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Teuflische Musik: Gloomy Sunday

 Es gibt Lieder, die haben eine seltsame Vorgeschichte. Einige Songs, sollen durch ihre bloße Melodie und den Text, Menschen zum Selbstmord getrieben haben. So auch das Lied "Gloomy Sunday". Doch man kennt es eher unter dem Namen  "Selbstmörder-Hymne".

 

 

Der ungarische Komponist Rezso Seress schrieb das Lied im Dezember 1932. Einen Tag zuvor hatte seine Freundin, die Verlobung mit Seress gelöst. Zu tiefst verletzt, kam ihm auf einmal eine völlig fremde, traurige  Melodie in den Sinn. Sofort begann er die Melodie nieder zu schreiben und nannte sie "Gloomy Sunday" (trauriger Sonntag). In dem Text des Liedes, ging es darum, dass ein Mann seine Freundin, durch den Tod, verlor und er sich nichts sehnlicher wünschte, als wieder mit ihr vereint zu sein. Also überlegt die verlassene Person, Selbstmord zu begehen.

 

Die erste Plattenfirma lehnte das Musikstück ab. Der Text und die Melodie waren ihnen zu betrübt. Es klang fast schon deprimierend. Außerdem gab die Plattenfirma an, dass es besser sei wenn niemand das Musikstück je veröffentlichen würde. Das Lied nahm zu viel Einfluss auf die eigenen Gefühle und zog einen formlich in den Abgrund.

 

Der Song wurde schließlich doch noch veröffentlicht, jedoch erlangte er schnell traurige Berühmtheit unter den Namen "Selbstmord-Hymne".

 

Der erste Fall von einem Selbstmord (im Zusammenhang mit dem Lied), ereignete sich 1933 im Frühjahr, als ein Jugendlicher die Band in einem Café, in dem er sich befand, bat das Lied "Gloomy Sunday" zu spielen. Nachdem er das Lied zu Ende gehört hatte, ging er nach Hause und erschoss sich. Einfach so. Ohne Abschiedsbrief, ohne irgendetwas. Später schrieben die Zeitungen, dass es sich wohl einfach um eine Kurzschlussreaktion gehandelt haben muss.


In einem anderen Fall, hörten Nachbarn das Lied laut aus dem Nebenraum schallen. Es lief unaufhörlich und auf klopfen und klingeln an der Nachbartür, öffnete niemand. Sie machten sich Sorgen und waren ebenfalls ziemlich genervt. Also riefen sie die Polizei. Diese trat schließlich die Tür ein. Sie fanden die Leiche der Wohnungsbesitzerin nicht weit entfernt vom Plattenspieler. Sie starb an einer Überdosis Schlaftabletten.

 

Ein älterer Mann stürzte sich ein aus dem siebten Stock seiner Wohnung. Als man später seine Wohnung betrat, hörte man leise das Lied spielen. Auch junge Leute blieben von den traurigen Zeilen des Liedes nicht verschont. Ein erst 14-jähriges Mädchen ertränkte sich. Als man ihre Leiche fand, bemerkte man sofort, dass sie etwas fest in der Hand hielt. Es war ein Blatt Papier mit dem Songtext des Selbstmord Liedes.

 

Diese Opfer hörten, vielleicht auch mehrmals, das besagte Lied, bevor sie sich schließlich das Leben nahmen. Doch bei einem ziemlich mysteriösen Selbstmord, im Zusammenhang mit dem Lied, hörte das Opfer den Song nicht vollständig. Ein Laufbursche, in Rom, hörte lediglich einen Bettler, die Melodie des Liedes summen. Daraufhin gab er dem Bettler all sein Geld und stürzte sich von einer nahegelegenen Brücke. 


Ende der 30er Jahre entschied die ungarische Regierung, dass Lied nicht mehr öffentlich zu spielen. Zu viel Schrecken und Angst hatte das Musikstück ausgelöst. Viele waren erleichtert über dieses Verbot. Doch die Verbliebene, der Selbstmord-Opfer, wollten mehr. Sie wollten das Lied völlig verbieten. Es sollte auf der ganzen Welt nicht mehr öffentlich gespielt werden. Leider ohne Erfolg.

