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Überblick

 


Kurze Definition über die Magie

Auch die Kraft des Mondes kann man sich zu eigen machen
Auch die Kraft des Mondes kann man sich zu eigen machen

 

Für Magie gibt es viele Definitionen, doch welche trifft denn nun zu?

 

Um hier mal einige zu nennen:

  • Der Glaube mit Zauberei/Hexerei die Kräft der Natur zu beherrschen
  • Umgang mit dem "Übernatürlichen" (geheimnisvolle Macht)
  • Herbeiführen von seelischen, geistigen & körperlichen Phänomenen (Okkulten)

 

Es ist ein wenig von allem und vor allem das, was man selber empfindet (wenn man sich für das Thema interessiert). 

Einige glauben überhaupt nicht an die Magie, andere sind besessen davon und für wieder andere ist es eine Lebenseinstellung oder eine Religion. Doch auch hier gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht. Weiße und schwarze Magie?

 

Doch zunächst, möchte ich Ihnen die Geschichte von der Magie etwas näher bringen, um später noch genauer auf das Thema einzugehen zu können.

 

 
Carolina

Hörbericht


Die Geschichte der Magie

Die Geschichte der Magie
Tarotkarten & Pendel sind nur einige der Hilfsmittel einer/s Hexe/Magier. Damit lässt sich die Zukunft voraussagen oder Antworten auf Fragen finden.

 

Das Wort Magie entstand folgendermaßen:

 

früher, vor sehr langer Zeit, gab es ein Stamm (der persischen Meder) namens Magoi. Sie befassten sich mit Dingen wie Wahrsagerei, Traumdeutung und Astrologie. Später wurde der Begriff Magoi dann einfach soweit auf Träger (die sich mit solchen Dingen befassten) ausgedehnt, dass das Wort Magier daraus entstand.

 

 

Es gibt viele Theorien, wo genau die Magie zuerst entdeckt wurde.

Fakt jedoch ist, dass die ersten Anzeichen von Magie schon sehr früh bei den Sumerern, Babylonier, Ägyptern, aber auch schon bei den Höhlenmenschen (mittels Höhlenmalerei) entdeckt wurde.

Später wurde in allen Kulturen Magie gefunden. Bei den Griechen, den Römern, die Kelten, die Germanen, die Maya, die Indianer, China und Indien. Auch im Mittelalter wurde diverse Magie praktiziert, jedoch wurden die Verantwortlichen der Hexerei angeklagt und meist auf den Scheiterhaufen verbrannt. In Asien jedoch, dufte die Magie offen praktiziert werden.

 

In der Bibel galt Magie natürlich als Schandtat und völlig unmoralisch :"Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen" (Exodus; Altes Testament 22, Fers 17). Damit wurden früher die Hexenverbrennungen gerechtfertigt und war somit völlig legal. Selbst Frauen die sich einfach nur sehr gut mit Kräutern auskannten und kranke Leute durch ihr Wissen heilten, wurden der Hexerei beschuldigt und verbrannt. Um eine Hexe zu überführen, wurden völlig dumme und vernichtende Methoden gefunden (auch Hexenproben oder Gottesurteil genannt). Wie z.B. die "Feuerprobe": Angeklagte musste barfuß über heiße Kohle gehen. Nach drei Tagen wurden die Füße begutachtet. Waren diese verletzt war sie schuldig, waren sie nicht verletzt unschuldig. Die Proben wurden jedoch so gemacht, das die/der Angeklagte entweder schuldig war (da die Proben meist nicht zu bestehen waren) oder aber an den Proben "unschuldig aber in Frieden und mit Gott" starben.

 

Zum Glück ist dem heute nicht mehr so und jeder hat die freie Wahl seiner Religion oder seines Glaubens.

Magie umfasst im großem Sinne unter anderem: Astrologie, Alchemie, Divination, Zauberei, Umgang mit Geistern und vieles mehr (auszuführen mit Hilfe von Ritualen, Beschwörungen etc.). Jedoch muss man nicht alle dieser Dinge ausführen, beherrschen oder sich für alles interessieren. Es gibt Magier/Hexen die kennen sich besser mit Alchemie aus und können dafür schlecht Handlesen oder ähnliches. Doch man sollte, auch wenn man einiges nicht gut beherrscht, dennoch über alles bescheid wissen. Man lernt nie aus. Wissen ist groß und endet nie.

 

 

Carolina

05.10.2013

Hörbericht


Hexe/r werden, Hexe/r sein, Hexe/r bleiben

So in etwa hat sich früher jeder die Hexen vorgestellt. Ein Besen zum Fliegen, einen Zauberhut, eine schwarze Katze oder einen schwarzen Raben, hässlich und überall voller Warzen.
So in etwa hat sich früher jeder die Hexen vorgestellt. Ein Besen zum Fliegen, einen Zauberhut, eine schwarze Katze oder einen schwarzen Raben, hässlich und überall voller Warzen.

 

Zunächst einmal, woher kommt eigentlich der Begriff Hexe/r ?

