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Überblick

 


Glamis Castle; Schottland [R-UP]

[Bild: www.pixabay.com]
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 Ein Schloss lässt einen unwillkürlich an ältere Zeiten zurückdenken. An Könige, Ritter oder feinen Damen. Dazu noch ein großer Tanzsaal in den wohl des Öfteren Feste, der guten Sitte halber, abgehalten wurden. Ortschaften, welche noch heute die Schloss Tore für Besucher geöffnet haben, berichten über Geister Sichtungen oder beleben das Schloss mit allerlei Geschichten oder Legenden wieder. Sicherlich ist von den Geschichten die ein oder andere erfunden, damit besonders viele Besucher den Weg zum Schloss finden. Doch in manchen Geschichten scheint mehr dahinter zu stecken. 

 

 

Glamis Castle ist ein beachtliches Schloss in der schottischen Ortschaft Glamis. Seit dem Jahr 1372 ist das Schloss Eigentum der Familie Von Strathmore und Kinghorne, welche im Übrigen auch heute noch das Schloss bewohnen. Einen Teil hat die Familie für Besucher zur Verfügung gestellt.

 

Der Standort des Schlosses ist bereits einzigartig und außergewöhnlich, denn es liegt inmitten eines Zentrums Dreier Städte. Außerdem besitzen die besagten Städte alle biblischen Namen. Die Erbauer der Städte hatten eine hohe Achtung vor den Göttern. Dies schien jedoch nicht der Fall bei allen Eigentümern des Schlosses zu sein. Der damalige Eigentümer soll, laut Aussage der damaligen Einheimischen, den Zorn der Götter auf sich gezogen haben und aus diesem Grund sollen sich ewig schlimme Dinge im Schloss ereignen.

 

Die schaurigen Vorfälle, welche schon zur damaligen Zeit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zogen, sind historisch belegt und damit sicherlich keine Lüge.

Dennoch gibt es allerlei Legenden, welche sich um das Schloss ranken. So wurde der schottische König Malcom II, im Jahre 1034, in dem Schloss von einer Horde Rebellen, mit dem Breitschwert Claymore, erschlagen. Sein Blut drang tief in den Boden des Raumes ein und die Legende hierbei besagt, dass noch heute manchmal ein großer Blutfleck, auf einen der Zimmerböden, zu sehen sein soll. Im Übrigen starben die Rebellen bei ihrer Flucht. Sie wollten einen zugefrorenen See überqueren, welche jedoch unter ihrem Gewicht zusammenbrach. Alle starben.

 

Dann war die Familie Lyon am Zug. Diese erbte das Schloss vom König Robert II, im Jahre 1372. Ein wertvoller Kelch befand sich in dem Besitz der Familie Lyon, welcher seit je her auf dem Familiensitz in Forteviot aufbewahrt wurde. Laut Überlieferung würde die Familie ein Fluch treffen, sollte der Kelch je von seinem heiligen Platz entfern werden. Sir John, der neue Schlossherr von Glamis Castle wollte den Kelch jedoch nicht zurücklassen und so entfernte er ihn von seinem Platze, um ihn einen neuen Standort in Glamis Castle zu widmen. 11 Jahre später wurde Sir John bei einem Zweikampf getötet. War es der Fluch, welcher den Tod von Sir John vorherbestimmte?

 

Lady Janet Douglas, ebenfalls eine der damaligen Schlosseigentümer, wurde von König James Von Lies der Hexerei bezichtigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das Schloss ging somit in dem Eigentum der Krone über. Doch nicht lange und es stellte sich heraus, dass Janet Douglas unschuldig war. Also wurde das Schloss zurück an Janet Douglas Sohn übergeben. Der Geist von Janet Douglas, auch unter dem Namen „graue Lady“ bekannt, soll heute noch in dem Schloss sein Unwesen treiben.

 

Im 17. Jahrhundert wurde Patrick Earl of Strathmore der neue Herr des Schlosses. Die Einheimischen von Glamis waren sich sicher, dass er die Verkörperung des Fluches darstellte. Er ging einen wüsten Lebenswandel nach, dabei spielten Alkohol, Frauen und Kartenspiele mit Wetteinsatz eine große Rolle. Dennoch ließ er zumindest für seine Bediensteten und Pächter Hütten, ganz in der Nähe des Schlosses, errichten.