 

Das Lied verlor seinen schlechten Ruf nie vollständig.

 

Ein Mann, der am britischen Luftwaffenstützpunkt stationiert war, erinnerte sich daran, dass einer der Piloten schnell nervös und aufgewühlt wirkte, wenn er das Lied hörte. Der Mann dachte sich wenig dabei und vergaß die Sache schnell wieder, bis zu dem Tag, als er selber fliegen musste. Während des Fluges musste er mit Schrecken feststellte, dass ihm die Melodie, trotz dröhnender Motorgeräusche, nicht mehr aus dem Kopf ging. Erst als er wieder landete, verschwand das Lied aus seinen Gedanken.

 

Viele glaubten, dass der Komponist seine eigene Trauer in das Lied mit einfließen ließ. Vielleicht spürten die Opfer diese Trauer, verfielen schließlich in Depressionen und nahmen sich das Leben. Sie fühlten den Text und taten das, was die Person aus dem Lied bereit war zu tun. Sie nahmen sich das Leben. Musik kann vieles beeinflussen und unter anderem auch das Gefühl von Trauer oder Glück verstärken. Man projiziert das Geschehene auf sich selbst und verbindet seine ganz eigene Geschichte damit.

 

Auch der Komponist des Liedes (Reszo Seress) verfiel seinem eigenen Lied. 1968 ließ er sich von einem Hochhaus fallen nachdem er feststellte, dass er nie wieder einen so großen Hit schreiben würde.  Auch die Frau, die ihn sitzen ließ, begann Selbstmord. Als man ihre Leiche fand, fand man außerdem neben ihr ein Blatt Papier. Darauf waren nur zwei Worte geschrieben: "Gloomy Sunday".

 

 

Carolina
17.07.2013

Hörbericht


Der Hope Diamant

Geheimnisvoll und tödlich. Der Hope-Diamant scheint nicht nur vom Aussehen her einzigartig. Hat er wirklich Menschen im zweistelligen Bereich ins Verderben gelockt?
Geheimnisvoll und tödlich. Der Hope-Diamant scheint nicht nur vom Aussehen her einzigartig. Hat er wirklich Menschen im zweistelligen Bereich ins Verderben gelockt?

Das man Gegenstände mit einem Fluch belegen kann, ist nichts neues, aber dass ein Objekt schon von vornherein eine sehr negative Auswirkung auf seine Besitzer hat, ist mehr als merkwürdig. Oder eher Zufall? Ein Diamant, der den unpassenden Namen “Hope-Diamant“ besitzt, soll seinen Besitzern nicht nur Pech, sondern auch manchmal den Tod gebracht haben. Das funkelnde Juwel schien seine Schönheit zu benutzen, um die Menschen zu locken und dann Unglück über sie hineinstürzen zu lassen. Der Fundort des blauen Diamanten war der Hindukusch, eigentlich ein recht heiliger Ort.

 

Vor ca. 520 Jahren wurde der Hope-Diamant dort entdeckt. Er wurde in einem Kloster als Heiligtum aufbewahrt. Ein Hindupriester, der dort seine Segnungen durchführte, war von dem Diamant sehr eingenommen. Er nahm diesen von der Stirn einer Statue. Dabei wurde er jedoch erwischt. Der hinduistische Priester wurde daraufhin zu Tode gefoltert. Auf Umwegen tauchte der Diamant dann 1642 in Europa auf. Was in der zwischen Zeit noch mit dem blauen Diamant passiert ist, ist nicht weiter überliefert. Der Händler und Schmuggler namens Jean Baptiste Tafernier war nun im Besitz des Diamanten.

