Themeim 

Überblick

 


Vom Traumschloss zum Spukschloss (Schottland, Angus)

Glamis Castle [Skizze]. Ein Schloss, voller Blut, Tot und Verderben. In diesem Schloss sollen gleich mehrere Geister ihr Unwesen treiben.
Glamis Castle [Skizze]. Ein Schloss, voller Blut, Tot und Verderben. In diesem Schloss sollen gleich mehrere Geister ihr Unwesen treiben.

 Schlösser sind doch schon was Schönes, oder? Man zahlt einen kleinen Eintritt und dafür erhält man, einen riesen Einblick in eine andere Zeit. Eine Geschichte von den Burgherren und den feinen Damen, die hier zusammen aßen oder Feste feierten.

Man kann es sich bildlich vorstellen und fühlt sich zurück in die Vergangenheit versetz.

 

Herrlich, oder?

 

Das denkt man doch von jedem Schloss, oder etwa nicht?

 

Leider gibt es da ein Dutzend Ausnahmen. Es gibt Schlösser die keine so schönen Geschichten haben. Auf manchen Schlössern soll es spuken. 

Eines dieser gruseligen Schlösser ist Glamis Castle. Es liegt in Schottland (Angus).

 

Mysteriös ist schon einmal, dass das Schloss im Zentrum eines Dreiecks liegt. Es ist von drei Dörfern umgeben und all diese Dörfer besitzen biblische Namen. Das alleine reicht doch schon eigentlich aus, um als eher gruseliges Schloss zu gelten. Doch leider gibt es noch mehr schaurige Dinge, die sich hier ereignet haben. 

 

Es ist sogar historisch belegt, dass sich in diesem Schloss seltsame Dinge abspielten.

 

Doch beginnen wir der Reihe nach.

Im Jahre 1034 befand sich das Schloss in dem Besitz von dem schottischen König Malcom II. Doch da Leben war nicht auf seiner Seite. Er wurde in den selben Jahr von einer Bande rebellierender Diener, mit einem Breitschwert (Claymore), erschlagen.

Er soll stark geblutet haben und sein Blut soll in den Fußboden des Schlosses eingedrungen sein. So tief, dass der Blutfleck heute noch zu sehen sein soll. Man hat ihn wohl nie ganz weg bekommen, obwohl man den Boden nach der schlimmen Tat austauschen ließ.

 

Den Mördern von dem König erging es jedoch auch nicht besser. Sie wurden nicht bestraft oder erhängt, sondern starben bei ihrer Flucht. Sie wollten einen zugefrorenen See überqueren, doch das Eis brach und alle ertranken/erfroren jämmerlich.

 

Dann war die Familie Lyon am Zug. Diese erbte das Schloss vom König Robert II. (im Jahre 1372). Ein wertvoller Kelch befand sich in dem Besitz der Familie Lyon. Der Sage nach, durfte man den Kelch nicht von seinem Platz entfernen, um keinen Preis. Sonst würde ein Fluch die Familie treffen. Sir John konnte jedoch nicht anders und wollte den Kelch unbedingt in sein neues Heim mitnehmen.

Elf Jahre später wurde Sir John bei einem Zweikampf getötet.

 

Na gut, ich gebe zu das hört sich ziemlich nach einem Zufall an, denn immerhin waren es ganze elf Jahre später. Selbst wenn der Mann noch später gestorben wäre, hätte man das wahrscheinlich auf den Kelch zurück geführt.

 

150 Jahre nach diesem Ereignis, ereignete sich der nächste tragische (und wie ich finde völlig unnötige) Tod. Die nächste Herrin von Glamis, wurde wegen Hexerei auf den Scheiterhaufen verbrannt.

Später stellte sich heraus, das die Herrin unschuldig war (sie hätte die Hexenprüfung wohl bestanden-zu spät. Sie kennen die Theorie von früher doch sicher: keine Hexe wenn sie in einem See untergeht, aber danach eventuell tot. Wenn sie nicht untergeht=Hexe). Das Schloss wurde deswegen, zur wieder Gutmachung, an ihren Sohn weiter gegeben.

 

Doch der Geist von der verbrannten Frau (sie wird die "graue Lady" genannt), soll noch heute auf den Schloss rum spuken und die Besucher mit Freuden erschrecken.