 

Patrick soll der Vater eines missgebildeten Kindes gewesen sein. Dies bekam jedoch nie jemand, nicht einmal die Angestellten des Schlosses, zu Gesicht. Es heißt weiterhin, dass der verunstaltete Junge in einem Raum eingeschlossen wurde und bis zu seinem Tod nie den Raum verlassen durfte. Außerdem soll der Raum nach seinem Tod, ob mit seiner Leiche oder ohne, zugemauert worden sein. Ein Gemälde, welche heute noch in dem Schloss zu bestaunen ist, solle den missgebildeten Sohn zeigen. Dies ist jedoch lediglich eine reine Vermutung über das Bild und hat sich nie als Wahrheit herausgestellt.

 

Eine zweite Geschichte, in dem Patrick ebenfalls die Hauptrolle spielt, lässt vermuten das hierbei der Fluch seine Finger im Spiel hatte. Wie bereits erwähnt spielte der Earl gerne Kartenspiele. Auch an jenem Abend spielte er mit dem Grafen von Crawford eine bittere Partie. Ein Diener betrat den Raum, um die Ankündigung des Sabbats kundzutun. Dem Earl war dies, obwohl dieser Frevel verboten war, völlig egal. Er ließ sogar laut verlauten, dass der Teufel sich gerne ihrem Kartenspiel anschließen könne. Es heißt weiter, dass der Teufel tatsächlich um Mitternacht erschien und verkündete, dass die beiden nach ihrem Tod bis in die Ewigkeit verdammt waren in diesem Raum weiter Karten zu spielen. Nach seinem Tod soll der Earl des Öfteren gesehen worden sein. Doch in welchem Raum Patrick an diesem Abend Karten spielte bzw. den Teufelsfluch heraufbeschwor, daran kann sich heute keiner mehr entsinnen. Man gehe sogar davon aus, dass dies in einem Geheimraum von statten ging und das genau aus diesem Grund der Earl nicht all zu oft gesichtet wird. Doch seine grausamen Schreie sollen heute immer noch ab und an zu hören sein.

 

Doch auch dies war bei weitem nicht die letzte Geschichte über Glamis Castle.

 

Des Weiteren berichtet man davon, dass in dem Schloss 1486 ein Gefangener in Ketten elendig verhungert ist. Ebenfalls suchte ein Stamm Ogilvies in dem Schloss Schutz und der Schlossherr soll die ahnungslosen Menschen tief in das Schloss geführt haben. Schließlich sperrte er sie in einen Raum und überließ sie ihrem Schicksal. Die Legende zu diesem Vorfall besagt, dass die Einwohner nicht alle sofort gestorben sein sollen. Die Angst um den Tod trieb sie zum Kannibalismus und der letzte überlebende soll sich schließlich selbst verspeist haben.

 

Es sollen unzählige Geister in diesem Schloss spuken und es ist zu jedem Geist eine Legende vorhanden. Außerdem wird darüber berichtet, dass ein Schlossherr Wahnsinnig wurde, nach dem er das Geheimnis des Schlosses herausfand. Dies wurde zu einem Gutsverwalter weiter getragen und dieser hat bis heute das angebliche Geheimnis nicht verraten. Allerdings hat er danach nicht eine Nacht mehr im Schloss verbracht.

Im 20 Jahrhundert haben dann Jugendliche entschlossen versucht den geheimen Raum, in dem sich jedem das Geheimnis von dem Schloss offenbaren soll, ausfindig zu machen. Dazu hingen sie aus jedem Fenster ein weißes Tuch. Als sie schließlich damit fertig waren und das Schloss von außen betrachteten, waren tatsächlich einige Fenster übrig geblieben zu denen sie einfach kein Zugang gefunden hatten.
 

Berichtet wird immer wieder von Spukerscheinungen, unheimlichen Geräuschen oder auch mysteriöse Vorfälle bei denen Besucher sogar geschlagen oder getreten worden. Glamis Castle beherbergt einige Legenden, welche jedoch auf gut dokumentierte Vorfälle zurückzuführen sind. Hierbei wurde lediglich die ein oder andere Behauptung hinter dem eigentlichen Ereignis dran gehängt.

