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Das Bermuda-Dreieck

Das Bermuda-Dreieck im Atlantischen Ozean (rotes Gebiet: eventueller Aufenthaltsort der Kristall-Pyramide)
Das Bermuda-Dreieck im Atlantischen Ozean (rotes Gebiet: eventueller Aufenthaltsort der Kristall-Pyramide)

Von diesem Ort hat wohl schon jeder mal etwas gelesen oder gehört. Es ist ein wahrer Klassiker,

wenn es darum geht, einen mysteriösen oder wunderlichen Ort vorzustellen, der von Fall zu Fall sogar bedrohliche, wenn nicht tödliche Fälle von Verschwinden aufweist.

 

Das Bermuda-Dreieck kann Menschen einfach vom Antlitz dieser Welt verschwinden lassen.

Es liegt im westlichen Atlantik vor der Südostküste der USA und erstreckt sich von den

Bermuda-Inseln bis Puerto Rico und Florida. Es hat (wie der Name schon sagt) die Form eines Dreiecks und so gut wie alle Vorfälle ereignen sich in und rundum das Gebiet.

 

Es ist nicht so, als würde nie ein Schiff auf der Welt versinken. Bei solchen ,,normalen“ Tragödien hat die Besatzung aber meist noch die Zeit einen SOS-Notruf abzusetzen. Im Teufelsdreieck scheinen die Mannschaften, ob zu Luft oder Wasser, aber daran gehindert zu werden. Leichen oder Wrackteile werden merkwürdigerweise so gut wie nie gefunden, wenn wieder ein Schiff gesunken oder ein Flugzeug abgestürzt ist. Hier ein paar Fälle, die am meisten für Aufsehen gesorgt haben:

 

5. Dezember 1945: Strahlend blauer Himmel über der Karibik. Fünf Bomber heben gegen Nachmittag vom Stützpunkt Fort Lauderdale in Florida ab, um einen Übungsflug zu absolvieren. Alles verlief zunächst nach Plan, bis massive Navigationsprobleme von den Piloten gemeldet wurden. Sie wussten nicht, wo sie sich befanden. Exakt 19:04 Uhr bricht der Funkkontakt zu denn Piloten ab. Das Funkpersonal war in Aufruhr. Ein Suchflugzeug wurde nachgeschickt, aber auch das verschwand. Sofort wurde eine riesige Suchaktion gestartet, die größte zur damaligen Zeit. Aber keine Wrackteile, keine Ölflecken und keine Rettungsboote wurden gefunden. 

 

3. Juli 1947: Leicht bewölkter Himmel, schwüles Klima. Ein Routineflug mit sechs Mann Besatzung verschwand spurlos zwischen den Bermuda-Inseln und dem Militärflughafen Morrison bei Palm Beach. Die letzte bekannte Position der C-54 war ca. 100 Meilen von den Bermuda-Inseln entfernt. Eine sofort eingeleitete Suchaktion, die sich über 100.000 Quadratmeilen Meeresoberfläche erstreckte, fand keinerlei Spuren.

 

2. Februar 1963: Klares Wetter, über der See. Die Sulphur Queen, ein 129 Meter langer Frachter der Marine verschwand, samt Mannschaft, etwa 250 Meilen vom Festland entfernt. Es gab keinerlei Funksprüche, die auf eine Anomalie der Technik schließen könnten. Keine Wrackteile, keine Spuren. Das Schiff war auf dem Weg von Beaumont, Texas, nach Norfolk, Virginia.

 

18. Oktober 1978: Schiff unter der Flagge Panamas, Sylvia L.Ossa, verschwand am helllichten Tage. Das Schiff hatte 37 Besatzungsmitglieder und war auf der Durchreise. Eine Suchkommission fand einen Ölfleck, ein Rettungsboot und einen gesunkenen Rettungsring, aber kein Schiff und keine Besatzung. Der Funkkontakt wurde aufrecht gehalten und brach ganz plötzlich ab.

 

Es gibt noch zahlreiche Fälle, die auf ein plötzliches und rücksichtsloses Verschwinden hindeuten. Es gibt zahlreiche Theorien über das Verschwinden der Beförderungsmittel samt Besatzung. Eine besagt, dass Außerirdische ab und zu Testprobanden mit ihren Flugzeugen oder Schiffen entführen um jeweilige Experimente durchführen zu können. Dazu lassen sie z.B. Portale im Meer öffnen, die magnetische Impulse aussenden, und ihre unglückseligen Opfer ins ungewisse fahren. Oder sie teleportieren die Besatzung in ihrer Untertasse, denn es gibt auch Fälle wo die Besatzung verschwindet und das Schiff führerlos herumtreibt.

 

12. Juli 1840: Rosalie, ein französisches Schiff, das auf dem Weg von Havanna nach Lorient (Frankreich) verlassen aufgefunden wurde. Segel waren gesetzt, die Ladung vollständig erhalten.

 

23. Oktober 1902: Ein deutsches Handelsschiff namens Bark Freya wurde stark havariert im Bermuda-Dreieck gefunden. Es ist kurz zuvor vom Hafen Manzanillo auf Kuba abgefahren. Im Lockbuch des Kapitäns war nur der 4. Oktober eingetragen, ein Tag nach der Abfahrt vom Hafen.

 

17. April 1932: Der Zweimaster John and Marry, der in New York registriert war, wurde 50 Meilen südlich der Bermudas gefunden. Leer treibend, Segel eingeholt.

 

22. Oktober 1944: Der kubanische Frachter Rubicon wurde von der Küstenwache im Golfstrom in der Nähe Floridas treibend gefunden. Keine einzige Person befand sich auf dem Schiff, nur ein halb verhungerter Hund war an Bord.

 

Fakt ist: Keiner kehrt zurück. Die meisten Experten meinen, dass ausströmende Gase die Schiffe zum Kentern bringen. Das Schiff hat kein ,,festen Grund“ mehr und sinkt. Damit ist das Thema für die normale Wissenschaft abgetan. Aber was ist mit dem Verschwinden der Mannschaft? Vielleicht ein Unwetter?