 

Früher, im Mittelalter, war das Wort Hexe ein Schimpfwort bzw. eine Anschuldigung. Es hieß das Hexen/Hexer schwarze Magie benutzten, auf einen Besen flogen, hässlich waren, eine schwarze Katze besaßen und Kinder fraßen. Früher was das nicht nur ein einfacher Aberglaube oder ein kleiner Scherz. Damals dachte die Gemeinschaft wirklich so und Hexen wurde schnell zum Tode verurteilt.

Meist hatten sie keine Chance zu beweisen das sie keine Hexe/Hexer waren. Dazu mussten sie Prüfungen bestehen, die jedoch meistens nie zu bewältigen waren.

 

Sicher gab es auch schon damals Frauen oder Männer, die schwarze Magie benutzen. Doch es gibt auch Hexen/Hexer, die sich einfach nur gut mit Kräutern auskannten und sich darauf verstanden Menschen damit zu heilen. Gerufen wurden sie bei allem, wo mit sich ein normaler Mensch eben nicht so gut auskannte: wenn jemand krank war, wenn ein Kind geboren wurde, das Vieh krank war oder aber auch wenn es Streit in einer Beziehung gab. Im Mittelalter dachte man eben noch ein wenig engstirnig und konnte solche Fortschritte einfach nicht begreifen. Die Hexenverfolgung war damals ein großes Thema (dazu in einem späteren Bericht mehr).

 

"Hagazussa" ist althochdeutsch und bedeutet "Heckensitzerin", "die Schädigende" oder "Zaunreiterin". Da stellt man sich doch eine alte Frau vor die zwischen der Hecke sitzt und Nachbarn beobachtet, oder?

So war es aber nicht gedacht.

 

Die Hecke war damals eher ein Symbol zur Abtrennung zweier Grundstücke. Genau wie man daran glaubte, dass eine Hecke ebenfalls das Diesseits und Jenseits von einander trennte. Das Jenseits verfügte über großes Wissen und Hexen/Hexer sollen sich Zutritt zu dem Jenseits beschafft haben, um dann das Wissen einzusetzen. Hexen/Hexer sollen Magie benutzt haben, um anderen zu schaden oder zu helfen. Außerdem soll eine Hexe/Hexer immer einen Vertrag mit dem Teufel höchst persönlich gehabt haben. Die Hexe wurde ebenfalls "Besenreiterin", "Kräuterfee" und "Giftmischerin" genannt.

Hexen/Hexer verstanden sich aufs heilen, wussten viel über die Biologie, aber wussten auch, durch langes und mühsames erarbeiten, über die Astronomie bescheid. Früher mussten die Hexen/Hexer eben ganz genau den Mond und die Sterne beobachten, um zu wissen wann am besten ihre Kräuter wuchsen. Auch die Zukunft konnten sich durch das beobachten der Natur vorhersagen. 

 

Als Hexe/Hexer benötigt man keine Ausbildung oder sonstiges, aber man muss einiges an Wissen beherrschen. Sonst ist das, was man ausübt, nur ein kleines Esoterikhobby und man kann sich nicht Hexe/Hexer nennen.

Zu dem Wissen das man beherrschen muss gehören: Medizin, Anatomie, Pathologie, Biologie, Astronomie, Meteorologie, Psychologie und "Religion". Besonders über die Natur muss sich eine Hexe/Hexer auskennen. Natürlich gibt es einige Bereiche die man besser beherrscht oder auch schlechter, aber man muss Grundwissen in allen Kategorien aufweisen. Dies macht eine echte Hexe/Hexer aus. Außerdem ist eine Hexe/Hexer bescheiden, versucht allen zu helfen, aber lässt sich nicht gerne von anderen kontrollieren oder etwas vorschreiben. Hexe/Hexer zu sein ist nicht nur eine Einstellung. Es ist nichts das man heute lernen kann und morgen verliert man die Lust daran. Man muss ständig lernen. Hexe/Hexer sein ist eine Lebensart (oder Religion). Hexe/Hexer ist wohl die älteste Naturreligion der Welt. Doch auch bei den Hexen und Hexern gibt es noch Unterschiede (dazu ein anders mal mehr).

 

Man braucht also keine Ausbildung zur/zum Hexe/Hexer. Durch ständiges lernen kann man sich alles durch aus selber beibringen.

 

Natürlich glauben Hexen/Hexer an die Existenz der Magie und an deren Fähigkeiten. 

Übrigens: damals nahm man an, dass es mehr Hexen als Hexer gab. Auch dies gehörte zum Aberglaube. Damals und heute, gibt es genau so viele Hexer wie Hexen.

 

Sogar heute noch wird der Begriff Hexe/r eher als Schimpfwort benutzt. Leider wissen nur wenige, dass eine Hexe (oder ein Hexer) eine Lebenseinstellung ist und dazu noch eine ganz normale, nicht mit Warzen bestückte Lebensart.

