Themeim 

Überblick

 


Bilokation

(Bild von dem Spiel "Guild Wars 2") Bilokation: die Anwesenheit von einer Person, an zwei Orten gleichzeitig.
(Bild von dem Spiel "Guild Wars 2") Bilokation: die Anwesenheit von einer Person, an zwei Orten gleichzeitig.

 Definition des Begriffs:
Bilokation bedeutet die Anwesenheit von einer Person, an zwei Orten gleichzeitig.


Wenn ich ,zum Beispiel, gerade im Bett liege und schlafe, aber eine Erscheinung (Abbild) von mir, sich zum selben Zeitpunk, unten in Wohnzimmer befindet.


Dies muss nicht immer beim Schlafen passieren. Es ist auch durchaus möglich, dass das "wahre Ich" gerade ein Buch liest und das "andere Ich" draußen im Garten sitzt.

 

Das Abbild ist meist ein wenig ungenau wahrzunehmen.

Hört sich komisch und eher unrealistisch an, oder?
Genau das dachte wir ebenfalls, aber es gibt tatsächlich einige dokumentierte Fälle, in den genau so etwas beobachtet wurde. Es gibt viele Augenzeugen die schwören zwei Personen, zur selben Zeit, an verschiedenen Orten gesehen zu haben und oft sind diese Aussagen glaubhaft und werden von vielen anderen bestätigt.

Meist passiert diese "Geist Zweiteilung" ohne das der, der die Bilokation ausführt, davon etwas mitbekommt. Er kann es meist nicht kontrollieren oder bekommt es selber gar nicht erst mit.

Doch um Sie nicht noch weiter auf die Folter zu spannen. Hier ein Bericht zu diesem Thema, damit Sie sich einen eigenen Eindruck verschaffen können:

 1845 ein Mädcheninternat in Neuwelcke: eine neue Lehrkraft fing gerade an die Kinder der Schule zu unterrichten. Die Lehrerin war 32 Jahre alt und hieß Emilie Sagée. Sie unterrichtete Mathematik und Französisch. So weit, so gut.


Zunächst fing alles eher harmlos an. Als man die Mädchen fragte, wo sich ihrer Lehrerin gerade aufhielt, gaben alle Schülerin eine andere Antwort. Die einen sagten sie säße in der Bibliothek und andere behaupteten wieder, sie seien der Lehrerin gerade auf der Treppe begegnet.
Man dachte einfach nur das die Mädchen sich wohl irrten und einfach nicht richtig hingeguckt hätten oder die Lehrerin einfach sehr flexibel und schnell unterwegs war.

Doch die Zweifel des bloßen Irrtums schwanden, als die Vorfälle noch mysteriöser, fast schon gruselig wurden.

Die Klasse war vollzählig und Frau Sagée schrieb gerade etwas an die Tafel. Plötzlich jedoch trauten die Kinder ihren Augen kaum. Die Lehrerin stand auf einmal in doppelter Ausführung vor ihnen. Die eine stand ganz dicht neben der anderen und vollzog exakt die gleichen Bewegungen. Auch das Aussehen war exakt das gleiche. Nur ein kleines Detail war bei der einen "Doppelgängerin" anders. Die zweiter Erscheinung hatte kein Stück Kreide in der Hand. Die jungen Mädchen waren so geschockt und fingen laut an zu kreischen. Der Unterricht musste abgebrochen werden.
Die Direktion vernahm alle Schülerinnen und alle sagten haargenau das gleiche aus. Die Lehrerin selber gab an, nichts bemerkt zu haben.

Dieses Phänomen der Lehrerin, wiederholte sich noch mehrfach.  

Ein weiteres Beispiel bei dem gemeinsamen Mittagessen. Die gleiche Erscheinung stand hinter dem Stuhl der Lehrerin und ahmte all ihre Bewegungen nach. Doch auch hier hatte die Doppelgängerin kein Besteck in der Hand und stand aufrecht.

Einmal tauchte die Gestalt sogar in einem Unterrichtsraum auf. Sie ging auf und ab. Doch die Lehrerin Miss Sagée lag mit einer Erkältung zu Hause in ihrem Bett.

Doch das war lange noch nicht alles. Noch ein weiterer Vorfall versetzte alle in Aufregung. Die Schülerinnen saßen in einem Raum und arbeiteten alle an ihren Handarbeiten. Der Raum hatte sehr große Fenster, so das der Garten sehr gut zu überblicken war. Miss Sagée war gerade draußen im Garten und pflückte Blumen. Eine andere Lehrerin (die gerade Aufsicht hatte) verließ kurz den Raum und plötzlich saß Miss Sagée auf dem Platz der Lehrerin, die eben den Raum verlassen hatte.
Alle schauten hinaus in den Garten und dort war ebenfalls immer noch die Lehrerin Sagée und pflückte Blumen.
Jedoch sollen ihre Bewegungen langsamer und kraftloser gewirkt haben.


Zwei besonders mutige Mädchen wollten es nun ganz genau wissen. Sie gingen nach vorne und versuchten die Doppelgängerin zu berühren. Sie glitten mit der Hand einfach durch sie hindurch. Dadurch verschwand die Gestalt jedoch nicht. Erst eine Weile später verschwand das Phantom und schlagartig schien sich auch die echte Frau Sagée im Garten wieder kraftvoller zu bewegen.

