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Überblick


Nachricht per Flaschenpost

Welchen Weg ein jeder beschreitet, obliegt nicht immer dem eigenen Willen. Sich einmal wirklich treiben zu lassen, den Zufall für sich bestimmen lassen, das kann nicht jeder, bzw. möchte nicht jeder. Aber keiner kann sich dem Zufall verwehren. Letztendlich gehört er zum größten Teil nun mal zum Leben dazu. Ein schön versinnbildlichtes Beispiel liefert uns die unbestimmte Exkursion einer Flaschenpost. Es hat den Anschein, seitdem es Flaschen gibt, existieren auch die typischen Versendungen von Briefstücken in ihnen. „Schick es mir per Flaschenpost!“, witzelt man, wenn man eine Nachricht von dem Liebsten erwartet.

 

Das aus solchen Schriftstücken tatsächlich richtige Ehen fürs Leben entstehen können, beweist der Fall von Paolina und Åke Viking. Åke warf 1956 aus purer Langeweile mitten im Meer eine Flaschenpost über die Reling, in die er schrieb: „Wenn ein hübsches Fräulein diese Botschaft in die Hände bekommen würde, dann möge es doch bitte antworten.“. Etwa ein Jahr später fiel einem sizilianischer Fischer die Flasche in die Hände und brachte sie aus Spaß seiner Tochter mit. Der Zufall wollte, dass es sich um Paolina handelte. Das junge Mädchen schrieb Åke aus reiner Neugier zurück. Daraus entstand alsbald ein reger Briefverkehr, der darin mündete, dass der junge schwedische Matrose nach Sizilien reiste, um die junge Dame selbst einmal sehen zu können. Er traf 1958 auf der Insel ein und heiratete im Herbst gleichen Jahres Paolina.

 

Man muss sich wundern, wie lange eine Flasche im gut verkorkten Zustand seinem Inhalt Schutz bietet. Ein idealer, luftdichter Verschluss kann schon mit einfachsten Mitteln, wie mit Kork, Schnur, Wachs, Pech oder Teer erreicht werden. Und Glas an sich ist, solange es nicht auf einen harten Widerstand trifft, ein sicherer Bewahrer des Inhaltes. Es sei denn die Zeit wirkt durch physikalische Einflüsse, wie etwa Sonnenlicht, oder chemische Zersetzung ein. 1954 wurden 18 Flaschen aus einem Schiff vor der englischen Grafschaft Kent geborgen, das 250 Jahre zuvor havarierte und kurz darauf sank. Die Flüssigkeit in den Glasbehältern schien durch die Jahrzehnte ihre Zusammensetzung verändert zu haben und war ungenießbar, die Flaschen an sich aber waren wie neu.

 

Eine Flaschenpost kann innerhalb kürzester Zeit enorme Strecken zurücklegen. Dies kann durch Strömungen und Stürme geschehen. So fand man 1917 an den Küste Sri Lankas eine Flaschenpost, die 3 Jahre zuvor im Nordatlantik über Bord geworfen wurde. Aber sie kann auch gut und gerne vor sich hertreiben und sich irrsinnigerweise im Kreis bewegen. Anders ist nämlich der Fall einer Urlauberin, die am Strand von Amrum, Nordfriesland, ebenfalls eine Flaschenpost fand, nicht zu erklären. Marianne Winkler fand diese 2015. Der Inhalt des Briefes sagte aus, dass der Meeresforscher George Parker Bidder die Flasche im November 1906 in die Nordsee warf, um den Beweis für Meeresströmungen in diesem Seegebiet festzustellen. Die Flasche war 108 Jahre und 138 Tage unterwegs gewesen.

 

Diese beiden Fälle veranschaulichen sehr gut, wie ein Objekt, was ohne Ziel im Meer herumtreibt, den höheren Naturgewalten ausgesetzt ist. Wann eine Flaschenpost wie, wo und in welchem Zustand eintrifft, kann nicht bestimmt werden. Zu viele Faktoren bringen das Objekt letztendlich ganz woanders hin als gedacht oder zu einer unbegreifbaren Zeit, zu einem kaum entfernten Ort. Es gibt aber auch die Fälle, in denen kein Scherz oder wissenschaftliches Interesse dahinterstecken, sondern bloße Hilflosigkeit. Es gibt auch diese Flaschenpost, die einen Hilferuf oder Abschiedsbrief beinhalten.

