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Zufall x 3

Wenn alle Stricke reißen, was bleibt dann noch übrig? [Bild: www.pixabay.com - bykst]
Wenn alle Stricke reißen, was bleibt dann noch übrig? [Bild: www.pixabay.com - bykst]

 Diese Sage handelt von einem zu Unrecht verurteilten Mann und seinem Schicksal.

September 1803, Australien: Zur falschen Zeit am falschen Ort? Ein Mann wurde, wegen eines Einbruchs und einem dabei getöteten Polizisten, zum Tode verurteilt. Da der Beschuldigte am Tatort aufgefunden wurde, musste es sich um den Täter handeln. Keiner der Geschworenen oder Richter, hegte dagegen einen Zweifel. Also war das Urteil schnell gefällt: Tod durch Erhängen.

Auch die Menschenmenge hatte nun einen Schuldigen. Unter dem Gejohle der Menge, brachte man den angeblichen Täter zur Hinrichtungsstätte. Da bei dem Vorfall ein Polizist ermordet wurde, wollte sowohl das Volk, als auch der Richter, schnell den Tod des Mordverdächtigen. Man verlor keine Zeit. Die Menge beschimpfte und bewarf den Beschuldigten, auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte. Ein Balken war zwischen zwei großen Bäumen befestigt und an eben diesem Balken hing ein Strick. Ältliche mussten schon an diesem Balken, vielleicht sogar am gleichen Strick, ihr Leben lassen und nicht immer waren es nur Schuldigen gewesen. Manchmal ging es schnell, manchmal zog es sich über Minuten hin. Entweder man hatte Glück und das Genick brach gleich oder man hatte Pech und musste elendig, durch das würgende Seil, ersticken. Das Volk mochte den längeren Leidensweg, so hatten sie immerhin etwas zu bestaunen. Die Hinrichtung stumpfte das Volk ab und auch Kinder waren bei der Hinrichtung keine Seltenheit.

Der Komplize des zu Tode verurteilten, sollte der Exekution beiwohnen. Der angebliche Mörder stand auf einen Karren, der direkt unter dem Balken stand. Der Henker wollte gerade auf den Karren dazu steigen, um den Strick fest am Hals des Mörders zu befestigen, als der Mann um einige, wenige letzte Worte bat. Man war gnädig und gewehrte ihm diesen letzten Wunsch. Er gab zu den Einbruch begannen zu haben, schwor jedoch mit dem Mord an dem Polizisten nichts zu tun zu haben. Der wahre Schuldige dafür, befände sich an seiner Seite.


Kurz wurde es ruhig unter den Anwesenden. War es möglich, dass etwa der falsche Beschuldigte dort oben stand oder war das im Endeffekt nicht auch völlig egal? Die Menge wurde ungeduldig und alle wollten einen Schuldigen tot sehen. Da war der Verdächtige, der immerhin schon auf dem Karren stand, die gemütlichere Lösung, anstatt den Fall noch einmal neu zu untersuchen.


Der Offizier gab dem Henker das Zeichen und dieser zog dem Verdächtigen das Seil fest um den Hals. Danach gab man dem Pferd, das vor dem Karren gespannt war, einen heftigen Peitschenhieb, worauf es davon lief. Die Menge hielt dem Atem an. Der Mann baumelte kurz hin und her, doch dann riss das Seil in zwei.


Schnell wurde ein neues Seil heran gebracht. Der Beschuldigte wurde bei dem Sturz jedoch an den Beinen verletzt und so setzte man ihn auf ein Fass, welchen auf dem Karren stand.
Und wieder gab man dem Pferd einen Peitschenhieb. Der Gaul rannte los, doch wieder löste sich das Seil. Der Verdächtige landete, fast elegant, auf seinen Füßen.

Langsam wurde die Menge ungeduldig, schrie und beleidigte die Soldaten. Da nun kein Seil mehr zur Stelle war, nahm man einfach das alte Seil und band es mit einem Knoten wieder zusammen.
Der Mann hatte etliche Blessuren von den vorigen Versuchen davon getragen, doch er wurde erneut auf den Karren gesetzt. Man wollte das Urteil unbedingt durchsetzen, damit die Menschenmenge beruhigt war und die Situation nicht eskalierte.

