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Überblick

 


Unscheinbar oder

nur Scheinbar?

An den Armen und Beinen von Kindern wurden heftige Bissspuren gefunden.
An den Armen und Beinen von Kindern wurden heftige Bissspuren gefunden.

 

In dieser Geistbegegnung geht es um einen "Poltergeist".

Doch was genau ist eigentlich ein Poltergeist?
Ein Poltergeist ist ein unsichtbarer, körperloser Angreifer. Er verursacht Angriffe bewusst aus dem Nichts.

Nun zu den unheimlichen Berichten eines wohl sehr wütend gewesenen Poltergeistes.

1800 soll ein unsichtbarer Gegner ein paar Kinder angegriffen haben. Ein kleines Mädchen soll sogar von unsichtbaren Händen gewürgt worden sein. Augenzeugen berichten, dass sie eindeutig gesehen haben wie sich der Hals des Kindes zusammen gezogen hat.
Auch andere Kinder wurden gekratzt, gebissen, geschlagen und bespuckt.

Fünf Beobachter nahmen sich vor, die Kinder den ganzen Tag zu überwachen. Sie erlebten erstaunt mit, wie die Arme der Kinder "an diesem Abend etwa zwanzig mal gebissen wurden [...] sie konnten es nicht selber getan haben, da wir sie die ganze Zeit über beobachteten. Wir untersuchten die Biss stellen und fanden dort die Abdrücke von achtzehn bis zwanzig Zähnen, mit einer Art Speichel bedeckt und in Form eines Mundes [...] sehr feucht und klebrig wie Speichel, und die Stellen rochen widerwärtig."

Nun, wie soll man so etwas erklären? Hier die Augen zu verschließen und einfache Theorien zu finden wird mit so vielen Augenzeugen wohl ein Problem darstellen.

Doch es gibt noch einen zweiten Fall der Parallelen aufweist. Dieser außergewöhnliche Fall wurde ebenfalls von Augenzeugen gesehen und sogar mit Fotografien belegt.

1926 in Rumänien: eine damals dreizehnjährige wurde zur Zielscheibe eines unsichtbaren Angreifers.
Viele Zeugen sahen, wie sie auf das übelste, des Öfteren gewürgt und gekratzt wurde.
Kratzwunden erscheinen sogar plötzlich auf ihrem Gesicht.
Die Zeugen sahen ein zusammen würgen des Halses und das ohne, dass das Mädchen ihre Halsmuskeln anspannte.
Biss-Spuren tauchten auf Rücken und Hals auf. Diese waren sehr tief und heilten nur sehr schlecht.


Einmal erschien sogar das Wort "Dracu" (rumänisch "Teufel") auf ihrem Arm.
Dies alles nahm das Mädchen, sowohl körperlich als auch psychisch, sehr mit.

Ich gehe davon aus das sich das Mädchen (und das ist von Augenzeugen eindeutig belegt) sich diese Verletzungen nicht selber zugefügt hat. Wie hätte sie auch die Kratzspuren auf ihren Rücken und die Bissspuren auf ihren Hals hinbekommen sollen? Rund um die Uhr stand sie unter Beobachtung und die Wunden tauchten aus dem Nichts auf.

Auch ein zwölfjähriger Junge war von solchen grausamen Attacken betroffen (1890). Ihm flogen Steine hinterher. Außerdem wurde er oft so weit in die Luft gehoben, dass er einmal an die Zimmerdecke ankam und das andere mal sogar in einer Baumkrone landete. Seine Kleidung wurde zerfetzt und ihm wurde Wasser über seinen Kopf geschüttet.

1890 kam es in Japan sogar zu einer Massenpanik wegen solcher unsichtbaren Angriffe. Passanten erhielten zahlreiche Schnitte aus dem Nichts (zumeist an den Hälsen der Opfer).

Unsichtbare Phantomschützen soll es auch gegeben haben.
1875 wurde ein Mann von einer Kugel schwer getroffen. Doch ein Schütze war weit und breit nicht ausfindig zu machen. Seine Kameraden suchten das gesamte Umfeld ab. Nichts.

Um was genau handelt es sich hier?
Ich habe irgendwo einmal etwas gelesen, was ich finde (zumindest einiges) etwas erklärt. Ich versuche es so gut es geht, mit meinen eigenen Worten, wieder zu geben.

