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Überblick

 


Kobolde, Feen und andere kleine Märchenwesen

 Als Kinder hatten wir alle eine blühende Fantasie und alle Kinder haben wohl auch an Feen, Elfen oder sonstigen geheimnisvollen Lebewesen geglaubt. Manche spielten sogar mit ihnen. Später, wenn man Erwachsen ist, weiß man das alles bloß die Ausgeburt der eigenen Fantasie war.

Doch kann es nicht sein das wirklich solche kleinen Lebewesen unter uns existieren? Vielleicht unsichtbar? Dazu gibt es einige Berichte die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte und nicht alle der Augenzeugen sind dabei Kinder.

 

Eine Frau behauptet bei einem ihrer Spaziergänge einen kleinen Kobold gesehen zu haben. Er trug einen spitzen Hut, ein Wams, Kniehosen und hatte ein runzeliges Gesicht. Doch so plötzlich wie die Frau ihn sah, verschwand er auch wieder.

 

Es gibt auch anonyme Berichte. Die Augenzeugen wollen ihren Namen nicht nennen, aus Angst für völlig verrückt gehalten zu werden oder nicht ernst genommen zu werden.

 

Eine ebenfalls ältere Frau schreibt (anonym) einen Leserbrief an eine Zeitschrift. Sie schrieb, dass sie und ihre älteste Tochter (August 1931) in ihrem Garten des öfteren weibliche Elfen (ca. 45 Zentimeter) ,mit durchscheinenden Gewändern an, beobachteten.


Alles nur Schwindel? Wunschdenken? Wer würde nicht gerne mal Elfen sehen? Doch warum sollte dann die Frau anonym bleiben wollen? Sollte es sich doch mal rausstellen, dass es Elfen gibt, würde sie doch kein Ruhm mehr ernten? Also doch ein Funken Wahrheit in ihrer Beobachtung?

 

 Ein Teenager sah im August (1887 oder 1888) drei kleine, puppenähnliche Figuren, in ebenfalls weißen, durchschimmernden Gewändern, die fröhlich tanzten.

 

Im Sommer (1964) behaupteten einige Kinder, dass sie alle kleine, grüne Männlein mit weißen Hüten sahen, die sich gegeneinander mit Erdklumpen bewarfen.

 

 Auch andere Kinder behaupteten ähnliche Kobolde gesehen zu haben. Diese sollen mit Blasenautos aus einem Gebüsch auf den See hinausgefahren sein. Sie hatten grüne, runzelige Gesichter, rote Jacken, grüne Hosen und weiße Bärte mit roten spitzen. Natürlich waren auch hier die Kobolde sehr klein (halb so groß wie eines der 10-jährigen Kinder).

 

 Oft sollen sich diese kleinen Kobold-Wesen in der Nähe von Seen aufhalten. Doch natürlich gibt es auch eine traditionelle Erklärung für diese kleinen Lebewesen. Es sollen verlorene Seelen (von Heiden) sein, die verdammt sind solange auf der Erde zu wandeln bis sie verschwinden. Andere denken es seien gefallene Engel oder Naturgeister. Einen Beweis gibt es natürlich nicht (wenn wunder das?).

 

 Da es jedoch immer weniger Sichtungen von solchen Wesen gibt und dafür immer mehr UFOs gesichtet werden, merken Forscher an, dass es durch aus sein könnte, dass eben diese Lebewesen nun in Untertassen durch die Gegend schweben. Denn immerhin findet man Gleichheiten zwischen Sichtungen von Außerirdischen und Elfen.

 

Ein Beispiel von mir, wobei ich immer an kleine Kobolde denke, sind Gegenstände, die man verzweifel sucht. Wer kennt das nicht? Man weiß ganz genau, dass man diesen Gegenstand gestern an einem bestimmten Platz liegen lassen hat, aber man kann es einfach nicht finden. Tage später, nachdem man das Suchen aufgegeben hat, guckt man zufällig nochmal auf den Platz und? Ja, dort liegt dann immer, offensichtlich, der verlorenen Gegenstand. Da glaubt man manchmal schon, dass der Verstand einem ein Streich spielt. Oder sind es am Ende doch kleine Kobolde?

 

Mit Sicherheit kann man sagen, dass Elfen, Kobolde und Co. in der Fantasie der Kinder existieren. Doch ob es sie auch in Wirklichkeit gibt? Ich denke, dass bleib das Geheimnis der Unsichtbarkeit.