Eher nicht. Gerade das letzte Beispiel, in dem der Hund an Bord war, spricht wohl dagegen, denn ein Hund kann sich nicht festhalten. Außerdem war an diesem Tagen kein großer Sturm vorhanden. Es scheint, als würden nur Individuen entführt werden, die ein Maß an Vokabular verfügen. Ein anderer Fall besagt, dass die Mannschaft verschwunden sei, die beiden Papageien vom Kapitän waren ebenfalls vom Erdboden verschluckt. Bekannte sagten aus, dass beide Tiere ,,reden“ konnten, also im Sinne von Sprüche klopfen. Nach Meinung der Experten

 habe die Mannschaft halluziniert, als sie die Gase einatmeten, und wären dann von Bord gesprungen. Aber hier gibt es auch einen Gegenbeweis.

 

1878 wurde ein englischer Frachter namens Skaventer mutterseelenallein im Bermuda-Dreieck aufgefunden. Hinter einer verschlossenen Tür, einer Vorratskammer, waren alle Vorräte intakt. Das Merkwürdige daran war, dass die Tür nur von Innen abschließbar war, es gab kein Fenster in der Kammer, wo eine Person hätte heraussteigen können. Was hat die Besatzung in den letzten Minuten auf diesem Schiff erlebt?

Manchen Berichten zufolge gibt es auch Fälle, bei denen die Besatzung 1-2 Stunden dazugewonnen oder verloren hat, und das auf unerklärliche Weise.

 

Vor ein paar Jahren hat man durch Sonarwellen herausgefunden, dass ein pyramidenförmiges Gebilde auf dem Grund des Bermuda-Dreiecks existiert. Man stelle sich vor, es wäre eine Art Stützpunkt anderer humanoider Wesen, die seit tausenden von Jahren ein kleines Labor betreiben. Oder handelt es sich um ein Dimensionstor? Aber dazu an anderer Stelle mehr.

 

Zugegeben, manche Fälle sind leicht lösbar, aber manche bleiben ungelöst, weil die einfachste Lösung keine logische ist. Des Rätsels Lösung scheint erst einmal im Dunkel verborgen zu bleiben.

 

 

Carsten S.

10.03.2013 

Hörbericht


Geoglyphen von Nazca

Wie soll man diese Zeichen interpretieren? Als bloße Hinterlassenschaft einer kulturellen Bewegung? Oder steckt viel mehr hinter den Formen? (Abb. bekannte Kolibri Geoglyphe von Nazca [stele.] und Karte mit eingezeichneten Ort in Peru)
Wie soll man diese Zeichen interpretieren? Als bloße Hinterlassenschaft einer kulturellen Bewegung? Oder steckt viel mehr hinter den Formen? (Abb. bekannte Kolibri Geoglyphe von Nazca [stele.] und Karte mit eingezeichneten Ort in Peru)

  Wenn man an eine riesige Geoglyphen-Ansammlung denkt, fallen vielen direkt die Zeichen von Nazca ein. Diese gigantischen Abbildungen in der unebenen Steinwüste von Nazca und Palpa sind vom Boden aus meist nicht mal zu erahnen. Wer schuf diese riesigen Scharrbilder? Und wieso?

Es gibt viele Thesen, die versuchen zu erklären, weshalb diese Geoglyphen von Menschen errichtet wurden. Aber entweder sind diese Erklärungen zu des Rätsels Lösung aus dem Ärmel geschüttelt oder zu unglaublich, um als rationale Antwort zu dienen. Aber nun erst einmal etwas zu den Fakten der Scharrbilder:

 

1. Es gibt auf der Nazca-Ebene und Umgebung insgesamt ca. 1500 Geoglyphen, von denen 639 genau vermessen und typisiert wurden.

 

2. Die ersten Geoglyphen entstanden ca. 800 Jahre v.Chr., die jüngsten 200 Jahre n.Chr.

 

3. Die Scharrbilder sind auf einer Fläche von 500 km² verstreut.

 

4. Die Gebilde stellen meist symmetrische Formen und Tiere da. Die eingravierten Lebewesen kommen teilweise nur im ca. 500 km entfernten Regenwald vor. Die Figuren haben eine Größe von 10 bis 320 m von Körperdurchmesser.

 

5. Längere Strecken werden von einer geraden Linie von bis zu 20 km durchzogen.

 

Die Theorie, dass es sich bei Figuren von Nazca um Orte eines Rituals für die Fruchtbarkeit des Landes handeln könnte, ist ziemlich aus der Luft gegriffen. “Bewiesen“ wurde diese Annahme nur, weil es zu der Zeit der Entstehung der Geoglyphen Klimaschwankungen gegeben haben soll. Diese Theorie könnte möglich sein, aber vielleicht auch nicht. Ein schlagkräftiges Argument für die Bewandtnis der Gebilde für astronomische Zwecke sind hier die reihenweise mathematischen Formeln, die man hier finden kann. Wenn Menschen für die Erschaffung der Zeichen verantwortlich sind, wieso haben sie dann die Abbildungen so groß gemacht, dass man sie nur vom Himmel aus betrachten kann? Für wen sollen sie das getan haben?

 

Heißluftballons wären zu fantastisch. Die hätte man zu dieser Zeit nicht bauen können. Wenn man als Mensch am Boden entlang geht, kann man nur vielleicht einen blassen Strich erahnen. Wenn die damals ansässigen Paracas und Nazca damals solche Figuren erstellt haben, dann ganz bestimmt nicht für sich selbst. Dahinter muss eine treibende Kraft gesteckt haben. Vielleicht ein “göttlicher“ Zwang? Alleine das Erscheinungsbild der Zeichen lässt als Laie darauf schließen, dass sie für eine Lebensform bestimmt waren, die aus der Vogelperspektive diese Anordnung betrachten konnte, wenn sie es wollte. Man sollte auch an dieser Stelle nicht vergessen, die dort ansässigen Menschen, um die Zeit v. Chr., hatten ein sehr hartes, von der Natur bestimmtes Leben.

