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Mitfahrgelegenheit gesucht

Eine Geister-Tramperin hält Fahrzeuge an, nur um dann während der Fahrt wieder spurlos zu verschwinden. Was möchte sie damit bezwecken?
Eine Geister-Tramperin hält Fahrzeuge an, nur um dann während der Fahrt wieder spurlos zu verschwinden. Was möchte sie damit bezwecken?

 Nun eine doch sehr unheimlich Begegnung mit einem Geist.

Eine Tramperin hält sowohl Lastwagen-, Auto- als auch Motorradfahrer/in an, um ein Stück mitgenommen zu werden.
Doch plötzlich und ohne Vorwarnung verschwindet die Tramperin aus dem fahrenden Transportmittel. Später stellt sich immer heraus, dass die Tramperin eine Bewohnerin
aus der Umgebung war. Sie starb allerdings schon vor einigen Jahren, bei einem Autounfall.

Abends April 1978: Ein Motorradfahrer fuhr eine Straße entlang, als er eine Frau am Straßenrand bemerkte. Er hielt an und fragte sie, ob er sie in die nächste Stadt mitnehmen soll.
Sie murmelte eine Antworte die er jedoch, durch den Motorradhelm, nicht eindeutig verstehen konnte. Da sie sich jedoch entschlossen hinter ihm setze, gab er ihr ein Ersatzhelm und den zweiten Ohrstöpsel, über den man Radio hören konnte. Nach ungefähr 15 Kilometern, bremste plötzlich sein Hinterrad wie von selbst. Der Fahrer wollte absteigen um nachzuschauen. Überrascht sah er, dass die Frau verschwunden war. Sie saß nicht mehr auf dem Sozius. Runtergefallen sein konnte sie nicht, denn der Helm war, merkwürdigerweise, an den hinteren Sitz festgeschnallt. Doch der eigentlich Schrecken folgte noch. Er suchte den zweiten Ohrstöpsel und stellte mit Schrecken fest, dass er diesen selbst im Ohr hatte.


Alles nur Einbildung? Hatte er sich den zweiten Kopfhörer selbst ins Ohr gesteckt und es vielleicht einfach vergessen? 

Ein anderer Motorradfahrer fuhr am 4. April 1980 an der selben Stelle vorbei. Da merkte er plötzlich, wie ihm jemand von hinten um den Körper fasste. Außerdem hatte er das Gefühl, dass jemand auf seinen Sozius saß. In völliger Panik beschleunigte der Mann und plötzlich fühlte er wie etwas dreimal von hinten gegen seinen Helm klopfte. Erst als er mehr als 160 km/h fuhr, verschwand das merkwürdige Gefühl der unheimlichen Präsenz wieder.

Die Erscheinungen der jungen Frau fanden immer zur gleichen Jahreszeit und immer an den gleichen Stellenabschnitten statt.

Das erregte viel Aufsehen und so meldete sich später ein Pilot. Dieser enthüllte, dass es sich bei der Geist-Tramperin nur um seine verstorbene Frau handeln konnte. Das Aussehen passte haargenau auf seine Frau die am 12. April 1968 bei einem Autounfall starb. Genau an der Stelle an der die Tramperin, noch heute, immer noch vergeblich auf eine Mitfahrgelegenheit wartete.

 

 Handelt es sie auch hierbei um ein Geist der Frieden sucht? Eine Seele die nicht begreift, was passiert ist und die immer wieder an dem Ort ihres Unglücks zurückkehren muss?

 

Für viele Menschen ist der Tod unbegreiflich. Vielleicht auch für schon tote Menschen? Wenn es denn ein Leben nach dem Tod gibt.

 


Carolina
31.07.2013

Hörbericht


Sehnsucht nach Heimat

Per Anhalter fahren, trampen oder auch Autostopp. Es ist egal wie man die Mitfahrgelegenheit nennt, irgendwie fährt immer ein komisches Gefühl mit. Bei einem völlig Fremden mitfahren, nicht wissend ob man je auch dort ankommt wo man hin möchte, ob man überhaupt je wieder irgendwo ankommt. Immer reist die Ungewissheit mit. Für manche schon gleichgültiger Alltag. Wenn man irgendwo hin möchte, Finger raus und warten, warten, warten….

 

Doch welche Gefühle, welche Gedanken gehen wohl in den Fahrern selbst vor, wenn sie einen Fremden zu sich ins Auto steigen lassen? Wir haben schon mal von einer Geister Tramperin berichtet. Eine schöne Frau kann man doch nicht einfach so einsam und alleine an dem Straßenrand stehen lassen. Doch wie sieht es mit einem kleinen Jungen aus? Wenn man eine Frau nicht im Regen stehen lassen kann, dann kann man sicher auch einem kleinen Jungen keine Bitte abschlagen.