Die Opfer der Attacken sind nicht immer Opfer von Geister, sondern Opfer ihrer selbst. Denn meist haben die Opfer einfach nur unscheinbare und selber nichts ahnende Kräfte.
Diese können sie nicht kontrollieren und dadurch können sie Sachen zum Schweben bringen.

Jeder kennt das, wenn es leise ist, man hat Angst und dann knallt eine Tür. Alles nur Zufall? Nein, vielleicht alles nur die eigene Kraft (ob Gedankenkraft, etc.). Doch dies ist eher selten der Fall. 


Was ist mit den Schnitten?
Hier muss es sich um ein Poltergeist Aktivitäten handeln. Das man durch Gedankenkraft etwas bewegen kann, klingt noch plausibel, aber wie sieht es mit dem Würgen und dem Schnitten auf dem Rücken aus? Oder den Bisswunden an Hals und Arm?

Ein Geist der einfach so wütend ist (vielleicht weil er ermordet wurde, vielleicht ist der Täter sogar ein verstorbenes Kind, was von anderen Kindern ausversehen getötet wurde) und dadurch soviel Macht besitzt das er in unsere Welt Dinge bewegen und bewirken kann?

Doch dann wäre noch die Frage zu klären: gibt es denn nun Geister oder gibt es sie nicht?



Carolina
12.08.2013

Hörbericht


Poltergeist in Tennessee: Bell Witch

[1817 Vereinigten Staaten]

 1817 im Südosten der Vereinigten Staaten: ein besonders hartnäckiger Poltergeist treibt sein Unwesen. Er terrorisierte ganze vier Jahre einen Farmer und seine Familie. Dies ist jedoch einer der wenigen Fälle, indem der Poltergeist sogar ein Opfer forderte.


Zunächst wurde nur ihre kleine Tochter von dem Poltergeist angegriffen und das auch eher harmlos, denn anfangs hörte man nur unheimliches keuchen, stöhnen oder gurgeln. Später kam Hundescharren auf dem Fußboden dazu und diverse Ketten Geräusche (Ketten die auf den Boden schleifen oder klirren). Danach ging es dann (leider) erst richtig los.

Familienmitglieder wurden mitten in der Nacht angegriffen und Bettdecken weggezogen. Wer sich dabei wehrte, bekam von einer unsichtbaren Hand einen Schlag versetzt.


In der Dunkelheit wurde den Kindern an den Haaren gezogen. Das jüngste Familienmitglied zog besonders den Hass des Poltergeistes auf sich. Nachts hörte man sie oft schreien und die Attacken wurden immer heftiger.

Der Familie kam die Idee das Mädchen deshalb wegzuschicken. Sie brachten ihre Tochter zu einer netten Nachbarsfamilie. Vielleicht würden so die Angriffe aufhören und das kleine Mädchen würde sich erholen. 

Doch der Hexengeist folgte ihr und die Angriffe wurden dennoch immer schlimmer. Das Mädchen klagte über Atemnot (als würde man sie würgen) und wurde sogar manchmal plötzlich Ohnmächtig. Auf ihrem Gesicht tauchten rote Schnitte auf, sie klagte über Stiche im Körper und erbrach sogar ab und zu spitze Gegenstände.

 

Sie denken jetzt wahrscheinlich: "Wie spitze Gegenstände? Wie kommen die in ihren Magen?" Nun, das weiß keiner. Sie wurde ständig beobachtet und schluckte nichts spitzes. Dennoch erbrach sie Dinge wie Glasscherben oder Nadeln.

Selbsternannte Exorzisten versuchten den Geist Fragen über seine Herkunft zu stellen. Doch der Geist antwortete immer das selbe (Zitat): "Ich bin ein Geist von überall, Himmel, Hölle, Erde. Bin in der Luft, in Häusern, überall zu jeder Zeit, bin vor Millionen Jahren erschaffen worden. Das ist alles, was ich sagen werde."
Später benutze der Geist eine sehr obszöne Ausdrucksweise.

Der Geist verhielt sich gegenüber der Mutter sehr zurückhalten. Später suchte sich der Geist ein neues Opfer. So verkündete der Geist:" Ich habe beschlossen, den alten John zu verfolgen und zu quälen, solange er lebt."