 

In Maine, USA, wurde ein Brief in einer Flasche angespült, der folgenden Inhalt hatte: „Unser Schiff sinkt. Dies ist wohl das Ende. Vielleicht gelangt diese Nachricht irgendwann doch noch in die USA!“ Die Absender des Briefes, so stellte man später fest, kamen von der „Beatty“, einem Zerstörer, der am 6. November 1943 torpediert und danach vor Gibraltar gesunken war. Der größte Teil der Besatzung ertrank bei diesem Unglück.

 

Unglückliche „Zufälle“ gibt es öfter als man denkt. In Tasmanien, unweit von Australien, wurde 1953 eine Flasche gefunden, die zwei australische Soldaten vor 37 Jahren auf der Überfahrt nach Frankreich von ihrem Truppentransporter ins Wasser geworfen hatten. Die Mutter des einen Soldaten erkannte die Handschrift ihres Sohnes, der 1918 an der Westfront fiel. Es brach ihr das Herz, so verspätet einen Brief von ihrem Sohn erhalten zu müssen.

 

Ein geschmackloser Zufall? Wie erklärt ihr euch dann den mehr als kuriosen Fall von Chunosuke Matsujama, einem japanischem Seemann? Dieser „rettete“ sich 1784 zusammen mit 44 anderen Schiffbrüchigen auf ein Korallenriff im Pazifischen Ozean. Auf der trostlosen Insel mit geringer Vegetation gab es so gut wie keine Chance Lebensmittel zu beschaffen. Ehe sie alle an Entkräftung starben, ritzte Matsujama eine kurze Schrift auf ein Stück Treibholz und steckte diese in eine Flasche und warf sie ins Meer. 1935, also 150 Jahre später, fand die Flasche ihren Weg ausgerechnet zu diesem Dorf, wo sich der Geburtsort von Chunosuke Matsujama befand. Dies konnte von fernliegenden Verwandten bestätigt werden.

 

Ist das noch Zufall? Zufall bedeutet auch, dass das Unwahrscheinlichste eintreffen kann. Etwas Glück gehört immer dazu, auch wenn es einem am Ende negativ Aufstoßen kann. Diese Fälle können allesamt davon berichten, dass Nachrichten, werden sie dem Schicksal überlassen, zur einer unbestimmten Zeit, an einem unbestimmten Ort eintreffen können. Manchmal aber auch zur rechten Zeit und/oder Ort, wie beängstigend es auch sein mag...

 

 

Carsten

09.04.2017

Hörbericht


Gebundenes Schicksal

Man hört immer wieder von mysteriösen Zufällen, welche sich tagtäglich ereignen. Es macht den Anschein, als würde es Schicksale geben die miteinander verstrickt sind und dazu verdammt sind, sich ständig zu wiederholen. Eine Tat die sich 157 Jahre später erneut ereignet. Wie soll so etwas möglich sein?

27. Mai 1817, Edington

Die 20-jährige Mary Ashford möchte, wie alle jungen Mädchen in ihrem Alter, ein wenig Spaß haben. Da ihre beste Freundin gleich nebenan wohnte, hatte sie es nicht weit zu dieser und vor Ort machte sich Mary zurecht für einen schönen Tanzabend. Marys beste Freundin hatte hingegen heute keine Lust sich zu amüsieren und deshalb ging Mary zu einer weiteren Freundin, die ebenfalls in der Nähe wohnte. Zusammen machten sie sich dann auf den Weg in den angesagtesten Gasthof der Stadt. Schnell fanden die attraktiven Frauen zwei Tanzpartner und es wurde ein netter und langer Abend.