 

 

Carolina

25.11.2013

Hörbericht


Aufzeichnung von Emotionen: Thomas Charles Lethbridge

Das Pentagramm ist ein Schutzsymbol und wird daher zum Schutz vor bösen Geistern oder schwarzer Magie benutzt.
Das Pentagramm ist ein Schutzsymbol und wird daher zum Schutz vor bösen Geistern oder schwarzer Magie benutzt.

 

Sagt Ihnen der Name Tom Lethbridge etwas? Nein? Dieser Mann war ein sehr bekannter und vor allem erfolgreicher Para-forscher. Er beschäftigte sich mit Dingen wie Geister, die Wünschelrute, Leben nach dem Tod, Poltergeister, Magie, das zweite Gesicht, Hellsehen und der Zeit.

 

Lethbridge fing jedoch erst später an sich mit solchen okkulten Dingen zu beschäftigen. Es war in Devon (England), wo er zunächst einer unscheinbaren, komischen alten Frau begegnete. Dies, und das damit verbundene Ereignis, änderte wohl seine Meinung über das Übernatürliche grundlegend.

 

Seine damalige Nachbarin, in Devon, war eine alte Hexe. Sie bezeichnete sich selber als solche und machte auch keinen hehl daraus. Sie  gab ebenfalls zu das sie eher harmlose Zaubersprüche gegen Leute aussprach, die ihr nicht gefielen oder sie ärgerten und das sie außerdem des Öfteren, nachts, auf Reise ging (Astralreise). Nun ja. Als die alte Damen dies alles Lethbridge erzählte, hatte der natürlich seine Zweifel und glaubte ihre Geschichten zunächst nicht. Doch das änderte sich bald, als ihm ein äußerst rätselhaftes Ereignis einholte.

 

Die Hexe hatte einen Trick, den sie ihren Nachbar ebenfalls verriet. Wenn sie lästige oder unerwünschte Besucher fernhalten wollte, dann zeichnete sie in Gedanken ein Pentagramm und legte dies genau über den Weg des "Feindes". Lethbridge wollte diese Methode auch mal ausprobieren und tatsächlich war auch gerade ein guter Zeitpunkt dafür, denn immer wenn seine Frau nachts aufwachte, hatte sie das Gefühl das noch jemand im Raum anwesend war. Also malte Lethbridge, nachts in Gedanken zwei Pentagramme genau um ihre Betten. Am nächsten morgen kam die kleine Nachbars-Hexe zu Herr Lethbridge und war ganz aufgeregt. Sie erzählte ihm, dass sie gestern Nacht das Schlafzimmer von ihm "besucht" habe . Dort sah sie, dass ihre Betten von einem Flammenden Stern umgeben waren und so konnte sie nicht näher an die beiden heran. Als Herr Lethbridge dies hörte, fing er an doch an Magie zu glauben. Immerhin konnte die Nachbarin nichts von den Pentagrammen gewusst haben, die er in Gedanken gemalt hatte. Doch die Tatsache, dass die Nachbarin diese dennoch sah, ließ ihn außerdem glauben das Astralreisen möglich sein mussten. Natürlich bat Frau Lethbridge darauf die Hexe, freundlich, von ihrem Schlafzimmer, in Zukunft, fern zu bleiben.

 

Das Pentagramm ( auch Drudenfuß, Pentakel oder Pentalpha genannt) wird oft zum Schutz benutzt. Entweder zum Schutz vor Feinden (Geistern etc.) oder zum Schutz vor böser Magie.

 

Das Interesse bei Lethbridge, an dem Okkulten, war

geweckt.

 

Nach drei Jahren starb leider die Nachbars-Hexe durch mysteriöse Umstände. Sie hatte Lethbridge verraten, dass sie all die Tiere von einem Bauern verflucht hatte. Sie hatte sich mit dem Bauern gestritten und ihn deshalb verflucht. Genau davor hatte Lethbridge sie allerdings gewarnt, denn mit schwarzer Magie war nicht zu spaßen. Alles was man anderen an Schaden zu fügt, fällt früher oder später auf einen selbst wieder zurück (dies gilt bei der Anwendung von schwarzer Magie). Doch sie hatte seine Warnungen in den Wind geschlagen und das Vieh des Bauern dennoch verflucht. Sie wurde kurz darauf tot in ihrem Bett gefunden und die Polizei sprach von Mord. Lethbridge war sich jedoch sicher, dass der Zauberspruch fehlgeschlagen war und auf sie zurück gefallen sein musste.

 

Später machte er eine wertvolle Entdeckung, als er sich dem verlassenen Haus der alten Hexe näherte. Er bekam auf einmal Depressionen und entdeckte, dass er in die Depressionen hinein und hinaus gehen konnte. Als ob eine unsichtbare Wand voller Emotionen um das Haus gezogen sei.

 

Genau das gleiche Gefühl hatte er schon einmal als er noch ein kleiner Junge war. Er ging mit seiner Mutter in einem Wald spazieren. Es war herrlich warm-feucht und der Wald wunderschön. Beide waren glücklich und plötzlich bekamen sie ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit. So schnell sie konnten wollten sie aus dem Wald hinaus und flüchteten. Nur wenige Tage nach diesem Ereignis, wurde nur einige Meter weiter die Leiche eines Selbstmörders gefunden. Waren das die verbliebenen Emotionen des Toten?