Doch wie bereits erwähnt sollen sich auch heute noch viele mysteriöse Vorfälle ereignen. Auf welchen der unzähligen, vergangenen Vorfälle sich der Übergriff des Übernatürlichen oder die Geister Sichtung sich dann jedoch bezieht, das ist dann wahrscheinlich doch eher schwer festzulegen.

 

 

Carolina

     12.09.2018     

Hörbericht


Schloss Penkaet

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Schloss Penkaet. Jahrhunderte lang bei Wind und Wetter standgehalten, viele Feste darin gefeiert, ständig wechselnden Eigentümer und wahrscheinlich auch viele Verstorbene darunter. Ein Schloss beherbergt viele Geschichten. Darunter natürlich auch Geister Geschichten. Auch Schloss Penkaet hat so einiges vorzutragen.

 

Schloss Penkaet steht nahe der Ortschaft Pencaitland in Schottland. Bereits 1971 wurde das Herrenhaus in der Denkmalliste von Schottland aufgenommen. Ende des 16. Jahrhunderts war das Schloss in dem Besitz der Familie Pringle übergegangen. Später fielen die Ländereien dann an John Lauder, bekannt unter dem Namen Lord Fountainhall. Deshalb wurde das Schloss ebenfalls kurzerhand Fountainhall genannt. Als Professor Ian Holbourn dann wiederrum neuer Eigentümer wurde, führte er den ursprünglichen Namen des Schlosses wieder ein.

 

Unter den vielen Besuchern des Schlosses befand sich ebenfalls König Karl ll., welcher damals ein angesehener Mann war. Er regierte England von 1660 bis 1685.

Nur eine Nacht hielt er sich im schönsten Zimmer des Schlosses auf und der besagte Raum wurde nach dessen Nächtigung in "König Karls Gemach" umbenannt. Seitdem ereignet sich darin, Nacht für Nacht, etwas Unheimliches. In dem Raum befindet sich ein wunderschönes Himmelbett, welches ebenfalls bis heute von dem Spuk betroffen ist. Denn jeden Morgen ist aufs Neue die Bettwäsche zerwühlt und muss von den Angestellten neu hergerichtet werden. Dabei hatte niemand in dem Raum übernachtet.

 

Ein Besucher wusste von den Ereignissen, welche sich in dem Schloss Pankeat ereigneten und startete eine Art Experiment. Er verschloss vorsorglich alle Türen und Fenster des Zimmers. Außerdem, nur um ganz sicher zu gehen, lehnte er zwei Ziegelsteine gegen die Tür. Er selbst übernachtete währenddessen in einem der anderen Zimmer.

Am nächsten Tag waren die Steine beiseitegeschoben und das Bett wieder unordentlich. Der Mann war jedoch der einzige Gast in dem Schloss gewesen.

 

In den 20er Jahren kaufte Professor Ian Holbourn das Schloss. Er und seine Frau erlebten mysteriöse Dinge in dem Schloss und eine Zeitschrift, welche sich für parapsychologische Forschungen interessierte, berichtete darüber. Das Ehepaar hörte Schritte und oft hörte es sich sogar so an, als würde jemand etwas Schweres hinter sich her schleifen. Auch Gäste, welche damals selten in dem Schloss hausten, beschwerten sich über laute Schritte, lautes Stöhnen und Schleifgeräusche in der Nacht. Türen, welche zuvor fest verschlossen waren, waren am Morgen weit geöffnet.

Wenn die Geräusche dem Professor zu sehr störten, schrie er zu "John", dass er damit endlich aufhören solle. Tatsächlich hörten die paranormalen Aktivitäten danach immer, für zumindest eine Nacht, auf. Mit John war John Cockburn gemeint, welcher vor Zeiten der Houlburns seinen Verwandten John Seton in dem Schloss getötet hatte.

1923 wurde den Möbeln des Schlosses Leben eingehaucht und dieses Phänomen wurde sogar von viele Augenzeugen beobachtet. Es war ein gemütlicher Abend und alle Personen in dem Schloss, ca. 15 an der Zahl, sangen zusammen Weihnachtslieder. Dann erregte das Sofa aufsehen, da sich dies eigenständig anfing zu bewegen. Es beugte sich von der Wand nach vorne und wieder zurück.