Wieder gab man dem Pferd einen Peitschenhieb. Doch wieder einmal riss das Seil, knapp über dem Hals.
Das Volk wurde laut, es gab Gedränge und die ersten Gegenstände flogen durch die Luft. Damit das Volk nun keine Selbstjustiz an dem Gefangenen übte und diesen vermutlich noch tot prügelte, brachte man ihn kurzerhand zurück ins Gefängnis.


Der Richter, der durch die ständigen Zufälle doch etwas misstrauisch geworden war, orderte eine neue Untersuchung des Falls an. Dabei kam heraus, dass der Mann tatsächlich unschuldig war und die Wahrheit sprach. Sein Komplize, der während der ganzen Prozedur an seiner Seite stand, war der eigentliche Schuldige. Nun verurteilte man diesen zum Tode und tatsächlich gestand er nun auch alles.

Der Unschuldige wurde frei gelassen und von der Menge bejubelt. Doch sein Glück hielt nicht lange an, denn er wurde Rückfällig. Er brach wieder einmal in ein Anwesen ein und stahl dort einen teuren Gegenstand. Von der Polizei verfolgt, sprang er aus dem Fenster des Hauses und wollte flüchten. Der angrenzende See, schien für die Flucht perfekt. Der See war zugefroren, doch die Schicht war zu dünn und konnte den Mann nicht tragen. Er brach ein und ertrank.

Es gibt immer wieder, täglich und überall auf der Welt, solche Zufälle. Natürlich ist der damalige Dieb schon ein ziemlicher Glückspilz, wenn das Seil, welches sein Genick brechen sollte, gleich dreimal riss. Nur dadurch wurde sein Fall neu aufgerollt und er die Wahrheit kam ans Licht. Zu dumm nur, dass er aus diesem Vorfall und dem damit nur knapp entkommenden Tod nichts lernte. Vielleicht hat der Tod selber hier einen oder auch drei Fehler begangen und später, durch den endgültigen Tod des Mannes, das Gleichgewicht wieder hergestellt oder war es das Schicksal, welches jedem eine zweite Chance zu geben scheint? Der Mann hatte den Mord an den Polizisten nicht begangen und wäre damit zu Unrecht ermordet worden. Vielleicht der Hinterbliebene Geist des Polizisten, der sich nur mit dem Tod des Schuldigen zufrieden gab? Genützt hat es dem Dieb, am Ende, nur ein paar Monate mehr vom Leben.


Carolina
12.08.2013

Hörbericht


Die Fuchsgeister

Sind es Geister von Menschen oder Füchsen? Sind sie gute oder böse Geister? Vielleicht Schutzgeister der Wälder?
Sind es Geister von Menschen oder Füchsen? Sind sie gute oder böse Geister? Vielleicht Schutzgeister der Wälder?

Die sagenumwobenen Waldgeister, die die Menschen sich schon seit Anbeginn der Zeit vorstellen, zeigten sich oft in Tiergestalt. In Europa bis Asien war der Fuchs meist das Geschöpf, dass die Gesundheit eines Waldes widerspiegelte. Der Fuchs, in seiner Gewandtheit und Schlauheit, hat den Menschen immer Glück und Freude gebracht. In Europa war der Fuchs bis zum 19. Jahrhundert das Symbol des Waldes, bis dieser aus der Sagenwelt verschwand. Er beschützte die Leute und führte sie aus dem Wald, wenn sie sich verirrten. In Asien war die Sagenwelt etwas anders als in Europa. Gerade in Japan wurde darauf gepocht, dass der Fuchs den Menschengeist verwirre, sodass man in nicht mehr ernst nehmen konnte.