Gesagt, getan. Von nun an richteten sich die Angriffe gegen den Vater und das kleine Mädchen war vorerst vor den Angriffen in Sicherheit.


Der Poltergeist brachte ihm viel Leid. Seine Zunge schwoll an, so das er nicht mehr essen und sprechen konnte. Oft hatte er deshalb das Gefühl zu ersticken.
Er erholte sich, wurde kurz darauf aber wieder angegriffen und wenige Wochen später war er sehr schwach. Eines Morgens (19. Dezember 1820) fand sie Familie ihn völlig zusammengekrümmt und fast ohnmächtig im Bett. Sie holten sofort einen Arzt und die Stimme des fiesen Geistes schrie:" Du kannst dem alten John nicht mehr helfen. Diesmal hab ich ihn!"
Und tatsächlich, am nächsten Morgen war der Mann tot.

Nach diesem traurigen Toedesfall, hörten die Angriffe auf und der Geist schwor, dass er in sieben Jahren wieder kommen würde. 

 

Nach sieben Jahren hörte die Familie tatsächlich noch einige Male ein leises Klopfen an den Wänden. Doch sie ignorierten dies und der Geist verschwand. Jedoch nicht ohne vorher nochmals zu schwören, wieder zu kommen. Bis heute ist dieser Schwur nicht eingelöst worden.

Parapsychologen denken, dass die Tochter vielleicht verhaltensgestört war und sich später ihr Hass von sich, (vielleicht weil sich der Vater dem Mädchen auf körperliche Weise genäherte hat) auf ihren Vater übertrug. Sie soll ihren Vater also zu Tode gequält haben?!

Doch hätte sich der Vater nicht gegen seine eigene Tochter zur Wehr setzen können? Immerhin ist er viel stärker und dem Mädchen so in aller Hinsicht überlegen.

 

Skeptiker versuchen eben immer eine normale Erklärung zu finden. Und das Mädchen hier als verhaltensgestört hinzustellen, war wohl die einfachste Lösung. Doch auch für die einfachste Lösung, gibt es hier, wie so oft, keine Beweise.

 

 

Carolina
13.08.2013 

Hörbericht


Ein Poltergeist mit brennenden Absichten

[Beverly Hills, 1965]

Auf den ersten Blick ein völlig normaler Stuhl. Doch ist es möglich, das gleich mehrere Stühle sich, wie von Geisterhand, hin und her bewegen? Gesehen hat es das Ehepaar nie, doch Nacht für Nacht hörten sie das "Stuhltheater" in ihrem Haus.
Auf den ersten Blick ein völlig normaler Stuhl. Doch ist es möglich, das gleich mehrere Stühle sich, wie von Geisterhand, hin und her bewegen? Gesehen hat es das Ehepaar nie, doch Nacht für Nacht hörten sie das "Stuhltheater" in ihrem Haus.

 Poltergeister haben meistens keine netten Absichten. Manchmal wollen sie einfach auf sich aufmerksam machen und haben Spaß daran den Lebenden einen Schreck ein zu jagen.

Einen Fall jedoch haben wir schon vorgestellt, bei dem ein Poltergeist ein Opfer forderte.

 

Dieser Fall ging jedoch, dank einem freundlichen Geist (der ebenfalls zugegen war), gut aus.

 

Beverly Hills, 1964: Ein Ehepaar, dass nicht mal annähernd an Übersinnliches glaubt, lebte glücklich zusammen in einem Haus. Das Leben der beiden verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die Frau war eine berühmte Schauspielerin und der Mann ein angesehener Journalist.

 

Doch am 6. Juli des Jahres fing der Spuk, von einem auf den anderen Tag plötzlich an. Zunächst noch harmlos. Frau Sommer hatte ein alte Freundin eingeladen und wollte sich gerade mit ihr hinsetzen, um ein Tässchen Kaffee zu trinken. Doch die Freundin der Hausdame war verdutzt und fragte: „ Ja, möchtest du mir denn nicht vorher denn Mann, den ich in der Eingangshalle begegnet bin, vorstellen?“

Frau Sommer war überrascht über diese Frage und erklärte ihrer Freundin, dass dort sicher kein Mann war, denn ihr Mann sei auf der Arbeit und sonst würde hier doch keiner wohnen. Beide Damen gingen darauf hin in den Flur und wollten nochmal nach sehen. Doch dort war wirklich kein Mann und darauf hin taten sie das alles als ein blödes „Missverständnis“ ab .