 

Das Schloss schien seinen Hausherren kein Glück zu bringen.

 

Der nächte Herr des Schlosses (Patrick Earl of Strathmore), soll ein Spieler und ein Trinker gewesen sein. Es ranken sich zwei Sagen um diesen, nicht zu bedauernden, Mann.

Er soll Vater eines missgebildeten Kindes gewesen sein. Er schämte sich so für das Kind, dass er es nie aus dem Schloss raus ließ. Das arme Kind soll, trotz seiner Deformierung, sehr alt geworden sein und noch heute, dann und wann, gesehen werden. In dem Schloss befindet sich noch heute ein Bild von ihm und sein, angeblich, missgebildetes Kind (es befinden sich auch noch andere Männer auf den Bild). Die Gestalt (rechts von Patrick) wird von den beiden Windhunden (die sich ebenfalls auf den Bild befinden) angestarrt. Außerdem sieht er ein wenig verkrüppelt aus. Sein Arm scheint kürzer als der andere.

Doch ob es wirklich wahr ist, weiß natürlich niemand. Dafür gibt es keine eindeutigen Beweise. Doch Geister brauchen keine Beweise. Die spuken auch so einfach herum.

 

Die zweite Sage um den Hausherren von Glamis, handelt von einem verlorenen Kartenspiel-gegen den Teufel.

Allerdings ist er, gewissermaßen, selber schuld.

 

Patrick spielte gerade mit seinem Freund (den Grafen von Crawford) Karten, als einer seiner Diener hineinplatze und die beiden beim Spielen unterbrach. Er erinnerte die Herren daran, dass nun der Sabbat anbrach.

Das machte Patrick so wütend, dass er begann zu fluchen. Er sagte, dass ihn der Sabbat vollkommen egal sei und wenn der Teufel es wolle, könnte er ruhig eine Runde mitspielen.

Der Teufel soll dann tatsächlich erschienen sein. Um Mitternacht gab es ein lautes Donnergrollen und ein Stimme soll die beiden Herren verflucht haben. Sie sollten nun für immer und ewig dazu verdammt sein, weiter in diesem Raum Karten zu spielen.

 

Es gab von da an immer wieder Vorfälle, bei denen Diener die beiden in der Nacht, laut spielend, gehört haben sollen.

Welcher Raum das allerdings genau war, weiß heute leider niemand mehr. 

 

Das Schloss nahm noch weiteren das Leben.

 

1486 soll ein alter Mann verhungert sein (er war in Fesseln gelegt und muss wohl im Kerker des Schlosses gestorben sein).

Später hat eine Gruppe Ogilvies im Schloss Schutz gesucht. Der Schlossherr gewährte ihnen den Schutz und führte sie in eine Kammer, die tief im Schloss lag. Dort überließ er der Gruppe sich selbst. Er ließ sie verhungern. Doch im Gegensatz zum anderen alten Mann, soll die Gruppe nicht gleich verhunger sein. Man sagt, dass sie Kannibalen wurden und sich zunächst noch gegenseitig fraßen, bis der letzte dann elendig starb.

 

Viele Geister sollen auf dem Schloss spuken.

Ein dunkelhäutiger Page soll in dem Schloss ebenfalls spuken, genau wie eine "weiße Lady" die im Uhrturm ihr Unwesen treiben soll.

Auch der graubärtige Mann, der verhungerte, soll von zwei Gästen gesehen worden sein. Außerdem hört man nachts des Öfteren lautes hämmern und klopfen, als würde jemand versuchen aus dem Schloss heraus zu kommen. Die Kannibalen?

 

Ein Geist soll sogar einem kleinen Mädchen, während dieses schlief, getreten und geschlagen haben.

 

Viele von den Schlossherren wurden dadurch verrückt.

Was auch immer es mit den ganzen Geistern und Sagen auf sich hat, auf einen Rundgang in diesem Schloss, würde ich gerne verzichten. Oder hat von Ihnen jemand Lust auf einen kleinen Rundgang?