 

Sehr früh, am nächsten Morgen, machten sich die vier auf dem Weg nach Hause. An einer Brücke trennten sich die Wege der Tanzpaare. Thornton, so hieß der Tanzpartner von Mary, begleitete Mary bis zu dem Haus ihrer Freundin. Dort wartete er auf sie vor dem Haus. Mary hatte ihm versichert, dass sie gleich wieder herauskommen würde. Thornton wollte demnach draußen auf sie warten, um sie dann weiter nach Hause zu geleiten. Doch Mary schien es nicht eilig zu haben und so hatte Thornton bald keine Lust mehr länger zu warten. So machte er sich alleine auf den Weg nach Hause. Mary zog sich derweilen bei ihrer Freundin wieder um. Dann machte auch sie sich auf dem Weg nach Hause. Sie wurde von vielen Augenzeugen ohne Begleitung gesehen. Doch sie kam nie zu Hause an. Am nächsten Tag wurde sie tot in einer Sandgrube aufgefunden. Man hatte sie vergewaltigt und anschließend ertränkt.

Sofort verdächtigte man Thornton die Tat begangen zu haben, doch auch Thornton wurde von vielen Zeugen alleine auf den nach Hause Weg gesehen.

 

Thornton wurde vor Gericht freigesprochen, da es zu wenig Beweise gegen ihn gab.

Der zweite Vorfall, welcher unglaublich Parallelen mit dem ersten Vorfall aufweist geschah exakt 157 Jahre später.

27. Mai 1974, Edington

Barbara Forrest wird tot aufgefunden. Sie wurde vergewaltigt und anschließen erwürgt. Vorher hatte sie ebenfalls eine Freundin besucht und war ebenfalls zu einem Tanzabend aufgebrochen. Auf dem Weg nach Hause wurde sie von vielen Augenzeugen gesehen. Sie war alleine unterwegs. Der Verdächtige, welcher auf der Tanzparty mit Barbara gesehen wurde, hieß auch in diesem Fall mit Nachnamen Thornton. Und auch hier wurde der Verdächtige, aus Mangel an Beweisen, freigesprochen.
 
Natürlich liegt es im Bereich des Möglichen, dass der Mord aus purem Zufall an dem selben Ort erfolgte. Doch nicht nur der Name des Beschuldigten stimmen hierbei überein.

 

  1. Beide Frauen wurden am gleichen Datum ermordet (27. Mai).
  2. Dabei fiel das Datum, in den Jahren 1817 und 1974, auf einen Pfingstmontag
  3. Die Opfer und auch die Beschuldigten sahen sich sehr ähnlich.
  4. Hatten am gleichen Datum Geburtstag.
  5. Beide wurden vergewaltigt und
  6. an genau dem selben Tatort tot aufgefunden.
  7. Außerdem stimmt die Tageszeit, an dem die Opfer gefunden wurde, überein.
  8. Die Verdächtigen hießen beide mit Nachnamen Thornton.
  9. Und auch die Todesursache ähnelt sich: beide bekamen keine Luft mehr.

 

Wenn man die Täter gefasst hätte, konnte man hierbei bestimmt auch noch einige Gemeinsamkeiten finden.

 

Wer hier von einem bloßen Zufall redet, der ist fernab der Realität und damit der Wahrheit. Natürlich passieren ständig und überall unglaubliche Zufälle, die einem zum Staunen bringen. Dennoch redet man hier immer wieder von einem bloßen Zufall und die Sache ist schnell wieder vergessen. Doch bei diesem Vorfall hat man das Gefühl, wieder in die Vergangenheit versetz worden zu sein und das Ganze noch einmal durchleben zu müssen. Es sieht fast so aus, als müssten die beiden Opfer und auch die Beschuldigten das gleiche Schicksal durchleben, da ihre Leben und auch ihr Tod tief miteinander verstrickt sind.

 


Carolina
04.01.2014

 

Neue Auflage

20.08.2017

Hörbericht


Kleine Sammlung von Zufällen (Teil 1)

Ein Zufall bleibt am Ende des Tages immer noch ein blöder Zufall oder? Was genau versteht man eigentlich unter dem Wort Zufall? „Ein (seltenes) nicht vorauszusehendes Ereignis.“ – Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon. „Etwas, was man nicht vorausgesehen hat, was nicht beabsichtigt war, was unerwartet geschah.“- Erläuterung aus dem Duden. „Von Zufall spricht man dann, wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse keine kausale Erklärung gegeben werden kann.“- Definition zum Wort von Wikipedia. Eigentlich ist der Zufall ein mysteriöses und kleines, magisches Ereignis, da die Vorfälle so unglaublich, unfassbar scheinen, dass man eigentlich nicht mehr von einem Zufall reden kann. Aber wie sollte man solche Ereignisse auch sonst nennen?