 

Doch dieser unheimliche, schweigsame Mann, tauchte wieder auf. Diesmal jagte er Frau Sommers Mutter einen riesen Schrecken ein. Sie wollte gerade zu Bett gehen und schaltetet das Licht aus. Als sie sich dann zudeckte und zum Ende ihres Bettes schaute, sah sie dort den Mann stehen. Die Mutter der Hauseigentümerin wollte gerade laut kreischen, als sich der Mann auch schon wieder in Luft auflöste. Als die völlig verängstigte Frau den Mann beschrieb, passte die Beschreibung exakt mit der Beschreibung der alten Freundin überein, die ihn zuvor gesehen hatte.

 

Das machte das Ehepaar natürlich schon etwas stutzig. Doch da sie an Übernatürliches kein bisschen glaubten, dachten sie einfach, dass es vielleicht ein Landstreicher war, der in der Nacht vor dem Fenster stand. Die Mutter hatte sich bestimmt nur eingebildet, dass er am Bettende stand.

Dennoch, am nächsten Tag kontrollierte der Mann des Anwesens den Boden vor dem Fenster. In der Nacht war es sehr regnerisch gewesen, aber es waren keine Spuren im Matsch zu finden. Auch dieses Ereignis spielten sie einfach hinunter und vergasen es bald.

 

Doch damit hörten die mysteriösen Ereignisse keinesfalls einfach auf. Von da an hörte das Ehepaar jede Nacht seltsame Geräusche. Es hörte sich so an, als würden die Stühle im Esszimmer hin und her gerückt werden. Das konnte natürlich eigentlich nicht sein, denn die einzigen Bewohner im Haus befanden sich zu dieser Zeit im Schlafzimmer. Eigentlich.

 

Auch den Hunden war das Esszimmer von da an nicht mehr geheuer. Sie bellten meist einfach in den Raum hinein ohne das dort jemand zu sehen war. Manchmal weigerten sie sich sogar strikt den Raum zu betreten.

 

Auch Fenster und Türen öffneten sich wie von Geisterhand. Als seine Frau für einige Tag fort war, versuchte der Hausbesitzer dem Spuk näher auf den Grund zu gehen.

Er stellte im Esszimmer, in der Auffahrt zum Haus und vor der Haustür Abhöranlagen auf. Außerdem markierte er den Stand der Stuhlbeine (im Esszimmer) mit Kreide.

So würde er sicher beweisen können, dass wahrscheinlich einfach ein Landstreicher sich irgendwie Zutritt zum Haus verschaffte und nachts im Esszimmer ein Fest veranstaltete.

 

Schon in der nächsten Nacht hörte er wieder, als er sich im Bett befand, dass schon fast vertraute Geräusch von rückenden Stühlen. Zur Sicherheit, es könnte immerhin auch ein bewaffneter Einbrecher sein, nahm er sein Revolver und ging leise nach unten.

Er öffnete die Tür zum Esszimmer und knipste das Licht an. Alle Stühle standen, gerade zu penibel, auf ihren Platz. Er schaute nach der Kreidemarkierung und auch die war kein wenig verwischt. Alles war an seinen rechtmäßigen Platz.

Der Hausbesitzer war zu verwirrt und ging einfach wieder nach oben. Er legte sich wieder hin als er erneut das knarren der Stühle hörte. Das durfte doch nicht wahr sein!

 

Am nächsten Tag hörte er sich die Aufnahmen an. Man hörte ganz deutlich wie Stühle hin und her gerückt wurden. Außerdem hörte man wie er das Licht anknipste, es dann still war und später wieder erneut anfing (auf den anderen Tonbändern der Einfahrt und Haustür war nichts zu hören). Er hatte den Beweis auf Band. Irgendetwas ging doch dort vor sich. Ein Einbrecher kann doch im dunkeln unmöglich die Kreidemarkierungen gesehen haben und die Stühle dann exakt wieder dort hingestellt haben. Dafür hätte er viel zu lange gebraucht.

Doch Geister?

 

Von nun an ging das Ehepaar nicht mehr so leicht mit den Vorkommnissen im Haus um.

Immer wieder berichteten Gäste des Ehepaares von dem Mann den sie sahen. Die Begegnungen häuften sich. Die Hausbesitzer ließen das Haus auch von Kammerjägern und Architekten durchsuchen. Doch das Haus war „sauber“.

