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Überblick

 


Erläuterung

„Ich geh in Flammen auf“ oder „ich stehe in Flammen“ oder auch „ich verbrannte innerlich“. Nun stellen Sie sich mal vor, diese ganzen, scheinbar harmlosen Metaphern könnten real werden.  Ich weiß, dass sich das für Sie total unglaublich anhören muss, vielleicht sogar schon fast mysteriös und genau deswegen ist es ein Thema für uns.

 

Dieses plötzliche in Flammen stehen, ist fachlich als spontane menschliche Selbstentzündung bekannt. Dabei sind nie auch nur kleine Vorzeichen aus zu machen. Kein angebrannter oder an gekokelter Geruch und auch kein Rauch. Von der einen auf die andere Sekunde wird das Opfer, im wahrsten Sinne des Wortes, zur menschlichen Fackel. Manche Menschen überleben dieses außergewöhnliche Spektakel, erinnern sich jedoch nie, wie es zu dem Vorfall kam. Alle waren viel zu überrascht und sagten ledig aus, dass sie auf einmal in Flammen standen. Auf die Fragen wie es dazu kam, gab es nie eine Antwort. Viele Opfer starben später an ihren Verbrennungen und noch mehr Opfer, verbrannten fast völlig.

 

Mysteriös an der ganzen Sache ist ebenfalls, dass fast immer alle Körperteile, mitsamt den Knochen, verbrannt sind. Um Knochen zu Asche verbrennen zu können, sind jedoch  knapp 800 Grad nötig. Das ist aber noch lange nicht alles. Bei manchen besonders mysteriösen Vorfällen, verbrennt der Körper vollständig und lediglich ein Körperteil oder ein paar Organ ist nicht mal ansatzweise verkohlt. So schnell wie das Opfer in brannt geraten ist, muss es also auch schon wieder erloschen sein.

Das klingt alles doch schon mal ziemlich unglaublich. Doch es wäre nicht so super mysteriös, unglaublich und unbegreiflich wenn nicht noch etwas bei den ganzen Vorfällen nicht stimmen würde. Obwohl die Opfer bei über 700 Grad, binnen weniger Minuten fast völlig verbrannten, mit so einer Hitze und mit so einer Schnelligkeit, werden sonst nur die Leichen in einem Krematorium eingeäschert. Dennoch, obwohl das Feuer mit so einer Wucht wütete, verbrennen nie die Gegenstände in der Nähe der Opfer.

 

Eigentlich völlig unmöglich. Man hört immer wieder von Unfällen, bei dem eine Zigarette auf dem Boden fällt und innerhalb von wenigen Minuten steht das ganze Haus in Flammen. Völlig einleuchtend, da Flammen nun mal auf dichte, leicht entflammbare Gegenstände überspringt. Bei den spontanen menschlichen Selbstentzündungen ist aber genau dies nicht der Fall. Opfer verbrennen und nicht mal der Schrank (aus trockenem Holz), der unmittelbar neben dem Opfer stand, riecht nach Rauch. Ein Opfer verbrannte im Sessel und dieser ist nicht mal angebrannt. Doch genaueres zu dem Vorfall, gibt es in einem anderen (Hör)Bericht.

 

Diese ganzen ziemlich mysteriösen Fakten werden von Kritikern leicht erklärt. Manche Opfer sind beim Rauchen eingeschlafen. Also selber schuld. Und bei den Opfern, bei denen es mal nicht zu erklären war, warum diese auf einmal in Flammen standen, hat man eine andere Theorie gefunden. So müssten sich in den Opfern irgendwelche Gase gebildet haben. Quasi ein Gemisch, welches ohne auch nur einen Funken entzündbar ist. Welche Gase das genau sein sollen, die eine Mensch entwickeln könnte, dafür hat man jedoch noch keine plausible Erklärung gefunden. Wissenschaftler nehmen jedoch an, dass Alkohol hier eine große Rolle spielt.

 

Manche glauben, dass Gott seine heiligen Finger hier im Spiel haben soll. Denn er soll der einzige sein, der dazu in der Lage wäre, einen Menschen plötzlich in Flammen aufgehen zu lassen.

