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Überblick


Amazon / Mary Celeste

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Jeder hat es mind. schon einmal erlebt. Es scheint einen fast magisch zu verfolgen und ist es erst einmal geschehen, folgt eines gleich dem nächsten. Die Rede ist vom dem Unglück. Doch das Unglück scheint nicht nur speziell Menschen heim zu suchen. Auch Gegenstände scheinen davon betroffen zu sein, insbesondere Schiffe. Ist das Unglück erst einmal an einem Gegenstand gehäfftet, so bekommt jeder etwas von dem Unglück ab, welcher mit dem Gegenstand zu tun hat. Nur eine Vernichtung des Gegenstands scheint das Problem zu lösen. Das Schiff mit dem Namen „Mary Celeste“ scheint mit besonders viel Unglück überschüttet worden zu sein.

 

1860 wurde das Schiff in der neuschottischen Reederei von Joshua Dewis gebaut. Damals war das Schiff allerdings noch unter dem Namen Amazon bekannt. 1861 wurde das Schiff dann vom Stapel gelassen.

Robert McLellan nannte sich der glückliche, erste Eigentümer des Schiffes. Doch es dauerte nur einige, wenige Tage da wurde McLellan schwer krank. So schwer krank, dass er an den Folgen der Krankheit starb. Hat hier das Unglück des Schiffes schon sein erstes Opfer gefordert?

 

Auch der zweite Eigentümer hatte nicht mehr Glück. John Nutting Parker leitete die Jungfernfahr. Vor Maine passierte dann ein Unglück, welches eine ganze Kette von Unglücken freisetze. Der Rumpf wies, nachdem das Schiff in eine Schleuse geraten war, ein Leck auf. Das Schiff musste schleunigst zurück in den Hafen. Zurück in den Docks, wurde das Schiff repariert. Auch Parker war vor Ort und sorgte sich um sein Schiff. Das Schiff dankte es ihm, auf seine Art. Während der Reparatur brach ein Feuer aus und Parker konnte nicht mehr entkommen. Er starb in den Flammen.

 

Die erste Atlantiküberquerung verlief dann ohne Komplikationen. Doch kaum angekommen in Dover, kollidierte das Schiff mit einer Brigg. Diese sank, doch die Amazon blieb unversehrt. Ein neuer Kapitän nahm sich dem Schiff an und segelte zurück gen Amerika. Kurz vor Neuschottland lief das Schiff jedoch auf Grund. Wieder einmal musste das Schiff zur Reparatur. Danach gab es noch unzählige Eigentümer, welche es jedoch nie lange mit dem Schiff aushielten. Entweder waren die neuen Eigentümer schnell bankrott oder sie hatten einfach keine Freude am Schiff.

 

Das Unternehmen J.H. Winchester & Co. bauten dann das Schiff komplett um, hissten eine neue Fahne und gaben dem Schiff den neuen Namen Mary Celeste.

Benjamin Spooner kam dann an das Schiff. Spooner galt als schwach, unfähig und sehr religiös. Am 7. November stach Spooner mit seiner Frau, einer seiner Töchter und deutschen Seeleute in die See.  

 

5. Dezember 1872 

Das Schiff war in dem Nebel nur schwer auszumachen und der britische Wachhabene musste schon zweimal hinschauen, bis er das schwere Ungetüm seicht auf den Wellen treiben sah. Zu dem Rhythmus der Wellen schaukelte es, fast schon bedrohlich, hin und her. Der Wachmann bat dem Schiff per Funk Hilfe an, doch niemand meldete sich. So trommelte er Wachhabene ein paar Männer zusammen, machte sich mit einem Boot auf zum Schiff und gingen schließlich an Deck. Das Schiff befand dich in keinem guten Zustand. Die Takelage und Relling war beschädigt, die Kombüse war voller Wasser und das Kompasshaus war umgeworfen und zerstört worden. Von der Besatzung fehlte jede Spur. Es befanden sich ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser auf dem Schiff. Laut Karte, welche man in der Kajüte fand, befand sich das Schiff am 24. November noch auf Kurs. Das Chronomerte, der Sextant, der Seefrachtbrief, das Navigationsbuch und das Beiboot waren verschwunden. Warum floh die Mannschaft mit dem Beiboot, wenn das Schiff, an und für sich, in einem guten Zustand war? Es befanden sich ausreichend Lebensmittel an Board. Wieso oder eher wovor sind also alle geflohen? Was hat der kompletten Mannschaft solch eine Angst eingejagt, dass alle, ohne genug Proviant, die Sicherheit eines kleinen, wackeligen Beiboots dem Schiff vorzogen?