Sie holten sich Rat bei Leuten, die sich ein wenig mit Übersinnlichen auskannten. Ein Umstellen der Möbel solle da helfen hieß es. Gesagt, getan. Doch das Geräucht von rückenden und schiebenden Stühlen wollte einfach nicht aufhören.

 

Schließlich holten sie sich Hilfe ins Haus von der SPR (American Society for Psychical Research).

Darunter ein Medium, das aussagte, dass es drei Geister in diesem Haus deutlich sehe. Zunächst sei dort ein großer Mann der bittere Enttäuschung in seinem Leben erfahren musste. Der Mann soll um die 58 gewesen sein und an einen Herzinfarkt gestorben sein. Das Medium sagte außerdem zu dem Mann aus, dass er Arzt gewesen sei und leider ein Projekt mit dem Besitzer des Anwesens nicht vollenden konnte. Tatsächlich wollte Herr Hyams (Hausbesitzer) mit einem Mann (auf dem die Beschreibung genau passte) ein Buch schreiben, doch durch dessen Tod konnte das Projekt nie beendet werden.

Handelte es sich hierbei um den Geist des enttäuschten Mannes? Konnte er einfach nicht los lassen, da ihm das Projekt einfach zu sehr am Herzen lag?

 

Des weiteren sah das Medium noch ein sehr junges Mädchen, dass früh gestorben wahr und dessen Haus von Flammen zerstört wurde. Diese Beschreibung passte auch zu einem Fall der mit dem Ehepaar in Verbindung stand. Frau Sommer hatte früher eine Freundin auf die die Aussage passte.

 

 

Doch das war noch längst nicht alles. Drei Geister trieben ihr Unwesen. Dort war noch ein Mann. Das Medium beschrieb ihn als Ungeheuer. Er sei nur auf böses aus und voller Hass.

Diese Nachrichten waren nicht leicht für die Familie, doch das Medium schaffte es den bösen Geist, mit einem Gebet und Worten Christi, zum gehen zu bewegen.

 

Dennoch hörten die Geräusche im Esszimmer nicht auf. Frau Sommer hatte das Gefühl, dass später auch ihr Vater mit zu den Geistern im Haus zählten und sie wusste, dass von ihm gewiss keine Gefahr ausgehen würde. Doch was war mit den anderen Geistern? War der böse Mann wirklich gegangen oder hatte er nur für einen kurzen Moment den Rückzug angetreten?

 

Trotzdem wollte das Ehepaar ihr schönes Heim nicht einfach aufgeben. Was sollte schon passieren, wenn ein paar Geister ihr Unwesen trieben und die Stühle nachts verrückten?

 

Doch am 13. März 1967 änderten sie ihre Meinung für immer. Es war sehr früh am morgen und das Ehepaar schlief noch. Da hörten sie auf einmal wie jemand (oder irgendetwas) laut an ihre Schlafzimmertür schlug. Es war wirklich sehr laut und das Ehepaar stand Kerzengerade im Bett. Der Hausherr wollte nachsehen, machte die Tür auf und ging hinaus in den Flur. Dort war niemand weit und breit zu sehen. Doch er bemerkte etwas anderes. Rauch stieg aus dem Flur empor.

 

Sofort warnte er seine Frau und beide kletterten aus dem Fernster. Von draußen sahen sie geschockt, wie ihr Esszimmer in Flammen stand.

Hatte das Ehepaar einfach vergessen eine Kerze auszuschalten oder war eine Sicherung durch gebrannt? Doch das Ehepaar schwört bis heute, dass sie nichts der gleichen angelassen haben. War es am Ende also doch der böse Mann der zurück gekehrt war und es einfach nicht mehr aushielt nur ein wenig die Stühle zu verschieben?

 

Eins ist sicher, wer auch immer an ihrer Schlafzimmertür geklopft hat, hat den beiden das Leben gerettet! War es der Vater von Frau Sommer oder deren alte Freundin? Oder doch der alte Mann der so traurig war sein Projekt nicht beendet zu haben und vielleicht durch das Retten der Leben endlich Frieden finden konnte?

 

Zum Glück hatte das Ehepaar mehr liebe Geister im Haus, als böse.