 

 

Carolina

15.10.2013

Hörbericht


Schloss Penkaet - Wohnrecht bis über den Tod hinaus

Das unheimliche Himmelbett in "König Karls Gemach". Jeden morgen ist es unordetnlich, als ob jemand drin geschlafen hätte und dass, obwohl der Raum immer von außen verschlossen ist. Die Gesichter sind Nachbildungen der Totenmasken von Karl ll.
Das unheimliche Himmelbett in "König Karls Gemach". Jeden morgen ist es unordetnlich, als ob jemand drin geschlafen hätte und dass, obwohl der Raum immer von außen verschlossen ist. Die Gesichter sind Nachbildungen der Totenmasken von Karl ll.

 Ein Schloss, in dem bis heute unerklärliche Aktivitäten stattfinden, haben wir nun schon kennengelernt. Doch ich sagte es gibt ein Dutzend solcher Spukschlösser in Schottland und nicht nur eins.

 

Damit Sie nicht gleich zu Beginn eine Gänsehaut oder vielleicht auch Alpträume bekommen, habe ich mit einem sehr harmlosen Schloss angefangen. Dieses Schloss ist eine Spur unheimlicher.

 

Zunächst die Vorgeschichte des Schlosses. Karl ll. war damals ein angesehener Mann und regierte von 1660 bis 1685 in England. Er übernachtete für eine Nacht in dem schönsten Raum des Schlosses, in einem wunderschönen Himmelbett. Bis heute, jeden morgen aufs neue, ist die Bettwäsche immer wieder zerwühlt und muss von den Bediensteten neu hergerichtet werden, obwohl niemand in dem Raum geschlafen hat. Einmal schloss ein Mann vorsichtshalber alle Türen und Fenster ab. Außerdem stelle er zwei Ziegelsteine gegen die Tür. Am nächsten Tag waren die Steine beiseite geschoben und das Bett wieder unordentlich. Der Mann war jedoch der einzige Gast in dem Schloss. Außer ihm war niemand da. Der Raum wurde nach dem Besuch von Karl ll., zu Ehren, nach ihm benannt: "König Karls Gemach". Nur dieser Raum soll von den paranormalen Aktivitäten betroffen sein. Ist es also Karl ll. der in dem Raum herum spukt?

 

Eine weitere Legende besagt, dass ein gewisser John Cockburn, einen Verwandten in den Schloss umgebracht haben soll. Sein Gewissen soll ihn nie in Ruhe gelassen haben und so soll er auch heute noch als Geist dort herum spuken. Oder sind es am Ende beide Geister?

 

1946 übernachteten ein paar Studenten in dem Schloss.. Zwei Mädchen der Gruppe schliefen in dem besagten unheimlichen Raum, in dem Himmelbett. Die Ölheizung war an und zu jeder Seite des Bettes stand eine Kerze. Dennoch hatten die Mädchen das Gefühl das es Eiskalt im Zimmer war. Sie konnten einfach kein Schlaf finden. Zur Geisterstunde hörten sie dann unheimliche Geräusche im Zimmer, als ob (Zitat) "irgendetwas auf dem Fußboden über uns rumpelte". Es hörte sich an, als ob irgendetwas einen Abhang hinunter rollte". Das Geräusch wiederholte sich immer wieder und dazu kamen dann auch noch unheimlich Schritte. Als wäre das nicht schon alles unheimlich genug, passierte in der Nacht noch etwas. Auf einmal bemerkten die Mädchen gegenüber des Bettes einen großen, dunklen Fleck. Sie dachten das sich ein Teil der Tapete gelöst hätte und darunter vielleicht ein alter Fleck zum Vorschein kam. Am nächsten morgen jedoch, konnten sie an der Stelle nichts mehr finden. Auch die anderen Studenten hörten seltsame Geräusche und eine Studentin hatte sogar das Gefühl nicht alleine im Zimmer gewesen zu sein.

 

Später (Anfang der 20er Jahre) kaufte ein Professor das Schloss. Er und seine Frau erlebten furchtbare Dinge in dem Schloss. Sie berichteten alles einer Zeitschrift, die sich für parapsychologische Forschungen interessierte. Das Ehepaar hörte Schritte und oft hörte es sich so an, als würde jemand etwas schweres hinter sich her schleifen. Ab und zu schliefen auch Gäste (wenn die Inhaber woanders hausten) in dem Schloss und diese beschwerten sich immer über Schritte und qualvolles stöhnen mitten in der Nacht. Außerdem standen sogar die Türen, die nachts verschlossen waren, am morgen immer wieder offen.