 

Die nähere Durchleuchtung der astronomischen Formeln zeigt eine gezielte Ausrichtung zum Mond. Erstaunlicherweise scheinen die Anordnungen der Formen und Tiere auf der Nazca-Ebene nicht zufällig und unbestimmt zu sein, sondern ziemlich geplant und gezielt. Maria Reiche erkannte bei mehreren hundert Formen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Anordnung der Geoglyphen und der Konstellation des Mondes geben muss. Die Linienenden der verschiedenen Bildnisse auf der Ebene stellen eine Art Peilstrich zum Ortung des Mondes dar. Die von Reiche unterschiedlich erkannten Ausrichtungen berücksichtigten die zwölfmal verschiedenen Mondstellungen am Firmament. Dabei sind die Linien so angeordnet, dass sie einerseits die zwölfmal veränderte Ausschlagweite des Mondes berücksichtigt und andererseits die 18 Jahre ab- und zunehmenden Zyklusstellungen des Mondes enthalten.

 

Aber auch die Sonne schwenkt über den Gebilde, zwar mit einer kleinen Abweichung, die aber auf die veränderte Erdausrichtung zurückgeführt werden kann. Wer jetzt noch an einen Ritualschauplatz glaubt, der sieht nicht die Fakten. Die Bevölkerung hat sich etwas dabei gedacht, als sie die Zeichnungen so exakt mit der Konstellation des Mondes abglichen. In der damaligen Kultur von Südamerika hat man die Sonne meist vergöttert. Der Mond stellte bei den verschiedenen Ritualen meist nur ein zweitrangiges Objekt dar, was es zu verehren galt. Die Nazca- und Paracas-Kultur schien sich aber eher für den Mond zu interessieren. Aber die Frage: „Wie konnten diese einfachen Menschen es fertig bringen, solche Zyklen zu berechnen und dann es in bildlicher Form wiederspiegeln? Und dass in so einer Größe, dass es für sie unmöglich war, es exakt nachzuprüfen?".

 

Wenn man in etwa 900 Meter Höhe über der Erde fliegt und sich über Nazca befindet, kann man die schwachen Konturen des Liniennetzes erkennen. Man kann sich gut vorstellen, dass sie vor 1800 Jahren noch besser zuerkennen waren. Es gibt noch eine weitere bekanntere Theorie, die nicht nur die Menschen als Erbauer darstellt, sondern auch Außerirdische als Impuls für die Geoglyphen-Erbauung wieder gibt. Die fremde Intelligenz wurde hier von den Indiostämmen, so wie überall, als Gott ebenbürtig interpretiert. Die Besucher brachten den Bewohnern dieser Region verschiedene Technologien bei, die sie auch später noch weiter ausüben konnten, wenn die Außerirdischen ihre “Forschungen“ beendet hätten. Vielleicht haben sie gezeigt, wie man verschiedene Konstelationspunkte berechnet und das Wetter teilweise voraussagen konnte. Nach getaner Arbeit zogen die “Götter“ von dannen und hinterließen bei dem Volk der Nazca und Paracas verschiedene wissenschaftliche Ansätze, für die jährliche Berechnungen der Ernte und des Wetters.

 

Dieses Wissen wurde dann in den Scharrbildern umgesetzt. Einerseits konnte man damit verschiedene jährliche Zeiten bestimmen und andererseits waren es Zeichen für die Götter, damit sie von oben sehen können, dass ihre Schüler fleißig waren. Für diese Annahme braucht man schon ziemlich viel Fantasie, um sie sich bildlich vorzustellen, aber sie könnte dennoch stimmen. Die Geoglyphen wären demnach wirklich ein Kalendersystem, aber kein Ort für eventuelle Rituale. Die Sache mit den Fruchtbarkeitsritualen spiegelt eher nur das Mittel zu Zweck wieder, damit man überhaupt eine gute Antwort hat.

 

Manche Gebilde am Boden ähneln wirklich vermeidlichen Landebahnen von heute. Könnte auch hier eventuell der Cargo-Kult (vermeintliche Nachahmung) gegriffen haben? Wenn Menschen sich sehnlichst wünschen, dass ein hoch angesehener Gast (hier die „Götter“) zurückkehrt, was tun sie dann? Sie werden versuchen auf sich aufmerksam zu machen. Sie versuchen den gewünschten Besuchern es so komfortabel wie möglich zu machen, damit er länger bleibt. Die schwere Aufgabe, selbst bei unebenen und unwegsamen Gelände eine schnurgerade Linie Kilometer weit durch die Landschaft zu ziehen, kommt zu jener Zeit einem übermenschlichen Pensum gleich. Die Hoffnung, die das Volk der Nazca und Paracas angetrieben hat, musste dermaßen stark sein, dass dieses bis heute bestehende “astronomische Buch“ vollendet werden konnte.

 

Nach einiger Zeit, so wie es eben ist, vergaß man den wirklichen Sinn hinter den Bildnissen. Die rituellen Geoglyphen, die die Götter zurückbringen sollten, wurden zu bedeutungslosen Floskeln, die unsere heutige Zivilisation als primitive aber erstaunliche Wunderwerke wahrnimmt. Die Bedeutung der Linien kann heute nur ansatzweise gedeutet, aber nicht vollkommen verstanden werden. Dennoch sagen alle Anzeichen aus, dass es Besuch gab, die die Völker der Zeit wieder anlocken wollten und es vielleicht sogar geschafft haben. Vielleicht aber auch nicht. So viele Scharrbilder, aber keine passende Antwort ihrer Bedeutung. Am Ende bleibt vielleicht die Zuversicht, dass die wahre Bedeutung gefunden wird, bevor die Zeichen von Nazca völlig verblassen und so auch völlig in Vergessenheit geraten. Es gibt noch viele Geoglyphen auf der Welt, aber die vom Nazca Plateau sind wohl mit die bekanntesten.

 

 

Carsten S.

20.10.2013

Hörbericht


Die runden Energiefelder

Die Medizinräder scheinen nur ein Ergebnis vom Indianer-Kult zu sein. Aber statt belächelnder Kultur könnte weitaus mehr dahinter stecken, als der reine Aberglaube.
Die Medizinräder scheinen nur ein Ergebnis vom Indianer-Kult zu sein. Aber statt belächelnder Kultur könnte weitaus mehr dahinter stecken, als der reine Aberglaube.