In dem Gemach gab es noch viele alte Dinge, die aus dem Zeitalter der Entstehung waren. So auch ein alter, sehr schwerer Wandschrank. Oft versuchten ihn die Inhaber zu verrücken, um das Zimmer ein wenig umzustellen. Jedoch war der Schrank viel zu schwer. Nicht mal fünf kräftige Männer schaften es den Wandschrank auch nur ansatzweise zu verrücken. Eines Tages als die Angestellten das Zimmer betraten, bekamen sie einen Schock. Der Wandschrank war von der Wand abgerückt worden und auf dem Schrank lagen auf einmal zwei Gegenstände, die zuvor noch auf dem Boden standen.

Als sich das Schloss im Besitz der zweiten Generation der Holbourns befand, erlebten diese nicht minder wenige Spuk Vorfälle. Eine damalige Haushälterin hörte spät am Abend wie jemand die Wasserhähne des Badezimmers aufdrehte, darin hin und her ging und dann wieder die Hähne zu drehte. Dies berichtete sie dann dem Hausherren. Da die Holbourns kein Besuch hatten, hielt der Eigentümer dies lediglich für ein Irrtum. Vorsichthalber ging er nachschauen und betrat das Badezimmer. Was er dann sah ließ ihn ein Schauer über den Rücken laufen. Die Scheiben waren beschlagen, obwohl die Badewanne selbst fast trocken war. Niemand benutzte in dieser Nacht das Bad.

Auch Tiere, welche sich in dem Schloss befanden, bekamen es mit der Angst zu tun. Eines Nachts als mal wieder Schritte zu hören waren, hatte eine Katze solch eine Angst, dass sie sich unter dem Tisch versteckte, mit dem Schwanz wedelte und fauchte. Auch Hunde zeigten dasselbe verhalten. Tiere können, wie Kleinkinder, keine Gefühle vortäuschen.

Irgendwann weitete sich der Spuk auch auf andere Bereiche des Schlosses aus. Die Haustüren schwangen ohne Zutun eines Menschen auf, dann hörte man Schritte und die Türen schlugen wieder von allein zu. So als ob jemand rein und raus gehen würde. Auch Kratzgeräusche waren an der Eingangstür zu hören und Vorhänge wehten vor dem Fenstern, obwohl diese nicht geöffnet waren.

1946 übernachteten ein paar Studenten in dem Schloss. Von den Spukgeschichten wenig beeindruckt, schliefen die zwei Mädchen der Gruppe in dem besagten unheimlichen Raum. Trotz der aktiven Ölheizung und der vielen Kerzen im Zimmer, wurde es unter der Decke des Himmelbettes nicht warm. Durch diese Kälte war an Schlaf nicht zu denken. Zur bekanntlichen Geisterstunde hörten sie dann unheimliche Geräusche im Zimmer, als ob [Zitat] "irgendetwas auf dem Fußboden über uns rumpelte oder irgendetwas rollte einen Abhang hinunter" [Zitat Ende]. Das Geräusch wiederholte sich immer wieder, gefolgt von lauten Schritten im Zimmer. Außerdem manifestierte sich ein dunkler Fleck an einer der Wände. Die Mädchen versuchten sich zu beruhigen und schliefen schließlich erschöpft ein.

Am nächsten Morgen schilderten die Mädchen dem Rest der Gruppe aufgebracht ihr Erlebnis. Alle versuchten den Vorfall rational zu erklären. Der Fleck war nun nicht mehr zu sehen. Die Geräusche wurden zwar von mehreren Besuchern gehört, aber Spuren hinterließen diese nicht.

Es gab reichlich Forscher, welche das Schloss und die vorhandenen Phänomene zu erklären versuchten. Doch bis heute gab und gibt es keine rationale Erklärung für die Vorfälle. Auch heute noch ist die Bettwäsche immer wieder zerwühlt und auch die Geräusche, wie Schritte oder Stöhnen, sind immer noch zu vernehmen.

 


Carolina

08.04.2019

Hörbericht


Fyvie Castle

Ein Name, falsch herum (auf Mauer), in Stein gemeißelt. Die Rache einer betrogenen, toten Ehefrau?
Ein Name, falsch herum (auf Mauer), in Stein gemeißelt. Die Rache einer betrogenen, toten Ehefrau?