 

Die Fuchsgeister, wie man sie in Japan nennt, seien immer auf der lauer nach Menschen, die traurig oder wütend sind. Die Fuchsgeister machten diese wieder Glücklich. Sie tanzten umher und stellten allerlei Blödsinn an. Der betroffene Menschen wird nach einiger zeit seltsam. Die anderen Menschen sehen die Geister nicht, sondern nur der, der “auserwählt“ ist. Die Vorboten solcher merkwürdigen Begebenheiten, laut japanischer Legende, sollen Schatten von Füchsen sein, die aufrecht umher liefen. Gekicher soll auch laut Schriften zu hören sein, bevor einer von der Opfer übernommen wird. Man kann die Menschen, die Bekanntschaft mit Fuchsgeister machen, wohl wirklich als bemitleidenswerte Opfer beschreiben.

 

Denn die Fuchsgeister haben nämlich einen gewissen Einfluss auf den Menschen. Die Verwanden und Freunde des Betroffenen merken, dass dieser anscheinend mit sich selber redet, ab normal viel isst und sich sorgen macht, dass sein Gesicht zu lang wird. Außerdem spiele der Betroffene auch plötzlich Musik, und beobachtet die Fuchsgeister, die umher Tanzen. Bei solchen emotionalen Situationen erkennen die Beteiligten im Raum, dass schemenhafte Figuren umher tanzen. Nach dem die Verwandtschaft oder der Freundeskreis genug gesehen hat, um zu wissen was vor sich geht, ziehen sie einen Priester zu rate. Dieser Vorgang hat gewisse Ähnlichkeit mit einem Exorzismus. Der, der in der Gewalt der Fuchsgeister ist, muss gereinigt werden.

 

Er dürfte nichts mehr essen, ihm werden Löcher in die Brust gebohrt und sein gesamtes Haus wird gesegnet. Diese Tortur war meist Tödlich, denn die betroffene Person redete meist weiter zusammenhangslosen Blödsinn, auch wenn sie gereinigt wurde. Bis zum 20. Jahrhundert waren solche Fälle in ganz Japan an der Tagesordnung, bis auch diese verschwanden. Die meisten, die besessen waren von den Fuchsgeistern, starben oder zogen weg. In wenigen Fällen ging es den Betroffenen sogar besser. Die verlassenen Häuser blieben meist leer, auch wenn sie zu einem niedrigen Preis verkauft werden sollten. Die Menschen, die in unmittelbarer Nähe solcher Häuser wohnten, sahen manchmal in der Nacht, wie die zurückgelassenen Fuchsgeister auf dem Hausdach herumsaßen und ihre Augen mit den Pfoten verdeckten.

 

Man glaubte, dass sie auf den nächsten warteten, der unglücklich oder wütend ist. Sind diese Geschöpfe menschliche oder tierische Geister? Diese Frage lässt sich nicht genau beantworten. In Europa wurden diese “Fuchsgeister“ als gute Seele des Waldes gesehen. Es gibt in Mitteleuropa und Südeuropa überlieferte Geschichten, wo verirrte Kinder von Füchsen zurück in die Dörfer gebracht wurden. Die Fuchsgeister schienen immer dann aufzutauchen, wenn negative Emotionen wie Sorge, Wut oder Traurigkeit die Menschen plagen. Wie es scheint wollen sie eher helfen, als schaden zu zufügen. Ob man die Fälle in Japan als Märchen oder Fehlinterpretation sehen könnte, bleibt ihnen überlassen.

 

Der Fuchsgeist könnte aber auch eine Manifestation der Seele des Waldes sein. Vielleicht gibt es kaum noch Fälle von diesen gut willigen Geistern, weil es kaum noch Raum für sie gibt. Es gibt nur noch wenige urwüchsige Wälder und der Glaube an solchen “Ammenmärchen“ dürfte auch vergangen sein. Vielleicht sind die Seelen der Wälder, oder das, für was man sie hält, schon längst vergangen. Wenn man an etwas nicht glaubt, dann hat es keine Macht und zieht sich zurück. Es ist in unserer Zeit kaum noch Platz für solche Geister.