Hoch in den Gebirgsketten Nordamerikas befinden sich seltsame Gebilde in Form von Kreisen.

Diese sind auf Bergen der gesamten Nordamerikanischen Prärie verbreitet. Die auffälligen Plätze sind unter dem Namen Medizinräder bekannt und wurden von den Ureinwohner, den Indianern, erbaut. Zugegeben, diese etwas kleineren Hinterlassenschaften sind nicht allzu bekannt, dennoch haben sie eine gewisse Relevanz wenn es um unerklärliche Begebenheiten geht. Ähnlich wie bei den Geoglyphen von Nazca sind auch die Medizinräder teilweise von der Luft aus gut zu sehen. Die größten von ihnen sind 30 Meter im Durchmesser und führen meist neben den Zentralrad noch weitere vom Zentrum nach Außen führende, kleinere Räder.

 

Die Größe der Medizinräder kann sich nicht mit den der Nazca Geoglyphen messen, aber es gibt anscheinend Parallelen zu der Nutzung der Gebilde. Das Medizinrad auf den Bighorn Mountains hat einen Durchmesser von 25 Meter und ist aus weißlichem Sandstein gelegt worden. Das Rad beinhaltet eine Speiche, einen kleinen Innenring und einen Außenring. Gegenüber dem Bereich, wo die Sonne untergeht, ist ein kleiner Ring angelegt, der mit dem großen Rad in symmetrischer Verbindung steht. Die Indianer erbauten diese Kultstätten an Orten, wo “Gott eins war“. Die Medizinräder sind ziemlich einfach gehalten. Eine schmale Steinschicht bildet Innen- und Außenring und die Felge. In der Mitte befinden sich so gut wie immer mehrschichtige Haufen, die gleichmäßig aufgestapelt wurden.

 

Die Indianer behaupteten, dass an diesen Plätzen heilende Kräfte gebunden seien, die bei umfahren des Rings freigesetzt werden. Die ältesten Medizinräder wurden ca. im 12. Jahrhundert angelegt. Genau lässt sich die Zeit leider nicht berechnen, weil die gelegten Steine nicht bearbeitet wurden. Die meisten Forscher sind sich auch darüber im Unklaren, was die Räder im genauen bringen. Es gibt nur Sagen, aber keine Schriften.Und die durch reden weitergeleiteten Sagen beinhalten nur, dass “göttliche Kraft in den Rädern steckt“. Die gelegten Steine sind nicht wahllos zu einem Kreis gelegt worden, sondern haben auch Peilpunkte, die auf die Sonnenwende ausgerichtet ist. Jeder Veränderung im Jahr wurde berücksichtigt. Der angelegte kleine, bei dem Medizinrad in auf den Bighorn Mountains, zielt peinlich genau auf den Sonnenuntergang. Die seitlichen Ränder verweisen auf Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

 

Diese merkwürdigen Fakten lassen die Annahme zu, dass die Medizinräder, wie auch andere Kultstätten auf der Erde, nicht nur kulturelle, sonder auch astronomische Erbauungen waren. Diese Theorie wird noch weiter gestärkt, wenn man bedenkt, dass die Medizinräder sorgsam dort aufgebaut wurden, wo freie Sicht auf die Sonne herrscht. Weitere Untersuchungen ergaben, dass an jedem Speichenteil ein hölzerner Mast stand. Als die Kultstätte erbaut wurde, sah sie vielleicht so aus wie Stonehenge, nur eben aus Holz. Also haben die Prärieindianer den Himmel beobachtet. Weshalb? Diese Frage ist einfach zu beantworten. Wahrscheinlich aus Sehnsucht. Sehnsucht nach den “Göttern“? Das wäre anzunehmen. Die alten Sagen berichten, dass er einmal an diesem Ort war. Ob diese Aussagen glaubhaft oder fiktiv sind, sei dahin gestellt, aber für wen sie die Medizinräder gebaut haben ist ziemlich eindeutig.

 

Andere, typische Theorien sagen, dass es sich wieder mal um einen Obst- und Gemüsekalender handelt. Aber diese lassen wir mal bewusst aus. Die Medizinräder sind rund. Gott war an jenem Platz. Wenn man eine Parallele zu den Kornkreisen und den Medizinrädern sieht, dann diese, dass beide Phänomene rund und Energiegeladen sind. Die Kreisgebilde sollen eine heilende Wirkung haben, wie so manche Kornkreise ebenfalls. Es ist zwar zu viel fantastische Theorie, wenn man sagt, dass UFOs die treibende Kraft waren, aber was wäre, wenn dem so ist? Der besagte “Gott“ kam ja vom Himmel, dass sagen fast alle altertümlichen Religionen aus. Am Ende war es die gleiche Fehlinterpretation, wie sie überall in der Vergangenheit geherrscht hat.

 

 

Carsten S.

29.11.2013

Hörbericht


Das weiße Pferd von Uffington

Es soll in Britannien nur so gewimmelt haben vor Scharrbildern. Nur eins blieb bis heute bestehen und keiner weiß von seiner Bedeutung. Man kann nur erraten, was für eine Relevanz es für die Menschen zur damaligen Zeit hatte.
Es soll in Britannien nur so gewimmelt haben vor Scharrbildern. Nur eins blieb bis heute bestehen und keiner weiß von seiner Bedeutung. Man kann nur erraten, was für eine Relevanz es für die Menschen zur damaligen Zeit hatte.

 

Ein weißes Pferd. Eingebrannt im Rasen in der Nähe der kleinen englischen Stadt Swindon-Uffington. Es ist 40 Meter groß und vom Kopf bis zum Schweif 112 m breit. Die Bedeutung des Pferdes ist (wie bei fast allen alten Geoglyphen) nicht ganz zu erklären. Aber es könnte sich, genau wie bei den Geoglyphen von Nazca, um eine Art Wegweiser oder um ein Zeichen handeln, was das bestehen der Menschen dieser Region beweisen soll. Für wen? Für jemanden, der von oben herab schaut?