Man berichtete ihr selber von den Vorfall und sie hatte eine logische Erklärung. Als sie sah das die Aufsichtsperson den Raum verließ, hatte sie sich um die Schülerinnen Sorgen gemacht. In Gedanken war sie also ganz bei den Mädchen.
Hatte ihr Unterbewusstsein so eine Panik, dass es einfach nachschauen musste?

Immer wieder passierten solche Vorfälle, wie bei der Lehrerin und ihrer Doppelgängerin. Alle Lehrkräfte und Schülerinnen (sogar die Hausmeister) sahen dieses Phänomen.
Später, als einige Eltern Wind von der Sache bekamen, schickten sie ihre Kinder nicht mehr zur Schule und so wurde die Lehrerin gefeuert.

Sie gab traurig zu ebenfalls bei den anderen Schulen, bei denen sie vorher beschäftigt war, wegen dem selben Grund gefeuert worden zu sein.
Konnte sie ihre Gabe einfach nicht kontrollieren?

Eine frühere Schülerin der Lehrerin, soll diese später auf einer Privatschule wieder gesehen haben. Als die ehemalige Schülerin mit den Mädchen dort redete und sie fragte wie die Lehrerin denn so sei, antworteten die kleinen Kinder das sie nun eine Lehrerin doppelt hatten.

Danach verlor sich ihre Spur und von ihr wurde nie wieder etwas gehört.
Doch auch hier wird klar: wieso sollten so viele Schülerinnen und Lehrer lügen? Das würde doch ihrer Karriere nicht zugute kommen und beide Parteien hätte nichts von so einem Unfug.

Kann es einfach sein, dass die Lehrerin mit ihrer Gabe nicht umgehen konnte? Immerhin gibt es auch heute noch Menschen, die zum Beispiel Geister sehen können und versuchen diesen zu helfen. Fähigkeiten die wir schon längst verdrängt haben und damit (leider) dafür gesorgt haben, dass wir sie, mit der Zeit, verlernen. Oder hat die Lehrerin die Gabe, ihre Seele von ihrem Körper zu trennen?


Wahrheit oder brauche ich doch eine Brille?

 

 

Carolina
13.09.2013

Hörbericht


Berühmtes Phänomen

Dies ist eher ein etwas kürzerer Bericht, aber dennoch nicht minder spannend.

Über die Bilokation haben wir schon einmal berichtet. Erinnern Sie sich? Der ziemlich bekannte Fall von der Lehrerin Miss Sagée.

Doch was würden sie davon halten, wenn wir Ihnen nun ein Bericht näher bringen, bei dem ein Abgeordneter des britischen Parlaments so eine Bilokation durchführte. Wenn auch eher unbewusst.

 

1905, der britische Abgeordnete, nennen wir Ihn John, fühlte sich nicht gut. Und wenn er der Thermometer anzeige trauen konnte, hatte er auch Fieber. Das passte ihm heute wirklich gar nicht. Eine wichtige Debatte würde heute im Parlament durchgeführt werden und er war nicht mit dabei. Doch so sehr er es auch versuchte. John war an sein Bett gefesselt.  Also meldete er sich, nicht ohne auch nur einen Satz damit zu beenden wie gerne er doch dabei gewesen wäre, krank.

Seine Kollegen bekamen dies erst mit, als die Debatte anfing. Schade, dass John wirklich heute nicht dabei war. Es würde spannend werden. Nach einiger Zeit, blickte einer seiner Kollegen sich um. Und zunächst traute er seinen Augen kaum. Etwas weiter hinten auf der Bank saß doch John. Aber war der nicht krank? Vielleicht ging es ihm nun doch besser oder er hatte es mit Hilfe von Tabletten aus dem Bett geschafft. Als der Kollege kurz Zeit hatte und das Parlament eine kleine Pause einlegte, versuchte Johns Kollege, kurz ein wenig zur Seite zu rücken und sich dann nach hinten zu drehen, um John zu begrüßen. Er winkte John zu und fragte ihm, ob es ihm den besser ginge.
John antwortete nicht, sondern starrte weiter geradeaus. Als der Kollege auch nach dem zweiten Mal keine Antwort bekam, drehte er sich schließlich wieder, etwas verwirrt, um.

Vielleicht hatte John doch ziemlich starke Tabletten genommen und war nun eher etwas apathisch. Wie dem auch sei. Es ging weiter mit der Debatte. Der Kollege drehte sich noch einmal kurz um und entdeckte John nicht mehr. Der Platz an dem er eben noch saß, war leer.
Wirklich sehr komisch. Doch darüber konnte sich der Kollege nun keine Gedanken mehr machen. Schließlich ging es weiter.

Später rief der Kollege bei John an und erfuhr, dass dieser natürlich nicht bei der Debatte zugegen war. Er lag den ganzen Tag im Bett. Hatte aber ebenfalls den ganzen Tag an nichts anderes, als die Debatte denken können.

Wieder handelt es sich hier um Wunschdenken. John, der die Bilokation durchführte, wünschte sich nichts sehnlicheres, als in diesem Moment bei der Debatte anwesend zu sein. Und irgendwie schaffte er es auch. Dieser Fall ist ebenfalls sehr berühmt, da solche Phänomene nicht immer einem bekannten Mann aus dem Parlament passiert.

Es ist also egal wie sinnlos es einem erscheint, man sollte an seine Wünsche glauben. Und nie die Hoffnung aufgeben. Vielleicht kann man am Ende doch irgendwie mitten drin sein, statt nur dabei.

 

 

Carolina

01.07.2015

Hörbericht