 

 

Carolina

24.07.2013 

Hörbericht


Nur die Fantasie eines Jungen

 Wir haben schon einmal, in einem anderen Bericht, über die Fantasie von Kindern geschrieben. Es ging dabei um einen Geist, den zunächst nur die Kinder der betroffenen Familie sehen konnten. Doch später konnten auch die Eltern den Geist sehen und seine Wut spüren.

In diesem Bericht geht es nicht um einen immer noch wütenden Geist, sondern um ein viel kleineres Wesen. Ein Kobold. Wenn ich an Kobolde denke, schießen mir immer viele Fragen durch den Kopf. Wie sehen wohl die weiblichen Kobolde aus, können sich Kobold wirklich unsichtbar machen und existieren diese kleinen Wesen denn überhaupt? Kobolde sind Märchenwesen, die meist als klein und frech dargestellt werden. Sie treiben immer allerlei Schabernack und freuen sich, wenn andere in Schwierigkeit stecken. Manche glauben, dass, wenn ihre Sachen unauffindbar sind, die kleinen Kobolde diese Sachen versteckt haben. Die gesuchten Sachen tauchen dann genau auf, wenn man sie nicht mehr benötigt und auch immer genau da, wo man eigentlich schon nachgesehen hatte. Denn immerhin sollen Kobolde auch die Eigenschaft besitzen sich unsichtbar machen zu können. Also wäre dies doch ein leichtes Spiel für sie, oder?

 

In unserem Bericht geh es um einen 8-jährigen Jungen, der das Glück oder eher Pech hatte, einen solchen kleinen Kobold gesehen zu haben.

Der Sandweg der den Jungen nach Hause führte, war noch ein wenig nass von den vielen Regen am Vortag. Der Weg machte eine kleine Kurve die der Junge nur zu gut kannte. Gleich nach der Kurve würde der Weg wieder gerade werden. Doch an diesem Tag ereignete sich etwas, womit der Junge ganz sicher nicht gerechnet hatte. Ein kleiner Mann stand nicht weit weg mit dem Rücken zu ihm. Der Mann hatte schwarze Stiefel, eine blaue Hose und ein blaues Oberteil an. Der Kobold war gerade mal so groß wie eine Cola Flasche. Das Wesen schien etwas zu suchen oder sich um zuschauen. Als der Kobold sich schließlich in die Richtung des Jungen drehte, bemerkt das kleine Wesen seinen geschockten Zuschauer und löste sich sofort in Luft auf. Der Junge war total verdattert. Was das was er gerade sah Wirklichkeit?

Der Junge stand erst nochmal ein paar Minuten da und musste sich erst einmal beruhigen. Dann rannte er wie von der Tarantel gestochen los und sprach die erst besten Personen an die er auf seinen Weg traf. Er erzählt ihnen was er gerade gesehen hat. Die Erwachsenen lachten ihn nur aus und hielten ihn für einen einfachen Jungen mit einer regen Fantasie. Doch einer der Erwachsenen war neugierig und wollte die Stelle sehen, an der er den angeblichen Märchen Kobold gesehen haben wollte. Der Junge führte die Erwachsenen zu der Stelle, an der eben noch der kleine komische Mann stand.

Und zur Überraschung aller, fand man an der Stelle tatsächlich kleine Stiefel Abdrücke. Man machte Fotos von den Abdrücken und die Geschichte zog sogar Forscher an, die bis heute die Geschichte und die Fotos, nicht als Fälschung enttarnen konnten.

Was hatte der Junge also gesehen? Doch nur eine Einbildung? Aber wie sollte der kleine Junge die Abdrücke hinbekommen haben? Und wieso sollte ein kleiner 8-jähriger Junge so etwas tun. Diesen Aufwand nur um etwas Aufmerksamkeit zu bekommen? Bei einem 8-jährigen Jungen kann man das wohl ausschließen. Die Aufregung des Jungen war auch nicht gespielt, sagen zumindest die Erwachsenen, die zunächst eher skeptisch mit ihm mitgingen.

Falls es wirklich ein Kobold war, hatte er vielleicht vor Schreck oder Schock darüber, dass er entdeckt worden war, vergessen seine Spuren zu verwischen. Oder hatte er vergessen sich unsichtbar zu machen?