 

Das Alter der Geoglyphe wird von 1500 bis 4000 Jahren geschätzt. Eine ziemlich ungenaue Zeitspanne. Die Erschaffer des Scharrbildes könnten somit Kelten gewesen sein, die der Lea-Tène-Kultur angehörten. Diese zogen die Gräben so tief, dass die unter dem Boden verborgene Kalkschicht zum Vorschein kam. Auch wenn die Tradition in diesem Ort darin bestand alle 7 Jahre das sterilisierte Abbild von Unkraut und Gras zu befreien, ist dieses um etwas 7 Meter bis 12 Meter geschrumpft. Erstaunlich hier ist, dass sich diese heidnische Brauch bis ins 19. Jahrhundert gehalten hat, nämlich bis 1857.

 

Ab da nahm sich das staatliche britische „Department of the Environment“ (heute:English Heritage)

der Pflege dieser Figur an. Das “weiße Pferd von Uffington“ ist nur aus der Luft vollständig zuerkennen. Wie es auch bei anderen Scharrbildern auf der Welt der Fall ist. Von diesen Tiergebilden soll es in Oxfordshire (England) mal eine Menge gegeben haben. Heute ist nur noch ein “Original“ erhalten. Die restlichen weißen Pferde stammen aus dem 18- 20 Jahrhundert. Nachahmungen zum touristischen Zweck, mehr nicht.

 

Bei schönen, wie auch bei trüben Wetter, ist das Pferd gut aus der Luft zuerkennen. Wie bei unseren anderen Berichten über die Nazca Scharrbilder und die Medizinräder fragen wir uns auch hier:„Wieso hatten die Erschaffer sich die Mühe gemacht das Abbild so groß anzulegen, dass man es nur aus der Luft erkennen kann?“, und die anschließende Frage: „Wieso haben über Jahrhunderte die Bewohner der Gegend versucht die Abbildungen zu erhalten?“. Wenn wir einen Vergleich zwischen den Geoglyphen in Nazca und Uffington ziehen, dann wird klar, dass es leichte Unterschiede zwischen diesen gibt. Diese Unterschiede sind aber generell bei solchen sterilen Abbildungen nicht allzu groß und können auf unterschiedliche kulturelle Auslebungen zurückgeführt werden.

 

Die Scharrbilder in Oxfordshire waren einst auch in der Mehrzahl, wie die in Nazca. Die Vegetation hat die meisten Abbildungen zerstört. Nicht so auf der Nazca Ebene, dort gibt es kaum welche. Die Größen der Geoglyphen dürften bei beiden Ansammlungen unterschiedlich gewesen sein. Das Entstehungsalter ist vielleicht nicht Synchron, aber beide Scharrbilder Ansammlungen könnten v. Chr. Entstanden sein. Eine Absprache wird es wohl nicht gegeben haben, aber man kann in Erwägung ziehen, dass es einen identischen Impuls von “Oben“ gab. In unserem Bericht über die Nazca Scharrbilder haben wir bereits die Theorie aufgegriffen, dass die Nazca und Paracas Kultur

eventuell die Geoglyphen anlegten, um auf sich aufmerksam zu machen. Könnte es bei diesem Fall hier auch zutreffen?

 

Wenn die besagten heidnischen Kelten vor der großen Geschichtszeit ihre “Göttererscheinung“ hatten, wie die Kulturen der Nazca Ebene, dann wäre eine gewisse Parallele zuerkennen. Beide Kulturen, beide auf verschiedenen Erdballteilen, legten große Scharrbilder an, um den Göttern zu zeigen, dass sie warten. Und sie warteten lange und anscheinend vergeblich. Ihre Kulturen verblassten und sie erlebten keine erneute Ankunft der Götter. Diese Annahme, es könnte so verlaufen sein ist zwar rein hypothetisch, aber dennoch möglich. Es mangelt an Bewiesen, weshalb lieber eine normale Erklärung zusammengeschustert wird, als eine, die verrückt klingt. Das weiße Pferd von Uffington ist nur ein Überbleibsel dieser kulturellen Bewegung, solange kein Gras über diese wächst.

 

 

Carsten S.

01.01.2014

Hörbericht


Die Osterinsel und die Moai (Teil 1)

Im Südpazifik befindet sich eine weit abgelegene Insel, mit dem Namen Rapa Nui. Die Bewohner dieser nennen sich ebenfalls Rapanui. Politisch ist die Insel Teil des chilenischen Staates und ist auf der ganzen Welt auch besser bekannt unter dem Namen: Osterinsel. Dass sich bis heute unzählige Mythen und Theorien um dieses Fleckchen Erde ranken, ist allgemein bekannt. Der Touristenmagnet sind hier ganz klar die Moai. Steinerne Figuren, die sich fast über den ganzen Strandabschnitt ziehen und teilweise auch im Inneren der Insel auftauchen. Die Statuen scheinen für die bodenständige Wissenschaft entmystifiziert. Wo sie hergestellt und wie sie aufgerichtet wurden, ist heute gewiss. Aber weshalb sie existieren und vor welchem geschichtlichen Hintergrund die Moai stehen, ist kaum bekannt.

 

Die Herkunft der Rapanui lässt sich ganz klar auf die westlich liegenden polynesischen Völker zurückführen. Dass sie in einigen Zeitabschnitten Kontakt zu der Westküste Südamerikas in Form von Seefahrten hatten, erscheint möglich, konnte jedoch bisher nicht restlos bewiesen werden. Eine Ähnlichkeit in Definition der Welt  scheint aber in den beiden Kulturkreisen aber wohl vorhanden zu sein. Die Polynesier waren begnadete Seefahrer. Dieser zusammenhängende Kulturkreis war in der Lage die Position von Inseln zu lokalisieren, ohne dass dieser größere Kenntnisse über die Erdkrümmung oder Kartografie besaß. Sie waren gute Beobachter. Durch grünliche Reflexion an den Wolken am Abend- und Nachthimmel konnten sie in etwa die Lage von nächstliegenden Inseln bestimmen. Die Lage der Osterinsel war aber mit dieser Herangehensweise nicht zu bestimmen, weil sie einfach zu entlegen?) war, um solche Spuren am nächtlichen Himmel zu sehen.