 

Wenn die Geräusche dem Professor zu sehr störten, schrie er zu "John", dass er damit endlich aufhören solle. Tatsächlich hörten die paranormalen Aktivitäten danach immer, für diese Nacht, auf.

 

1923 passierte etwas komisches mit den Möbeln des Schlosses, dass viele Augenzeugen beobachteten. Es war ein gemütlicher Abend und alle sangen zusammen Weihnachtslieder. Dann meinten alle zu sehen, wie sich das Sofa bewegte. Es beugte sich von der Wand nach vorne und wieder zurück. Komische Geschichte oder? Doch alle Augenzeugen schwören, dass sie es genau so beobachtet hatten.

 

Immer wieder hörten Gäste oder Inhaber seltsame Geräusche wenn sie direkt unter dem Gemacht von Karl II. schliefen. Manchmal hörte es sich an, als würde jemand die Möbel umstellen, herum laufen und manchmal klopfte es auch einfach Stunden lang.

 

In dem Gemach gab es noch viele alte, originale Dinge. So auch ein alter, schwerer Wandschrank. Oft versuchten ihn die Inhaber zu verrücken, um das Zimmer ein wenig umzustellen. Jedoch war der Schrank zu schwer. Nicht mal fünf kräftige Männer schaften es den Wandschrank auch nur ein wenig zu verrücken. Eines Morgens, als die Bediensteten das Zimmer betraten, bekamen sie einen Schock. Der Wandschrank war von der Wand abgerückt worden und auf dem Schrank lagen auf einmal zwei Gegenstände, die zuvor noch auf dem Boden standen.

 

Doch das ist noch längst nicht alles. Es passierten tausend solcher seltsamen Sachen. Eine Haushälterin hörte spät am Abend, wie jemand die Wasserhähne aufdrehte, im Bad hin und her ging und dann wieder die Hähne zu drehte. Dies berichtete sie dann dem Hausherren (der Sohne des Professors), der zu der Zeit mit seiner Frau das Schloss bewohnte. Er wusste von nichts und auch seine Frau ging schon früh schlafen. Es war alles sicher nur ein Missverständnis und deswegen wollte er nachschauen gehe, um die Sache richtig zu stellen. Er betrat das Badezimmer. Was er dann sah ließ ihn ein Schauer über den Rücken jagen. Die Scheiben waren beschlagen, obwohl die Badewanne trocken war. Niemand benutzte in dieser Nacht das Bad. Außer dem Geist? Hatte einer der beiden Geister vielleicht nicht bemerkt das er verstorben war und lebte sein "Geister-Leben" unbeschwert weiter? 

 

Wir hören nur die Geräusche von den Geistern, aber Tiere spüren die Anwesenheit von dem Übernatürlichen. Der Schlossherr besaß einige Katzen. Eines Nachts als mal wieder Schritte zu hören waren, hatte die Katze so eine Angst, dass sie sich unter dem Tisch versteckte, mit dem Schwanz wedelte und fauchte. Dies passierte des Öfteren, wenn mal wieder derartige, unheimliche Aktivitäten zu hören waren.  

 

Irgendwann weitete sich das Spuk auch auf andere Bereiche des Schlosses aus. Die Haustüren schwangen ohne Hilfe auf, dann hörte man Schritte und die Türen schlugen wieder von alleine zu. So als ob jemand rein und raus gehen würde. Später hörte man kratzen an der Eingangstür und man sah Vorhänge vor dem Fenster wehen, obwohl die Fenster nicht auf waren oder es windstill war. Uhren blieben stehen und Glas zerplatzte ohne Grund.

 

Hatte der Geist genug von den ganzen Störungen? Versuchte er deswegen die Leute zu vergraulen?

 

Niemand, nicht einmal Forscher, konnten für die ganzen Phänomene eine rationale Erklärung finden. Bis heute nicht und wahrscheinlich spukt auch gerade jetzt wieder ein Geist in dem Schloss oder waren es nun doch mehrere?