Fyvie Castle ist eine beeindruckende Burg und befindet sich in Schottland, genauer in Aberdeenshire. Auch dieses alte Gemäuer hat seine eigene, gruselige Geschichte. 

 

Fyvie kommt aus dem gälischen und bedeutet „Hirschhügel“. Die alte Burg befand sich bis 1370 im königlichen Besitzt und dort befand sich bis dato auch das Jagdrevier der königlichen Familie, daher der Name. Die Eigentümer wechselten dann öfters und jeder Besitzer erweiterte die Burg um Räume und Türme. Mittlerweile hat die Burg bereits fünf Wohntürme.

 

Die Burg wurde bereits Ende des 12. Jahrhunderts, allerdings eher spartanisch aus Holz, erbaut. Hoher Besuch, welcher im Übrigen dokumentiert ist, befand sich auf der Burg. Da war zum einen König Wilhem dem Löwen, König Alexander II. und der englische König Eduaurd I. Nach 1370 ging die Burg an einen Privatmann, John der Sohn von König Robert II., über und die nachfolgenden Eigentümer blieben auch vorerst Privatpersonen. Erst 1694, als James (Enkel/Erbe von Alexander Seton) starb, beschlagnahmte die Krone die Burg und wurde erneut Eigentümer. 1889 kaufte Alexander Leith die Burg für läppische 175.000 Pfund. 95 Jahre später, also 1984, wurde die Burg dann schließlich an die Stiftung „National Trust for Scotland“ verkauft und in dessen Besitz befindet sie sich auch heute noch. Die Stiftung setzt sich für den Erhalt und die Pflege solcher Kultur- und Naturdenkmäler ein.

Thomas der Reimeschmied, welcher zur damaligen Zeit ein großer Prophet gewesen sein soll, sagte der Burg eine unheimliche und verfluchte Zukunft voraus.  Einmal, so steht es geschrieben, sollen die Tore von Fyvie Castle vor seiner Nase zugeschlagen sein und Thomas war darüber so erbost, dass er an Ort und Stelle folgende Prophezeiung voraus sagte: „In dem Schloss sollen drei bestimmte Steine verborgen sein und so lange diese nicht gefunden und entfernt werden, würde Schloss Fyvie nie Frieden finden.“

Man stellte später Nachforschungen dazu an und fand heraus, dass damit Trauersteine gemeint sind.  Nur ein einziger Stein, der Dreien, wurde bis heute gefunden. Der Stein, welcher gefunden wurde, befindet sich noch heute in einer Truhe verschlossen. Verschlossen, da dieser eine merkwürdige Eigenart aufweist. Manchmal ist der Trauerstein sehr trocken und dann wieder sehr nass. Eher ungewöhnlich für einen normalen Stein.

Doch dies ist nicht der einzige Fluch, welcher schwer auf der Burg lastet. 1596 befand sich das Schloss noch in dem Besitz von Alexander Seton und damals heiratete er eine gewisse Dame namens Lilies Drammond. Das Ehepaar war zunächst glücklich und sie bekamen fünf Töchter. Mit 30 verstarb Dame Lilies jedoch unerwartet. Sie wurde natürlich, wie damals üblich, in den vier Wänden des Schlosses begraben und zwar genau dort wo sie auch gestorben war.

 

Bereits 6 Monate nach dem Tod von Lilies, heiratet Alexander Seton Grizel Leslie. Gerüchte wurden laut, dass die beiden bereits vorher, also noch zu Lebzeiten von Lilies, eine Affäre miteinander führten. Starb Dame Lilies daher eventuell an gebrochenen Herzen? Alexander Seton soll es leid gewesen sein, dass er keinen männlichen Erben von Lilies bekam.

Am 27. Oktober 1601 ereignete sich dann zum ersten Mal etwas sehr Unheimliches.  Als das frische Liebespaar zu Bett ging, vernahmen diese zunächst leise Seufzer. Anscheinend kamen diese von draußen, also schaute Alexander Seton nach. Doch er fand niemanden auf den Korridor. Erst am nächsten morgen fand man merkwürdige Zeichen. D. LILIES DRAMMOND war, verkehrt herum, in die Schutzmauer des Schlosses eingemeißelt.