Was auch immer der kleine Junge an diesem Tag sah, sicher ist das er WAS sah. Außer den Abdrücken konnte man hier auch keine weiteren Beweise finden. Doch es ist immerhin etwas. Und wenn wir noch einmal auf unseren früheren Bericht zurückgehen, bei denen man ebenfalls dachte, dass die Kinder einfach eine lebhafte Fantasie hatten, so ist auch das Ende hier gleich. Zunächst dachten alle die Kinder hätten lediglich eine lebhafte Fantasie und im Nachhinein wünschten sie sich, sie hätten den Kindern schon eher Glauben geschenkt.

 

 

Carolina
02.05.2015

Hörbericht


Ein jähes Ende für einen grünen Zwerg

Kleine, märchenhafte Gestalten, werden meist nur von Kindern gesichtet. Bloßer Zufall? Oder ist es doch die Fantasie, die so ein Wesen in Kinderköpfen leicht entstehen lässt?

 

Doch bei diesem Vorfall gab es Beweise oder eher gesagt Überreste.

 

1913 Texas:

Eine idyllisch gelegene Farm. Eine große Familie lebt glücklich und zufrieden auf diesem Stück Himmel auf Erden. Während die Eltern schon früh auf den Feldern unterwegs sind, spielen die Kinder auf dem Hof. Die Hunde, die frei herum laufen, bewachen das Grundstück, jedoch nicht ohne zwischen durch auch mal faul in der Sonne zu liegen.

 

Die Kinder spielten, tollten herum und lachten viel. Bis die Hunde anfingen zu knurren und ihre Nasen in Richtung des Windes reckten. Sie rochen etwas. Die kleinen Buben machten sich keine Sorgen. Das kam schon mal vor. Vielleicht war die Nachbars Katze unterwegs.

Dann fingen die Hunde an zu bellen und aufkommende Angst oder Unsicherheit der Hunde wuchs. Also suchten die Kinder nach dem Grund, warum die Hunde auf einmal wie verrückt bellten.

 

Sie gingen um die Ecke des Bauernhauses und fanden schnell den winzig kleinen Grund für das merkwürdige benehmen der Rüden. Dort stand ein kleiner Mann. Nein, ein Zwerg. Nein, das kann es auch nicht sein. Der kleine, etwa 45 cm große Zwerg war grün. Sein Gesicht, seine Arme, seine ganze Haut grün. Er trug einen Hut, aber das war schon alles womit er bekleidet war. Seine ganze Haut, wenn man dazu Haut sagen konnte, wirkte irgendwie wie Gummi. Es kam den Jungen so vor, als wäre sein Hut an ihm festgewachsen. Die Arme hingen schlaff und lang an ihm herunter. Den Kindern fielen die Arme deshalb so genau auf, weil sie aussahen, als würden sie seitlich am Körper befestigt sein und nicht wie gewohnt, bei uns Menschen, von den Schultern hängen.

So stand er einfach da. Ob er Angst vor ihnen hatte? Ob er vielleicht sogar verletzt war oder er einfach geschockt war, das er für die Kinder und Hunde sichtbar war?

 

Er drehte sich zu ihnen um und genau das brachte die Hunde wohl zur Weißglut. Schließlich sollten sie den Hof beschützen. Also taten sie das, was sie in dem Fall immer am besten taten. Sie stürzten sich auf den Feind und zerfleischten ihn.

Der Feind war nicht gerade groß und so dauerte alles nur wenige Sekunden. Dennoch konnten die Kinder menschenähnliche Organe erkennen. Die Hunde ließen nur ein paar blutige Überreste zurück. Sie wollten ihre Beute nur außer Gefecht setzten, nicht fressen.  

 

Die Kinder waren leicht geschockt und erzählten aufgeregt alles den Eltern als diese später nach Hause kamen. Tatsächlich sahen auch die Eltern die Überreste. Doch sie hielten es einfach für die Überreste einer Ratte oder schlimmstenfalls einer Nachbarskatze. Am nächsten Tag waren jedoch die Überreste spurlos verschwunden. Es ist jedoch durchaus möglich, dass einfache Ratten, Raben oder sonstige Aasfresser die Überreste fraßen.

Die Jungen schworen jedoch die Wahrheit erzählt zu haben und blieben auch nach Jahren, als sie längst schon Erwachsene Männer waren, bei ihrer Geschichte.