 

 

Carolina

11.11.2013

Hörbericht


Fyvie Castle -

Der Name eines Geistes, auf Ewig in Stein gemeißelt

So sieht man den Namen vom Fenster aus (von Innen). Der Name ist in Stein gemeißelt und dies alles binnen einer Nacht. Viel zu sauber und ohne Geräusche. Das Einzige was man in der Nacht hörte, waren tiefe Seufzer.
So sieht man den Namen vom Fenster aus (von Innen). Der Name ist in Stein gemeißelt und dies alles binnen einer Nacht. Viel zu sauber und ohne Geräusche. Das Einzige was man in der Nacht hörte, waren tiefe Seufzer.

 Fyvie Castle, das dritte schottische Spukschloss auf unserer Liste. 1889 erworben von Alexander Forbes-Leith, der den Spuk untersuchen ließ, aber nie fand einer eine Erklärung dafür. Das er mit dem Schloss auch ein unheimlichen Geist kaufen würde, wusste er zu der Zeit wohl noch nicht und hätte er dies gewusst, hätte er das Schloss sicher nicht mal von weiten angeschaut.

 

Thomas der Reimeschmied, mit ihm sollen die unheimlichen Taten angefangen haben. Er soll ein großer Prophet gewesen sein, jedoch sagte er nur Unglück voraus. Seine Wahrsagereien hatten wenig Gutes an sich.

Man sagt, das einmal die Tore vor seiner Nase zu schlugen (von einem Sturm) und er darüber so erbost war, dass er folgende Prophezeiung voraus sagte:

"In dem Schloss sollen drei bestimmte Steine verborgen sein und so lange diese nicht gefunden und entfernt werden, würde Schloss Fyvie nie Frieden finden".

 

Später fand man heraus, dass damit die Trauersteine gemeint sind. Nur ein einziger Stein, der Dreien, wurde bis heute gefunden. Der Stein der gefunden wurde, befindet sich noch heute in einer Truhe verschlossen. Manchmal ist er sehr trocken und dann auf einmal wieder sehr nass. Eher ungewöhnlich für einen normalen Stein.

 

Doch noch ein anderer Fluch lastet auf dem Schloss.

1592 befand sich das Schloss noch in dem Besitz von Alexander Seton (Erbauer des Schlosses) und damals heiratete er eine gewisse Dame Lilies Drummond. Sie waren glücklich und bekamen fünf Töchter. Mit 30 verstarb Dame Lilies jedoch unerwartet. Sie wurde natürlich in den vier Wänden des Schlosses begraben (dort wo sie auch gestorben war).

Nicht lange und der Schlossherr fing eine Affäre mit einer anderen Lady an. Es gab jedoch auch Gerüchte, dass diese Affäre schon vor dem Tod der liebenswürdigen Dame Lilies existiert haben soll. Dame Lilies soll daher eigentlich eher an gebrochenem Herzen gestorben sein. Alexander Seton soll es leid gewesen sein, dass er keinen männlichen Erben bekommen hatte.

Schon sechs Monate nach Damen Lilies Tod war er erneut verheiratet (natürlich mit seine vorigen Affäre).

 

Am 27. Oktober 1601 passierte es dann zum ersten mal. Als das frische Liebespaar zu Bett gehen wollte, vernahmen sie leise Seufzer. Anscheinend kamen diese von draußen, also schaute Alexander Seton nach. Doch er fand niemanden auf den Korridor. Erst am nächsten morgen fand man merkwürdige Zeichen. D. LILIES DRUMMOND war, verkehrt herum, in die Schutzmauer des Schlosses eingemeißelt.

 

Die Schutzmauer ist 15 Meter hoch und zum Schutz vor Feinden ohne Fußstützen gebaut worden. Es ist also für einen Menschen unmöglich so hoch ohne Seil oder etwas dergleichen ( z.B Gerüst) zu klettern. Der Name ist sehr sauber in Stein gemeißelt und dann auch noch falsch herum. Das bedeutet, dass einer den Namen, von der Mauer aus, in Stein gemeißelt haben muss und dazu muss er oder sie noch sehr lange gebraucht haben. Falsch herum (vom Zimmer aus gesehen) hätte also niemanden es geschafft den Namen so präzise und sauber in Stein gemeißelt zu bekommen. Das hätte wenn nur ein Steinmetz geschafft und selbst der hätte es nie in einer einzigen Nacht ohne Lärm zu verursachen hinbekommen. Fassen wir also  nochmal zusammen: Ein Steinmetz mit Ausrüstung zum Klettern (sein Werkzeug natürlich nicht vergessen), nachts, ohne Licht, ohne ein einziges Geräusch zu verursachen und das alles in einem Zeitraum von wenigen Stunden? Unmöglich!