 

 

Carsten

17.11.2013

Hörbericht


Die Hundemenschen und andere kuriose Begegnungen auf Reisen

Wenn man den alten Berichten von Marco Polo und anderen Reisenden Glauben schenkt, wimmelte es in historischen Zeiten nur so von Mischwesen in unbekannten Gebieten.

Das Bild hier zeigt einen der "Hundemenschen", die Marco Polo im 13. Jahrhundert gesehen haben will.

Die Angst, die ein Mensch gegenüber dem Unbekannten entwickelt, äußerte sich in der Vergangenheit in Sagenwelten und Erzählungen. Heute ist es für Menschen einfacher, sich vor unerklärlichen und unvorstellbaren Dingen durch Ablenkung zu “schützen“. Zur Antike gab es nicht allzu viele Ablenkungen, um sich erfolgreich die unbekannte Welt dort draußen auf Distanz zu halten. Vielen, aus dieser Zeit stammende Ammenmärchen, merkt man die damalige Ungewissheit über das Unbekannte an. In der Antike wurden unbekannte Gebiete und abgeschottete Länder Opfer dieser unheilvollen Gerüchte.

 

In einigen Teilen hat die griechische Sagenwelt der Vergangenheit dazu beigetragen, sich vor Unholden und Ungeheuern in menschlicher Gestalt zu hüten. Es vermischten sich die Wahrheit und die Sagenwelt zu einem Cocktail, die am Ende eine Welt darstellte, die es nie gegeben hat. Fabelwesen entstanden, wie die Hundemenschen und andere Wundervölker, die sich am Rande der damaligen Zivilisation herumtrieben. Zu dieser damals existierenden Welt gehörten nur 3/5 von Europa, Teile des Orients, Nord-Indien und Nord-Afrika. Indien und Libyen waren “am Rande der Welt“. Und genau in diesen Gebieten sollten sich Mischwesen aller kurioser Formen herumtreiben.

 

Der erste nachgewiesene Bericht stammte von Hesiod, der vor 700 v. Chr. lebte und als bekannter Dichter der griechischen Antike galt. Er erwähnte wie „Hemikynes“ (Halbhunde), die angrenzenden Gebiete von Norden her terrorisierten. Einen genaueren Erklärungsversuch unternahm Herodot von Halikarnassos (geb. 480 v. Chr.). Er beschrieb wie im östlichen Teil Libyens grässliche, unnahbare und unmenschliche Mischwesen ihr Unwesen trieben. Er stellte diese anscheinend intelligenten, aber menschenunwürdigen Lebewesen mit Tieren auf einer Stufe.

Auch Ktesias von Knidos (Verfasser von “Persiká“ und “Indiká“) fand Erwähnung zu diesen Geschöpfen. Er erzählte in seinen Schriften von Mischwesen wie Skiapoden (Schattenfüßler) und Blemmyer (Kopflose). Diese waren angeblich im damaligen Libyen und Ägypten heimisch. Von Knidos beschrieb außerdem, dass in Indien die Hundemenschen ebenfalls ansässig wären.

 

Es gibt viele weitere Quellen der griechischen Mythologie, die ebenfalls behaupten, dass diese Wesen existiert haben. Reale Beweise gibt es nicht, nur Erzählungen. Die meisten Wissenschaftler, die sich mit diesen Thema befasst haben, halten die Erzählungen für Modifikationen der griechischen chthonischen Lehre, die die Erde im Mittelpunkt der Welt stellt. Bevor in diesem Bericht weiter auf das Wesen und die Fähigkeit der Unmenschen eingegangen wird, ist es noch erwähnenswert, dass auch nach der Antike angenommen wurde, dass es diese Wesen geben muss.

 

In einem Bericht von Marco Polos Reisen im 13. Jahrhundert, finden die Hundemenschen wiederholt Erwähnung. Hier als aggressives aber zivilisiertes Volk, dass ihr Leben durch Beutezügen finanziert. John de Mandeville will ebenfalls hundeköpfige Menschen gesehen haben. Sie sollen auch in Gruppen aufgetaucht sein und über Menschen hergefallen sein. Die Blemmyer kamen in seinen Schriften ebenfalls zu Geltung. Noch lange Zeit später erzählten sich Abenteuer und Forscher, dass diese Missgestalten die Randwelt bevölkerten. Bis zu der Vorzeit der Aufklärung waren die ungeheuren Menschen noch in den Köpfen der Menschen präsent.