 

Bristol, Zufall von Frau E. Owens

Es war bald so weit. Ihr Bruder, der in Kanada lebte, hatte Geburtstag und sie wollte ihm diesmal etwas ganz besonderes schenken. Wie war noch einmal dieser Name, von dem entzückenden Kinderbuch, welches er früher so sehr geliebt hatte? Sie schrieb ihn einen Brief und fragte in diesem unauffällig nach dem Buch. Es dauerte nicht lange, da bekam sie die ersehnte Antwort. Ihr Bruder nannte den Namen des Buches und gab außerdem an, dass er es vor Jahren, unabsichtlich, auf dem Flohmarkt verkauft hatte. Es muss wohl in die Kiste gelangt sein, in denen haufenweise alte, für ihn unbrauchbare Bücher, gewesen waren. Frau Owens erkannte in dem Brief sofort die Traurigkeit, mit der ihr Bruder das Ereignis beschrieb. Es blieb also dabei. Sie wollte ihn eines der Exemplare zum Geburtstag schenken. Es stelle sich jedoch schwieriger raus als gedacht. Nach einer Woche fand sie tatsächlich einen Buchladen, in dem noch ein Exemplar des gesuchten Kinderbuches vorhanden war. Sie schlug das Buch auf, um nach dem Preis zu suchen. Auf der ersten Seite stand in krakeliger Schrift der Name ihres Bruders (Vor- und Nachname). Kein Zweifel. Es handelte sich um das Kinderbuch ihres Bruders, welches er, vor Jahren, in Kanada verkauft hatte.

 

Norwegen, 1976, Zufall von Thekla Aanen

Die Einwohner Norwegens lieben ihr Land und natürlich die vielen, wunderschönen Fjorde. Frau Aanen schwamm öfters morgens ihre Runden in einen dieser Fjorde. Daher kam es ihr auch völlig unglaubwürdig vor, als sie an diesem Tag ihren Diamantring im Fjord verlor. Wie konnte das nur passieren? Betrübt und traurig, nahm die das Ereignis hin und wusste, dass der Diamantring auf ewig verloren war. Etwa 3 Jahre später angelte ihr Enkelsohn Robert in dem besagten Fjord. Er fing prächtigen Lachs und Frau Aanen nahm den Fisch später für das Mittagessen aus, um ihn zu zubereiten. Im Magen des Lachses, fand sie ihren verlorenen Diamantring.

 

Middlesex, Zufall von Jason Cook & Gary Burns

Jason war mit seinem besten Freund Gary unterwegs. Doch damit der heitere Abend weitergehen konnte, brauchten beide Geld. Also gingen beide zu ihrer Bankfiliale des Vertrauens und hoben Geld ab. Als Jason seinen PIN eingab, um Geld abzuheben, sah Gary unfreiwillig die genaue Eingabe des PINS. Er bemerkte, dass dies ebenfalls sein PIN war (für seine Bankkarte). Die Möglichkeit einen gleichen PIN zu haben ist nicht ungewöhnlich (Chance 1 zu 9.999), doch den selben PIN in der selben Filiale zu haben (selber Ort), diese Chance kann man nicht berechnen, da es eigentlich unmöglich zu sein scheint.

Kann es sich bei so unglaublichen Zufällen wirklich nur noch um Zufälle handeln oder besitzen diese Ereignisse schon fast etwas Magisches?

 

 

Carolina

28.01.2018

Hörbericht


Keith Fields Wunder (1963)

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Wenn ein großes Unheil droht und ein Unfall unvermeidlich zu sein scheint, kommt es in manchen Situationen zu einem Wunder anstatt zu einem tödlichen Unfall. Worte wie: „Du hattest aber großes Glück“ oder „es ist ein Wunder“ oder auch „Dein Schutzengel muss über dich gewacht haben“ sind dann die einfachste Erklärung für solche ein Wunder, da der Vorfall oftmals physikalisch nicht zu erklären ist. In dem nun folgenden Vorfall erlebte ein kleiner Junge sein ganz eigenes Wunder, welches von vielen Zeugen bestätigt wurde.