Obwohl, kein  Geist wär wohl immer noch das Beste gewesen.

 

 

Carolina

22.12.2013

Hörbericht


Polterstimmung auf einer kleinen Farm

[Irland 1916]

Poltergeister sind eigentlich eher weniger scheu. Meist machen sie auf sich aufmerksam mit Klopfgeräuschen, Kratzgeräuschen oder Schritte die zu hören sind. Eine Person oder gar einen Geist, sieht man dazu nicht.

 

 

1916 in Irland wurde eine Familie auf einer Farm von ebenso einem Poltergeist heimgesucht. Doch dieser Poltergeist ist noch etwas wilder und auch heimtückischer. Dies ging so weit, dass die Familie es eines Tages nicht mehr aushielt und sich einen Pfarrer ins Haus holte. Sie wollten, dass ein glaubwürdiger und schwer zu überzeugender Mann, Zeuge dessen wird, was sich so ungewöhnliches auf der Farm ereignet. Der Farmer bot dem Pfarrer zunächst ein Platz an und berichtet von den Erscheinungen.

 

 

Die Familie wurde schon eine geraume Zeit von etwas unsichtbarem belästigt. Alles fing eher harmlos an. Klopfen an einer Wand und dann an der nächsten. Schnell wurden dafür alte Rohre beschuldigt. Doch als alles ein wenig verrückter wurde, traute sich die Familie nicht mehr, nur von alten Rohren zu reden.

 

 

Geschirr flog durch die Gegend und wurden mit einer Wucht gegen die Wand geworfen, dass es in tausend kleine Stücke zerbrach. Das kranke Kind der Eltern wurde mit einem Tintenfass beworfen und ein Spiegel mit einem kleinen Salzfass. Die Familie dachte sie wurde verrückt werden und keiner wurde ihnen glauben. Oder bildeten sie sich das vielleicht alles bloß ein? Doch als Freunde der Familie zu Besuch waren und ebenfalls fliegendes Geschirr wahrnahmen und mit einer Schale beworfen wurden, bestätigten diese die Vorfälle.

 

 

Besonders erschreckend waren folgende zwei Vorfälle:
Eines morgens saß die ganze Familie bei Tisch, als plötzlich die Butter in die Luft flog. Bis unter die Decke hob sie sich geradewegs nach oben. Stille herrschte in der Küche. Erst nach mehreren Minuten fiel die Butter zurück auf den Tisch. Oben an der Decke, konnte man noch Butterreste erkennen.

 

Bei einem anderen Vorfall, hatte der Poltergeist zuvor teures Porzellan in der Küche zerbrochen. Tage später fand der Farmer im Stall, als er bei der Arbeit war, ein Porzellan Stück von eben diesem kürzlich zerbrochenem  Gegenstand. Wie kam es dahin? War dafür auch der Poltergeist verantwortlich?

 

Der Pfarrer hörte sich alles ruhig und geduldig an. Als der Farmer geendet hatte, war dieser dem Pfarrer dankbar, dass er nicht gleich fort ging oder ihn gar auslachte. Keineswegs. Der Pfarrer zweifelte zwar an der Glaubhaftigkeit dieser Geschichte, aber er blieb dennoch mehrere Stunden auf der Farm. Vielleicht war er auch bloß neugierig oder wollte einfach sicherstellen, dass es keine Geister gibt.

 

 

Also wartete der Pfarrer mit dem Farmeigentümer. Und sie warteten und warteten… Es passierte nichts. Kein klopfen und auch keine Gegenstände, die wie von Geisterhand umher flogen. Der Farmer war sehr niedergeschlagen. Er bat den Poltergeist um ein Zeichen oder um ein paar Geräusche. Doch nichts. Der Poltergeist hatte wohl Sinn für Humor. Schwarzen Humor.

 

Niedergeschlagen verließ die ganze Familie das Haus. Der Pfarrer hinten dran. Er verließ, zum Glück, als letztes das Haus. Ob es wohl schwierig für einen Poltergeist ist, lange Zeit nicht auf sich aufmerksam zu machen? Vielleicht. Denn nun konnte der Poltergeist wohl nicht mehr anders. Als der Pfarrer sich ein letztes Mal in der Küche umsah und den Kopf schüttelte, wurde das Pferdegeschirr von seinem Hacken gerissen und quer bis ans andere Ende des Raumes geschleudert.

