übersinnliches Phänomen war, welches mit Hilfe von übersinnlichen Kräften die Särge bewegen konnte und unsichtbar war, hätte es sich folgendermaßen abspielen müssen.

Mindesten 5 Männer schaltete oder lenkten irgendwie die Wachmänner ab. Lösten ohne Beschädigung das Siegel und schoben danach, natürlich völlig ohne Geräusche zu verursachen, die schwere Grabplatte beiseite. Dann nahmen sie die gemauerte Wand auseinander, natürlich auch dies ohne einen Stein zu beschädigen oder Geräusche zu verursachen, sprich ohne Hammer und Meißel oder etwas Ähnlichem. Danach wurden die Bleisärge, welche ziemlich schwer sind und daher auch nur mittels mehrerer Männerkräfte gleichzeitig getragen werden konnen, achtlos umher geschmissen. Nun mussten die Männer natürlich auch alles wieder sorgfältig verschließen und ihre Spuren beseitigen. Zunächst hätten sie dazu den Sand wieder gerade haken müssen. Danach die Mauer wieder setzen und schließlich die Grabplatte wieder auf den Eingang setzen. Nun nur noch das Siegel zurück auf den Stein legen. Nicht zu vergessen wiederholten die dies über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie merken schon, dies ist äußerst unwahrscheinlich und vor allem, dies ist besonders zu betonen, unmöglich. Die Wachleute wurden natürlich ab und an ausgewechselt, doch blieb immer jemand vor der Gruft stehen. Selbst wenn beide, was übrigens vehement bestritten wurde, für eine kurze Zeit ihre Stellung verließen, wären mehrere Stunden von Nöten gewesen, um dieses doch sehr aufwendige Unterfangen fertig zu stellen. Da sich außerdem die Wachen ständig vor der Gruft befanden und tagsüber auch viele schaulustige vor Ort waren, wäre eine Betreten ohne Geräusche nochmals völlig unmöglich gewesen. Die Männer hätte massenhaft Werkzeuge und Zement dabeihaben müssen, um das Unterfangen zu bewerkstelligen. 5 Männer auf dem Friedhof mit viel Werkzeugen fällt außerdem sicher auf. Gerade bei so einem heiklen und berühmten Phänomen.

 

Eine Erklärung konnte nie gefunden werden. Es wurde alles möglich versucht, um die menschlichen Täter zu überführen. Als dies schließlich nicht gelang, gab man sich geschlagen und man bettete die Verstorbenen um, damit diese endlich ihre letzte Ruhe finden konnte.

 

Bei diesem Phänomen wurde alles Menschenmögliche getan um die Ursache aufzuklären. Es wurde mit Tricks gearbeitet und alles genau dokumentiert. Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann ist die Tatsache, dass es ganz sicher nichts Menschliches war, welches dieses Phänomen verursachte. Alles andere entzieht sich unserem Verstand und kann daher unmöglich nachgewiesen werden.

Die Gruft steht bis heute leer. Die Verstorbenen aus der Chase Gruft wurden nach ihrer Umbettung nicht mehr gestört und fanden endlich ihre letzte Ruhe.


Carolina

08.04.2018

Hörbericht