 

Eine Erklärung für den Vorfall war vom Volk schnell gefunden worden. Die Finder des Schiffes, also der Wachhabene und die anderen Männer mussten das Schiff gekapert haben und die Menschen ermordet haben. Doch dazu passt nicht, dass nie Leichen gefunden wurden. Wo sollte der Wachmann und seine Männer sonst die Leichen entsorgen, wenn nicht ins Meer. Die Leichen hätte man sicher gefunden und kein anderer Ort war schnell genug dafür auszumachen. Eine Erklärung oder ein Beweis für die Anschuldigung oder das Verschwinden wurde nie gefunden.

Auch nach dem großen Unglück hatte das Schiff noch etliche neue Eigentümer. Doch auch hier wechselten diese ständig, da das Schiff nur Unglück mit sich brachte und der Eigentümer, ob nun aus Geldnot oder tot, das Schiff nicht lange halten konnte.

 

 

Carolina

 

17.12.2017

Hörbericht


Das verknüpfte Familienunglück [Deutschland]

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Wenn das Schicksal und der Zufall sich vereinen, tritt ein unmöglich, teils völlig verstörendes Ereignis in Kraft. Es ist einerlei wie oft und eingehend das Ereignis gemustert wird, es ist und bleibt unverständlich und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Der Vorfall, über denen wir nun berichten werden, lässt ein großes Fragenzeichen zurück und eine Erklärung oder der Hang zur Normalität ist hierbei nicht gegeben.

 

28. Juni 2000, Deutschland, zwischen Mariakirchen und der Kreisstadt Pfarrkirchen

Alexander B. ist 16 Jahre alt und mit seinem Moped unterwegs. Aus ungeklärter Ursache kommt das Moped von der Fahrbahn ab und prallt frontal mit einem Werksbus zusammen. Der Busfahrer und seine Passagiere bleiben unverletzt und kommen mit einem Schock davon. Alexander B. stirbt kurze Zeit später.

 

24. Januar 2003, Deutschland, ebenfalls zwischen Mariakirchen und der Kreisstadt Pfarrkirchen

 

Der 40-jährige Manfred B. ist mit seinem Lieferwagen auf der spiegelglatten Fahrbahn unterwegs. Trotz seiner vorsichtigen Fahrweise kommt der Lieferwagen von der Fahrbahn ab und rammt frontal einen Schulbus. Der Notarzt kann nur noch den Tod von Manfred B. feststellen. Der Busfahrer und die 19 Oberschüler kamen mit einem Schrecken davon.

Auch wenn die Vorfälle bestürzend sind, ist diese Schilderung noch nicht die eigentliche unerklärliche Tatsache.

 

Diese Unfälle liegen knapp 2 ½ Jahre auseinander. Bei Alexander B. und Manfred B. handelte es sich um Familienmitglieder. Genauer, Alexander B. war der Sohn von Manfred B. Beide verunglückten tödlich an exakt derselben Stelle und dabei prallten die Fahrzeuge jeweils mit einem Bus zusammen.

Doch dies sind noch nicht alle Gemeinsamkeiten der beiden Vorfälle. Bei dem Busfahrer, sowohl bei dem Unfall im Jahr 2000 als auch im Jahr 2003, handelte es sich um ein und dieselbe Person.

 

Gleiches Blut, gleicher Ort, gleicher Unfallgegner. Dies ist wirklich ein unglaublich und unerklärlicher Zufall. Die Möglichkeit, dass Menschen an derselben Unfallstelle verunglücken ist gering aber nicht ausgeschlossen. Beschaffenheit der Straße und Zustand des Fahrers sind hierbei ausschlaggebend. Die Chance das Familienmitglieder oder Bekannte an derselben Unfallstelle verunglücken ist noch geringer, aber ebenfalls nicht ganz auszuschließen. Die Möglichkeit, dass die Opfer mit demselben Fahrzeugtyp zusammenstoßen, lässt die Aussicht auf ein Eintreten dann noch mal ein wenig sinken.

Die Chance jedoch, dass Familienmitglieder an denselben Ort verunglücken, dabei jeweils mit einem Bus zusammenstoßen und es sich bei dem Unfallgegner um ein und dieselbe Person handelt, diese Chance ist so verwindend gering, dass sie fast nicht gegeben ist.

Dabei hatte der Busfahrer wohl unheimlich großes Glück oder Pech. Dies kommt ganz auf den Blickwinkel des Vorfalles an.