 

Kann es wirklich sein das es sich hier um einen verwirrten kleinen Zwerg gehandelt hat, der sich nicht mehr unsichtbar machen konnte oder gar verletzt war?

Man kann hier nun wild spekulieren und es schießen einem tausend Fragen durch den Kopf. Ich weiß nicht wie es Ihnen nach dem Bericht geht, aber was auch immer das für ein Wesen war, ich habe Mitleid mit ihm und denke, dies hat er nicht verdient.

 

 

Carolina

31.10.2015

Hörbericht


Die Bestie von Gévaudan

Hund, Wolf oder gelegentlicher Mord? Das Schicksal vieler Menschen endete in wenigen Jahren auf tragischer Weise. Aber weshalb?
Hund, Wolf oder gelegentlicher Mord? Das Schicksal vieler Menschen endete in wenigen Jahren auf tragischer Weise. Aber weshalb?

 

 

Der Werwolf ist ein Wesen aus Legenden und Sagen. Wie solche Geschöpfe entstanden, ist aus heutiger Sicht klar. Oft aus Einzelfällen, in denen Menschen von Wölfen aufgrund ihres Alters oder ihrer körperlichen Verfassung gerissen wurden. Alleine im Wald zu sein, wenn es dämmert, das kennen wir aus alten Märchen, ist keine gute Idee. Sind das also alles Aussagen, die als Vorbeugungsmaßnahmen vor normalen Tieren des Waldes gelten? Womöglich schon. Und dennoch gibt es sie, die Fälle, die ganz und gar aus dem Alltag der Historie entspringen und für sich alleine stehen. Einer dieser Fälle betrifft die Bestie des Gévaudan. Ein Wesen, was zahlreiche Menschen, besonders oft darunter Kinder und Frauen, gelyncht hat.

 

102 Opfer sind im Pfarrregister der betroffenen Region eingetragen. Alle Morde wurden zwischen 1764 und 1767 verübt. Es gab sehr viele Illustrationen zum Wesen. In vielen Zeitungen wurde dem Ungetier auch eine Findigkeit zugeschrieben, die ihm die Bezeichnung „Werwolf“ einbrachte. Dann existieren noch unzählige Familienchroniken und königlich beglaubigte Schriftstücke, die zur Treibjagd des Wesens aufgerufen haben. Dafür, dass der Werwolf nur ein Ammenmärchen sein soll, sind hier im mittleren Süden Frankreichs sehr viele Beweise zu finden, die auf gerade eben solch ein Geschöpf schließen lassen.

 

Man kann jetzt schon sicher festhalten: zwischen 1764 und 1767 starben sehr viele Menschen in Gévaudan eines gewaltsamen Todes. Was es gewesen ist? Nun, der Briefverkehr zwischen dem ortsansässigen Gendarmerie des Distrikts mit dem staatlich betrauten Amt Auverge, weisen eindeutig darauf hin, dass es sich mindestens um ein unnatürlich aggressives Tier handeln musste. Meistens wurden die Opfer mit durchtrennter Kehle aufgefunden, mit breiten, wolfsähnlichen Bisspuren. Dass aber ein einziges Tier über 100 Menschen zerfleischt, scheint aber höchst unwahrscheinlich. Vielleicht kamen aber auch zu viele Zufälle auf einmal zusammen. Fiktion über das Wesen und echte Morde, die aber ohne weiteres Nachgehen ebenfalls diesem angerechnet wurden.

 

So oder so. Die für ein Wolf untypische Aggressivität, wie nicht da seiende Scheue, lässt den Gedanken zu, dass es sich um ein Mischwesen handeln könne, z.B. einer Dogge und Wolf. Am Ende des Jahres 1767 war das Fazit: Wölfe der Umgebung wurden in Scharren dezimiert und die Morde ließen nach oder wurden nicht mehr in Zusammenhang mit der Bestie gesetzt.

 

 

Carsten S.

19.03.2016

Hörbericht


Die Gnom Trophäe

Ein sagenumwobener Gnom. Tagelang eingesperrt in einem Käfig. Ob der kleine Berggeist deshalb so viel Pech hinterließ?
Ein sagenumwobener Gnom. Tagelang eingesperrt in einem Käfig. Ob der kleine Berggeist deshalb so viel Pech hinterließ?