 

An einem Strand hatten er und seine Frau so ein Gefühl ebenfalls schon einmal und ein Freund des Ehepaars, hatte auf einem Feld dieses merkwürdige Gefühl. Da ging Lethbridge ein "Licht auf".

Bei solchen Emotionen war es immer warm und feucht gewesen. Lethbridge nannte diese Depressionen Ghul (Dämon).

 

Eines Tages fuhr das Ehepaar erneut zu dem besagten Strand, damit Tom ein paar Experimente machen konnte. Seine Frau wartete während dessen. An diesem Tag waren die Emotionen jedoch so stark, dass die Frau das Gefühl hatte, sie wolle unbedingt von der Klippe springen. Es war als ob jemand sie dazu drängen würde. Neun Jahre später sprang ein Mann von genau diesen Klippen.

 

Lethbridge dachte das vielleicht das Wasser mit allem zu tun hatte. Doch wie genau? Dazu benutzte Lethbridge eine Wünschelrute (Funktioniert so: man hält beim gehen eine gegabelte Haselrute in den Händen. Wenn man über einer Wasserader steht, zieht sich eine Hand- oder Armmuskulatur zusammen und da durch biegt sich die Rute entweder nach oben oder unten).

 

Lethbridge dachte, dass durch diese Wasseradern (Magnetfelder des fließenden Wassers) Emotionen aufgezeichnet werden könnten. Durch Feuchtigkeit und wärme wird dies dann noch gesteigert. Je näher man dem Magnetfeld also kommt, desto stärker werden die Emotionen. Das Wasser kann also (angeblich) Emotionen von Lebenden aufzeichnen und wieder geben, wenn diese schon längst tot sind.

 

Diese Elektrizitätstheorie soll auch auf Geister anwendbar sein, so Lethbridge.

 

1922 sah Lethbridge (damals ein Student) einen Geist in dem Haus seines Freundes. Er wollte gerade aus dem Haus gehen, als die Tür aufschwang und ein Mann mit Zylinder das Haus betrat. Lethbridge dachte, dass es bestimmt nur der Pförtner sei. Also verabschiedete er sich und ging. Der Mann mit dem Zylinder gab keine Antwort. Am nächsten Tag fragte er seinen Freund nach dem Mann. Dieser war ganz verdutzt und behaarte darauf, dass kein Mann mit Zylinder gestern bei ihm war. Das Haus des Freundes lag an einem Fluss.

 

Auch bei der Nachbars-Hexe sah er einmal einen Geist (die Hexe war zu dieser Zeit noch am Leben). Er stand gerade auf einen Hügel und sah auf ihr Haus. Da bemerkte er zwei Frauen. Seine Nachbarin und eine weitere große, alte Dame die recht altmodisch gekleidet war. Lethbridge frage später seine Nachbarin nach ihrer Besucherin. Die Nachbars-Hexe war ziemlich verdutzt. Er beschrieb ihr die Frau die er gesehen hatte und die Hexe erwiderte darauf überrascht:" Ach, sie haben meinen Geist gesehen." Auch das Haus der Hexe befand sich nahe an einen kleinen Fluss.

 

Lethbridge dachte daran, dass das Wasser quasi eine "Bandaufzeichnung" ist.

 

Können einige Emotionen von Menschen so ergreifen gewesen sein, das sie sich die Umgebung merkte?

Oder kann Feuchtigkeit in der Luft Geister sichtbar machen?

 

Ist da etwas Wahres dran oder alles nur "Hokus Pokus"?

 

(Da es hier in erster Linie um Tom Lethbridge geht und der sich sehr für das Okkulte interessierte, habe ich mich entschieden den Bericht bei der Magie hineinzustellen.

 

 

Carolina

29.11.2013

Hörbericht


Die Hexer der Adelsfamilie de Rais

Das Wappen der Adelsfamilie de Rais. Ob Gilles de Rais wirklich der Hexerei verfallen war ist nicht völlig beweisbar. Jedoch schien er den dunklen Künsten nicht abgeneigt zu sein.
Das Wappen der Adelsfamilie de Rais. Ob Gilles de Rais wirklich der Hexerei verfallen war ist nicht völlig beweisbar. Jedoch schien er den dunklen Künsten nicht abgeneigt zu sein.

Hexer und Hexen werden meist, so wie in Mythen und Legenden, als alte, runzelige und mächtige Magier beschrieben, die sich die dunkle Seite der Magie zunutze machen. In der Realität ist das Aussehen der Hexer natürlich anders. Man kann sie sogar als normal aussehende Menschen beschreiben, die sich aber durch Benehmen und Äußerungen auffälliger Interessen verraten. Die Faszination von Magie hat auch ihre Schattenseiten.