 

 

Carolina

 

       26.06.2018       

Hörbericht


Der kleine Bastard

[Bild: www.pixabay.com]
[Bild: www.pixabay.com]

Ein verfluchter Gegenstand, welcher seinen Besitzer nichts als Unglück bringt. Dieses durchaus beängstigende Phänomen tritt gar nicht so selten auf. Immer wieder gibt es dokumentierte Vorfälle, bei denen ein bestimmter Gegenstand im Fokus steht. In diesem Bericht geht es dabei um ein Auto, welches genau diese verfluchten Eigenschaften besitzt.

 

1955, Los Angeles

 

Der Schauspieler James Dean hatte ein Fable für schicke und schnelle Autos. Eines Tages fiel ihm ein Porsche 550 Spider ins Auge, welchen er kurz darauf käuflich erwarb. Er nannte ihn bald nur noch liebevoll seinen „kleinen Bastard“. Jedem Freund oder Bekannten, dem er den grauen Porsche stolz vorführte, überkam ein ungutes Gefühl. So schick das Auto auch aussah, so unheimlich wirkte es auch. Ein Schauspieler Kollege beschlich bei der Vorführung sogar so ein ungutes Gefühl, dass er James riet nie in das Auto zu steigen. Sollte er dennoch in das Auto steigen, würde er in nur einer Woche tot darin aufgefunden werden. Doch James schlug all diese Warnungen in den Wind. Ja, selbst die Warnung und Ängste seiner Freundin, in Verbindung mit dem Porsche, interessierten ihn nicht. Eines Tages war er mit seinem Porsche auf dem Weg zu einem Rennen, als er mit einer Limousine zusammenstieß. James Dean war auf der Stelle tot. Die Unfallopfer aus der Limousine überlebten den Unfall schwer verletzt.

 

Das Autowrack wurde von dem Ersatzteilhändler George Barris gekauft. Die unbeschädigten Teile sollten erneut verwendet werden. Schon beim Abladen des Autowracks passierte ein Unfall. Es fiel von der Laderampe und dabei wurde das Bein eines beteiligten Mechanikers gebrochen. Doch dies wurde noch als einfacher Unfall abgetan. Die nächsten Vorfälle konnten jedoch dann nicht mehr als einfache Unfälle abgetan werden.

 

Zwei Reifen wurde an einen Sportwagen Fahrer verkauft. Aus unerklärlicher Ursache explodierten diese Reifen während einer Fahrt und der Fahrer konnten nur knapp den Wagen wieder unter seiner Kontrolle bringen. Damit entkam der Fahrer nur knapp dem Tod.

 

Der Motor des kleinen Bastards wurde ebenfalls verkauft, genau wie die Antriebskette. Das Auto, mit seinem neuen Motor, geriet bereits bei der ersten Fahrt außer Kontrolle und fuhr gegen einen Baum. Der Fahrer war sofort tot. Auch das Auto mit der neu eingebauten Antriebskette geriet außer Kontrolle und überschlug sich. Der Fahrer überlebte den Unfall zum Glück schwer verletzt. Bei dem Unfall wurde ebenfalls ein Polizist verletzt, welcher zufälligerweise nah am Unfallort stand. Ein gelöster Reifen traf den Mann mitten ins Gesicht. Er überlebte ebenfalls schwer verletzt.

 

Diverse übrig gebliebene Teile richteten beim demontieren großen Schaden an. Die zuständigen Mechaniker wurden dabei schwer verletzt. Klaffende Wunden und gebrochene Knochen kamen dabei nicht selten vor. Nachdem die Zahl der Opfer immer weiter stieg, reichte es George Barris und er übergab das Auto einer Ausstellungs-Kampagne. Dort zog sich das Unglück weiter voran.

 

Es wurden insgesamt 3 Ausstellungen mit dem Porsche ausgeführt. Bei der ersten Ausstellung brannten einige Garagen aus unbekannter Ursache ab. Unter anderem die Garage des Porsches. Während alle anderen Autos dabei vollständig abgebrannt sind, wurde der Porsche in keinster Weise beschädigt. Bei der zweiten Ausstellung fiel das Auto, ebenfalls aus ungeklärter Ursache, von seiner festen Rampe herunter. Einem Besucher wurde dabei die Hüfte gebrochen. Auf dem Weg zur dritten Ausstellung wurde das Auto auf einen LKW-Anhänger verladen. Der LKW-Fahrer verlor während der Fahrt, Ursache ungeklärt, die Kontrolle über sein LKW und er verunglückte dabei tödlich.

 

1960 wurde der kleine Bastard dann zum letzten Mal auf einen Zug verladen. Als der Zug an seinem Zielort ankam, war der Porsche verschwunden. Der Wagon war leer und bis heute hat man keine Spur von dem Wagen gefunden. Das Auto wurde anscheinend gestohlen, wobei der Dieb und die nachfolgenden Besitzer wohl keine Freude an dem kleinen Bastard haben werden.