 

 

Carolina

 09.02.2016

Hörbericht


Mary Hardy Reeser

01. Juli 1951:

Mary Hardy Reeser war eine freundliche und lebenslustige ältere Dame. Ihr Mann war nun schon einige Jahre tot und von da an lebte sie alleine in einem kleinen Appartement. Sie aß öfters zu Abend mit ihrer Familie. So auch an diesem Abend. Ihr Sohn sah sie um 20.30 Uhr, als er das Haus verließ, das letzte Mal. Die Hauswirtin, Pansy Carpenter, sah Frau Resser noch einmal gegen 21 Uhr. Die ältere Dame saß dabei in ihrem Sessel, rauchte und hatte ihre Schlafsachen an. Es sah nach einem ihrer alltäglichen und gemütlichen Abende aus. Mit einem Unterschied, dies war das letzte Mal, dass Mary lebend gesehen wurde.

 

Am 02. Juli 1951 wurde ein Telegramm für Frau Resser empfangen. Dies landete zunächst bei der Hauswirtin und diese machte sich gleich damit auf, um es Mary zu überbringen. Als Frau Carpenter an der Tür von Frau Resser klingelte, machte keiner auf. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, machte sich die Hauswirtin sorgen und langte zum Türgriff. Sie zuckte ruckartig zurück. War der Griff warm gewesen? Ihre Hand wanderte ganz langsam erneut zum Türgriff. Tatsächlich. Der Türgriff war sehr warm, fast schon heiß. Dies gab Frau Carpenter genug Argwohn und sie verständigte die Polizei.

 

Als man die Tür mit Gewalt öffnete, bot sich den Beamten ein schreckliches Bild. Die Dachbalken in dem Appartement brannten noch langsam vor sich hin. Der Sessel, in dem Frau Reeser gestern Abend noch gesessen hatte, war vollkommen verkohlt. Auf den Boden und damit in der Nähe des Sessels, lag ein Haufen Asche. In diesem Aschehaufen fand man die mickrigen Überreste von Mary Resser. Ein Fuß, noch mit ihrem Pantoffel bestückt, ihr geschrumpfter Schädel, die geschrumpfte Leber und ihr Rückgrat. Das war alles, was von Mary übrig geblieben war.

 

Die Hitze bzw. die Flammen verbrannt alles im Umkreis von 1 Meter. Doch Gegenstände, die sehr leicht entflammbar sind, da war zum einen ein Leinenüberwurf und ein Stapel Zeitung, blieben von dem Brand völlig unberührt. Dies ist sehr ungewöhnlich bei einem einfachen Brand, jedoch ein immer wieder kehrendes Phänomen bei einer spontanen menschlichen Selbstentzündung. Die Opfer verbrennen, bis auf einige Körperteile, völlig, doch nicht immer verbrennen auch Kleidung oder Gegenstände nahe der Opfer.

Jeder weiß wie schnell sich ein Feuer ausbreiten kann, wenn nur genug brennbares Material zugegen ist. Man lässt eine Zigarette auf eine Zeitung fallen, diese liegt auf dem Sofa und das Sofa steht nahe eines Schrankes. Binnen weniger Minuten steht bereits das ganze Haus in Flammen. Diverse Tests von der Feuerwehe beweisen dies. Bei der Menschlichen spontanen Selbstentzündung ist dies nicht der Fall. Es scheint, als würden die Opfer binnen Sekunden in Flammen aufgehen, sehr schnell verbrennen und die Flammen nähren sich nur von den Körperflüssigkeiten oder ähnliches. Nahe Gegenstände werden dabei von der starken Hitze beschädigt, aber die Flammen springen dabei nicht auf nicht-menschliche Gegenstände über.

 

Natürlich ging die Polizei bei dem Brand von einem Eigenverschulden aus. Immerhin wurde Mary gestern Abend mit einer Zigarette im Sessel gesehen. Es klingt also durchaus plausibel, dass Mary in dem Sessel saß, sich eine Zigarette anzündete und kurz danach einschlief. Die Zigarette fiel dabei auf ihre Kleidung oder dem Sessel und steckte Mary in Brand. Ja könnte sein. Aber, eigentlich, auch wenn man tief schläft, sollte man bemerken, wenn man selber brennt. Doch keiner hörte Hilferufe oder Schreie von der alten Dame. Auch liegen die Überreste von Mary direkt bei dem Sessel. Falls Mary nicht um Hilfe rufen konnte oder wollte, so hätte sie doch aufschrecken müssen und hätte wie wild in dem Appartement herumrennen müssen. Bei einem normalen Brand eine völlig normale Reaktion, jedoch nicht bei der spontanen menschlichen Selbstentzündung. Hierbei ist es nämlich üblich, dass sich binnen Sekunden ein so starkes Feuer entwickelt, dass das Opfer gar nicht reagieren kann und sofort tot ist.