 

Januar 1963, im Außenbezirk von London

 

Schon Anfang Januar hatte es begonnen zu schneien und auch nun, Mitte des Monats, schneite es unaufhörlich weiter. Schnee ist doch etwas Herrliches und gerade für Kinder ist der Schnee noch etwas ganz Besonderes. Während die Erwachsenen vor dem Kamin sitzen und eine Tasse Tee trinken, spielen die Kinder draußen im Schnee. Auch bei Keith Field, damals ein kleiner Junge, war das nicht anders. Seine Kleidung war bereits voller Schnee und auch die Straße, welche er gerade überqueren wollte, war mit Schnee bedeckt.

Der kleine Keith hatte die Straße bereits bis zur Hälfte überquert, da sah er ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf sich zu kommen. Der Schock über diese Situation ließ ihn wie angewurzelt stehen bleiben und ein Aufprall mit dem Auto schien unvermeidlich. Der Wagen war nur noch wenige Meter von ihm entfernt, als das unglaubliche geschah. Der Wagen blieb plötzlich einfach stillstehen und dies, obwohl die Straße durch den Schnee sehr glatt war. Es schlidderte kein Zentimeter mehr weiter und bliebt auf einmal sofort stehen. Der Fahrer des Autos starb leider bei dem starken Aufprall.

 

Spätere Untersuchungen brachten dazu folgendes zu Tage. Das Auto war mit 65 km/h unterwegs und ein bremsen des Fahrers hätte dazu geführt, dass der Wagen ins Schleudern geraten wäre. Sobald dies geschehen wäre, hätte der Fahrer den Jungen wohl dennoch überfahren oder wäre von der Straße abgekommen. Der Fahrer kann also gar nicht, so unglaublich es auch klingen mag, eigenständig gebremst haben und dennoch kam der Wagen sofort zum Stehen. Dieser plötzliche Stillstand, bei 65 km/h, ließ den Fahrer mit solch einer Wucht auf das Lenkrad aufkommen, dass dieser sofort tot war. Das Auto hatte keinerlei Schaden und wies auch keinen Defekt auf. Damit konnte ein Defekt an den Bremsen, welcher vielleicht noch den Stopp erklärt hätte ausgeschlossen werden.  Keith gab außerdem an, dass er das ganze Geschehen in Zeitlupe wahrnahm. Mehrere zeugen bestätigten den Vorfall und haben an, dass der Wagen wahrhaftig einfach von einem auf den anderen Moment zum Stehen kam.

 

Was hat also dafür gesorgt, dass Keith diesen Vorfall unbeschadet überstand? Sein Schutzengel, übernatürliche Kräfte oder doch einfach nur pures Glück? Was auch immer den kleinen Jungen das Leben rettete, ließ dennoch ein Opfer zurück. Der Fahrer des Autos überlebte den Vorfall leider nicht. Wäre es nicht zu diesem sofortigen Stillstand gekommen, wäre Keith wahrscheinlich überfahren worden und der Autofahrer hätte den Vorfall überlebt. Kann man den Vorfall dann wirklich noch ein Wunder nennen?

 

 

Carolina 

11.12.2018     

Hörbericht


Kleine Sammlung von Zufällen (Teil 2)

Wie es der Zufall so will, setzen wir heute unsere kleine Sammlung der Zufälle weiter fort. Im zweiten Teil werden wir wieder drei kurze Vorfälle auflisten. Die folgenden Vorfälle werden euch sicher ins Staunen versetzen und so unbegreiflich es auch zu sein scheint, haben sich diese Vorfälle wahrhaftig ereignet.

 

Zufall von Nicolas Camille Flammarion

 

Der Autor Nicolas Camille Flammarion (1842-1925) hatte wieder einmal ein Manuskript für ein neues Buch beendet und sendete dieses an einen Verlag. Das besagte Manuskript kam beim Verlag an und die verantwortliche Angestellte nahm das Manuskript an sich. Sie wollte es später mit in das Verlagshaus nehmen. Auf den Weg dorthin legte sie einen kurzen Zwischenstopp in einem Restaurant ein. Das Manuskript lag der weilen im Auto. Diebe schafften es das Auto aufzuknacken und die Zündung kurz zu schließen. Das Auto sowie das Manuskript waren verloren. Sollte man meinen. Am nächsten Tag rief Herr Flammarion aufgebracht beim Verlag an. Er wollte umgehend wissen, warum der Verlag sein Manuskript in seinen Vorgarten geschmissen hatte. Damals war es üblich, dass Diebe unbrauchbare Dinge einfach wegwarfen. In diesem Fall hatten die Autodiebe das für sie wertlose Manuskript zur richtigen Zeit und am richtigen Ort entsorgt.