Seit je her werden Gnome als sehr scheue, kleine Fabelwesen beschrieben. Es handelt sich bei den kleinen Geschöpfen um Elementarwesen, auch unter dem Namen Berggeister bekannt. Später wurden die kleinen Gnome zu den Zwergen und Kobolden gezählt. Die Existenz von Gnomen konnte nie nachgewiesen werden und sollen demnach lediglich der Phantasie des Menschen entsprungen sein.

Irland: die Zeit, der genau Ortsteil und auch der Name der Betroffenen, sind leider nicht bekannt. Das Opfer selber, soll seine Geschichte nur einigen Menschen erzählt haben und so kam es, dass bald einer der Zuhörer die Geschichte publik machte.

Der Farmer kam diesmal nicht alleine vom Feld zurück. In der einen Hand hielt er eine Puppe vor seinen Bauch. Erst als seine Frau näher heran trat, fiel ihr auf, dass es sich bei der kleinen süßen Puppe, eben nicht um solch eine handelte. Das kleine Wesen bewegte sich und versuchte sich aus dem festen Griff des Farmers zu befreien. Mit einer Hand schaffte er es, das Geschöpf fest zu umklammern. So sehr sich das kleine Ding auch anstrengte, es hatte nicht mal annähernd genug Kraft um auch nur einen Finger des Farmers zu bewegen. Das Ehepaar was sich schnell einig. Es musste sich um einen Gnom handeln. Der Berggeist war ca. 60 cm groß, trug eine rote Mütze, grüne Kleider und dazu Stiefel. Sein Blick war sehr finster und dennoch konnte man Weisheit darin erkennen.

Zunächst ging das Ehepaar ins Haus und schloss hinter sich die Tür ab. Als dies geschehen war, setzten sie den Gnom auf den Küchentisch. Dieser fing gleich darauf an, wie wild hin und her zu gehen. Dabei sprach er immer wieder mit sich selbst. Er benutzte eine eigenartige, nicht menschenbekannte Sprache.

Hach, was für eine prachtvolle, kleine Trophäe. So kam es, dass sie das Geschöpf tagsüber in einen kleinen Käfig sperrte und nachts dürfte das Wesen sich frei im Haus bewegen. Außerdem fütterten sie ihn mit Brot, Milch und Reis. Nach einiger Zeit war ihnen das poltern, welches der Gnom nachts verursachte, vertraut und auch der grimmige Blick des Kleinen, löste in ihnen kein Unbehagen mehr aus.

So kam die Frau eines Tages auf eine Idee: der kleine Gnom wäre bestimmt viel Wert. Vielleicht könnte man ihn teuer in der Stadt gegen eine kleine Gebühr herum zeigen. Der Mann war von der Idee seiner Frau begeistert. Das würde ihre Haushaltskasse etwas aufbessern. Endgültig verkaufen wollten die den Gnom nicht. Ob der Gnom diese Idee mit angehört hatte? Einige Tage später, gerade als das Ehepaar den Gnom in der Stadt herum zeigen wollte, war der Berggeist verschwunden. Er muss es irgendwie geschafft haben, dass Haus zu verlassen. Doch damit nicht genug. Kurz nach der Flucht des Genoms erblindete der Farmer urplötzlich. Nie konnte eine Ursache für seine spontane Erblindung gefunden werden. Auch das Glück verließ die Familie. Die Erträge schrumpften und immer öfters wurde die Familie krank oder leideten Hunger.

Die Farm lag einsam und verlassen und außer dem Ehepaar, hauste niemand dort. Demnach hatte niemand sonst den Gnom zu Gesicht bekommen.

Eine Geschichte zu erfinden, um sein Leben oder Leiden ein wenig spannender zu gestalten und somit in den Augen anderer gut dazustehen, ist schon öfters in der Menschheit vorgekommen. Sicher kann dies auch hier der Fall sein. Dennoch ist ein kleines Detail entscheidend. Der anonyme Farmer, erzählte diese Geschichte höchstens ein bis zwei engen Freunden/Bekannten. Würde er mit seiner fabelhaften und phantasievollen Geschichte angeben wollen, hätte er sein Märchen sicher selber öffentlich bekannt gemacht. Die Tatsache, dass er nur wenigen davon erzählte, lässt annehmen, dass er sich schämt oder aber weiß, dass ihm sowieso keiner glauben würde. Der Wunsch von dem Farmer, dennoch anonym zu bleiben, zeugt ebenfalls von einer hohen Glaubhaftigkeit.