 

Nun zu den Eigenschaften, die die Wesen gehabt haben sollten:

  

Hundemenschen (Kynokephale): Diese Geschöpfe sind nicht mit den Werwölfen zu verwechseln! Der Kynokephale wird so beschrieben: besitzt spitzen Hundekopf, hat eine schlanke Statur, sein

“Fell“ ist gräulich.

 

Im Gegensatz zum Menschen schaut er meist geneigt, mit der Schnauze nach unten. Sie Sprechen nicht miteinander, sondern bellen, um sich untereinander zu verständigen. Der Kynokephale trägt nach den Beschreibungen der griechischen Mythologie keine Kleidung. Er ist meist mit einem Speer oder eine Keule bewaffnet und trägt einen Schild. Nach dem 9. Jahrhundert durchlebt diese Menschenform anscheinend eine Veränderung. Nun tragen sie feine Gewänder, in den schönsten Farben. Sie scheinen sich vom Verhalten her verändert zu haben, denn nun werden sie in Gruppen gesichtet. Sie überfallen meist Karawanen von Händlern und Bauern. Töten die Besitzer der Güter und treiben selbst Handel untereinander.

 

2.

 

Schattenfüßler (Skiapoden): Menschenähnliche Gestalten, die nur einen riesigen Fuß besitzen, der mindestens so groß sein soll, wie der Brustkorb und der Unterleib zusammen. Der Skiapod soll ein sehr ungepflegtes Erscheinungsbild besessen haben. Der ab normal große Fuß dient den wilden Menschenwesen als “Sonnenschirm“ und “Regenschirm“. Mit ihm konnte es auch sehr schnell “rennen“ (wohl eher hüpfen). Die Gestalt des Schattenfüßlers hat sich im Laufe der Geschichte nicht verändert. Sie sollen unter anderem auch Menschen, Frösche und Aas gegessen haben.

 

3.

 

Kopflose (Acephale/ Blemmyer): Verstörende Menschenartige Wesen, die laut alten Schriften öfters in Gruppen auftraten. Sie besaßen keinen Kopf, dafür war ihr breites Gesichtsfeld auf der Brust. Der Oberkörper wurde sehr oft als eckig und breit beschrieben. Meistens wurden diese Gestalten als intersexuelle Wesen gesichtet, die sich mit jedem Artgenossen fortpflanzen konnten. Sie waren zu jeder Tageszeit mit Stöcken und Knüppeln bewaffnet. In fast allen Schriften, wo sie Erwähnung fanden, beschrieb man sie als primitiv und dumm. Die Gruppen sollten auch der Sage nach untereinander Krieg geführt haben. Die Kopflosen verspeisten Menschen, Wild und ihre eigenen Artgenossen.

 

Nach der langsamen Aufdeckung der Weltkarte stellte sich natürlich heraus, dass es diese Wundervölker nie gab. Aber ist es interessant zu sehen, was Unwissen und alter Glauben für Fantasien hervorbringt, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Die Philosophen, Dichter und Forscher, die diesen Legenden auf dem Leim gegangen sind, kann man dennoch nicht als Lügner entlarven. Denn es könnte im Bereich des Möglichen liegen, dass sie einfach Menschen angetroffen haben, die durch Inzest und rituelle Verstümmelungen Entstellt wurden. Man kann also annehmen, dass viele Faktoren hier zusammentrafen, die diese fantastischen Wesen erschaffen ließ. Und auch heute noch werden Menschen geboren, die man in abergläubischen Regionen der Welt für Götter oder Boten des Schicksal hält und das nur, weil sie anderes aussehen als normale Menschen.

 

 

Carsten

26.10.2013

Hörbericht