 

London, 1971, Zufall von Anthony Hopkins

 

Der berühmte Schauspieler erlebte ebenfalls schon einen unglaublichen Zufall. Für eine Nebenrolle sollte er das Buch zum Film „Das Mädchen von Petrovka“ lesen. Leider waren bereits alle Exemplare ausverkauft. Tage später stieg es in die U-Bahn und wollte sich auf den Weg nach Hause machen. Dabei erblickte er ein herrenloses Buch auf einen der U-Bahn Sitze. Es war genau das Buch, welches überall vergriffen war. In dem Exemplar befanden sich allerlei Notizen, die Hopkins allerdings nicht daran hinderten das Buch zu lesen. Einige Zeit später flog er für die Aufnahmen des Filmes ins Ausland. Dort traf er zum ersten Mal auf den Autor George Feifer. Sie kamen ins Gespräch und der Autor erwähnte nebenbei, dass er sein Buch einen Freund ausgeliehen hatte, der dies allerdings wiederum verloren hatte. Dies sei äußerst bedauerlich, da in dem Exemplar all seine wertvollen Notizen enthalten waren. Als Anthony Hopkins dem Autor das gefundene Exemplar zeigte, konnte dieser es eindeutig als sein Exemplar identifizieren.

 

Zufall von M.Coyle

 

 

Der Glückspenny. Angeblich soll so ein Penny seinen Besitzer stets Glück bringen oder wie in dem Vorfall von Frau Coyle zumindest nie von der Seite des Besitzers rücken. Frau Coyle hatte ihren Glückspenny, auf dem sie ihre Initialen geschrieben hatte, immer in ihrem Portemonnaie. Kurz bevor sie in den Urlaub fliegen wollte musste sie ihn allerdings notgedrungen ausgeben. Betrübt flog sie in den Urlaub nach Irland. Zwei Tage nach der Ankunft kaufte sie sich etwas in einem kleinen gemütlichen Laden. Mit dem Wechselgeld erhielt sie auch ihren Glückpenny zurück. Die Initialen ließen keinen Zweifel aufkommen.

 

 

Carolina 

07.01.2019

Hörbericht


Das Abraham Lincoln und John F. Kennedy Schicksal

Zufällige Ereignisse oder Gegebenheiten beherrschen unser Leben. Die meisten von uns tun sie als Laune des Lebens ab. Aber manchmal sind diese Zufälle nicht einfach nur Zufälle. Es gibt auch diese, die sich vom Hergang so sehr aneinander gleichen, dass hier nur von einem schicksalhaften Verbund oder einer Anomalie der Begebenheiten gesprochen werden kann. Viele Menschen glauben an wiederkehrende Schicksale,wiederholende Schlüsselmomente, die haargenau so ablaufen, wie sie es bereits zur anderer Zeit taten. Vergleichbar ist es mit einem Drehbuch, was von einem Menschenleben handelt, was nach einiger Zeit neu interpretiert wird, nur mit anderen Charakteren, zu einer anderem Datum.

 

Um dieses, zugegeben, kompliziertere Thema zu versinnbildlichen, hier zwei besonders bekannte Fälle, die einen erschreckend gleichen Hergang innehaben. Abraham Lincoln wurde 1846 in den U.S. Kongress gewählt, 1860 zum Präsidenten der vereinigten Staaten. 100 Jahre später, nämlich 1946, wurde John Fitzgerald Kennedy in den Kongress gewählt, 1960 zum Präsidenten ernannt. Lincoln war nach dem gewonnen Kampf gegen die Südstaaten ein gefährdeter Mann. Und obwohl bekannt war, dass es viele verschwörerische Gruppierungen gab, waren die Sicherheitsstandards relativ niedrig gehalten. Im Falle von J.F.K., der sich wegen seiner eher sozialeren und antikapitalistischen Ansprachen nicht gerade beliebt bei den größeren U.S. Konzernen gemacht hatte, waren ebenfalls Bemühungen von oppositioneller Seite nachweisbar. Auch waren die Sicherheitsmaßnahmen bei ihm ebenfalls eher unprofessionell, wenn man sich die politischen Unruhen anschaut, die zu dieser Zeit kursierten.