Hier ist der Fall des Gilles de Rais einzuordnen. Er war in dieser Beziehung ein “Hexer mit normalem Antlitz“. Aufgeflogen ist er erst, nachdem nachgeforscht wurde, wohin die rund 250 Kinder in der Umgebung verschwunden waren. Aber zunächst was zu der Vorgeschichte seiner Person.

 

Gilles stammt aus der Adelsfamilie de Rais, die wiederum von der Linie der Montmorency entspringt. Diese war einst die größte Baronie in der Bretagne. Gilles de Rais hat an der Seite von Jeanne d´Arc gegen die Engländer im Hundertjährigen Krieg gekämpft und gewonnen. Marschall von Frankreich wurde er, als er 29 war. Sein Reichtum war schon zu damaliger Zeit überwältigend und erstaunlich. Seine Schlösser im ganzen Land waren so prachtvoll, dass sogar anderer Adel sich ein Beispiel daran nahm. In ganz Frankreich waren die de Rais angesehene Leute. Bis Gilles de Rais im Alter von 33 Jahren absurd viele Finanzprobleme bekam.

 

Ab diesem Zeitpunkt wurde der mittel alte Adlige kriminell. In seinem Starrsinn gefangen, um jeden Preis sein Reichtum zurückzuerlangen, warb er um Geisterbeschwörer, Alchemisten und Magier. Für ihn stand viel auf dem Spiel, aber dass er nun den Unseligen verfallen war, war zu diese Zeit nicht ungefährlich. Seine Wahl fiel am Ende auf den italienischen Hexer und Alchemisten Francesco Prelati, der ihm versprach durch seine Zauberkünste den Reichtum zurückzuerlangen. De Rais war bereit alles für dieses Vorhaben zu tun. Er studierte verschiedene Alchemie-Bücher um seiner Misere zu entkommen.

 

Der Hexer Prelati empfahl die „Extraktion jungfräulichen Blutes“, wodurch der Teufel de Rais Wünsche erfüllen könnte. Gilles de Rais willigte ein. Um das Übel dennoch von ihm selbst abzuwägen, hielt er große Gottesdienste und Feste im Namen des Allmächtigen ab. Dies sollte wohl die vielen Morde an den Kindern entschuldigen, die er nun befahl. Seine Komplizen, die der Geheimhaltung unterlagen, entführten Kinder in seinem gesamten Einflussgebiet und brachten sie ihm. De Rais schlachtete sie im Laufe eines Rituals ab, Prelati verarbeitete das Blut zu einer zähen Masse und Gilles sollte sich mit dieser einreiben.

 

Familienangehörige waren sich dieser Verbrechen bewusst, aber schwiegen aufgrund der Familienehre. Selbst Beweise sollen sie unterschlagen haben, um diese zu wahren. Die Bevölkerung munkelte nach einer Weile von den Verbrechen des Gilles de Rais, aber hatte keine handfesten Beweise dafür. De Rais musste an den Morden sogar so was wie Lust empfunden haben, denn die unzähligen Rituale die abgehalten wurden, erzielten nie denn erwünschten Effekt. Jeder normale Mensch, auch zu dieser Zeit, hätte einsehen müssen, dass dieses Unterfangen sinnlos war. De Rais machte jedoch weiter, ohne den Sinn Infrage zu stellen.

 

Erstaunlich ist, wie lange er, auch wegen seiner Immunität, morden konnte. Das Treiben wurde am 21. Oktober 1440 beendet. Die Beweise, die von den Geistlichen gesammelten wurden, waren erdrückend, sodass es diesmal keinen anderen Ausweg gab, als de Rais und Komplizen den Prozess zu machen. Gilles stritt die Taten nicht ab. In Absolution bekannte er sich in allen Anklagepunkten für schuldig. Leider war bis auf den Ritual-Verlauf keine weiteres Geschehnis herauszubekommen. Am 26. Oktober 1440 wurden Gilles de Rais, Francesco Prelati und Helfer gehängt.

 

Folgende Frage stellt sich hier ,,hatte de Rais Zugang zur Hölle oder Kontakt zum Teufel?“. Die meisten, die damals den Fall beobachteten, behaupten, dass Gilles de Rais einen vollkommen gesunden Menschenverstand bis zu seiner Hinrichtung besaß. Das könnte also bedeuten, dass er keine Reue für sein Tun empfand und schon gar nicht Angst vor dem Tod hatte. Der Grund dafür könnte sein, dass er die Ansicht besaß, dass er Himmel und Hölle beiderseits wohlgesonnen war. Also hatte er vielleicht Kontakt mit dem Satan, was ihm aber letztendlich kein Reichtum einbrachte.

 

 

Carsten S.

26.08.2013

Hörbericht


Außergewöhnliche Beschützer, Retter und Helfer

Von außerkörperlichen Erfahrungen haben wir schon einmal berichtet. Dies ist durch aus möglich und jeder kann dies trainieren, wobei auch hier manche eher mehr Begabung darin haben und andere weniger Talent dafür. Doch kann man seine Seele als eine Art Tier tarnen oder gibt es womöglich böse Seelen von verstorbenen Menschen, die nachts ins Haus eindringen und einem die Energie aussaugen?