Die Schutzmauer ist 15 Meter hoch und zum Schutz vor Feinden, ohne Fußstützen, gebaut worden. Es ist also für einen Menschen unmöglich so hoch, ohne z.B. einem Seil oder etwas dergleichen zu klettern. Der Name ist sehr sauber in Stein gemeißelt und dann auch noch falsch herum. Das wiederum bedeutet, dass einer oder etwas den Namen von der Mauer aus gemeißelt haben muss und dazu muss dies ebenfalls eine längere Zeit in Anspruch genommen haben. Falsch herum, vom Zimmer ausgesehen, hätte es sicher niemand schaffen können den Namen so präzise und sauber in Stein gemeißelt zu bekommen. Zudem ist der Name über Nacht entstanden und dies auch noch ohne jegliche Geräusche. Lediglich das Seufzen war zu vernehmen. Fassen wir also noch einmal zusammen: Ein Mensch ist mit Ausrüstung zum Klettern und dem benötigten Werkzeug zum Meißeln ausgerüstet, klettert die Mauer hoch, lautlos, meißelt, ebenfalls lautlos und dazu noch in völliger Dunkelheit und ohne jegliche Lichtquelle den Namen in Stein. Bedenken wir auch, dass die Gegebenheiten damals weitaus schwieriger waren. Als Lichtquelle hätte nur eine Laterne dienen können. Auch das vorbei kommen an Wachen wäre damals sicher sehr schwierig gewesen. Es scheint dafür keine vernünftige Erklärung zu geben.

Von diesem Zeitpunkt an wurde öfters eine grünliche Erscheinung gesehen. Die "Grüne Lady" wurde der Geist genannt, da sie in einem grünlichen Licht zu schimmern schien und es sich offensichtlich um eine Frau handelte. Sie wird meist am Ende des Korridors gesichtet und oft auch auf der Wendeltreppe des Schlosses.

Auch spätere Eigentümer berichteten von dieser Geister Erscheinung.

Die Familie Gordon, welche das Schloss von 1733 – 1885 besaß, sah die "Grüne Lady" so oft, dass sie die Dame schließlich als ihr persönliches Schlossgespenst ansahen. Einem Familienmitglied winkte die „grüne Lady“ zu. Daraufhin wusste er einfach, dass er bald sterben würde. Tatsächlich starb er bereits am nächsten Tag.

Bis heute soll die "Grüne Lady" ab und zu noch gesehen werden und der Name in Stein ist ebenfalls immer noch gut sichtbar.

 


Carolina

21.05.2019

Hörbericht


Zuviel Mysteriöses auf einmal in Burg Wildenstein

Ein schönes, heißes Bad nehmen. Vielleicht noch ein paar Kerzen aufstellen und dabei Musik hören. Ja, ich glaube das würde jedem gefallen. Und auch der Gast aus unserem Bericht, wollte wohl einfach nur entspannen und den Tag ausklingen lassen. Doch wer auf Burg Wildenstein (Deutschland, Baden-Württemberg) hauste, musste des Öfteren mit Geistern rechnen.

Im Jahre 1945 nahm ein Offizier, der zu Gast auf der schönen Burg war, ein Bad. Kaum war der Mann in die Badewanne gestiegen, vernahm er Schritte im Flur. Er dachte sich aber weiter nichts dabei. Erst als sich die Tür öffnete und eine weiße Frau eintrat, änderte sich die Stimmung des Offiziers. Nicht nur das er nackt in der Badewanne saß und diese Frau keine Anstalten machte sich die Augen zu bedecken, nein, sie wollte auch einfach nicht den Raum verlassen, als der Offizier sie bestimmt und mehrmals darum bat. Die weiße, schon fast durchsichtige Frau, blieb einfach in der Tür stehen und starrte den Mann in der dampfenden Badewanne an.

Nun wurde es dem ehrenvollen Offizier jedoch zu viel. Er stieg schnell aus der Wanne und band sich geschickt ein Handtuch um die Hüften. Wenn die Frau nicht hören wollte, musste sie eben fühlen. Er ging auf sie zu und wollte sie aus der Tür schieben. Zunächst glitten seine Hände durch die Frau und dann sein ganzer Körper. Der Mann war geschockt. Was war ihm dort eben widerfahren. Er versuchte es gleich noch einmal. Doch wieder glitt er durch sie hindurch.