 

 

Carolina

 

19.02.2019  

Hörbericht


Der Koh-i-Noor Diamant

Die britische Krone zählt zu den bedeutendsten königlichen Reliquien Englands. Doch weshalb wollen wir von Mystery Facts dieses imposante, aber nicht mysteriös anmutende Stück in der Rubrik Unglück/Verflucht einteilen? Aus folgendem Grund: Der Koh-i-Noor Diamant. Dieser ist ein fester Bestandteil der englischen Krone. Aber birgt gerade dieser Stein eine Menge an mysteriösen Unstimmigkeiten, die die Schicksale der Träger betreffen. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn betroffen waren nur die männlichen Besitzer des Minerals.

 

Koh-i-Noor, was so viel bedeutet wie “Berg des Lichts“, wurde erstmals 1304 erwähnt. Der Sultan Ala ud-Din Khalji entwendete dem Khan von Malwa einen solchen Diamanten. Der nordindische Sultan galt vor dem Besitz des Steines, als glückseliger Herrscher. Nun aber wendete sich das Blatt. Während seiner Regentschaft wurden eine Vielzahl von Intrigen gegen ihn geschmiedet. Zwar eroberte Sultan Ala ud-Din weiterhin Regionen, die dann unter seiner Obhut standen, aber das Mongolenreich expandierte Zusehens, was sein Imperium langsam aufzehrte. Das Geld für die Erhaltung der berittenen Einheiten war immer schwieriger zu beschaffen.

 

1316 wurde der Sultan von Malik Kafur, einen fälschlich als hochloyalen betrachteten General, ermordet. So geriet der Diamant in den Besitz der Großmoguln. 1739 eroberte Nadir, der Schah von Persien, Indien. Durch eine List kam er zu dem besagten Stein und gab ihn seinen bis heute gültigen Namen: Koh-i-Noor. Der neue Besitzer war aber nur von kurzer Dauer im Glückstaumel. 1747 wurde der Schah nämlich Opfer einer Palastrevolte. Ermordet wurde er von seinen eigenen Generälen. Ab diesem Zeitpunkt verschwand der Stein und tauchte auf unbekannten Wege bei den afghanischen Königen wieder auf. Dort verblieb er zunächst im direkten Besitz von Randschit Singh in Laroe. Der Diamant, wie auf alten Bildern ersichtlich, schmückte seinen Turban. Dieser König wiederum bekam den Druck der Briten zu spüren, die sich im Laufe des frühen 19. Jahrhunderts immer mehr Einfluss in Indien verschafften.

 

Ein Aufstand der Sikh wurde im Verlaufe dessen blutig niedergeschlagen. Randschit Singh´s Reich büßte sehr an Macht ein und verfiel nach dessen Tod in kürzester Zeit . Die ansässigen Briten übergaben 1850 den sagenumwobenen Stein ihrer Herrscherin Queen Victoria. Ab da verebbte die blutige Spur des Steines. Der Stein ging in den Besitz, in Form eines Schmuckstücks der Krone an die englische Königin Mary und später weiter an Queen Elisabeth, bei der der Stein bis heute verblieben ist. Zwar ist das britische Empire seitdem stark geschrumpft. Aber lebensbedrohliche Wendungen fanden bei diesen Besitzern nicht mehr statt.

 

Nun gibt es Stimmen, die dem Koh-i-Noor Diamanten gegenüber männlichen Herrschern einen schlechten Einfluss nachsagen. Bei der wechselvollen Geschichte des Minerals ist es auch kein Wunder. Nur anders als beim Hope Diamant, bei dem die Besitzer augenscheinlich starben wie die Fliegen, ist ein direkter negativer Einfluss des Koh-i-Noor eher unwahrscheinlich. Der Niedergang der Reiche war ein schleichender Prozess. Die Schuld dem Stein anzuhaften ist hierbei eher voreiliger Natur. Der Besitzwechsel wurde zwar so gut wie immer gewalttätig initiiert, aber war es nicht eher Zufall, als die finstere Ausstrahlung des Diamanten? Die Annahme, dass der Stein es auf die Glückssträhne von seinen nur nämlichen Besitzern abgesehen hat, erscheint sehr weit hergeholt, oder?

 

 

Carsten

29.08.2019

 

 

~ Quellenangaben ~

 

Bücher

Unglaublich aber wahr (Verlag: Das Beste) 

Historische Literatur Nordindiens betreffend. 

Hörbericht