Kein Arzt konnte je die Ursache für seine Erblindung feststellen. Es ist, als würde es keine Erklärung geben, weil es keine geben kann. Das große Pech der Familie kann natürlich nur Zufall sein, aber auffällig ist es schon, wenn eine Familie niemals mehr Glück hat und sich ständig Unfälle oder sonstiges ereignet.

Ein Beweis konnte das Ehepaar natürlich nicht erbringen. Wollen sie aber auch gar nicht. Und so bleibt der Vorfall am Ende bloß eine Erzählung. Lediglich das Unglück der Familie und der blinde Farmer, dienen hier als Beweis.

 

 

 Carolina

13.06.2016

Hörbericht


Riesen fallen vom Himmel

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

1862: sie waren vom Kurs abgekommen und wussten nun schlicht und einfach nicht mehr, wo sie sich befanden. Es war nun schon Monate her, dass sie einem anderen Schiff begegnet waren und langsam ging ihnen ihr Proviant aus. Der Kapitän versuchte gute Miene zum bösen Spiel zu machen und munterte seine Crew immer wieder auf. Doch innerlich wusste er, dass die verloren waren. Das Glück war ihnen nicht hold gewesen und es sollte noch schlimmer kommen.

 

Ein Sturm brach an und die Wellen klatschten mit solch einer Wucht gegen das Schiff, dass es wie ein Spielzeug hin und her geschaukelt wurde. Sie verloren die Kontrolle über das Schiff und konnten erkennen, dass ihr Schiff auf eine Insel zusteuerte. Es dauerte nicht lang, bis der Sturm das Schiff zu dicht an die Insel schob und dieses schließlich an den nahen Felsen zerbarst. Dieses Ereignis forderte die ersten Opfer.

 

Nur ein Dutzend schaffte es, sich auf die Insel zu retten und wartete den Sturm ab. Auch der Kapitän war unter den Überlebenden. Als der Sturm abflaute, sahen sie sich auf der Insel um. Die Insel war nicht gerade groß und es gab weit und breit keine Nahrungsmittel. Weder ein wildes Tier noch Obst oder ähnliches. Wie denn auch? Die Insel bestand nur aus nackten Felsen. Damit standen ihre Chancen zu überleben noch schlechter als auf dem Schiff. Dort waren die Lebensmittel zwar knapp gewesen, aber vielleicht hätten sie es einige Tage geschafft, bis ein anderes Schiff gekommen wäre und sie rettete. Dieser kleine Funken Hoffnung war nun schlussendlich versiegt.

 

Der Hunger wurde immer unerträgliche und sie hatten alle schon ihr letztes Gebet gesprochen, als ein neues Geschehen all ihre Aufmerksamkeit auf sich lenkte.

Ein Schiff tauchte auf. Zunächst sah es so aus, als würde es weit entfern am Horizont und damit auf den weiten des Ozeans schwimmen. Doch je näher es kam, desto größer wurden die Augen der Seeleute. Das Schiff schipperte nicht, wie angenommen, auf dem Meer, sondern es flog in der Luft. Die Crew war sich sicher, dass sie nun alle halluzinierten. Sie mussten verrückt geworden sein. Das besagte fliegende Schiff kam immer näher und als es den Anschein machte ebenfalls auf den Felsen zu zerschellen, brachten sich dennoch alle in Sicherheit, obwohl sie sich doch sicher waren, dass sie sich dies alles nur einbildeten.

Das Schiff schlug mit solch einer Wucht auf die Felsen auf, dass es noch Stunden nach dem Aufschlag brannte. Erst jetzt bemerkten die Seeleute, wie riesig das Schiff eigentlich gewesen war. Langsam und etwas ängstlich näherten sie sich dem völlig zerstörten Schiff. Vielleicht hatte jemand überlebt oder es befand sich Proviant an Board. Schnell bemerkten sie, dass keiner den Aufprall aus dem Himmel überlebt haben konnte. Die Leichen der gesamten Mannschaft lagen verstreut um das Schiff herum.

 

Doch es handelte sich keinesfalls um normale menschliche Leichen. Was bei einem fliegenden Schiff vielleicht auch einfach enttäuschend gewesen wäre. Die Leichen der Männer waren riesig. Vier große, kräftige Männer mussten sich neben einen Riesen legen, um in etwas auf seine Größe zu kommen. Sie schätzten einen Riesen auf etwa vier Meter und ihre Haut war zudem noch bronzefarben.