Wir berichteten ebenfalls schon einmal von einem Fall, in dem Menschen von Aliens entführt wurden, die die Gestalt von Tieren, meist Katzen, annahmen.
Nun unser jetziger Bericht ist irgendwie etwas von beidem und dann doch wieder etwas völlig rätselhaftes.

Ein alter Mann glaubte an Keinerlei Gott, Hokuspokus, Übernatürliches oder Sonstiges. Dies sollte sich jedoch bald ändern.
Der Mann ging mit seiner Frau früh zu Bett. Er schlief unruhig und brauchte ebenfalls sehr lange, um überhaupt ein wenig Schlaf zu finden. Was dann geschah konnte er zwar erklären, er wusste jedoch nicht ob er dabei schlief oder wach war. Er hatte jedoch das Gefühl das seine Seele, sein Astralkörper, wach war.

 

Eine Fledermaus kam in das Schlafzimmer geflogen und sobald diese erschien, konnte sich der alte Mann nicht mehr rühren. Während er so da lag und die pure Angst ihn ihm aufstieg, saugte die Fledermaus ihm das Leben aus. Doch irgendwie konnte er sich befreien, stieg aus dem Bett trank etwas, wusch sich das Gesicht und dachte zunächst an einen einfachen bösen Traum. Es mag komisch klingen und viele von Ihnen werden hier wohl eher an ein Märchen glauben, doch das Übernatürliche wäre nicht rätselhaft, wenn es leicht zu erklären und schnell zu verstehen wäre.

Völlig geschwächt erzählte der Mann aufgeregt am nächsten Morgen alles seiner Frau. Natürlich glaubte diese ihm zunächst kein Wort, merkte dann jedoch wie schwach ihr Mann war. Also redete sie ihrem Mann ein, dass er sie das nächste Mal wecken solle, wenn die Fledermaus noch einmal erscheinen sollte. Ein wenig beruhigt bereitete sich der Mann auf die nächste Nacht vor. Doch es blieb alles ruhig. Die Fledermaus erschien erst einmal nicht mehr. Erst als der Mann diese schon fast wieder vergessen hatte, genau nach ein Jahr, tauchte das dunkle Wesen wieder in der Nacht auf und saugte ihrem gelähmten Opfer erneut das Leben aus dem Körper. Doch auch hier konnte der Mann sich wieder mit letzter Kraft währen und weckte seine Frau. Diese umarmte ihn ganz fest und der Mann merkte, wie die Energie seiner Frau das dunkle Wesen vertrieb.

Diesmal war der Mann jedoch noch geschwächter und Tage danach war der Mann sogar immer noch so geschwächt, dass er im Bett liegen bleiben musste. Er wusste, dass er die Begegnung mit dem Monster noch einmal nicht aushalten würde. Er musste sich irgendwie helfen, aber wie? Er informierte sich, las etwas über die Seele, den Astralkörper und ebenfalls wie man diese trainieren konnte. Also trainierte er jeden Tag seinen Geist.

Dann war der Tag gekommen, an dem die Fledermaus nachts zurückkehrte. Doch der Mann war nun vorbereitet. Er saß mit seinem Astralkörper auf dem Bett, während sein Körper schlief. Die Fledermaus flatterte wieder in das Zimmer. Er wusste, dass er dies nicht alleine schaffen würde und rief immer wieder in sein Gedächtnis:“ Ich brauche einen Helfer!“
Da tauchte mitten im Raum ein schimmernder und hell leuchtender Waschbär auf und jagte die Fledermaus aus dem Haus. Als die Arbeit des Helfers getan war, verschwand der treue Beschützer. Die Fledermaus kehrte von da an nicht mehr in das Haus zurück.

Bei den Indianern ist der Waschbär ein Totem Tier und steht für den Helfer oder Beschützer. Dies wusste der alte Mann nicht und dennoch tauchte gerade dieses Tier auf, um ihm zu helfen. Eine Einbildung von ihm, um sich selber zu schützen? Oder eine liebe Seele die ihm half?

Diese Phänomene sind äußerst selten. Alexandra David Néel schreib einst ein Buch (Magic and Mystery in Tibet) in dem es um den Tulpa geht. Tulpa ist die tibetische Mythologie. Anhänger dieses Glaubens sind davon überzeugt, dass man mit der eigenen Willenskraft jede beliebige Gestalt erzeugen kann. Sie können jedoch leichter durch starke Emotionen aufgelöst werden. Tulpas können aber auch entstehen wenn ein Mensch stirbt. Diese zurückgelassenen Tulpas nennt man dann Astralhüllen. In dem Buch von Alexandra beschreibt sie, wie sie einst so ein Tulpa erschuf und dieser jedoch ein Eigenleben entwickelte, so dass sie ihn schließlich vernichten musste.