 

Soweit so unspektakulär. Aber es gibt noch ein paar solcher zufälligen Übereinstimmungen von Kennedy und Lincoln. Die Nachnamen beispielsweise beinhalten von beiden 7 Buchstaben. In beiden sind 2 N zu finden. Abraham Lincoln und J.F.K. waren jeweils die zweitgeborenen Kinder in ihren Familien. Wie bereits erwähnt, waren beide Präsidenten nicht unumstritten zu ihrer Zeit. Lincoln schaffte unter seiner Legislaturperiode die Sklaverei ab. JFK verurteilte den latenten Rassismus gegenüber Afroamerikanern und sprach sich deutlich für Reformierungen der freien Marktwirtschaft aus. Somit machten sich beide Präsidenten bei erzkonservativen Kräften unbeliebt.

 

Wenn wir über die Anschläge zu sprechen kommen wollten, lässt sich festhalten, dass beide Männer durch einen Kopfschuss ermordet wurden. Beide Präsidenten wurden mit Beisein ihrer jeweiligen Frau umgebracht. Lincoln wurde im Ford´s Theater erschossen, J.F.K. in einem von Ford gebauten Lincoln. Beide Präsidenten wurden am Tag ihres Mordes von einem andren Ehepaar begleitet, von dem jeweils der Ehemann leicht mitverletzt wurde. Der Tag, an dem das Attentat stattfand, war in beiden Fällen der Freitag gewesen. Das sind allerhand verblüffende Zufälle, möchte man meinen.

 

Aber auch ihre Mörder weisen merkwürdige Ähnlichkeiten auf. So waren beide Attentäter, John Wilkes Booth und Lee Harvey Oswald, bevor ihnen der Prozess gemacht werden konnte, ermordet worden. Beide besaßen 2 Vornamen. Die Männer, die wiederum auf ihre Art und Weise Selbstjustiz an ihnen durchführten hießen Boston Corbett und Jack Ruby. Corbett tötete Booth bei einer Verfolgungsjagd und Ruby ermordete Oswald, indem er ungehindert in ein Polizeigebäude eindrang. Beide , also Corbett und Ruby, waren nachweislich motiviert, die Mörder der Präsidenten umzubringen. Um beide Attentate ranken sich Verschwörungstheorien, die zum Inhalt haben, dass Abraham Lincoln und J.F.K. im Auftrag von Dritten ermordet wurden, die sie im Auftrag von höherer Stelle dazu angehalten haben. Das ist aber nicht Thema dieses Berichts. Um die Kette der merkwürdigen Dopplungen abzuschließen, ein letzter Zufall. Die Nachfolge beider Präsidenten wurde von Männern angetreten die um 100 Jahre versetzt geboren wurden. Lincolns Nachfolger, Andrew Johnson, wurde 1808 geboren. Lyndon B. Johnson, der Nachfolger Kennedys, wurde 1908 geboren. Beide trugen den Nachnamen Johnson. Nur alles Zufälle? Uns würde interessieren, was ihr davon haltet.

 

 

Carsten

24.04.2019

Hörbericht


Erzählung von Arthur Gordon Pym (Edgar Allan Poe)

Bild zeigt Edgar Allan Poe [Bild: www.pixabay.com]
Bild zeigt Edgar Allan Poe [Bild: www.pixabay.com]

Heute geht es bei uns, indirekt, um Edgar Allan Poe. Der berühmte Schriftsteller schrieb u.a. Abenteuerromane. Diese entsprangen seiner Fantasie und können demnach, logischerweise, nicht real sein. Wenn sich eine seiner Geschichten dann aber doch einige Jahre nach Veröffentlichung real abspielt, was soll man dann davon halten?

 

Edgar Allan Poe, geboren am 19. Januar 1809 in Boston und verstorben am 7. Oktober 1849 in Baltimore, war ein berühmter US-amerikanischer Schriftsteller. Er schrieb Kriminal-, Horror- und Abenteuerliteratur, sowie Kurzgeschichten.