 

Da Alexander Seton das Schloss erbaut hat, dachte man das er derjenige war, der den Namen in die Mauer meißelte. Er jedoch schwor das er es nicht war und er hätte auch im Garten oder sonst wo eine Gedenktafel (ganz öffentlich) errichten lassen können. Außerdem verschwendete er nach seiner zweiten Heirat (oder auch schon davor) kein einzigen Gedanken mehr an seine erste Frau.

 

Von da an fing der Spuk erst richtig an. Die "Grüne Lady" (da sie in einem grünlichen Licht zu schimmern schien). So wurde der Geist genannt (da sie in einem grünlichen Licht zu schimmern schien), der von da an sehr oft gesichtet wurde. Sie wird meist am Ende des Korridors gesichtet und oft auch auf der Wendeltreppe des Schlosses.

Auch spätere Besitzer berichteten von diesen Spukgeschichten. Nachts wurde ein Burgherr von unsichtbaren Händen durch geschüttelt und oft wurden Gästen die Bettdecken weggerissen.

 

Eine Familie (Gordon), die das Schloss in ihren Besitz hatte, sah die "Grüne Lady" so oft, dass sie die Dame schließlich als ihr persönliches Schlossgespenst ansahen. Eines Tages sah einer der Gordons die "Grüne Lady". Sie winkte ihm zu. Das wusste er, dass er bald sterben würde. Tatsächlich starb er am nächsten Tag.

 

Ein Offizier bekam Wind von diesem Spuk. Er glaubte einfach nicht an solch ein Blödsinn. Also wurde er Gast auf dem Schloss und als er das Schloss wieder verließ, war er nicht mehr der Selbe. Mitten in der Nacht wachte er auf, weil er dachte das er das Licht angelassen hatte. Er stand auf um das zu überprüfen, stellte jedoch mit erstaunen fest, dass das Licht von den Bilder an der Wand kam. Sie wurden von kleinen Flammen umrahmt. Jede Nacht die er in dem Schloss verbrachte, tauchten die gleichen Lichter auf und er hatte immer das Gefühl, dass sich mit ihm jemand im Raum befand (er glaubte sogar jemand wolle ihn schlagen).

 

Bis heute soll die "Grüne Lady" ab und zu noch gesehen werden und der Name in Stein ist immer noch gut sichtbar. Eine trauernde Frau, die nie darüber hinweg kam, dass sie jahrelang betrogen wurde und das bis heute?

 

 

Carolina

13.12.2013

Hörbericht


Zuviel Mysteriöses auf einmal in Burg Wildenstein

Ein schönes, heißes Bad nehmen. Vielleicht noch ein paar Kerzen aufstellen und dabei Musik hören. Ja, ich glaube das würde jedem gefallen. Und auch der Gast aus unserem Bericht, wollte wohl einfach nur entspannen und den Tag ausklingen lassen. Doch wer auf Burg Wildenstein (Deutschland, Baden-Württemberg) hauste, musste des Öfteren mit Geistern rechnen.

Im Jahre 1945 nahm ein Offizier, der zu Gast auf der schönen Burg war, ein Bad. Kaum war der Mann in die Badewanne gestiegen, vernahm er Schritte im Flur. Er dachte sich aber weiter nichts dabei. Erst als sich die Tür öffnete und eine weiße Frau eintrat, änderte sich die Stimmung des Offiziers. Nicht nur das er nackt in der Badewanne saß und diese Frau keine Anstalten machte sich die Augen zu bedecken, nein, sie wollte auch einfach nicht den Raum verlassen, als der Offizier sie bestimmt und mehrmals darum bat. Die weiße, schon fast durchsichtige Frau, blieb einfach in der Tür stehen und starrte den Mann in der dampfenden Badewanne an.

Nun wurde es dem ehrenvollen Offizier jedoch zu viel. Er stieg schnell aus der Wanne und band sich geschickt ein Handtuch um die Hüften. Wenn die Frau nicht hören wollte, musste sie eben fühlen. Er ging auf sie zu und wollte sie aus der Tür schieben. Zunächst glitten seine Hände durch die Frau und dann sein ganzer Körper. Der Mann war geschockt. Was war ihm dort eben widerfahren. Er versuchte es gleich noch einmal. Doch wieder glitt er durch sie hindurch.