 

Die polynesischen Völker besaßen vor der weitgreifenden Entfremdung europäischer Kolonialmächte eine einzigartige Mentalität der Gelassenheit und Friedfertigkeit, die so zuletzt in der westlichen Welt in der Steinzeit auftrat. Es war im Gesamten ein freies Beisammensein. Wissen wurde von Generation zu Generation verbal vermittelt und so gut wie kaum in schriftlicher Art. Das stellt für die heutige Forschung ein gewaltiges Problem da, denn durch die Zerrüttung der gesellschaftlichen Ordnung der Inselbewohner ist von der weitergetragenen Geschichte dieser Völker nicht viel übrig geblieben. Blickt man heute auf die polynesischen Inseln, so gibt es kaum nennenswerte Hinterlassenschaften, die nicht zerstört oder verfallen sind. Die Osterinsel ist hierbei einzigartig. Ist sie doch einer der wenigen Inseln, die solche Zeugnisse noch aufweisen kann und die einzige, auf monumentale Figuren erbaut wurden.

 

Nirgendwo sonst wurden diese Figuren erbaut, außer hier auf diesen Außenposten dieser Kultur. Auch wenn die Rapanui ihre eigene Sprache und Schrift entwickelten, sie mussten sich mit benachbarten Inseln, in welcher Art auch immer, auseinander gesetzt haben. Wieso sollten also nur sie das Verlangen verspürt haben gewaltige Götzenbilder an der Küste einer kargen Insel aufzustellen? Hinter dem Bau einer solchen Steinfigur steckt sehr viel Arbeit. An den Hängen des Rano Rarakau wurden sie direkt herausgeschlagen. Die Größe einer Figur konnte zwischen 16 und 22 Metern betragen. Die meisten heute sichtbaren Figuren stecken vom Zahn der Zeit und wegen kriegerischen Auseinandersetzungen halb im Boden. Bis zum Ende der alten Rapanui-Kultur wurden ca. 887 Stauen fertiggestellt. Es gibt noch viele weitere, die zwar angefangen wurden, aber unvollständig an den Hängen des Rano Rarakau festsitzen. Das Material, aus den die Moai gefertigt sind, ist relativ einfach zu bearbeiten. Dieses aber in die Form zu bringen, wie es die Rapanui taten, ist sehr mühsam und erfordert sehr viel Hingabe.

 

Die Moai scheinen Wächter der Insel zu sein. Wer aber glaubt, das wäre ihre einzige Funktion der täuscht sich. Auf der Osterinsel gibt es einige Gegenden, die von Basaltstein gesäumt sind. Hier kann man teilweise schon von Plätzen reden oder wenigstens von unzähligen Terrassen, die auf der ganzen Insel verstreut sind. Auf den größeren wurden höchstwahrscheinlich Einweihungskulte unternommen. Zu welchem Zweck die kleineren angelegt wurden, weiß keiner so genau. Wie schon erwähnt, waren die polynesischen Kulturen in erster Linie darauf bedacht, dass Leben zu achten und zu genießen. Sie hatten zwar ihren Glauben und ihren Kult, aber dieser äußerte sich eher in kleineren Wertgegenständen und Natura-Kulten, die sehr vergänglich waren, wenn sie nicht fortgeführt wurden. Wieso ist es dann auf Rapa Nui, der Osterinsel, anders? Nach heutiger wissenschaftlicher Auffassung haben die Bewohner der Insel einen ähnlichen “Himmel-“ bzw. “Vogelkult“ wie er bei den Inka oder Maya anzutreffen ist. Bedeutet also, entweder waren sie in Kontakt mit den südamerikanischen Völkern, in welcher Form auch immer, oder sie haben eine Erfahrung im Laufe der Geschichte gemacht, die sie dazu veranlasste, sich anders als die verwandten Inselbewohner zu verhalten. Darauf gehen wir jedoch erst im zweiten Teil dieses Berichtes ein. Dann werden wir darüber berichten, was es für merkwürdige Parallelen gibt, mit was für Kultstätten die Insel in Verbindung stehen könnte und was genau auf ihr vor sich geht.

 

 

Carsten S.

31.01.2016

Hörbericht


Stonehenge: Verblasste Kulturstätte der Vergangenheit (Teil 1)

Die Lehrmeinung hat die minoische Zivilisation als die Wiege der europäischen Hochkulturen auserkoren. Und tatsächlich ist die Nachwirkung dieser bis heute deutlich spürbar. Doch ist sie wahrlich nicht die erste gewesen, die eine organisierte und identitätsstiftende Stellung einnahm. Die heutige Wissenschaft suggeriert, dass diese den Startpunkt aller Grundfesten unserer Gesellschaft darstellt. Die Anfänge unserer Kultur, das erscheint logisch, konnte sich nur im Mittelmeer auf einer Insel entwickeln. Also von Süden nach Norden. Der Norden Europas erscheint als zu lebensfeindlich, als dass sich dort komplexere Lebensgemeinschaften entwickeln könnten.

 

Die minoische Kultur wird auf die Bronzezeit datiert. Klar wird in der Wissenschaft eingeräumt, dass die Ägypter und Sumerer schon früher im Begriff waren sich zu organisieren. Diese waren aber nur bedingt für unsere heutige Identität maßgebend. Aber warum erzähle ich überhaupt davon. Alte Kulturen? Erste Zivilisation? Ganz einfach. Die Annahme, die minoische Zivilisation sei der einzige und frühste Keimling europäischer Identität, ist anscheinend falsch, denn es gab wohl lauter solcher Kulturen, noch älterer und unterschiedlicher, als die auf Kreta. Bronzezeit? Mittelmeer? Schön und gut. Aber wie wäre es mit schottischer Nordküste und Jungsteinzeit?