 

1837 erschien sein Abenteuerroman „Erzählung von Arthur Gordon Pym“ („Narrative of Arthur Gordon Pym“). Darin geht es, um 4 Seeleute, welche einen Schiffsbruch überlebten. Auf einem Rettungsboot begann für sie nun der Kampf ums Überleben. Sturm, Sonne, Regen, Wassermangel und vor allem dem Hunger waren die 4 ausgesetzt. Ohne Nahrung würden die vier bald einen grausamen Hungertod sterben und so beschlossen alle, dass sich einer für die übrigen opfern musste, sprich er würde den übrigen als Nahrungsquelle dienen. Alle vier waren einverstanden und so fällten sie die Entscheidung per Zufall. Sie wollten das Opfer mit Hilfe eines kurzen Strohhalmes auslosen. Dazu bekamen 3 dieselbe Länge und einer wurde gekürzt. Wer den Kürzeren zog hatte verloren. So kam es, dass der Schiffsjunge namens Richard Parker den Kürzeren zog. Die übrigen 3 Seeleute brachten ihn daraufhin um und aßen ihn. Nur so konnten sie lange Zeit auf See überleben und wurden schließlich gerettet. Dies ist nur ein grober Auszug aus dem Roman von Edgar Allan Poe. Die Geschichte ist sehr bizarr und grausam, wofür die Geschichten von Poe im Übrigen bekannt waren.

 

47 Jahre nach der Veröffentlichung des Buches ereignete sich dann etwas Unglaubliches. Die Fiktion wurde zur grausamen Realität. Dabei wurden viele Parallelen zum Roman aufgezeigt. 4 Seeleute auf einem Rettungsboot waren bald dem Hungertod nahe. Damit die anderen überleben konnten wurde, hier jedoch eher unfreiwillig, ein Opfer ausgesucht und nun kommt der mit Abstand verrückteste Teil des Ganzen Vorfalls. Der Schiffsjunge hieß ebenfalls, wie die Figur im Roman, Richard Parker. Die drei übrigen Seeleute (mit Namen Tom Dudley, Edwin Stephens und Edmund Brooks) können auch in der Realität durch seine Überreste überleben und wurden rechtzeitig gerettet.

Im selben Jahr noch, 1848, wurden die drei in England vor Gericht gestellt, da sie Geschichte doch zu bizarr klang, um fair abgelaufen zu sein. Durch eine Aussage eines der Mitglieder wurde dann klar, dass das Opfer hierbei ganz sicher nicht freiwillig ausgewählt wurde. Richard Parker wurde unfreiwillig ermordet. Die drei Seeleute wurde also demnach auch wie Mörder verurteilt.

 

Die Geschichte von Edgar Allan Poe ist, leider, gar nicht so abwegig. Vorfälle, in denen Menschen durch den nahen Hungertod einen Mitmenschen, ob nun freiwillig, unfreiwillig oder bereits tot, verzehren sind bereits vorgekommen und waren, gerade auf hoher See und zur damaligen Zeit, nichts Ungewöhnliches. Das eigentlich erstaunliche bzw. erschreckende an diesem Vorfall ist die Tatsache, dass viele Details übereinstimmen, genau wie der Name des Opfers. Dies ist doch schon ein sehr großer bzw. unwahrscheinlicher Zufall.

 

Zufälle können sich natürlich ereignen, doch bei manchen ist die Chance eines Vorkommens so schwindend gering, dass dies eher unwahrscheinlich ist. Das Bücher, welche aus reiner Fiktion entstehen, real werden ist im Übrigen schon öfters als bloß einmal vorgekommen. Also doch ein Zufall, der weit aus öfter vorkommt, als er eigentlich dürfte? Hat dies am Ende alles gar nichts mehr mit einer Wahrscheinlichkeits-Rechnung zu tun?

 

 

Carolina

14.08.2019

 

 

~ Quellenangaben ~

* Buch *

- Das Jahrhundert der Mysterien und Wunder

* Internet *

http://anomalyinfo.com/Stories/1884-october-coincidence-and-death-richard-parker

https://www.20min.ch/wissen/history/story/Das-traurige-Ende-des-Schiffsjungen-Parker-28981071?httpredirect

Hörbericht