Diese Aussage oder der Glaube passt zu dem Bericht von dem alten Mann. Auch er erschuf einen Helfer der ihn beschützte und auch er konnte ihn wieder verschwinden lassen. Doch woher stammte dann das andere, böse Wesen? Ebenfalls ein Tulpa der ein Eigenleben führte? Oder vielleicht auch etwas viel schrecklicheres?

 

 

Carolina
03.06.2015

Hörbericht


Die Geschichte der Hexenverfolgung

So in etwas, kann man sich die damaligen Scheiterhaufen für die bösen Hexen vorstellen. [Bild: pixabay.com - Hans]
So in etwas, kann man sich die damaligen Scheiterhaufen für die bösen Hexen vorstellen. [Bild: pixabay.com - Hans]

Das Wort Hexe ist ein sehr altes Wort und wird heute eher als abwertendes Schimpfwort benutzt. Wenn man heutzutage jemanden als Hexe bezeichnet, meint man damit keinesfalls eine Person die sich mit Kräutern, Astrologie oder auch Numerologie auskennt. Man möchte mit diesem Wort jemanden beleidigen oder auch verletzten. Hexe steht demnach für eine hinterhältige und bösartige Person. Doch das Wort an sich ist viel älter und hat eine ganz andere Bedeutung.

 

Damals war das Wort eine Anschuldigung und wurde schnell zu einem Todesurteil.

 

Schon früher war das Interesse an der Welt groß. Damit verbunden gab es, besonders für Frauen, reges Interesse für die Sterne (Astrologie), die Weissagung (z.B. Tarotkarten) oder auch die Heilung (Kräuter). Es gab jedoch noch nicht die Mittel bzw. Ideen, um einfache und moderne Methoden zu erfinden und zu benutzen. Also machte man sich die Kräfte der Natur und das Wissen der Erfahrung zu nutze. Dadurch wurden Frauen zu Geburtshelferinnen, Heilerinnen oder sagten dem einen oder anderen schon mal die Zukunft voraus. Als Frau war das Leben damals nicht leicht und vor allem war es besonders schwer als Witwe zu überleben. Also bildeten sich die Frauen, um sich etwas dazu zu verdienen oder auch etwas selbstständiger zu werden.

 

Dies war vielen, vor allem der Kirche und den Männern ein Dorn in Auge. Doch es gab ebenfalls noch einen anderen Grund, weshalb die Frauen als Hexen beschuldigt und zu Tode verurteilt wurde: der Erfolg. Wo die Frauen konnten mit ihrem Wissen anderen Menschen helfen und heilen. Diese Frauen konnten doch nur mit dem Teufel im Bunde stehen oder? Sie verkaufte bestimmt, im Austausch gegen ihr Wissen, die Seelen ihrer Kunden.

 

Die antiken Hochkulturen Ägyptens, Babyloniens oder Assyriens verurteilten schon damals Zauberer zu Tode, doch es kam nie zu einer Verfolgung der Hexen oder Zauberer. Im römischen Imperium hingegen stellt man nur den Missbrauch von Zauberei unter Strafe. Das bedeutet, dass seit dem 3. Jahrhundert wohltätige Zauberei ungesühnt blieb und böse Zauberer lebendig verbrannt wurden.

 

Seit dem 4. Jahrhundert nach Christus wurde dann jegliche Zauberei verboten und damit stand auf jegliche Zauberei die Todesstrafe. Die magischen Handlungen wurden als überaus teuflisch angesehen und nur Menschen die mit dem Teufel persönlich um Bunde standen, würden sich dieser Zauberei hingeben.

 

1250 kam es zwar immer wieder zu einzelnen Todesstrafen von Zaubernden, doch man kann hier noch nicht von einer Verfolgung sprechen. Die Kirche spricht sich sogar offen gegen eine Selbstjustiz des Volkes aus. Die Kirche hat demnach kein Interesse an einer Verfolgung von Hexen oder Zauberern. Noch nicht.

 

Beschuldigte man eine Frau doch mal einen solchen nächtlichen Ausflug zu unternehmen, schloss man diese lediglich aus die Gemeinde aus. Dies war für die damalige Zeit besonders schlimm und die Frauen ernteten danach nur noch Missachtung und konnten sich in ihrem damaligen sozialen Umfeld nicht mehr blicken lassen.

 

Ab dem 13. Jahrhundert sieht es dann schon ganz anders aus. Die Kirche sieht die Zauberei nicht mehr ganz so entspannt und Thomas von Aquin (1225 – 1274), ein großer Kirchentheoretiker, ging sogar soweit, dass die Frauen mit der Hilfe des Teufels die Zauberei wirklich umsetzen konnten. Somit war die Zauberei nicht mehr nur verpönt und reines Wunschdenken, sondern soll wirklich und wahrhaftig real gewesen sein. Thomas von Aquin gab detaillierte Beschreibungen ab, wie eine Hexe z. B. dazu im Stande war sich in ein Tier zu verwandeln, das Wetter zu ändern oder auf ihren Besen umher zu fliegen. Diese Beschreibung und die Verachtung von der Kirche, den verhexen Weibern nun gegenüber, legte den ersten Grundstein für die späteren Hexenverbrennungen. Auch andere kirchliche Gelehrte verfassten nun Schriften gegen Hexen und schürten so noch mehr Hass gegen die Hexen. Sie wurden für die Kirche und das Volk immer mehr zu einer ernsthaften Bedrohung.

