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Die Geschichte des Tarots

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Die Geschichte des Tarots. Um was genau handelt es sich dabei eigentlich? Wann entstand es? Wer nutze es? Was kann man damit erreichen bzw. was möchte man damit erreichen? Woher stammt der Begriff und wie alt ist das Tarot eigentlich? Diesen und weiteren Fragen gehen wir nun auf den Grund.

 

 

Tarocchi, Tarock oder Troccas. Die Wahrsagerkarten sind unter vielen Namen bekannt, doch der bekannteste Name für das Kartenspiel ist und bleibt Tarot, welcher aus dem französischen stammen soll. Die Wortherkunft ist ein wenig umstritten und nicht ganz eindeutig festzustellen. So könnte sich Tarot von dem französischen Wort tarotèe (kariert) ableiten oder aber den französischen Wort tares. Mit tares waren die Punkte gemeint, mit denen die Karten verziert waren. Später wurde daraus der Begriff tarots, so glaubt man.  Andere glauben wiederum, dass der Begriff von Taraux oder Tarocchi abgeleitet wurde. Diese Begriffe tauchten im Jahr 1505 sowohl in Frankreich als auch in Italien im Zusammenhang mit dem außergewöhnlichen Kartenspiel auf. Es gibt noch einige Versuche, den genauen Ort und die Zeit für das Entstehen des Namens aufzuklären. Doch beweisen lässt sich keine eindeutig. Auch bei der Herkunft des Tarots gibt es wieder nur Vermutungen, die sich nicht beweisen lassen.

 

Nach einer Legende soll das Tarot ägyptischen Ursprungs sein. Die Legende lautet wie folgt:

 

Das Reich Ägyptens stand kurz vor dem Untergang und die Weisen des Landes hatten nur ein Ziel. Sie wollten ihr bereits gesammeltes Wissen nicht aufgeben und versuchten dies vor dem Untergang sicher zu schützen, so dass es auch nach der Zerstörung, für die Nachwelt, vorhanden war. Dazu berieten sich die Weisen. Ein Vorschlag war es, das Wissen als Zeichen und Symbole in die großen Pyramiden Ägyptens zu meißeln. Doch auch die stärkten Mauern sind der Witterung ausgesetzt und so wäre es nichts für die Ewigkeit. So einige unsinnige Vorschläge wurden gemacht und gleich danach wieder verworfen. Doch nach einiger Zeit kamen die Weisen auf eine Idee, welche ihr Wissen sicher in die ganze Welt tragen würde. So ließen sie ihr Wissen auf Karten zeichnen und gaben diese dem Volk. Diese verteilten das geheime Wissen durch den Austausch und der Verbreitung der Karten. So würde auch nach Millionen von Jahren, irgendwo noch sicherlich ein Satz Karten übrig bleiben.

 

Spielkarten sind im Europa seit dem Ende des 14. Jahrhundert bekannt. Wann genau sich das Tarot unter ihnen befand ist nicht klar. Jedoch ist bereits in einigen Schriften dokumentiert, dass dieses Kartenspiel, im Zusammenhang mit der Weissagung, schon früher auftauchte. Doch nie fiel in diesem Zusammenhang der Begriff Tarot. Lediglich der Begriff Trionfin fiel. Das älteste Trionfi-Spiel entstand 1418-1425. Doch erst 1516 findet man unter den Dokumenten den Namen tarocco. Das System des Kartenspiels lässt darauf schließen, dass es sich dabei um das Tarot Spiel handelte.

Es konnte jedoch ebenfalls nie geklärt werden, wo das Tarot erfunden wurde und vor allem von wem es erfunden hat.

 

Das Kartenspiel, mit dem Blick in die Zukunft, besteht aus insgesamt 78 Karten. Diese 78 Karten teilen sich in zwei Bereiche auf. Das sogenannte große Arkana, bestehend aus 22 Karten und die kleine Arkana bestehend aus 56 Karten. Die kleine Arkana besteht aus den Hof- und Zahlenkarten mit Kelchen, Münzen, Stäbe, Schwerter, Buben, Ritter, Königin und König. Das kleine Arkana bezieht sich eher auf alltägliche kleine Fragen. Die große Arkana zeigt die Symbolkarten. Diese verweisen auf große Ereignisse und Lebensabschnitte. Auch wenn der Zeichnungen auf den Tarot Karten mittlerweile keine Grenze mehr gesetzt sind und für jeden Geschmack sicherlich das passende dabei ist, so sind doch die Symbole bzw. Deutungen der Karten im Großen und Ganzen gleichgeblieben.

 

 

Benutzt wurde das außergewöhnliche Kartenspiel vor allem von Gauklern und Zigeuner. Damals wurde diesen Leuten zwar schnell der Ruf zuteil, dass sie, da sie die Zukunft zu deuten wussten, mit dem Teufel im Bunde stehen mussten. Heute ist das Kartenspiel eher verpönt und es gibt nur noch wenige, im Vergleich zur damaligen Zeit, die daran glauben oder eine Wahrsagerin aufsuchen, um sich die Karten legen zu lassen. Die Geschichte des Tarots bleibt undurchsichtig und hat schon etwas Geheimnisvolles an sich.

 

 

Carolina

11.06.2017

Hörbericht