Hektisch rannte er die Treppen zur Küche runter und verlor dabei sein Handtuch. Völlig aufgelöst und nackt stand er in der Küche und berichtete den Anwesenden, was er eben erlebt hatte.

Der Offizier ging mit Begleitung zurück ins Bad. Doch da war, natürlich, keine Frau mehr zu sehen. Die Beschreibung der Frau, passte auf keine Bedienstete oder einem Gast in der Burg. Natürlich dachten viele, er hätte sich das bloß eingebildet, aber die Bewohner der Burg wussten, dass dies kein Einzelfall war.

Selbst die Bediensteten hatten schon allerlei gruselige Sachen in der Burg erlebt. Ein Diener wollte zu Bett gehen, hatte jedoch noch seine Tür offen stehen. Gerade wollte er sich erheben, um diese zu schließen, als er einen Mann sah, der an seiner Tür vorbei ging. Bis hier hin nichts ungewöhnliches, doch der Mann schleifte eine lange Kette an seinen Bein hinter sich her und am Ende der Kette hing eine große Kugel. Man hörte noch bis zum Ende des Flures das laute klirren der Ketten und das schleifen der Kugel auf dem Boden.

Auch weitere Gäste sahen und hörten Geister. Ein Gast sah einmal eine altmodisch, aber hübsch gekleidete Frau durch einen Raum schreiten und meinte ebenfalls, dass sie ganz genau hören konnte, wie die Seide des Kleides raschelte. Ein anderer Gast, sah plötzlich einen kleinen Jungen im Matrosen Anzug in einem Raum der Burg stehen. Sie lächelte ihm zu und der kleine Junge rannte davon. Später erkannte der Gast den kleinen Jungen auf einen Foto wieder. Auch dort trug er den Matrosen Anzug und lächelte. Der Junge war jedoch schon vor langer Zeit an einer Krankheit gestorben. Dies passte auch zu den weinenden Kindern, die besonders nachts gehört werden.

 

Auch der Baron, der in der Burg lebte, hatte schon das Vergnügen einem mysteriösen Wesen zu begegnen. Er ging mit den Hunden hinaus in den Garten. Dort ließ er die Hunde frei laufen und diese entfernten sich auch schnell von ihm. Sie kannten den Garten in und auswendig und wussten, wo ihre Lieblingsstellen waren. Dann sah der Baron plötzlich eine kleine Gestalt, mit einem sehr langen Bart, auf sich zukommen. Zunächst noch weiter weg, aber er konnte schon erkennen, dass es sich bei der Gestalt nicht um einen normal gewachsenen Menschen handelte. Der Mann war verdutzt und wusste in seiner Angst nichts weiter zu tun, als stehen zu bleiben. Als das kleine Wesen bei ihm angekommen war, blieb die Gestalt erst einmal vor dem Baron stehen und musterte ihn. Dann tanzte der kleine Zwerg ein paar Mal um ihn herum und verschwand danach. Er löste sich einfach in Luft auf.

Auch die Baronin sah einmal diesen kleinen bärtigen Mann, jedoch nur aus der Ferne und nur sehr kurz.

Eine wirklich sehr einladende Burg. In ihr spuken Geister und in dem Garten halten sich Kobolde auf, die ihren Spaß daran haben, wenn sie die Bewohner verwirren und schockieren können.

Zeugen sahen und hörten diese mysteriösen Dinge täglich, so dass es später schon zum Alltag dazu gehörte, wenn man einen Kobold sah oder Kinder weinen hörte. Angelockt von dem ganzen Spuk, übernachtete auch ein Geistlicher in der Burg, um zu beweisen, dass es keine Geister gibt. Doch auch der harmlose und nicht an Übersinnliches glaubende Mann, sah wie die in seinem Gästezimmer plötzlich Flammen aus der Wand kamen.

Heute ist das Schloss eine Jugendherberge und ab und zu werden noch Rundgänge angeboten. Ob es dort wirklich bis heute noch spukt? Wollen Sie es herausfinden?



Carolina
21.05.2015

Hörbericht