 

1431 – 1449

erfindet das Konzil in Basel den Glauben an die Zauberei neu und schreibt neue Abhandlungen nieder. Man geht nun von ganzen Hexensekten und nicht mehr nur von Einzelpersonen aus. Die Inquisition ging gegen die Hexen vor und auch das Volk, nachdem es die Abhandlungen las, glaubte an die bösen Hexen unter ihnen.

 

1450

gibt es dann die ersten, zwar noch kleineren, aber schon gezielten Verfolgungen. Hier waren es meist noch eher die Bauern, welche die Verfolgung anführten. Die Inquisitoren, unter ihnen der große Heinrich Kramer, organisieren sogar Hexenverfolgungen und verurteilen Unmengen an unschuldigen Menschen zum Tode.

 

1484

dann der nächste große Durchbruch für die Inquisition. Sie verfassen ein Papier, welches sie von den amtierenden Papst Innozenz unterschreiben lassen. Damit ist es offiziell. Der Papst legalisiert, mit seiner Unterschrift, die Hexenverfolgung der Inquisition.

 

1485

entfachte Heinrich Kramer einen Hexenprozess. Verlor diesen jedoch und man warf ihn daraufhin sogar aus Tirol hinaus. Dies ließ er sich nicht ohne weiteres bieten und schrieb ein Buch über die bösen Hexen. 1487 wird sein Buch „Hexenhammer“ veröffentlicht und findet in ganz Europa Zuspruch.

 

Ende des 15. Jahrhundert brechen harte Zeiten für das Volk an und die Lebensbedingungen verschlechtern sich rapide. Auch die Pest und sonstige Krankheiten finden in den sowieso schon geschwächten Menschen ihre Opfer und es gab für die Bevölkerung und die Kirche nur einen der dafür verantwortlich sein konnte. Die Hexen. Es sterben ca. 1000 Menschen auf den Scheiterhaufen.

 

1520

ebbt der Wahn der Hexenverfolgung ein wenig ab. Doch Mitte des 16. Jahrhunderts wird die Lage wieder bedrohlicher. Schuld dafür ist eine erneute Hungersnot und damit verbundene Seuchen. Die Prediger werden immer lauter und es müssen noch mehr unschuldige sterben. Denn wieder einmal sollen für die Hungersnot und steigenden Preise für Lebensmittel die Hexen schuld sein. Von 1570 – 1590 erreicht die Hexenverfolgung schließlich ihren traurigen Höhepunkt.

 

1600

ebbt die Hexenverfolgung in West- und Südeuropa wieder ab, doch in Zentraleuropa wird ein deutlicher Anstieg bemerkt. Im dreijährigen Krieg (1618 – 1648) erreicht dann auch dieser Anstieg seinen Höhepunkt in Zentraleuropa.

 

1626

ist ein ungewöhnliches Jahr. Noch bis Ende Mai ist es so kalt, dass die Bauern keine Felder bestellen können und wieder wird Brot zu einem Luxusgut. Für das frostige Wetter werden wieder die Hexen verantwortliche gemacht. Es werden sogar im Schnellverfahren über 1000 Hexen verurteilt und alle verbrannt. Auch in Köln gab es eine große Massenverbrennung von über 2000 Menschen im Jahre 1629 und 1635. Doch es gibt eine Wendung. Es glauben nicht mehr alle an die böse Hexe. Adelige, Äbte und auch Geistliche werden ebenfalls auf den Scheiterhaufen verbrannt, da sie die unschuldigen Frauen schützen wollten. Auch Herrscher sind gegen die Massenverbrennungen, doch die Bauern sind anderer Meinung und so werden dennoch massenweise Scheiterhaufen erstellt.

 

Dann, Ende des 17. Jahrhundert, werden schließlich wissenschaftlichen Erkenntnissen mehr Bedeutung geschenkt. Während des gesamten 18. Jahrhundert gibt es nur sehr selten mal die eine oder andere Verbrennung auf den Scheiterhaufen. Hier ist nun eher wieder von Einzelpersonen anstatt ganzen Sekten die Rede.

 

1782

wird die letzte Hexe, in der Schweiz, hingerichtet. Diese Hinrichtung wirft jedoch so viel Empörung auf und zweifelt die rechtlichen Grundlagen an.

 

1800

sind alle Magiedelikte aus den Gesetzestexten verschwunden.

 

Nun darf Astrologie, Kräuterkunde, Numerologie oder auch Tarot öffentlich ausgeübt werden und das ganz ohne die ständige Angst, für seine Interessen und das Bedürfnis sein Horizont zu erweitern, sterben zu müssen.

 

 

Carolina

26.11.2016

Hörbericht