 

Natürlich könnte, mit ganz viel Fantasie, Mary auch vorher an einem Herzinfarkt gelitten haben oder von dem Rauch der Flammen bereits erstickt sein. Doch warum griffen dann die Flammen nicht auf die nahe liegenden Gegenstände über? Bei der spontanen menschlichen Selbstentzündung ist es üblich, Da die meisten menschlichen Überreste völlig verbrannt waren, muss das Feuer stark genug gewesen sein, um das ganze Haus bis aus die Mauern nieder zu brennen. Dennoch brannte lediglich Mary. Das der Schädel, bei einer solchen Hitzeentwicklung schrumpf ist ebenfalls sehr merkwürdig. Bei dieser Hitze, die selbst Knochen völlig verbrennt, hätte der Schädel explodieren müssen. Doch er schrumpfte einfach. Ein ebenfalls sehr außergewöhnliches Phänomen. Dies ist alles sehr seltsam und alles andere als natürlich. Die Stelle und auch die Leiche waren so stark verbrannt, dass man den Brandherd nicht mehr ermitteln konnte.

 

 

Carolina

07.04.2017

Hörbericht


Cornelia Bandi

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Spontane menschliche Selbstentzündung. Bis heute sind die Umstände dieses Phänomen noch völlig ungeklärt. Einige Theorien wurden eingehend untersucht, jedoch schnell wieder verworfen. Dabei existieren sogar Beweise für ältere Vorfälle dieser Art, welche sich bereits im 18 Jahrhundert ereigneten und über einen der besagten Vorfälle wollen wir nun berichten

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3. April 1731, Italien

Gräfin Cornelia Bandi, damals 62 Jahre alt, war eine hoch angesehene, feine Dame. Der Tag neigte sich bereits dem Ende zu und die Gräfin tauschte, wie jeden Abend, vor dem zu Bett gehen Neuigkeiten mit ihrer Zofe aus. Die Plauderei zog sich einige Zeit hin, bevor die Gräfin schließlich beschloss in ihr Schlafgemach zu eilen. Dies war der Augenblick in dem die Zofe, die Gräfin das letzte Mal lebend sah.

 

Am nächsten Morgen, den 4. April 1731, nahm die Dienerin ihre morgendliche Tätigkeit auf. Das aufwecken der Gräfin stand dabei an erster Stelle. Sie machte sich auf in die Gemächer der Herrin und nahm, sobald sie die schwere Tür zu den Räumlichkeiten öffnete, einen eigenartigen Geruch wahr. Da die Vorhänge noch zugezogen waren und der Raum damit in völliger Dunkelheit lag, konnte die Dienerin nicht erkennen woher der eigenartige Geruch kam. Außerdem bemerkte sie, dass bei jedem Schritt ihre Schuhe an den Boden klebten und sie benötigte einiges an Kraft, um den Raum durchqueren zu können. Die Dienerin versuchte so schnell es ging zu dem ersten großen Fenster zu gelangen und die schweren Vorhänge zur Seite zu schieben. Dabei konnte sie zunächst ihren Blick gar nicht vom Fenster abwenden. Eine gelbliche, schmierige und stinkende Masse hing an den Fensterscheiben und bahnte sich langsam ihren Weg nach unten, bevor sie schließlich zähflüssig auf das Fensterbrett tropfte. Die Dienerin drehte sich mit einem beklemmenden Gefühl um und sah nun den Grund für diese scheußliche Masse. Die Bettdecke war zurückgeworfen und vor dem Bett lag ein großer Haufen Asche. In dieser Asche, dies konnte die Dienerin klar erkennen, befanden sich zwei Beinstümpfe und zwischen den Beinstümpfen lag unverkennbar der Kopf der Gräfin. Dieser war ebenfalls nur noch in Teilen vorhanden. Der halbe Hinterkopf, das Gehirn und das Kinn waren verbrannt aber noch erkennbar. Die Polizei fand dann später in dem Haufen Asche ebenfalls noch 3 Finger von der Gräfin. Mehr war nicht von ihr übrig geblieben. Der Aschehaufen war von schmieriger und feuchter Natur und stank fürchterlich. Wie die schmierige Masse an den Fenstern und auf dem Boden, war auch der Haufen Asche sehr schwer zu entfernen.

In dem gesamten Raum und auf allen Möbeln waren Rußflocken vorhanden, welche jedes Mal aufgewirbelt wurden, wenn jemand das Zimmer betrat. Die Dienerin erlitt einen Schock und brach schreien zusammen.

 

Hier noch ein paar Fakten zu dem Vorfall.