 

Der Ort, um den es eigentlich in diesem Text gehen soll, ist im Grunde nur der heute Bekannteste von dieser genannten, aber namenlosen, Hochkultur. Stonehenge. Ein Ort, um den sich viele Mythen und Sagen ranken, mit denen ich in diesem Bericht aufräumen möchte. Um Stonehenge zu verstehen, darf man nämlich nicht nur den Ort betrachten, sondern muss ihn als Stätte einer Hochkultur begreifen. Die megalithischen Bauwerke, zu denen auch Stonehenge gehört, sind quasi in ganz Europa verteilt. Von Skandinavien bis Nordafrika. Von der iberischen Halbinsel bis in den westlichen Teil des heutigen Russlands. Man unterscheidet diese Bauwerke grob zwischen Dolmen und Menhiren. Ersteres sind meist Gräber, die aus massiven Gesteinsstücken erbaut wurden. Letzteres sind Bauten, die meist Kultstätten und Berechnungszentren von jeglicher astronomischer Relevanz darstellten.

 

Von 50.000 Hinkelsteinen, die Menschen angeordnet haben, befinden sich 1.000 „nur“ auf den britischen Inseln. Manche Menhirekreise fallen größer oder kleiner aus. Stonehenge nimmt hier nur einen mittleren Platz in dieser Reihe ein. So ist zum Beispiel Avebury, was ca. 30 Kilometer nordöstlich von Stonehenge liegt, mehr als dreimal so groß wie besagter Ort. Aber um die anderen Plätze, an denen diese mysteriöse Kultur ihren Einfluss ausübte, sprechen wir erst in einem späteren Teil. Zunächst geht es einzig und allein um Stonehenge, der wohl berühmtesten und besterforschten Menhirenanlage.

 

Stonehenge liegt auf der Ebene von Salisbury. Die Anlage ist im Durchmesser 115 Meter breit und wurde in 8 Bauphasen fertiggestellt. Die Radiokarbonmethode lässt darauf schließen, dass die Megalithstruktur 2700 v. Chr. erbaut wurde. Also, wie fast alle vergleichbaren Anlagen, in der Jungsteinzeit. Sie ist also im Vergleich zu den Pyramiden von Gizeh um einiges älter, so wie die meisten Bauten dieser Art. Neuste Erkenntnisse lassen aber darauf schließen, dass an dem Ort seit 11.000 Jahren Menschen Rieten veranstalteten. 8 Bauphasen, das bedeutet, dass das Wissen um diesen Ort über dutzende Generationen weiter vermittelt wurde und nicht an Dringlichkeit und Relevanz verlor. Ein Mensch hatte in dieser Zeit keine allzu lange Lebenserwartung. In dieser Epoche wurden im Durchschnitt Männer 36, Frauen 30 Jahre alt. Den Menschen war daran gelegen, die Anlage fertigzustellen.

 

Wie viel Mühe und Aufopferungsbereitschaft dahintersteckt, sieht man schon, wenn es um die Thematik der Anschaffung der Baumaterialien geht. Die Anlage wurde aus Sandstein und bläulichem Dolerit angefertigt. Das Sandgestein lag nur 30 Kilometer nördlich von Stonehenge, was gerade so vom menschenmöglichen Aufwand her nachvollziehbar ist, da es der nächstgelegene Steinbruch der Umgebung ist. Der Dolerit war jedoch aufwendiger zu beschaffen. Dieser stammte nämlich aus rund 200 Kilometer Entfernung. Die Menschen besaßen wohlgemerkt keinerlei Kenntnis über die Funktion des Rades. Es grenzt an ein übermenschliches Pensum, da manche der massiven Gesteine bis zu 50 Tonnen gewogen haben.

 

So viel Aufwand. Aber zu welchem Zweck? Oft wird Stonehenge im Zusammenhang mit altertümlichen Observatorien und Planetarien genannt. Die Auswahl des Materials lässt darauf schließen, dass es von großer Wichtigkeit war, die Anlage hunderte Generationen überdauern zu lassen, da sie einen unsagbaren Wissensschatz in sich trug. Schon früh wurde dem Ort allerlei übernatürliche Kraft zugesprochen. Auch heute noch ist er für viele Menschen, weil er eben von großer Bedeutung war, energetisch aufgeladen.

 

Fakt ist, dass Stonehenge nicht wahllos angeordnet wurde, sondern mit Sinn und Verstand. Gerald S. Hawkins studierte die Kultstätte und machte eine merkwürdige Entdeckung, wofür er anfangs belächelt wurde. Stonehenge wurde unter Berücksichtigung der Sommer- und Wintersonnenwende erbaut. Diese zunächst als These deklarierte Tatsache wurde kurz nach Hawkins Veröffentlichung vom Nature Magazine abgedruckt. Viele Wissenschaftler verurteilten die Ergebnisse des britischen Astronoms und wollten sich aus Trotz nicht mit diesen beschäftigen. Dies änderte sich, als Fred Hoyel, ein britischer Astronom und Mathematiker, diese Tatsache per errechneter Definition bestärkte. Er untermauerte auch die Theorie, die Auberylöcher (benannt nach seinem Entdecker John Aubery) wären, wenn man sie mit Stäben bestücke, in der Lage, Mondfinsternisse und Vollmonde vorherzusagen. Außerdem stellte man fest, dass Stonehenge auf verschiedene Sternkonstellationen verwies, die als „Himmlische Ereignisse“ benannt wurden.

 

 

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass bei dem Errichten der Anlage die Erbauer in Kenntnis des Goldenen Schnitts waren. Der Außen- wie der Innenring, die von je zwei senkrecht und einem waagerecht anordneten Stein gebildet wurden, beinhalteten diesen. Stonehenge scheint mehr zu sein, als ein bloßer Rückzugsort für Heiden. Das ist sicher. Aber Stonehenge ist kein Einzelfall und vor allem nicht das interessanteste Objekt dieser Art, wie wir im nächsten Teil feststellen werden.

 

 

Carsten

16.04.2017

Hörbericht


Stonehenge: Menhire Überall? (Teil 2)

Nachdem wir den sagenumwobensten Ort des Menhiretums genauer betrachtet haben, bleibt die Frage zu beantworten, woher der Impuls kam, solche Bauwerke aufzustellen, die solch eine, für diese Zeit, unglaubliche Funktion erfüllten. Es gibt, wie bereits erwähnt, noch viele, viele weitere solcher kulturellen Anlagen, die vom gleichen Typus zeugen. An dieser Stelle wollen wir Stonehenge nicht Entmystifizieren, aber ganz deutlich sagen: Stonehenge ist NICHT das beste Beispiel für die Kultur, die die Anlagen einst erbaute!