 

1965, USA:

Eine Frau hörte laut Radio. Heute liefen ihre Lieblingslieder rauf und runter. Sie hatte immer eine etwas weitere Strecke zu fahren und sie fuhr den Highway Nummer 20 nicht zum ersten Mal entlang. Da war etwas laute und dazu noch super gute Musik eine willkommene Abwechslung.

 

Etwas verdutzt war sie dann, als sie schon von weitem eine kleine Gestalt am Fahrbahnrand stehen sah. War das etwa ein kleiner Junge? Hier? Mitten in der Pampa? Alleine? Der Junge war doch kaum älter als 12 Jahre. Natürlich konnte sie nicht einfach weiter fahren und den Jungen hier draußen stehen lassen. Er stieg ein und sie fuhren beide die einsame und öde Strecke weiter. Die junge Frau kannte sich nicht wirklich mit Kindern aus und so machte sich zunächst nur lautes Schweigen breit. Sie fragte ihn wo er hin wollte. Wüsste er noch nicht so genau. Egal was sie ihn auch fragte, er beantwortete lediglich knapp ihre Fragen. Doch nach einiger Zeit, taute das Eis zwischen ihnen und auch der Junge begann nach und nach zu erzählen.

 

Sie waren gerade mal, vielleicht, eine bis zwei Stunden gefahren. Da bat der Junge seine Fahrerin langsamer zu fahren und da hinten anzuhalten. Komisch. Hier war nichts. Wirklich nichts. Die leeren Felder waren sehr bergig und nur ein kleiner Bachdurchlass war das aufregendste hier. Doch genau in der Nähe des Bachdurchlaufs wollte er unbedingt aussteigen. Die Frau war sich unsicher fragte ihn wo er denn wohnen würde und fuhr dabei ein wenig langsamer. „Da drüben.“, war die Antwort des nun sehr aufgeregten Jungen. Er zeigte mit seinem ausgestreckten Finger an ihr vorbei. Die Frau drehte ihren Kopf von ihm Weg, um irgendwo dort, wo er hingezeigt hatte, vielleicht ein kleines verborgenes Haus auszumachen. Doch da war nichts. Sie drehte sich um und wollte den Jungen schon eine ziemlich schnippische Antwort geben, da sah sie einen leeren Beifahrersitz. Niemand saß mehr neben ihr.

 

Der Junge konnte unmöglich einfach raus gesprungen sein. Auch wenn sie etwas langsamer gefahren ist, wenn er einfach raus gesprungen wäre, dann…. Die Frau verfiel in Panik. War er einfach aus dem Auto gesprungen. Verdammt! Hatte sie ihn wohl möglich sogar überfahren. Sie machte ein Vollbremsung und stieg hysterisch aus. Sie lief mindestens dreimal um das Auto und schaute auch unter dem Auto nach. Nichts. Vielleicht war er zurück gelaufen, von dem Aufprall zurück geschleudert worden. Sie waren kurz zuvor um eine Kurve gefahren. Sie lief also ein Stück zurück, bis sie weit blicken konnte. Nichts. Nicht einmal die kleinste Spur von dem Jungen. Vielleicht noch ein Stück weiter?

Später wusste die Frau nicht mehr genau wie oft sie die Umgebung und ihr Auto absuchte. Als sie die Polizei anrief war sie aufgelöst und stand unter einem kleinen Schock. Und es wurde auch nicht besser, als man ihr erzählte, dass nicht nur ihr so etwas widerfahren sei. Schon öfters nahmen Anhalter einen kleinen Jungen mit und immer verschwand er in der Nähe des Bachdurchlaufs. Man vermutete, dass hier einmal sein Haus stand oder er aber dort verunglückt ist. Was genau geschah, ist jedoch nicht dokumentiert.

 

Wenn man sich überhaupt vorstellt, dass ein Geist ewig gefangen ist und noch immer nicht verstanden hat, dass er schon längst nicht mehr unter uns weilt, ist schon ziemlich tragisch. Doch wenn ein kleiner Junge, immer noch nach seinen Eltern sucht, immer noch nach Hause möchte und nie die Zeit hatte, erwachsen zu werden, dann ist das schon mehr, als nur die bloße Sehnsucht.

 

 

Carolina

16.11.2015

Hörbericht