 

Die Gräfin muss von den Flammen überrascht worden sein, was im Übrigen ein typisches Merkmal für die SHC (engl. Spontaneous human combustion) ist. Überrascht schlug sie die Decke weg, stand auf und wollte höchstwahrscheinlich Hilfe holen, die Flammen ersticken oder sonst irgendwie auf sich aufmerksam machen. Doch die SHC schreiten binnen weniger Sekunden so weit voran, dass die unmöglich war. In wenigen Sekunden erreichen die Flammen eine so hohe Temperatur, dass der menschliche Körper sehr schnell fast völlig verbrannt ist. Da jedoch meist, ebenfalls typisch, einige menschliche Überreste übrig bleiben, müssen die Flammen ebenfalls binnen weniger Sekunden wieder spurlos verschwunden sein.

 

Hier eine kleine Angabe, damit man sich das Ausmaß der Flammen besser vorstellen kann. In einem Krematorium dauert eine Hauptverbrennung meist gut 60-90 Minuten. Anschließend werden die Überreste weiter in eine Nach- bzw. Ausbrennkammer übergeben und auch dort wird noch einmal einige Zeit benötigt, um wirklich alle menschlichen Überreste (Knochen, etc.) zu verbrennen. Dabei sind 850 Grad vorgeschrieben. Bei der SHC reichen bereist wenige Sekunden aus, damit der Mensch fast vollständig verbrennt. Die Flammen müssen also deutlich, will sagen wirklich mehr als deutlich, über den besagten 850 Grad liegen, damit ein menschlicher Körper in wenigen Sekunden verbrennen kann.

 

Wichtig bei einer Verbrennung in einem Krematorium ist ebenfalls die Kammer an sich. Diese muss natürlich völlig Dich halten, damit die Flammen nicht auf nahe Gegenstände oder das Haus übergreifen. Obwohl die Gräfin in äußerst heißen Flammen gestanden haben muss und binnen weniger Sekunden tot war, griff das Feuer nicht auf nahe Gegenstände über. Das Bett und auch die anderen Möbel in dem Zimmer waren lediglich von den Rußflocken bedeckt. Dies unterstützt die Theorie, dass die Flammen bei einer SHC sich lediglich auf den Körper des Opfers konzentrieren und binnen weniger Sekunden wieder völlig erlöschen. Doch welche Flammen sollte es schon geben, die das Fleisch, Fett, Sehnen, Muskeln und Knochen eines Menschen bevorzugen?   

Das Ereignis kam so überraschend und war nach einem so kurzen Augenblick bereits beendet, dass die Gräfin nicht einmal Zeit hatte zu schreien oder einige, wenige Schritte vom Bett weg zu gehen.

 

Cornelia Bandi erfreute sich vor dem Ereignis bester Gesundheit und war keine Trinkerin.

Dieser SHC Vorfall, im Jahr 1731, ist genau so rätselhaft und unlösbar wie die SHCs, welche sich immer noch in unsere heutige Zeit ereignen.

 

 

Carolina

 

25.09.2018

Hörbericht


SHS Vorfall 1888, Schottland

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Heute berichten wir über einen Vorfall aus dem Bereich „Spontane menschliche Selbstentzündung“. Die stark verbrannte Leiche wurde von einem Arzt untersucht und alle Theorien Schritt für Schritt durchgegangen. Leider ohne logische Erklärung. Genaueres zu dem Vorfall hört ihr jetzt.

 

Wir reisen zurück in das Jahr 1888, genauer der 19. Februar 1888 in Schottland (Constitution Street).

 

Dr. J. Mackenzie Booth war Dozent an der Universität von Aberdeen und war nicht sehr überrascht über die Anfrage, welche er an diesem Tag erhielt. Ein verbrannter Körper. An sich nichts Ungewöhnliches, auch wenn diese Todesart seltener vorkommt als z.B. erstochen oder erschossen zu werden. Doch wozu brauchten sie sein geschultes Auge? Unbekümmert und ohne jegliche Vorahnungen machte er sich auf den Weg. Die Leiche von dem 65 Jahre alten pensionierten Soldat wurde auf einem Heuboden gefunden. Dort lag selbstverständlich, wie eben üblich, viel Heu herum. Sofort viel dem Doktor etwas Merkwürdiges auf. Trotz der hohen Temperatur, die hier gewütet haben musste, waren einige Heuballen nicht beschädigt. Die Flammen griffen also nicht auf sie über. Wie war das möglich? Wieso war nicht der ganze Schuppen abgebrannt? Doch dies blieb nicht die einzige merkwürdige Entdeckung an diesem Tag.