Hektisch rannte er die Treppen zur Küche runter und verlor dabei sein Handtuch. Völlig aufgelöst und nackt stand er in der Küche und berichtete den Anwesenden, was er eben erlebt hatte.

Der Offizier ging mit Begleitung zurück ins Bad. Doch da war, natürlich, keine Frau mehr zu sehen. Die Beschreibung der Frau, passte auf keine Bedienstete oder einem Gast in der Burg. Natürlich dachten viele, er hätte sich das bloß eingebildet, aber die Bewohner der Burg wussten, dass dies kein Einzelfall war.

Selbst die Bediensteten hatten schon allerlei gruselige Sachen in der Burg erlebt. Ein Diener wollte zu Bett gehen, hatte jedoch noch seine Tür offen stehen. Gerade wollte er sich erheben, um diese zu schließen, als er einen Mann sah, der an seiner Tür vorbei ging. Bis hier hin nichts ungewöhnliches, doch der Mann schleifte eine lange Kette an seinen Bein hinter sich her und am Ende der Kette hing eine große Kugel. Man hörte noch bis zum Ende des Flures das laute klirren der Ketten und das schleifen der Kugel auf dem Boden.

Auch weitere Gäste sahen und hörten Geister. Ein Gast sah einmal eine altmodisch, aber hübsch gekleidete Frau durch einen Raum schreiten und meinte ebenfalls, dass sie ganz genau hören konnte, wie die Seide des Kleides raschelte. Ein anderer Gast, sah plötzlich einen kleinen Jungen im Matrosen Anzug in einem Raum der Burg stehen. Sie lächelte ihm zu und der kleine Junge rannte davon. Später erkannte der Gast den kleinen Jungen auf einen Foto wieder. Auch dort trug er den Matrosen Anzug und lächelte. Der Junge war jedoch schon vor langer Zeit an einer Krankheit gestorben. Dies passte auch zu den weinenden Kindern, die besonders nachts gehört werden.

 

Auch der Baron, der in der Burg lebte, hatte schon das Vergnügen einem mysteriösen Wesen zu begegnen. Er ging mit den Hunden hinaus in den Garten. Dort ließ er die Hunde frei laufen und diese entfernten sich auch schnell von ihm. Sie kannten den Garten in und auswendig und wussten, wo ihre Lieblingsstellen waren. Dann sah der Baron plötzlich eine kleine Gestalt, mit einem sehr langen Bart, auf sich zukommen. Zunächst noch weiter weg, aber er konnte schon erkennen, dass es sich bei der Gestalt nicht um einen normal gewachsenen Menschen handelte. Der Mann war verdutzt und wusste in seiner Angst nichts weiter zu tun, als stehen zu bleiben. Als das kleine Wesen bei ihm angekommen war, blieb die Gestalt erst einmal vor dem Baron stehen und musterte ihn. Dann tanzte der kleine Zwerg ein paar Mal um ihn herum und verschwand danach. Er löste sich einfach in Luft auf.

Auch die Baronin sah einmal diesen kleinen bärtigen Mann, jedoch nur aus der Ferne und nur sehr kurz.

Eine wirklich sehr einladende Burg. In ihr spuken Geister und in dem Garten halten sich Kobolde auf, die ihren Spaß daran haben, wenn sie die Bewohner verwirren und schockieren können.

Zeugen sahen und hörten diese mysteriösen Dinge täglich, so dass es später schon zum Alltag dazu gehörte, wenn man einen Kobold sah oder Kinder weinen hörte. Angelockt von dem ganzen Spuk, übernachtete auch ein Geistlicher in der Burg, um zu beweisen, dass es keine Geister gibt. Doch auch der harmlose und nicht an Übersinnliches glaubende Mann, sah wie die in seinem Gästezimmer plötzlich Flammen aus der Wand kamen.

Heute ist das Schloss eine Jugendherberge und ab und zu werden noch Rundgänge angeboten. Ob es dort wirklich bis heute noch spukt? Wollen Sie es herausfinden?



Carolina
21.05.2015

Hörbericht