Der Ort erhielt, sei es durch Zufall und/oder seinem offensichtlichen Erhalt, zu unrecht mehr Aufmerksamkeit, die eher andere Orte dieser Art verdient hätten.

 

Hier drei Beispiele:

 

Das bereits erwähnte Avebury, was 30 Kilometer nordöstlich von Stonehenge liegt, ist fast 4-mal so groß, wie die berühmteste Menhireanlage zu besten Zeiten. Avebury hat einen Durchmesser von ca. 400 Metern und kann getrost mit seinen 15 Hektar als BISHER gewaltigste Tempelanlage dieser Art bezeichnet werden. Es wurde zwischen 2600 und 2500 v. Chr. errichtet. Die virtuelle Rekonstruktion dieser Anlage zeigt auf, dass es mehrere Bereiche gab, die vom Aufbau her die Grundwerte des Goldenen Schnitts trugen (!). Auch in dieser Anlage fand man strukturelle Anordnungen, die auf astrologische Ereignisse hindeuteten. Die gesamte Errichtung orientierte sich auch hier nach der Achse der Sommersonnenwende. Es liegt nahe, dass auch hier Vorhersagen jeglicher Art als Zeremonie stattfanden.

 

In Locmariaquer, Frankreich, gibt es einen ganz besonderen Menhir. Heute liegt er zwar zerbrochen am Boden, aber er stand in der Vergangenheit senkrecht im Erdreich, mit der Spitze gen Himmel. Dieser Hinkelstein ist, wenn man seine einzelnen Fragmente zusammensetzen würde, 20,60 Meter lang, ca. 2 m im unteren Umfang breit und 345 Tonnen schwer. Er besteht aus dem Orthognei-Granit, der in 10 Kilometer Entfernung geschlagen wurde. Einst wurde dieses imposante Gebilde von 18 weiteren, aber etwas kleineren Steinen eingekreist. Dass der Transport solch eines Ungetüms mehr als unmöglich erscheint, ohne die Verwendung von Rädern, muss an dieser Stelle nicht erklärt werden. Die Anlage wurde nämlich 4500 v. Chr. erbaut, eine Zeit, in der Räder noch Zukunftsmusik waren. Die Spitze des Zentralsteins soll auf ein Gestirn verwiesen haben, was aber bisher nicht 100-prozentig rekonstruiert werden konnte. Die kleineren Steine wurden in Kirchen und Gebäude späterer Zeit verbaut...

 

Die älteste uns bekannte Stätte dieser längst vergessenen Kultur liegt weit im Norden der britischen Insel. Auf dem Orkney Archipel befindet sich wohl auch das größte Menhirgebilde. Gefunden wurden bisher sehr gut befestigte Wohnhäuser, Tempelvorrichtungen, gepflasterte Wege und unzählige Dolmen. Die Ausgrabungen sind noch lange nicht beendet, da stark angenommen wird, dass erst 10 % der Anlagen freigelegt wurden. Dafür sind sie sehr gut erhalten und lassen jetzt schon darauf schließen, dass diese Region über mehrere Jahrhunderte ausgebaut wurde. Die Anfänge der Siedlung konnten bisher auf etwa 9.000 v. Chr. zurückdatiert werden. Die Wissenschaftler betrachten diese Stätte als die älteste, und somit als Ursprungsort dieser geheimnisvollen Kultur. Was noch ans Tageslicht befördert wird, bleibt vorerst abzuwarten.

 

Diese Kultstätten haben mehr Aufmerksamkeit verdient. Denn sie zeigen uns eindrucksvoll, dass dort ein Kulturkreis Nordeuropas seinesgleichen gesucht hat, der locker mit Kreta mithalten könnte, wenn er sich weiter entwickelt hätte. Diese Zivilisation war durchaus populär. Dies zeigt der Verbreitungsradius, in dem er seine Einflüsse verbreitete. Sagen wir wie es ist und zählen die Fakten auf. Die geheimnisvolle Kultur...:

 

...entwickelte sich in Nordeuropa. Alle bisher gesicherten Indizien sprechen dafür.

...übte auf alle frühzeitlichen Völker Europas Einfluss aus, wie die Hinterlassenschaften beweisen.

 

...war sich der ästhetischen Wirkung des Goldenen Schnitts bewusst. Wie bspw. die alten Ägypter.

 

...wusste von astrologischen Begebenheiten, ähnlich wie die Sumerer, Ägypter und Maya.

 

...schaffte eine unzählige, generationsübergreifende Wissensgrundlage, die nach heutigen Erkenntnissen Jahrtausende anhielt.

 

Also im Grunde keine Heiden, keine Wilden, sondern einer dieser geheimnisvollen Kulturen, die sich in die Reihe der geheimnisvollen Mitwissern stellen, die es nach heutiger Lehrmeinung eigentlich nicht geben dürfte. So etwas kann, nein, darf einfach nicht existieren. Kulturen, Völker, die, obwohl sie kein Kontakt zueinander hatten, über gleiches Wissen verfügten. Wissen, über das keiner verfügen konnte. Dies taten sie aber nun mal.

 

Das Ende dieser komplexen Kultur sehen wir heute. Es scheint so, als sei das Wissen irgendwann vergessen, nicht mehr weitergeführt worden. Astrologie und anderes Wissen ging verloren. War urplötzlich ausgelöscht. Heute nennen wir sie Heiden. Unzivilisiert und wild. Ihre Kultstätten wurden teilweise niedergerissen. Aus den massiven Gesteinen „Gotteshäuser“ gebaut, die das Seelenheil darstellen. Völliger Irrsinn der Geschichte, findet ihr nicht? Ein kollektives Gedächtnis, sei es auch weltumspannend, vergisst irgendwann und geht in der Dunkelheit der Vergangenheit unter. Übrig bleiben Unwissende, die nicht wissen, was ihre Vorfahren wussten.

 

 

Carsten

16.04.2017

Hörbericht