 

Nun hatte der Pfarrer mit eigenen Augen gesehen, welche Macht hier am Werk war. Er glaubte der Familie und erzählte dem Farmer von dem Vorfall, der sich gerade eben ereignete. Die Familie war glücklich, dass der Pfarrer nun doch noch gesehen hatte, woran keiner glaubte.

 


Der Pfarrer und der Farmer diskutierten noch eine Weile aufgeregt miteinander. Bei dieser Diskussion gingen beide Herren über die Farm, Richtung Straße. Da wurden beide auf einmal ganz blass. Eine Mistgabel erhob sich wie von Geisterhand. Beide liefen davon und in einem hohen Bogen wurde ihnen die Mistgabel hinterher geschleudert. Der Poltergeist war wohl ziemlich verärgert über seine Enttarnung.

 

Der Familie jedoch reichte es ein für alle Mal. Sie rissen die alte Farm ab und bauten sich etwas weiter weg ein neues Haus. Groß genug war ihr Land dafür. Anscheinend vertrieb auch das den Poltergeist. Denn dieser kehrte, bis heute, nicht zu der Familie zurück.

 

Doch es ist anzunehmen, dass der Poltergeist vielleicht eines Tages zurückkehrt. Denn es ist schon öfters vorgekommen, dass der Spuk von einen auf den anderen Tag aufgehört hat und dann Jahre später erneut aufgetaucht ist. Doch genauso gibt es auch glückliche Fälle, in denen der Poltergeist nie wieder erschien. Wollen wir hoffen, dass auch diese Familie so viel Glück hat und den Störenfried ein für alle Mal los ist.

  

 

Carolina

 24.08.2015

Hörbericht


Für sehr lange Zeit

[Kalifornien 1981]

 Ein Geist befindet sich solange in einer Zwischenwelt, bis er von selbst bereit ist zu gehen. Doch oftmals benötigen die Geister viel mehr Zeit, als angenommen.

 

November 1981, Kalifornien:

Das urige, aber dennoch gemütliche Haus stand fünf Jahre lang leer. Eine ältere Frau entschloss sich, dass Haus zu kaufen, da sonst anscheinend keiner Interesse hatte. Warum nur? Es gab eine kleine, etwas unheimliche Geschichte. Eine alte Frau verstarb sehr plötzlich in diesem Haus und seit dem soll es spucken. Doch wird das auch noch nach fünf Jahren der Fall sein? Die neue Besitzerin des Hauses kannte darauf nur eine Antwort: nein!

 

Sie fing an das Haus nach ihren Wünschen einzurichten. Praktisch, dass noch alle Möbel von der vorigen Besitzerin im Haus waren. Der alten Dame gefielen viele von den Sachen. Ein altes, schönes Gemälde lehnte im Schlafzimmer an der Wand. Das würde sich doch wunderbar in dem Wohnzimmer machen. Also hing sie es auf. Es sah toll aus. Die neue Besitzerin benötigte einige Zeit um alles hübsch nach ihren Wünschen herzurichten. Doch genau damit fing der Spuk an. Sie hörte dumpfe Geräusche, klopfen an den Wänden, Türen die wie von Geisterhand auf und zu gingen und schließlich auch Lampen die sich ständig an und aus schalteten. Sie tauschte die Glühbirnen in jeder Lampe mindestens dreimal aus, aber das Problem bestand weiter hin.

 

Auch das Bild wollte nicht an seinen Platz hängen bleiben. Ständig lehnte es nur noch an der Wand, unter dem Nagel, anstatt hängen zu bleiben. Tag für Tag hing sie es wieder auf, aber immer und immer wieder lehnte das Bild an der Wand. Irgendwann wurde es ihr zu viel. Das konnte doch nicht wahr sein. Sie nahm das Gemälde in die Hand und hatte plötzlich das verlangen es woanders hin zu hängen. Sie betrat den nächsten Raum und ging zielstrebig auf den Lichtschalter zu. Ja hier, genau über den Lichtschalter sollte es hängen. Da gehörte es einfach hin. Eigentlich fand sie den Platz ziemlich scheußlich, aber es fühlte sich an diesem Platz einfach richtig an.