 

Er verkaufte den Diamanten zu einem schwindelerregenden Preis und kaufte sich davon einen Titel und ein Hofgut. Die Umkehr ließ aber nicht lange auf sich warten. Der Sohn von Tafernier war spielsüchtig und machte dementsprechend auch Schulden. Tafernier musste sein gesamten Besitz verkaufen. Es bliebt fast nichts übrig. Er ging nach Indien, um sich auf die Suche nach den Steinen zu machen, ohne Erfolg. Er wurde von wilden Hunden überfallen und Tod aufgefunden. Nach einiger Zeit war der Edelstein im Besitz des französischen Königs, Ludwig XIV. Dieser ließ ihn von 112,5 Karat auf 67,5 Karat schleifen. Nicolas Fouquet, ein Regierungsbeamter, “lieh“ sich den Diamanten aus, um ihn bei einem Staatsbankett zu tragen. Die Anschuldigung lautete Unterschlagung, er wurde lebenslänglich eingekerkert.

 

Die Königsfamilie, wie alle wissen, blieb ebenfalls nicht verschont. Die Prinzessin de Lamballe trug diesen Diamanten oft. Sie wurde von einer Menschenmenge tot geschlagen. Ludwig XVI wurde mit seiner Gemahlin zur Guillotine geführt. Sie erbten den Edelstein von ihren Vorfahren. Wieder schien der Diamant seinen Besitzern auf eine seltsame Weise den Tod gebracht zu haben. 1792 verschwand der Diamant wieder. 40 Jahre später erst tauchte er erneut auf. Es soll noch weitere Opfer gegeben haben. Darunter ein französischer Juwelier namens Jacques Celot, der Selbstmord beging und ein russischer Fürst, Iwan Kanitowski, der erstochen wurde. Katharina die Große soll den Diamant auch im Alter getragen haben, bis sie einem Schlaganfall erlag.

 

Gut dokumentiert wurde das Auftauchen des Diamanten erst, als er sich im Besitz eines niederländischen Diamantschleifers befand. Dieser brachte den Diamanten in seine heutige Form, auf 44,5 Karat. Der Diamantschleifer beging Selbstmord, als sein Sohn den Diamanten stahl. Es gab noch weitere kleine Händler und Kaufleute, die mit dem Besitz des Diamanten nicht glücklich wurden. Der Diamant tauchte bei Henry Philip Hope auf, einen reichen, irischen Bankier. Er kaufte den blauen Stein für nur 30.000 Pfund und wurde der heutige Namensgeber. Hopes selber hatte anscheinend keine Probleme mit dem Stein. Sein Enkel starb aber in Armut. 1908 kaufte Sultan Abdul Hamid den Diamanten für 400.000 Dollar. Er schenkte den Diamanten seiner Frau. Nach wenigen Wochen erstach er sie aus “Wut“.

 

Ein Jahr später verlor der Sultan sein Thron. 1911 kaufte der amerikanische Großindustrielle Evalyn Walsh McClean den Edelstein für 154.000 Dollar. 40 Jahre Unglück brachte der Diamant dieser Familie. Der Sohn wurde von einem Auto überfahren, Evalyn machte bankrott, wurde verrückt und verstarb in der Irrenanstalt. Die Tochter starb 1946 an einer Überdosis Tabletten und seine Frau wurde Morphinistin (krankhafte Sucht). Der Edelsteinhändler Harry Winston kaufte den Erben der McClean den Stein ab. Er wurde seltsamerweise nicht vom Unglück verfolgt. 1958 stiftete er den Hope-Diamant den Smithsonian Institution in Washington. Seit dem war keine einzelne Person mehr der Besitzer des Diamanten. Keiner starb aus seltsamen Gründen.

 

Dummer Zufall? Oder schlechte Aura des Diamanten? Kann man davon ausgehen, dass die Gier der Menschen ihr Unglück war? Vielleicht war die einzigartige Schönheit des Diamanten der Auslöser. Wenn Objekte, wie dieser Diamant, eine Blutspur hinterlassen, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren, dann ist es ziemlich schwierig solch ein Image wieder in Vergessenheit geraten zulassen. Wenn man den Gedanken zulässt, der Diamant hätte selbst so einen schlechten Einfluss auf die Betroffenen ausgeübt, ist es alles ziemlich rätselhaft. Zu viele Zufälle auf einmal, finden Sie nicht?

 

 

Carsten

03.12.2013

Hörbericht