 

Laut Augenzeugenbericht war der ehemalige Soldat, sturzbetrunken, mit einer Flasche Schnaps und einer Laterne auf den Heuboden gestiegen. Die Vermutung lag nahe, dass er in einem unachtsamen Moment oder als er schließlich einschlief, die Laterne umschmiss und damit selbst Feuer fing. Durch den hohen Alkohol in seinem Blut bekam er von der Tragödie selbst nicht mehr viel mit und war daher zu betrunken, um aufzustehen oder Hilfe zu holen. Er könnte jedoch auch einfach geschlafen haben. Doch die Augenzeugen gaben ebenfalls wieder, dass die Laterne vorher erloschen sei. Dies war, da sich der ganze Vorfall in der Nacht zum 19. Februar abgespielt haben musste, gut zu sehen.

 

Die Leiche war fast vollständig verbrannt. Die Knochen waren bereits zu Asche zerfallen, das Muskelgewebe war verkohlt und um die Leiche herum lag ebenfalls schwarze Asche. Der Boden, auf dem das Opfer lag, war ebenfalls vollständig verbrannt. Die Leiche lag demnach nur noch auf den Balken des Heubodens. Die Flammen müssen sehr hoch gewütet haben, was die beschädigten Dachplatten über dem Opfer bewiesen. Zudem muss dabei ebenfalls eine enorme Hitze entstanden sein, was die zersprungenen Schieferziegel beweisen.

 

Die bereits analysierten und nicht verbrannten Heuballen waren dabei völlig unbeschädigt, was für eine sehr kurze Dauer der Flammen spricht. Wären die Flammen bzw. das Feuer länger vorhanden gewesen, wäre sicher die ganze Scheune abgebrannt, aber so?

Ein Feuer nimmt bekanntlich, je länger die Flammen wüten, an Intensität und Hitze zu. Hinzu kommt das Material, mit dem das Feuer geschürt wird. Holz brennt natürlich besser als Organe. Zumal sich ebenfalls eine große Menge Blut in dem Körper eines Menschen befindet. Unterschiede kann hier ein Brennstoff bringen, welcher die Flammen beschleunigt.

 

Sobald ein Feuer in einem trockenen Wald ausbricht, ist es schwer dies unter Kontrolle zu halten. Man sollte meinen auch ein Heuboden sei da nicht vor dem heißen Feuer geschützt.

 

Wie kann es also sein, dass die sehr heißen und hohen Flammen nicht auf die nahen Heuballen übergingen? Der Herd der Flammen muss der Mensch selbst gewesen sein. Hier kann es natürlich sein, dass das Opfer durch die Laterne irgendwie in Brand geriet. Durch den Alkohol im Blut ist zu erkläre, weshalb der Mann nicht wie wild zappelte oder um Hilfe rief.  Dennoch ist völlig unklar, weshalb das Feuer durch Funken nicht auf die Heuballen übergriff.

 

Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass die Flammen nur wenige Sekunden bis Minuten wüteten. Dabei entwickelten diese eine sehr hohe Temperatur. Nach einer sehr kurzen Zeit hörte das Feuer dann wieder abrupt auf. Bis heute haben wir bzw. die Wissenschaft keine Methode gefunden, welches diese Eigenschaften aufweist. Sicher, es gibt einige Methoden, um ein Feuer schnell anzuheizen oder zu löschen.

Knochen beginnen bei ca. 750 Grad zu zerfallen. Diese vollständige Prozedur des Zerfalles dauert, zumindest bei einer Hitze von ca. 900 Grad, etwa eine Stunde. Bei dieser Temperatur wäre ein schnelles Löschen oder ein nicht übergreifen der Flammen auf trockenes Heu einfach unmöglich. Diese Fakten passen ganz einfach nicht mit den handfesten Beweisen am Tatort überein.

 

Es wird vermutet, dass ein gewisser ständiger zugeführter Alkohol Schuld an dem Phänomen sein soll. Doch es gibt ebenfalls SHS Vorfälle bei denen kein Alkohol im Spiel war. Wieder eine Theorie, die nicht zu den übrigen Beweisen passt.

 

Der Vorfall wurde nie aufgeklärt und es konnte damit keine Ursache für das kurze, aber äußerst starke Feuer gefunden werden. 

 

 

Carolina

03.12.2019

 

~ Quellenangaben ~

 

* Bücher *

- Das Jahrhundert der Mysterien und Wunder

- A Cabinet of Medical Curiosities

Hörbericht