 

Dennoch hörten die mysteriösen Geräusche nicht auf. Die Frau wusste nicht mehr was sie tun sollte und rief den Schwiegersohn der Verstorbenen Dame an. Dieser kam am nächsten Tag zu Besuch und wunderte sich. Das Bild, über dem Lichtschalter, genau dort hatte auch seine Schwiegermutter das Bild immer hängen. Er hatte sich immer schrecklich darüber aufgeregt, weil es da einfach nicht hin passte, aber seine Schwiegermutter war immer schon etwas eigenwillig gewesen. Sie unterhielten sich noch eine Weile.

 

Am nächsten Tag war die neue Besitzerin voller Tatendrang und wollte nun endlich das Schlafzimmer streichen. Während sie das Schlafzimmer strich, hörte sie immer wieder sehr laute Klopfgeräusche. Erst als sie fertig war, ebbten diese ab.

Es war schon spät und sie legte sich schließlich schlafen, hatte jedoch einen unruhigen Schlaf. Es war genau zwei Uhr morgens, als sie aufwachte und ins Badezimmer ging. Dort machte sie sich frisch und wusch gerade ihre Hände. Auf einmal wäre die Frau fast an einem Schock gestorben. Das Fenster wurde von außen aufgeschoben. Niemand war da, der das Fenster aufgeschoben haben könnte, aber es ging einfach mit einem Ruck auf. Es muss von außen aufgeschoben worden sein. Von innen hätte sie doch etwas bemerkt. Das Fliegengitter, dass von außen an den Fensterrahmen geklebt war, schien völlig unbeschädigt zu sein. Wie war so etwas möglich? Sie verschloss das Fenster und verließ das Badezimmer.

 

Verstört und verängstigt, setzte sie sich auf ihr Bett. An schlafen war jetzt nicht mehr zu denken. Sollte sie vielleicht die Polizei rufen? Doch was sollte die denen schon sagen?Auch der Hund der Besitzerin spielte ein wenig verrückt. Er knurrte vor sich hin. Doch was knurrte er an? Plötzlich hörte sie wieder, wie sich das Fenster Im Badezimmer mit voller Wucht öffnete und gleichzeitig knallte das Fenster im Schlafzimmer zu. Damit fing das ganze Horrorszenario an. Die Türen aller Schränke fingen an sich mit einer hohen Geschwindigkeit zu öffnen und wieder zu schließen. Das war genug. Die Frau schnappte sich ihren Hunde und rannte hinunter in den Flur. Sie stand schon vor der Haustür, als sie eine unsichtbare Barrikade spürte. Außerdem spürte sie eine böse Kraft, die sie daran hindert wollte, das Haus zu verlassen. Sie war von dem bösen Gefühl eingekesselt. Von allen Seiten verspürte sie diese böse Macht. Sie wusste sich nicht anders zu helfen und schrie laut und voller Wut: „Aus dem Weg!“  Es schien, als wäre die Kraft irgendwie überrascht und sie konnte das Kraftfeld durchbrechen.

 

Sie setzte nie wieder einen Fuß in das Haus, ließ das Haus allerdings reinigen. Danach schien das Haus von allen Geistern befreit zu sein und sie verkaufte das Haus.

Ein Detail rückt bei diesem Fall besonders in den Vordergrund. Das Türen klappern oder auch Klopfgeräusche, das kommt bei ziemlich vielen Poltergeist Phänomenen vor. Doch das sich Fenster, in diese Fall Fenster die sich nach oben aufschieben lassen, die dazu noch ziemlich schwer aufgehen, sich öffnen ist wirklich ziemlich beeindruckend. Fenster schließen sich bei solchen Phänomenen öfters aber öffnen? Wenn sie fest verschlossen sind. Außerdem hat die Besitzerin noch einmal draußen nachgeschaut. Es war niemand zu sehen und es wäre an sich schon völlig unmöglich gewesen. Immerhin befand sich ein Fliegengitter an dem Fenster. Von außen war es also unmöglich und von innen hätte die Frau sicherlich etwas gesehen oder bemerkt.

 

Über fünf Jahre hat sich der Geist in seinem geliebten Haus aufgehalten. Wahrscheinlich wusste sie nicht einmal etwas von ihrem Tod oder es war ihr völlig egal. Letztendlich ist die Geisterfrau dann dennoch erlöst worden, wenn auch eher unfreiwillig.

 

 

Carolina

26.03.2016

Hörbericht