 

>Riesen, wie man sie sonst nur aus Märchen kennt. Einer der Seeleute wurde bei dem Anblick der Riesen schlicht und einfach verrückt. Dies zerstörte wohl sein Weltbild und er schien nicht zurecht damit zu kommen. Er fing hysterisch und laut an zu lachen und rannte ins Meer. Alle Mühen waren vergebens. Er ertrank.

 

Die restlichen Seeleute durchsuchten das Wrack und fanden, neben riesigem Werkzeug, bald darauf etwas Essbares. Die Lebensmittel der Riesen waren den normal gewachsenen Menschen zwar völlig unbekannt, aber die schmeckten und weckten neue Lebenskraft in der Crew. Mit den restlichen Lebensmitteln an Board, schafften sie es solange auf der Insel zu überleben, dass sie aus den Resten des fliegenden, riesen Schiffs ein kleines Floss bauen konnten. Ein kleiner Proviant war noch übrig. Der Kapitän nahm noch einen Ring von einem Finger der Riesen und damit verließ die Crew die Insel. Die Lebensmittel schwanden auch hier sehr schnell. Zwei Mitglieder starben bei der Überfahrt und kurz vor dem endgültigen Hungertot aller, wurden sie von einem Schiff an Bord genommen.

Sie erzählten natürlich allen von ihrem Abenteuer und den Riesen aus dem fliegenden Schiff. Viele lachten über die Überlebenden und einige machten sich tatsächlich daran, die besagte Insel zu finden. Doch alle suche war vergebens.

 

Der Kapitän versuchte den Ring des Riesen schätzen zu lassen. Doch kein noch so begabter Juwelier konnte den Wert ausmachen. Ganz einfach aus dem Grund, da das Material in dem Ring den Menschen völlig unbekannt war. Das Material konnte nicht bestimmt werden.

Keiner weiß, wo der Kapitän den Ring aufbewahrte oder ob er ihn gar einfach ins Meer warf.

 

Es gibt die einen oder anderen Behauptungen, dass es tatsächlich Riesen auf der Erde gegeben haben soll. Sicherlich leben sie heute nicht mehr auf unseren Planeten, aber gegeben haben soll es sie schon. Stichfeste Beweise gibt es dazu nicht, doch es gibt so einige Funde, bei denen das Material oder zumindest ein Teil des Materials, bis heute, nicht bestimmt werden konnte. Woher stammt dieses Material, wenn es nicht aus dem Rohmaterial unserer Erde gewonnen werden kann? Von einem anderen Planeten? Wenn ja wie kann es dann zu uns gelangen?

 

Es ist bewiesen, dass ein Mensch bei einer Unterernährung oder bei einer zu geringen Wasserzufuhr anfängt zu halluzinieren. Auch die Massenhalluzination ist ein Phänomen, welches in diesem Vorfall durchaus erklären würde, weshalb alle ein fliegendes Schiff sahen. Dennoch bleiben einige Fragen offen. Wen die Crew kein fliegendes Schiff sah und dieses auch nicht auf der Insel zerschellte, woraus konnten sie sich dann ein neues Floss bauen? Die Retter der Mannschaft sagten aus, dass es sich bei dem Floss um ein ganz normales Floss aus Holz gehandelt haben soll. War vielleicht noch etwas Holz von ihrem eigenen Schiff übrig und entdeckten dies einfach zu spät? Doch wie konnte sie ohne Lebensmittel so lange auf der Insel überleben? Auch der Bau eines Flosses dauert einige Tage. Die Überfahrt dauert dann auch nochmal einige Tage. Auch wenn man hier vielleicht spekulieren könnte, dass sie es glücklicherweise eine bis zwei Wochen ohne Nahrung und Wasser ausgehalten haben, erklärt das noch lange nicht den überdimensionalen Ring, mit dem nicht bestimmbaren Material. Natürlich gehen hier Kritiker davon aus, dass der Ring, nun da er nicht mehr gefunden werden kann, einfach eine reine Erfindung ist. Zeugen widersprechen diesem Gegenargument jedoch.

Wer weiß. Vielleicht wird irgendwann auf mysteriöse Weise der Ring doch noch gefunden. Vielleicht liegt er irgendwo im Keller herum und wartet nur darauf gefunden zu werden.        

 

Carolina

25.04.2017

Hörbericht